Österreichisch-ungarische Cantoren-Zeitung
- Journal
- Österreichisch-ungarische Cantoren-Zeitung
- Volume
- 17 (1897)
- Issue
- Heft 1 (1.1.1897)
- Date
- 1897-01-01
- Page
- Seite 2 (sequence 2)
- Language
- German
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0ettc 2 Gesterreichisch-ungavische..י LaMdten-Aeitllng, «iss wWMolltz Mede.^ Kr - sagti^:, ״Das Fest, düs wir heute feiern,;DMeisie HHrWheFreüdÜ-in uns Dach. Wir gedenken der VKÄMunD Wss,1»as: Wort! hesWerrn nicht äW!amserNu d^eÄWich en HerM. Mss? ,WsseM iniseken . WjMxn und KWMMrn nicht ftenw bleilien, mw dass die Nachkommen Jawbß W Beweis liefern können, dass die alte Flagge uns -- ־ ׳rrr •<;ג ׳זן• .. ־»;;-. theidiguug gehört werden wollte. UnMnurlEMg^lMMW-Wt recht lös^ verschiedene 4 MiWdder?||ötc|ftf{|u MiJ MrHA!dagegenMlWttWärszhniE DrecherMn HsA EN glied'. der Körperschaft .sei. Selbst Pastor,-.Är! .Sch'cittffler ' Sd'11 der Eith-Missiöli, lvekcher In^früh'eren Jähteil Warszoinäk mit Feuer und Flamme vertheidigt und unter seine väterlichen Fittiche noch immer zusammenhält. Alt.'wie die Gesetze und Lehren, die., in diesen Urkunden üiedergelegt sind und in alle modernen Sprachen übersetzt, so scheint es gewiss auffallendsolche Freude hei dein Enchfange eines, neugeschriebenen Buches zu bekunden. A)ie Gedanken und Offenbarungen der großen Geister der Menschheit, in unschätzbaren Büchern aufbewahrt, stellen wir Einfach in unsere Bibliothek, aber anders , ist es mitderBeisetzung einer neuen Thorarolle! Unter Gesang und Orgeln, unter Absingen von Psalmen und Hymnen empfangen wir die Thorarolle und setzen sie bei im geweihten Hause, in einem speciell dazu bestimmten Schrein, um'sie allsabbathlich hervorzichvkeir rM Ms Wort WMes härKäsvorzüträgen. Sitte!: und Gebräuche haben sichwährend der letzten Jahrhunderte bedeutend verändert, doch die Heilighaltuug imd Verehrung;der Gottesgenommen hatte, erhob seine. Stimme in ernstem Proteste gegen Warszoniak, ׳und drohte, dem Counts noch weitere Thätsachen Uüd Daten -mitzutheilen,) falls Warszoniak darauf bestände^ gehört zu werden. Es wurde abgestimmt mit.dem Resultat,-.dass Warszoniak nicht gehört wurde. Auch ein Antrag, die in dem Berichte enthaltenen Andeutungen bezüglich seines Charakters u. f w. zu streichen, würde niedergestimmt.. Bleich und, zitternd vor Auftegung verließ nun der ״neue Messias" das Versammlungs-Local, und es dauerte geraume Zeit, ehe die Gottesleute wieder zur Fassung kamen. Auch das Gesuch von dem früheren Rabbiner Hermann Paul Faust, der in Nr. 128 Forsyth Str. ebenfalls eine Judenmission betreibt, um Mfnähme in das Presbyterium/, wurde abschlägig beschieden, da man sich erst über, seine Arbeit und den Erfolg .näher überzeugen will. lehre der Sinaioffenbarung hat sich unverletzt und unverändert bis zum heutigen Tage erhalten. Die Rolledie wir heute geweiht, ist kein neues Büch, sie ist blos ein neugeschriebenes Buch, welches trotz seines hohen Alters die Frische und Jugendblüthe der Jugend-Litteratur besitzt, voll der fegen- und lebenbringenden Quellen'. Alle Nationen schöpfen daraus ihre geistige Rührung, und so ist sie die Quelle aller sittlichen Erkenntnis." (Gegen Juden - Missionen.) Hermann Warszoniak, welcher seit einer Reihe von Jahren vermöge seiner Beredtsamfeit und anderer ihm zu Gebote stehenden .Mittel eine groM Anzahl von Söhnen Israels mittelst echtem, importiertem Jordanwaffer zu gläubigen Christen machte und von lieben alten Betschwestern nicht selten der ״neue Messias" genannt wurde, gab jüngst Anlass zu einer beredten und erregten Debatte vor dein Pres- Lyterium des Staates New-Jork, dem er als Mitglied beitreten wollte. Seine diesbezüglich seit einiger Zeit eingereichte Application würde zur Begutachtung einem Comite überwiesen, das jüngst seinen Bericht einreichte, welcher übrigens für den jungen Missionär gar nicht schmeichelhaft ausgefallen ist. Warszoniaks Mission befindet sich an der Ecke von Grand und Attorney Str^ und von Zeit zu Zeit ist es dort schon zu allerlei wüsten Scenen gekommen, so dass die jeweiligen Bekehrungs- Versammlungen nicht selten unter Polizeiaufsicht geführt werden mussten. Alte Israeliten mit langen Bärten und gebeugten Schultern umstehen fast jeden Samstag das Missionsgebäude und erheben allerlei Beschuldigungen gegen den ״neuen Messias" und seine ״bekehrten Zöglinge". Von Zeit zu Zeit tauchten auch gerade nicht sehr angenehme Geschichtchen aus dem Vor- Und Familienleben des Missionärs auf, der jedoch zu sehr auf seinen Schöpfer vertraute, um die gegen ihn erhobenen Anklagen selbst widerlegen zu wollen. Kein Wunder deshalb, dass das erwähnte Comito gestern ״ungünstig" berichtete und die Makellosigkeit von Warszoniaks Moral und Charakter bezweifelte. Auch des ' Missionärs Wahrheitsliebe und seine finanziellen Methoden haben in dem Report Aufnahme gefunden. Das Comite gibt zwar zü, dass der Applikant schon viel in seiner ״Line" geleistet hat, doch lassen seine Methoden und Wege noch viel zu wünschen MH. Der Bericht des Cönntes, in welchen nütürlich die Nichtausnühmc Wärszöniaks empföhlen Har, war kaum verlesen, als der ״neue Messias" auch schon äüfsp'rang und zu seiner Ver- Zum Lapitel der MgUnimsainmIung. Von Cantvr׳ Isidor,Schwarz in . Linz. . - \ . : (Fortsetzung.) .'. . ,׳ ..t;; Das allein Würde schon genügen, die 'in. .jeder Güfsform! ersttebbäre Sangesgleichheit illusorisch zu machen. Allein noch " gewichtigere. Gründe kommen da ins Spiel. Von allen Dingen [ belangreichen Gegenstandes ist das belangreichste jenes, aus; dem der Welt ein Vortheil erwächst. Wo dieses Kriterium! fehlt,, verliert das Ding an Sachlichkeit und schrumpft in Nichts! zusammen. Der jüdische Cantor, aller Standesobrigkeit bar, : neigt vorweg, mehr denn irgend Einer, zur Skepsis; ihm,! gebricht es von Vorneherein an irgendwelchem Autoritätsglauben.; Wie das selbständige Gebühren der Cultusgemeinde einen rechtlich begründeten Thatbestand bildet, wähnt auch er in allen S.tückeil; nicht obligaten Charakters seine eigenen Wege wandeln zu!dürfen, sein eigenes Ich in Ton und Sang schrankenlos! bethätigen zu müssen. Wer kann ihm. Halt gebieten, wer seine Bahn durchkreuzen? Als freier Fnnctionär einer freien Gemeinde, wandert er fröhlich, frisch und fromm von Pfad zu Pfad, so singend, wie ihm der Schnabel gewachsen und kümmert sich nicht das Geringste um das, was dem einen Recht ist. und dem Ändereil ein Gräuel. Möge ein Cantorenbund, bei dem er. selbst Delegirtenstelle vertritt, seine Beschlüsse solidarisch fassen, für sich und seine Auftraggeber gleich bindend, sie würden ihm trotz alledem Wie Handschellen dünken, die. man gelegentlich um so leichter abstreift, wenn der Schlüssel stets zur Hand ist. Gewohnheit ist Noth, und Noth. bricht Eisen. So sehr ist der Chasonusrummel gegenwärtig en vogue, dass : Jemand in einem Fachblatte — ich weiß es nicht mehr, wer und wo —den Grundsatz anfstellte: Wer des Chasonus im Vollümfange mächtig sei, ,dem gehört das Herz jener Gemeinde, in welcher zu wirken er Verlangen trägt. Die Kenntnis desselben!ist mehr Werth, als.die Gesammtleistnug eines sangesknndigell Cäntors. Dieses Glaubeüsbekenntnis ist charakteristisch für die.!Person des Schreibers und für.die Zeit, in derwir leben..; . E§ kanü Jeniülld, in Schrift und Sprache blitzenden Geist: und.Geistesschärfe in hohem' Grade befmiden,! ohiie fdeshälhein. geistreicher Sänger. zu sein. . Im strikten Gegensatz, zu, dieser Ersch'eiilun'g gibt's Männer,' Ignoranten an Geist, im Schreiben