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Österreichisch-ungarische Cantoren-Zeitung · 1896-12-21 · Heft 31 (21.12.1896) · p. Seite 3

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Journal
Österreichisch-ungarische Cantoren-Zeitung
Volume
16 (1896)
Issue
Heft 31 (21.12.1896)
Date
1896-12-21
Page
Seite 3 (sequence 3)
Language
German
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Nr 31. GesterreichischMNgarische Lantoren-Aeitung. Seite 3 swärnmnd :äst: heutet noch der geistige ׳Mittelpiinkt NsManzen. Vice-Präsidentin wurde FrauEmanuel Mandel; Schgtzmeisterin, Grau Harry I.SAz; pröt; Secretärin, ׳Frau L. I. Wolf; 1cyrr:üSecretürin; FrlnSädie American. -: •0 :Doch! nicht änf/die Lhicagoer Mitglieder allein ÄollteMe Convention: sich beschränken. Nord-Amerika sollte derselben Mit- -glieder- und-׳Anhänger zuführen. Jetzt zeitigte das ':große zWganisationstalent: der Damen die: schönsten -Erfolge?: In jeder!größeren׳.Stadt7wurden -Anhängerinnen geworben, jede-Stadt igMidete ihre Section,!wählte ihre Sectiynspräsidentin, und diese Meetioyen?erwähnten je eine Vice-Präsidentin für den ganzen Staat?; / r;jli; -Wie:groß die.Convention geworden, zeigte die in NewDork -abgehältene Geüeral-Versämmlung. dennals Delegaten waren .anwesend Sta ä 1s-Vice -Präsiden 1imnen: New-Aork FxaM Sophie Beer׳;-: Colorado, Frau:!Carrie S.: :Benjamin;;GMgia>- Frau -Rebeccä Hirsch;:: Indiana;! Frau Etta L! Nrchbäum; Jowcy:Frau7C.-R. Hirsch;׳ ׳Massachusetts, Frau Lina Hecht; Missouri;-Frau Hatte L. Heller; Maryland, Frau Bertha -R,.Frank; Michigan,' Frau I. Schloß; Minnesota, Frau Mina M. Cohen; Washington, Frau Bailey Catzert; Ohio, Frau Ella H. Philipson; -Pennsylvania,; Frau Paulina H. Rosenberg; Tennessee, Frau Nellie L. Millert; Wisconsin, Frau D Adler; Ww-Jersey. Frau.Theresa Gratta. Präsidentinnen der Sitad t - S e-e-׳tL 0 11 e 11; Colorado. — Frau Carrie S. Benjamin, Denver; FrauCarrie Mayer, Leadville. Georgia. -—Frau Julius Alexander, : Atlanta; -Frau Grace P.- Mendes, Savannah. Illinois. — Frau- C. Witkowsky, Chicago; Frau I. H. Lesem, Quincy; Frau R. Simon,: Rock Island; Frau Jda Frazer, Moria; Frl. Ray Hiller, Springfield. Indiana. Frau M. Eckhyuse, ׳ Indianapolis; Frau! Etta L. - Nußbaum, Marion; Frau Aaron Simon; Wabash. Iowa. —Frau Eecilia R. Hirsch, Des - Moines. Kansas. — Frau M. Sumnttrfield, Lawrence. Kentucky. .— Frau' Jacob I. Judah, Louispille. Maryland. — Frau I. .Cohen, Baltimore. Michigan. — Frau A. Sloman, Detroit; Frau Alick Rosenthal, Petosky. Minnesota: — Frau Nina Morais Cohen, Minneapolis; Frau H. Haas, St. Paul. Missouri. -— Frau L. S. Liebermann, Kansas City; Frl. Sadie Wald, ׳Louisiana; Frau H. L. Wolfner, St. Louis. Nebraska. — Frau A. -Newmark, Lincoln; Frau Charles Rosewater, Omaha. New-Jersey.Frau Nathan Weinberg, Newark. New-Aork. — Frau Rebecca Kohut, New-Iork City; Frl. Bestie Myers, Albany; Frl. Rose Landsberg; Rochester; Frl. Elisabeth Hirschfeld, Buffalo-; Frau Carrie-Taubenhaus, Brooklyn; Frau Henry L,- Elsner, Syracuse. Ohio. — Frau L. Kleinmaie, Marion; Frau David Theobald, Joungstown: Frl. Clara Block. Cincinatr. Oregon. . Frau Sol.: Hirsch? Portland. Pennsylvania. — Frau - Philip Hamburger, Pittsburg; Frl. Laura Mordecai, Philadelphia; Frau Rachel E. Leventritt, Oil City; Frau JcwnieM Galland, Bradford: Tennessee. י— Frau Nellie L. Miller, Memphis:! Washington: — Frau Bailey Gatzert, Seattle. Washington,׳ D. C; —׳ Frau Lillie:Cohen. Wisconsin. —- Frau Sig. N. Levy, Milwaukee. Canada, — Frau Meldola de Sola, Mdntreal; .Frau! J: S. .Cohen, Toronto. trf 7KWelch große;: reicheMersammlung nach kaum׳ dreijährigem stillen Wirken׳! Zum ersten Male in der langjährigen Geschichte ^NWeIs:׳Hhen)wirdieFraüen zusammentreten? mit einer selbstgestellternÄusgabe - aus ׳ einem besonderen-Wirkungskreis und -demmodernem Rabbinerthum vielleicht ein Äenig^Conärrrenz machen? SreWhrten anch chreVerhandlungen nach:echt pärlamentarischer^ Weise, verstanden es, die Ordnung und Rühe: aufrecht zu erhalten und ihren Ideen einegewisse Geltung zu verschaffe. Auch die:Kunst, Eclat zu machen, die Presse für sich zu gewinnen, verstanden sie sehr gut, um! sich- Anerkennung zu verschaffen. Auch bei der Beamtenwahl konnte man ganz, gut merken, dass ihre Führer politisch die Drähte zu ziehen verstanden. Es ist das ein nicht mißzuverftehender Beweis; dass sich die Juden vollständig in das moderne amerikanische Leben - einzuspinnen verstanden? und wenn auch bis jetzt erst eine weibliche Kanzelrednerin austrat, so wäre es gar nicht zuverwundern, wenn nach Und -nach Franen sich dafür ynalisicieren dürsten.' Die Reden, die da gehalten wurden,., waren durchwegs gediegen, zeigten von tiefem Studium Und ebenso von-dem Ernst,- Nr bej diesen Frauen vorwaltet, thatkrästig in das socialennd sociak-xeligiose Letzen einzugreffen und auf eine Besserung hinzuarbeiten, das ideale Wrebem ZN fördern^ Zu Anfang und am Schluß wurde eine Frage behandelt, die eigentlich die Hauptfrage hätte sein und auf welche das Hauptgewicht hätte gelegt werden müssen, und in welcher gerade die Frauen der Hauptsactor sein könnten, die- Sabbathstage. Dass das eigentliche Judenthum in diesem Lande an einer Gleichgültigkeit krankt, -welche seinen Lebensweg zu unterbinden droht, ist außer aller Frage, und diese Krankheit ist thatfächlich der Mißachtung des jüdischen Sabbath zuzufchreiben. Nachdem der Bröderwerb den männlichen Theit der jüdischen Bekenner zwang, am Samstag dem Erwerb nachzugehen, den Arbeiter seinen Verpflichtungen nachzukommen, den Kaufmann und׳ uament-! lich den Detaillisten, sein Gewölbe offen zu halten, hörte 8er Gewissensschlag aus, der vielleicht am Anfänge als strenger j Mahner auftrat, und man achtete dann überhaupt nicht mehr auf den jüdischen Sabbath. Die Frauen hätten freilich dem Sabbath die Weihe zollen können, im Hause hätte man nach wie vor die Sabbathweihe aufrecht erhalten können? und den Kindern wäre die Sabbathidee nicht entschwunden. Aber nein, die Frau wollte auch recht modern sein. Die Sabbathfeier wurde als veraltet in die Rumpelkammer geworfen. Statt der Familienvereinigung am Freitag abends gieng man ins Theater, gieng auf den Markt am Samstag morgens, zur Matinse-Vorstellmrg am Nachmittag, irgend wohin, nur nicht ins Gebethaus. Da ist es nicht zu verwundern, dass mit dem Sabbath auch der Religionsgedanke, die religiöse Begeisterung flöten gieng, und niemand anders als die jüdische Frau ist Schuld daran. Als die Frage auftauchte, am Sonntag gottesdienstliche Borträge zu halten, um den am Samstag zur Arbeit gezwungenen Juden Gelegenheit zu geben, der Erbauung zu pflegen, da bäumte sich doch das jüdische Sabbathgefühk dagegen auf, und man zog es vor, lieber gar keinem Gottesdienste beizuwohnen; als diese angebliche Concesfion der Schwester- oder Tochter- Religion zu machen! Nun in diesem Punkte konnten und sollten die Frauen eine Wendung zum Bessern schaffen, und sie können es. wenn sie dauernd dieser Aufgabe sich zuwenden wollten. Frau Rebekka Kohut in ihrer Eröffnungsrede ttaf den Nägel auf den Kopf, wenn sie sagte: ״Sabbath! das ist däS Wort, welches wir als Mütter in Israel muthrg aussprechen müffen! Unsere Pflicht ist es, die Erlöser Israels zu werden! Unser fei die Pflicht, den MuH zu wecken und die Hoffnung in den Führern Israels, die es seiner BestimmuM ent^genführen! Sie haben unsere Sympathie Mhig, unsere H1W? Sogar in das verheißene Lcmd gieng der Befehl voran: Nehmet die Frauen und mit? -«K-'-vdn׳ -SmM ׳GeWWMD

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