Österreichisch-ungarische Cantoren-Zeitung
- Journal
- Österreichisch-ungarische Cantoren-Zeitung
- Volume
- 17 (1897)
- Issue
- Heft 2 (11.1.1897)
- Date
- 1897-01-11
- Page
- Seite 6 (sequence 6)
- Language
- German
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Ko Üek (Wie!!)., . . .r ^-Die dritte: Sitzung Murde ahn, 4 Uhr, nachmittags eröffnet. Huuächst: wird Die. /vormittags unterbrochene Debatte über die Mchtsstellung .der Religionslehrer fortgesetzt und der einstimmige Beschluss: gefasst, eine Petition an die hohe Regierung zu rächten. Die BeWussfassung über die Form und- StyMex!ü!g wird dem Ausschüsse überlassen. Da Punkt 5;t>er Tagesordnung iusulge der AbMenhelt; .des durch seine,- Aintspstichten perhinderten Dr. Kisch (Prag) entfällt, so ergreift das Wort/der Obmann Dr> WM zu .einem Bortrage: ״Ueber .die Stellung des israelitifchen Religionsunterrichtes an den öffentlichen MittelsHulM". Der , Vortragende, - dessen Ausführunuen, ,lebhaften Beifall-Anden, schildert die Stellung des Religionslehrers zu sMeu Schülern, zu, seinem Lehrkörper und zu d en 'Elten! d er ijhm .alwertrauteu Jugend und erblickt die Erklärung für viele allseitig empfundene Uebelstände in der . dem Religionslehrer Mewiesenen untergeordneten Stellung einerseits, andererseits in .der verhältnismäßigen Neuheit der Einrichtung desselben, und iu der urangelhaften pädagogischen Vorbildung vieler Religiöns- ,, .lieber- Antmg des Obmann -Stellvertreters, Herrn Rabbiner Dr., Feuchttvaug, und des. Gemeinde-Secretärs, Herrn Dr.,,Öppenheiul (Brünn) wird eine These, welche. die Mthwendigkeitx.emer genügenden pädagogifch-didaktische!! Ausbildmrg der Caudidatcn au den theologischen Lehranstalten und Pie: Ersprießlichkeit der praktischen Einführung des künftigen Religionslehrers..in die Mittelschule nach kurzer Debatte ein- :stimmig angenommen. ...Mit WMcht auf die vorgerückte Zeit /stellt der Ob- .MMN. den /Antrag,׳ dass die gemäß dem. letzten ,-Punkte. der DageAordn.uug zu, stellender! /׳Mträge ,.der VersammlimZs-;llMuchmer micht sofort-/ in Beratung gezogen, .sondern .dem;Ausschüsse überwiest!! werden, möge!!, der sie, falls er.He .im .eigerreNj Wirkungskreise, vollziehen kann, .erwägen uud )eveutuell aussühren, auderrifaüs,sbex^Hgivspbjchachen-Wö-MßKiKUMs- -pNch!Hrg.,der.,uächsteu;Versan»ülung)MllMMr-d.)DieserÄntmg Mrd.M!gG0mmen(uz!dsohj» zwei vorkegeude.AnMg^ Herr!! MabbiM-DrsDfllcherMWla!!). wegen SchaWMv'owMüMHriHMueu W/UeMWHUen/.Wd-^eßHeM.WabWeßDxMWh!-ÄsBLHßntnMWcheGiMl«M^WrkEMMo.rbFMitz!mhkN/: : echtz xechse .FxeM gewesen, chieser.KrfarWMlig chWMohM,'' \dMk «BestrxHmgeu.er jfoft’ ganzem-״ HMers das.Gellnüey. r MuMe.) M öMn' fchlieDH .fE Äa iM('erwiestist!!' Ehren.!ÜÄet ^tKmrW AöHwfetk chif Se/ ' WchHäEWn MW wird : dle^ erste: Versammlung, zugleich ׳ öei - erste NerWdskäF/der- \ israelillscheu Religionslehrer: מס den österreichischenMittelschule^ | geschlossen. HWuiMHÄMmWl uochmM Kr s.iMHgeß'KAMDlMMr ^MMey/Mch^vWgenMu-Wr; iq^dM EWtMMMs rtzwMLnMGnUV WMMchsM dMMVeWMtzlg mWMWgengMM WsuMWMmSMvjeHüer; OM«lMs.MK,MgM>W1,.WL^Wßn seine Mihewaltnng, als auch für die umsichtige Leltirng der - 8: DezÄiMr. Der׳ Präsident der WMÄ׳ EiiltuHgemeinde, HM/WstU Simon; ^W:W/MtzsKmes hohen Alters bis ,in hie jüngsten' Dabe.7HÄ besten ÄöMems und der vollsten MMM. erfreute, Ist. Plötzlich.schwer erkrankt. Gestern Früh.nw halb 8 Uhr, gts Herr Simon sich au W Frühstück-: tiH PM ' wöW, stürzte er Plötzlich, vom Schlage gerührt, zusammen. Der schnell herbeigerüfene Hänsarzt Dr. W a h r m cl 1111' cönstatirte eine linksseitige Lähmung. Der zum Concilium geholte׳ Professor Dr. Oser fand den Zttständ des Kränken. de!״ in! 79. Lebensjahre steht, mit Rücksicht ans sein hohes Alter b es örgüis erregend. /^Weir. Wie aMhrlich eröffnete auch Heuer der am: 5. Jättner in den Sofiensälen abgehaltene Ball des ׳״Ferienheim^ beit Wiener Cärneval und erfreute,sich in Anbetracht der hohen, litterärischeu und künstlerischen Genüsse, welche jedesmal in der dein Tanze vorangehenden Akademie geböten lverden. eines überaus' zahlreichen Besuches. Die weiten Räume der Sofiensäle waren׳ fast beängstigend voll, und nur das Bewusstsein, dass die Ueberfüllung einen! eminent wöhlthätigei! Zwecke zu Gute kam, konnte dieselbe erträglich machen. Das künstlerische Programn! des Abends war ein auserlesenes, und sänuntliche' Künstler fanden stürinischen Beifall. Alfred G r u u f e l d trug eigene Phantasien über ״Lohengrin" und ״Tannhauser" vor, ferner eine Serie neuer Ungarischer Tänze. Er erhielt einen Kranz mit der Inschrift: ״Den! Heros der Töne — das dankbare Ferienheim." Es folgte Fränlein Lon Brion, das,jüngste Vurgtheater- Mitglied, die sowohl französische wie deutsche Kleinigkeiten sehr nett vorlas. Die für sie bestimmte Kranzwidlnung lautete galant: ״Der geistvollen Künstlerin." Den! prächtigen Cellovortrag des Hem! Wilhelm I e r a l schloß sich' die Sensation des Abends an: die Vorlesung von Adolf 'S o n n ent h a l, der mit stürmischem Applaus empfangen wurde. Er las eine Erzählung von Dostojewski: ״Weihnachten" vor. Man kennt die Art. Wie der Künstler liest, es genügt somit die Constatirung der Thatsqche, dass der Beifall zum Schluffe gar nicht enden wollte. Ehe Sonnenthal aber vom Podium äbgieng, trat ein kleiner Junge vor, ein.Pflegling des ״Ferienheim"' und überreichte dem Künstler euien Lörbeerbänni,. Recht cönragirt und mit richtiger Betonung sagte er dann seiw SMHlein auf. ׳ ' Der.Armuth erweisest Du hohe Gunst, .Ihr diente'mit'Zaubercjeniält Dein'Genie, Dank st'annneltc Dir/größtem Manne der Knust, Das.kleinste Männchen der/.Eolonic. - Für/Hunderte schwenk' :ich ׳das׳ Mützchen Dir-zu, 7Für/-Alle> die.-Mlls>׳.der.dumpfen--Qual Des Elends besreicn^ gelcitet. Du : 'Ans: grüne^.'frisch-frSWche ׳'—^Sonüenthäl!. 'Mit thW!enfeUchten^^Astgenchörte'^ber^Ki!nstler(beEUpriich