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Österreichisch-ungarische Cantoren-Zeitung · 1897-01-01 · Heft 1 (1.1.1897) · page 1

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Journal
Österreichisch-ungarische Cantoren-Zeitung
Volume
17 (1897)
Issue
Heft 1 (1.1.1897)
Date
1897-01-01
Page
– (sequence 1)
Language
German
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Redaktion u. Administration Mien, 2. Novaragasse 27. U. k. österr. Postsparcaffe Lheck-Lonto Nr. 635,240.1 Infrratr werden billigst berechnet. . Manuskripte werden nicht retoilruirt. GetEW-/rp für dir Interessen dei Cuttnsbrr Erscheint jeden zehnten Tag. Begründer: Obercantor Jacob Bauer. Pränumerations-PreiS. FiirCankvre» 11.(Enltu»b*amte nr Vestrrrrnch-Angarn Ganzjährig . .... fl. 5.— Halbjährig ..... fl. SLV FiirEnnkvrerr ».Tultttsbearnle ■ im Ausland Ganzjährig : .' . . .10 Mark oder S Rubel. Für private, und Institute Ganzjährig . ' . . . fl. 6.— «*t , r« 1 »» - I»- u. Insertion»- H p «eträge sind in Wien rahldar. ,.Wwllig׳ ■ - -.—= tä*8Wi»*Ä; Nr. 1. Wien, 1. Jänner 1897. . IahrgnjW. An unsere Leser! Wir ersuchen höflichst um umgehende Er- Neuerung des Abonnements und Einsendung der Pränumerations-Gebühr. Vierteljährig st. 1.25, halbjährig fl. 2.50. Die Administration. Jüdische» Leben in Amerika.; •; MitSetheilt..vW Ä^V^Dsra.S Hoch glück, New-Aork. . . (Jüdisch es W aisenhaus.) Der Nestbau des jüdischen Waisenhauses,' welches am vergangene^ Dänksagungstag seiner Bestimmung übergeben wurde, verleiht; dieser Anstalt, eine Vollendnng und eine Großartigkeit, wie sie.'keine ähnliche Institution in der'alten oder neuen Welt aufzüweisen hat. Abgesehen von den luftigen Räumen, welche als Schlafstellen dienen, den geräumigen, gut ventilierten Schulzimmern, dem prächtigen Speisesaal, in welchem 800 Kinder zusammen, speisen, ist ein großes. Lesezimmer ini Neübaue vorhanden, aber auch eine Turn- Halle mit den modernsten Einrichtungen, und nach der Rückseite ein geräumiger Paradeplatz für das Cadettencorps mit herrlicher Aussicht auf den H'udsonfluß und das gegenüberliegende Jersey- Ufer. Hinzugefügt. wurde ferner ein Gewächshaus. Die Lage ist eine solche,. wie.sie nicht schöner gedacht werden kann. Es ist das keiue Änstalt füu arme Waisenkinder, es ist in der That ein fürstliches. Asyl. Und man. sieht es auch den Kindern an, däss. .sie^i1i einem Heim geborgen sind, in welchem sie sich wohl fühlen, 'd'äs' ihnen den vollsten' Spielraum für die freieste Entwicklüüg gewährt. Und es war ein erhebender, zur Andacht stimmender' Eindruck, den man gewinnen müsste, als man in den großen Betsaal am Dänksägungstag trat' und die Gemeinde von fast tausend Kindern vor sich sah, die alle von Jugendkraft strotzten. Und wie hehr und feierlich klangen die einfachen, schönen Dankeshymnen, die aus Kindermund ertönten, ein Chor, wie ihn keine Kirche und kein Tempel zu übertreffen vermag. Man fühlte sich mit fortgerissen und musste den herrlichen Worten zustimmen, die aus dem Munde des beredten Waisen- Vaters, Dr. Bäär, hervorkamen, als er seine andächtige Gemeinde ansprach. Nicht nur die New-Jörker Wrenheit^ sondern auch die Stadt New-Iork kann mit Recht stolz auf dieses musterhafte Institut sein. Unter den hervorragenden Persönlichkeiten, die sich am Danksagungstag im Waisenhaus einfanden, seien erwähnt: Herr Elbridge T. Gerry, welcher eine Ansprache an die Kinder hielt; Herr und Frau Emanuel Lehman, Herr und Frau Jacob H. Schiff, ferner die Herren Henry Budge, M. Goldman, Isidor Wormser, Leopold Stern, Eduard Lauterbach und Theodor Seligman mit ihren Damen, Rev. Stattery, .Districtsanwalt John R. Fellows, der greife Rabbiner Raumbürg, Lewis May,--Simo!r,.Schüfer, Henry Rice, Col. Maring, Jos. H. Hoffman, Oscar S. Straus u. v. A. (Neue Loge.) Der Präsident der Großloge des ersten Districtes, Herr Joschuah Kantrowitz, setzte am vergangenen Sonntage eine neue. Loge in Utica, N.-A., ein, und zwar die Utica-City-Loge Nr. 459. 35 der hervorragendsten Juden der Stadt Utica hatten sich vereinigt, diese Loge zu bilden, und die feierliche Einsegnung wurde mit Freuden von der ganzen jüdischen Einwohnerschaft begrüßt. Herr Kantrowitz setzte in seiner Anspräche die Bestrebungen des Ordens auseinander, die Leistungen der Brudergesellschaft in der Vergangenheit, den mächtigen Einfluss ans die moralische und geistige Erhebung der Juden in allen Theilen her Welt und die Pflicht aller jüdischen Glaubensgenossen, dem Bunde sich anznschließen. Der glänzenden Rede, welche mit großem Beifalle ausgenommen wurde, folgten begeisternde Worte seitens des Herrn Edward I. Graetz. Präsident des Altenheims in Aonkers; es sprachen dann noch Herr Adolph Fleischmann von Utica, District-Deputirter, sowie die Herren Jacob Mendelssohn, Theobald Breslauer u. A. Gewählt wurden zu Beamten der Loge: Jacob M. Mendelssohn, Präsident; Theobald Breslauer, Bice-Präsident; Schatzmeister Max Lyon; Schriftführer Jacob I. Simon; Finanz-Seeretär Charles. Lowy; innere Wache S. Stone; äußere Wache L. Weinberg. Nach Vollendung der Jnstallationsfeierlichkeiten folgte ein elegantes Bankett. (Atereth Israel.) Die Ueberreichung und Beisetzung in die Arche einer neuen Thorarolle, welche von den Damen der Gemeindemitglieder der Gemeinde zum Geschenk gemacht wurde, fand gestern in dem Beihause Atereth-Jsrael Nr. 323, Ost 82. Straße, statt. Der Rabbiner der Gemeinde, Dr. Krauskopf,

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