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Österreichisch-ungarische Cantoren-Zeitung · 1896-12-21 · Heft 31 (21.12.1896) · p. Seite 4

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Journal
Österreichisch-ungarische Cantoren-Zeitung
Volume
16 (1896)
Issue
Heft 31 (21.12.1896)
Date
1896-12-21
Page
Seite 4 (sequence 4)
Language
German
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Seite 4 Mest^xeichisch.-ukgarlsche Aantoxen?Aeitüng Nr.. 31. Mchmte der Mlf-des Herr» mit! Donnerstimme^:(*Gedenke! des SabbAGs^!"׳mich da stiminten auch - die Frauen mit ihrer -Autwart ejn>;*Ir; wollen fthuu und horchen!. Lasset ^uns nicht Mas Horchensondern thun!" Ja,? wenn die Frauen für-die Miedereroberuug des jüdischen;Sabbaths ihre-ganze Kraft emfetzm! wollen- Denn sie dem jüdischen Heim; die aste'Weihe jwMw Lu Herlechen suchen,; mit der Frau als Pxiesterin des -:Derben -.He auch;Erfolg haben und gleich den;; alten Prophetinnen?- den religiösen Geist des Judenthums Dieder *icir;-LÄeh§n.;׳.׳.Jrcheffeu-,:fegt Anfang 'wäre gemacht, und wWn dM : Ziel Mttßcht, die jüdische Frauenwelt aus ihrer LechaMe;aufzuWttelu^ .;mag die;Bewegung eine -Epoche; im MerikWischen Judenthum bezeichnen.!: f '/W!MMW!!Wr:Ms!Md!!A-!!:Wd;!1 brn ScheMet. Eine Liograptzische Skizze, von Dr. M. H. Friedlander.. *;ב,•ל■ : ״•?■;־ C׳;:! . :׳■■5־/■ Wchluss).:; ^';s;3:!: j . < Eslebte nämlich in Sevilla ein - fanatischer, herzloser und bMhnmgsfüchtiger Priester- Namens Fernando Martin ezder MD gleichsam zur Lebensaufgabe gemacht hatte, die Judey gewMMWwKsazur; Taufe. :zu -zwingen.. In; seinen Predigten Dar er; unablässig bemüht, das fanatische Volk,, besonders; den . rohen,, unwissenden -Pöbel gegen die! Juden aufzureizenzu Hetzen und Luszustachekn- So! lange-der:König Don Juan Ä.:!lebtG vermochte jener blutgierige Mönch nicht, sein Ziel zu . erreichen) wM Juan ft, obwohl ex Hin Philosemit war,; Ausschreitüngey um keinmi Preis: geduldet Hätte. Allein;als Juan Idas Zeitlicht . gesegnet chatte und;:der^eilfjährige: Hemrich-.-LIr!ihm;aüf-deü Thron, gefolgt war, musste^ da dieser noch ein Kind war, em! Regentschaftsrath! eingesetzt werden, deraber in seinem-׳Muern zeMiftet war, dwher: die Anarchie im Reiche.große! Dimensionen auzunehmen drohte. Diese Zerfahrenheit und;innere Zerklüftung benützte der fromme . Martinez, um . sein vorgestecktes: Ziel ohne Hindernis erreichen; zu können. Gr predigte!am 15- März 1391 auf einem öffentlichen '!Platze in Sevilla gegen;die perstockten ׳JudM und eiferte die Menge an, die -,Ungläubigen" gew al t samer Weise zur Abschwörung.des ׳; Glaubens! der Väter zu! zwingen.; Die Worte des .fanatischen: Priesters!blieben -ftsural nicht wirkungslos, Senn das aufgestachelte - Volk! griff sofoxt xecht thätig-in die Situation einund mordete und! plünderte ad majorem deivgloriam nach Herzenslust.'-; Die; Regierung, au:die die,unglücklichen Juden sich i1!; ihrer höchst; verzweifelten Lgge.,M.audte1;».jschnttwohl -ei.«1? ließ sogar die- WdeWührer ergreifen Md hinrjchten^ alleini dies,!reizte Sas fanatifirte; Volk noch mchr, das, Mschon-es!mMentanSasrMmden! -einsteUe- Mx:richtiger sist^1üchftaMörte,:auf Rache-zu sinnen. Der. hMlose, wahnbechMte:Mordprediger, hörte Mdessen-, nichts auf- W .seinen7 Predigten das-!Volk zu Hetzen, die-Leihensthafterrydes PöbM wachzurmfeu. -Md drei Monate-uach, den! - ersten. Gemetzel wftdmHplteHch dasseche Schauspielfinweit größerem Maßstäbe,! Es! geschah:dW.uämsich mu!6^-Juni,1391 Von:;beic großen, 30,000 ßeäen zählendem Gemeinde-iftkaum esn! kleiner IMl Hftg . geblichen. : -Wele Tausende wurden hingeschlachtet,- und-vick ließm sich aus- Furcht vor - den^Mrecklichen Todes-- gualmr-wufW.!Unter Lenen,- dft:Lmn:Scheine;:auftjkuW -ZM dft Muft Mmchmßll/Beftmd M amh SWuel Mxavaneft-der Hchmmvater der. .-M. das-Mud1Mchum?7Die:Mm -hie jüdische WmvMeH.!Als!.Christ׳ erhielt w HMHomien JAMde^MevWr. Wrachsin-:vyw-Zacuta-^^ ״j1׳;:-Das! gräßliche Feuer von Sevilla: blieb; nicht localisirt,!söndermgrifft rasch um! sich :uttb 1;■:flatterte: g in >1 ganz! Spanien; lichterloh empor. Nur das ׳. Taufwasser allein besaß die Kraft, es zu löschen. Es war.dies: eine :märtyrerreiche:;Zeit-für; die Juden Spaniens: Die hervorragendsten Rabbinen und: Gelehrten giengen!dereitwilligst; dem לי Tode entgegen,- und; das; -Beispiel dieser Glaubenshelden wirkte zündend und aneiferUd auf!die ׳ Masse.' Nichtsdestoweniger nahmen sehr viele, : um das nackte :Leben retten zu können-; zUm; Scheine: die Taufe ':an, lebten äußerlich christlichwährend sie im Geheimen die jüdischen -religiösen Satzungen Und Bräuche streng und;; pünktlich beobachteten. Es waren dies die ״Gezwungenen", (Anusim) die man; spottweise Sie ״Marranos" nannte.;Unter; diesen Neuchristen gab es auch vieledie--;da: :sie;!schon;-früher Skchtiker gewesen und nur aus Familienrücksichten dem Glauben der Väter .nicht den Rücken gekehrt hatten, die neue Aera! mit! Freude :begrüßten, weilsich ihnen nunmehr die Gelegenheit darbot. ihren Ehrgeiz befriedigen und zu hohen Stellen ׳ gelängen zu können. Diese Skeptiker aber zeigten sich bald als die erbittertsten Gegner ihrer Stammesgenossen und;; suchten sie durch Denunciütionen auf alle mögliche Weise zu verfolgen. --!-;:-::ft-::-;! ־.; Der Gefährlichste dieser Apostaten: war Samuel Lewi aus Burgos, der als!Christ:den. Namen Paülüs;Burgensis; oder de?.Santa Maria ann ahm. -Er erfreute: sich vor sein er Taufe -des besten Rufes und hatte sogar:mit; R. Jsak b- Scheschet,- der ihn seiner talmüdischen ׳ Gelehrsamkeit.; wegen schätzte,- fleißig ׳correspondirt, allein sein unbezähmbarer Ergeiz trieb ihn zur-Tauft. Kaum wurde, er -mit dem Taufwasser besprengt, Äs er sich nach .Paris! begab,!--um an der dortigen Universität - Theologie׳ zu! studften. -Nach -einer; Przeni:Zeit:würde er ׳zum! Priester! geweiht - und zu einer hohen geistlichen- Stellung befördert-- Nachdem er nun! sein - angestrebtes . Ziel erreicht. hatte, war! er aus allen Kräften bemüht- -das:Jüdenthum; wie die.׳jüdische Litterätut in Wort::und;Schrift:LU:bekämpfen!und seinft!früheren Bekannten und.nFreunde.!zu.-.bekehren:;. Allein.׳ diese.;blieben ihm die Antwort nicht schuldig , und wiesen seine unlauteren Absichten wie seinen unwürdigen Bekehrungseifer entschieden zurück.;; Besönder's hart zu Leibe fuhr ihm-sein ehemaliger Schület Josua Altorqui, der ihm in-seiner. Schrift::in; sehr gelungener satyrischer Weise zu verstchen - gabdass;alle Welt es weiß, dass! erftSanta Mariä nämlich, der früher - als Rabbi streng religiös, gelebt, nicht aus Ueberzeugung, sondern nurum seinen i Ehrgeiz!wie.feine, allbekannte Herrsch-; mnd Habsucht befriedigen-! zu - können-! zur . Kirche . seine;Zufluchö genommen .habe. ׳ :Auch! ProfiatllDuran-i der während des. Gemetzels von 1391! iü! Eatalonien Mm;:Scheine7das-n Christenthum; anzünehmeN -'sich! gezwungen-fah^;; schrieb:.elne -! äußerst7 treffliche׳- Satyre, in: der-! ern-len!!;Ehrgeiz : des ft Apostaten;; Waulus . de Santä! Maria!!! der:!den;:damaligen : Kirchenstreit. und--!den;!׳Kampf;!der-1 -zwei! Päpste--benützte,, und sich .vom! Papste;: VenedictusH V111-; zu! t Avignon alsngefügiges!Werkzeug gebraUcheMließ-r nmühiedürch: - zu-Wen EhreuWlängenhzü7könnenin einerLsehL. ftine.y׳,n׳äbeK! furchOar beißendennWKff geißelte.: L) .rü1nA::)M: sw&!!l; .׳;iS In jener traurigen-!-verhängnisvollen/- Zeitft HabenftrdM! meisteu!fPanischen^Juden.hdieüsichfflüchtew7müssten- -ümmicht in! den:.TödWd.eu-iin Sie׳?Kirche rgeschleppL:׳zmwerdey, wiefehr vielei : NeUchristewwder! MaraNnen/:;denen?die5!Maske deslEHMenthUms-! Wig aind ÄnÄträgliWgewordechü ihre!ZükunDM:?deu!^nörd^ - aWauffchen;-;lStäÄenLn7Algier, :!VUtza-? Constantine-E Miliaüazu z W-MTenes-l-Tlemsa Mr igenockmenvMntw׳ fden IspanischeV

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