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Österreichisch-ungarische Cantoren-Zeitung · 1896-12-01 · Heft 29 (1.12.1896) · p. Seite 3

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Journal
Österreichisch-ungarische Cantoren-Zeitung
Volume
16 (1896)
Issue
Heft 29 (1.12.1896)
Date
1896-12-01
Page
Seite 3 (sequence 3)
Language
German
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D.ejtMKiHM.-WAaEch.e, Lant.qRen-ZejtzLyA. Seite Hiebei ist nur - zu , bemerken, dass die Erklärung, der Gemeinde So beslau,: dass sie das -Heimatsrecht' des Abraham Stein: in Sybeslan nicht anerkenne, keineswegs apsrNcht, dieses auf einer gesetzlichen.H'estjmnruyg' beruhende und durch Heu Mchmeis der Bestellnüg zum.Rabbiner aUsgewiesene HeimatsrHt in Zweifel zu ziehen. , " .־. . . Die angefochtene Entscheidung musste' daher über Beschwerde des Ähraham Stein nach 'ß 7 des Gesetzes' vom 22. October1875 R. G. Bl. Nr. 36 ex 1876 als gesetzlich nicht begrnlldet gufgehoben werden, und es lag kein Anlass vor,, die Frage, ob Abraham Stein nicht auch auf Grund seiner Steuerleistung das Wahlrecht besitze, in Erwägung zu ziehen." Mdifches Leben in Amerika. Mitgetheilt von Nev. Osias Hochglück, Nem-4)ork. Am nächsten Sonntag wird in den Räumen des ״Tuxedo" ein Cöngress eröffnet werden, für dessen Verhandlungen und folgenschwere Beschlüsse sich die regste Theilnahme in allen Kreisen unserer jüdischen Kranen kundgibt, für den mit Feuereifer gewirkt wurde, und dessen glückliches Zustandekommen ein Ehrenzeugnis ist für die jüdischen Frauen, die ausschließlich dafür gewirkt haben. Der Cöngress ist von dem ״National Council of Jewish Women", deren Präsidentin Frau Hannah Gf,Solomon von Chicago ist, einberufeii worden und seine Sitznngsdäner wird eine achttägige sein. Nie vorher ist in den Staaten ein derartiger Convent übgehalten worden, und die Arbeit der Veranstalterinnen ist deshalb umso höher anzuschlagen. ' Pie diversen Lccalverbünde, die über das ganze Land verbreitet sind, werden ihre Delegaten entsenden; zweihundert solcher Sectionen hofft man vertreten zu sehen, die circa W.W Mitglieder zählen. Zweck des Congresses ist, eine intimere Verbindung unter beit .jüdischen Frauen Nord-Amerikas herzustellen, dadurch ein Mittel zur Ausführung von Maßnahmen von allgemeinem Interesse zu schaffen, Bestrebungen zum Besten des Judenthums zu veranlassen und zu fördern, und das Werk socialer Reform durch philautropische Denk- und Handlungsweise, zu schürfen, auch lieseres Studium in der Bibel anzuregen, auf die Kenntnis jüdischer Geschichte und Litteratür zu dringen und im Allgemeinen däs jüdische Bewttsstsein zu heben. Man sieht, das Programm des Congresses ist ein großes und vielnmfaffendes, doch .mit voller Begeisterung bereiten die Frauen sich zur Ausführung vor, die dadurch bedeutend erleichtert wird, dass auch das Executiv-Comits der Ceutral-Conferenz amerikanischer Rabbiner durch drei Herren auf dem Cöngress vertreten sein wird. Es dürfte betreffs der Organisation des Verbandes mittheilenswerth sein, dass der Jahresbeitrag nur einen Dollar beträgt, dass die Localverbände jeden Monat, kleinere Circles alle zwei Wochen tagen. In der Secretärin, Frau Sadie American, besitzt der Verband eine äußerst thätige und fördernde Kraft, die in Wort und Schrift unausgesetzt für die ins Äuge gefassten Ziele eintritt. ״Im Dienste der Schwestern und Brüder,, der Armen und Verlassenen", sagte die Dazne, ״müssen wir uns selbst fortentwickeln und jedes Mitglied möge mit seinem ganzen Wissen und Können für die Vervollkommnung des Arauengeschlechtes in die Schranken treten. -Die Stärke unseres Verbandes liegt in dem HHren Hele, Hts er sich gesteckt. Ein weites Feld liegt. vor uns.. Wir schauen erst hinaus, wo Hilfe uoth thnt, und dann suchen wir nach den Mitteln, wie sie abzustellen.!' Von Seiten der Presse, speciell der jüdischen, wird dem Cöngress die wärmste Sympathie eutgegengebracht. Der״Jewish Messender" begrüßt denselben als das glücklichste Zeichen der Zeit. ״Der Ehrgeiz der amerikanischen Jüdin ist eine Kraft, die wir. nicht zu ersticken wagen dürfen. Ihre Gelegenheit ist jetzt da. Die amerikanische Synagoge muß anfhören. eine Art jüdischer Moschee zu sein; an unseren Küsten können Gebräuche des,Orients nicht mehr mit dem Judenthum vereint werden. Die Jüdin, welche die Gabe besitzt, zu schreiben, zu lesen, zu organisiren und zu predigen, darf daran nicht verhindert werden". Auch Frau Rosa Sonneschein, Redaktrice des ״American Jeweß", begrüßt den Cöngress mit Freuden und möchte vor Allem sehen, dass derselbe die vortretende Körperschaft der jüdischen Frauen des ganzen Landes werde. — Die Gemeinde Ahavath Chesed. deren prächtiger Tempel an der Ecke der Lexington Ave. und 55. Straße, eine Zierde jenes Stadttheiles bildet, rüstet sich zur Feier ihres goldenen Jubiläums. Ein halbes Jahrhundert segensreichen Wirkens hat die Gemeinde hinter sich, die im August des Jahres 1848 von wenigen Deutsch-Böhmen gegründet wirrde und sich ans kleineren Anfängen unter Leitung solche tüchtiger Seelsorger, wie der verstorbenen Herren Dr. A. Hübsch und Dr. Alexander Kohut, zu ihrer jetzigen Bedeutung entwickelte. Dr. D. Davidson, der gegenwärtige Rabbiner und Führer der Gemeinde Ahavath Chesed, hat für die Jubiläumsfeier, welche am kommenden Freitag-Abend eingeleitet werden wird, ein treffliches Programm vorbereitet. Rabbiner Dr. Gottheit wird anr Freitag die Festrede halten. Ansprachen halten ferner die Rabiner Dr. Vidavey und Dr. Davidson und Herr Louis Asch, der Vorsitzende des Sub-Comites der Gemeinde. — In Montefiore Home, Ecke 138. Straße und Boulevard, hielt unter Vorsitz des Herrn Jacob Schiff das Direktorium : der Anstalt die jährliche General-Bersammlung. Ans den zur Verlesung gebrachten Berichten gieng hervor, dass während des verflossenen Jahres etwa 300 Patienten in Behandlung waren. Die Fonds zur Errichtung und Unterhaltung des ״Eountry Home" zeigten ein starkes Anwachsen, wozu ein Geschenk des Herrn Lyman G. Bloomingdale in Höhe von 25.000 Dollar, zum Gedächtnis seiner verstorbenen Tochter gestiftet, in erster Linie beigetragen. Ein Anerbieten des Herrn Präsidenten Jacob H. Schiff zu einer Stiftung in gleicher Höhe dürste die : financielle Regelung der Angelegenheit um ein gutes Stück weiter fördern. Wie groß jedoch die Anforderungen an das ״Montefiore Home" sind, zeigte der Bericht des Finanz- Serectairs, nach dem die Ausgaben die Einnahmen um circa 20.000 Dollar überschritten. Bei der nachfolgenden Directionswahl wurde Herr Schiff auf drei Jahre als Präsident wiedergewählt, ebenso wurden Vice-Präsident Louis Gans, Schatzmeister Isidor Strauß, Secretär Raphael Ettinger durch Wiederwahl geehrt. Mitglieder des. Directoriums wurden die Herren: M. Friedmann, H, Heß,. Selmar Heß, Sigmund M. Lehmann, Leonard Lewisohn, Isaak. Brandon,.Sam.nelSachs, Leopold Stern, Lyman G.Bloomingdale, Isaak Blumenthal. Louis Clark jr., Samuel H. Eckman, Isaak, Eppinger, Henry S. Herman, B. I. Ludwig, Kaufmann Manch ell

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