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Österreichisch-ungarische Cantoren-Zeitung · 1896-12-01 · Heft 29 (1.12.1896) · p. Seite 2

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Journal
Österreichisch-ungarische Cantoren-Zeitung
Volume
16 (1896)
Issue
Heft 29 (1.12.1896)
Date
1896-12-01
Page
Seite 2 (sequence 2)
Language
German
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Seite 2 ,GesterrZMM-MgarlMe ^cnrtöMll-Aeitung. anfangA״ um,öen Ausspruch des Vaters.perwirklickst und Hilfe aus d;H«.LoMpe HechoMetensehen?-Nichts siel ihm -ein., nutz vÄl Unmüth verließ «;'j&ajp Haus., ~ :׳r- ׳ ״ r* ־ ' ״ V׳ /׳ .״}״ * . . ‘ M /KL^DMWWEÄmWr WWr uW MUK WWWampe zu reiniM^Amu vom Hunger gequält, fasste sie den Entschluß, noch dieses Metallstück zu verkaufen. Als sie nun einigemale fest reibend die Lampe mit der Hand überfuhr, leuchtete esitider dunklen Kammer auf, Md eine Helle, Gestalt stand vor :ihr..Her Schrecken lähmte aber die schwache FMu und siesiel bewusstlos M Boden. So iand sie der heimkehrende Mann, brachte sie Mm Bewusstsein und ließ sich Alles von ihr erzählen. Ungläubig Zuckte erdieAchfel und schicktedie Frau hinaus. Er wiederholte dann, was sie gethan,.und :sofort kam auch Meder die von ihr" geschilderte Erscheinung und frug nach Aladin's Begehr. ״BriuZ mir zu essen!" sprach er. Bald darauf war der Tisch im kleinen Zimmer mit Speise und Trank 'beladen iiiib der Geist verschwAudLn. Jetzt begriff er di^Ermahnungdes Vaters, sich von der, Lampe nicht zu trennen. Also nicht verrosten,. nicht unbenutzt im Staube liegen sollte sie von nun an,'und' so ost er "daran 'rieb',*kam deÄsiuke Meist Wd "LrachKHilfe7 Ms" alle Math verschwunden mar und die Lampe herrlich glänzte". ״Wo kam diese Wunderlampe -hin?" fragten -wir am - Schlüsse der Erzählung mit kindlicher Neugierde. Vedeutungvollerhob -Unser -MzählW-^seinen? Zeigefingern und sprach : ::״Die - Wuuderlampe aus dem Morgenlande, ist unser Erbtheil: geworden und liegt noch: jetzt in der Schatzkammer unserer Religion und in ihren heiligen Büchern. Wer sich mit ihnen befasst, sich; in ihrem hohen und tiefen Sinn zurecht zu finden weiß, findet Ne Wunderlampe und fühlt ihre Zaubermacht, indem Hoffnung, Geduld, Vertrauen, Ergebung und Zuversicht über ihn. kominen und das Selbstvertrauen n Le schwindet. Solche Menschen verlieren selbst im größten Unglücke nicht die Fassung und fallen nie der fiusteren Verzweiflung anheim. Alle arideren Religionen haben an unserer alten Wunderlampe das Licht fürihren Glauben entzündet, wollten aber später die alte.Lampe zertrümmern, vernichten, aber der Wundergeist in ihr lässt keine- Vernichtung M.-Iwd nach jedem Kampfe glänzte sie NM so Heller." Unser Mütterchen kam gerade, um uns nach Hause zu rufen, und in unserer Stube plauderten wir noch länge über Das Gehörte und bewunderten unseren alten Schneider, der so viel und schön zu erzählen wusste. Da sprach die Mutter: ״Unsere Alten Weisen und: Lehrer' waren ja zumeist׳ Handwerker And Arbeiter Md haben durch Lehren und Sprüche ein: ÄnvWgangüches Andenken -in unseren Heiligen Büchern^zmmck- Waffen. Man soll das Gute schätzen Änd ehren, wo es׳WÄnd : Äon wem äs Lrmmt." ^Wsia^hrlich "am Ehauükäfeste ׳ fallt mir' öie^ Wünderlam'pe! L^em ÄMMände An. ׳'ÄuH ^enn''ich ׳ Säbbäth- :Md! FestÜHter Äiyünde Änd deren ׳ÄoHlthÄMe^Mw^slüng-'Hihle,; M'F Är, Äsab Hwi׳GÄst'W׳WuMerkmHe׳'Ms Zimmer käme. : RuHWt, da die Wnde der Ordnung Änd'Menschlichkeib'Äen HorHchritt auHaltenMdWrürKrängen und durchs die n'naus- H^^ten Angriffe Änd Mßidungen Aue kühne,"-felVstbeMufste,; nationäl Weisterle Zügend ׳Mfgetäucht ist, ׳^Aallbe- -'ich;;An Wn eichWeBn^eist 8 ׳^ ^AÄdeKampe, Mr Hr ׳durch Meibung MW^en? kroMem^Mancher ׳ Vater E in'Mschen Vwschkev'enist, - Wr '^seinen Kindern'ihren-Gebrä'ü'ch'״zu-'lehren.! HUs Wev ׳öüMMl, Ha^öie Äöth siethan. : WM llr MM vöMeiMK ZMl.^ . waMitzsßHsMshof ppr ^HwEWeWAMHiWMAd^Mrs Abraham Stein in SobeM'u gegen ^Me^'W'Meidiülg^der böhmischen Statthalterei, betreffs der Ausübung des Wahlrechtes Weil deMGemeindewahlen in Sobesläu.. siattgeWe»,'.Habe^",AÄ Anbetracht des^ Umstandes, dass der Ilrtljeilsspruch. sies ÄältungsgerichtshofesiZ vöniHoher Pi incipteller Bedeutung 'ist, geben wix im Nachfolgenden den Wortlaut des ׳Urtheils׳ sainmt itzenMntscheidnngsgründen wieder: ־vtvr.rn :-?-M ,,Im Namen Seiner Majestät des Kaisers.! . r %? ^DLr^ kr VetniaKungsgerichtshof hat unter: hem -Vorsitze des k. k. Ersten Präsidenten, Dr. Grafen Schönborn, in Gegenwart der Räthe des k. k. Verwaltungsgerichtshofes, k. k. Senats- Präsidenten Dr? Ritter v. Alter, k. k. Hofräthe Dr. Ritter s. Meznik, Ritter von Hennig und Dr. Reißch, dann des Schriftfuhrers'k. '^AofseeretäK''Än"'UeuU׳Hen,' über hie^^ Beschwerde des AbrahännStein, Rabbiners in Sobesläu, gegen die'-"Ent-, scheidung der k. k. Stathalterei-in Prag-vom -27. Juli 1895 Z. 107738, betreffend das Wahlrecht des Beschwerdeführers zur Gemeittd'evertretnrlg in Sobesläu, "iiach' der am 16. October 1896 durchgeführten öffentlichen, mündlichen Verhandlung, u. z. nach Anhörüllß des Vorträges des Referenten, der Ätlsführungen des Dr. Ludwig Bendiener, "Aövocaten in Prag, in "Vertretung des Beschwerdeführers, und der Gegenausführüngen ׳ des k. 'k. Mnisteriäl-Secretärs Viktor'Hondeck, in׳Vertretung der 6elangten k. 'k. Statthalterei, zu Recht erkannt : Die angefochtene Entscheidung wird als gesetzlich nicht begründet aufgehoben. En ts ch eidun g s grün d e: / Mit' der angefochtenen Entscheidluig wurde aüsgesprochen, dass Abraham Stein, '׳Rabbiner der Israel. Cultusgemeinde in Sobesläu, äus ben Wählerlisten für die Gemeindeausschusswahl in Sobäslau gänzlich zu -streichen 'sei, weil derselbe'weder wen Erwerb der ׳'Heimatsrechtes in Sobesläu, also seine Gerneinde- Angehörigkeit däselbst dargethan ׳Habe, noch auch im Sinne des 1 §׳ Histea. 3 der Gemenidmählordnung mit einer directen Steuer vorgeschrieben -sei. י 7 ׳ ׳ :°Mese׳DMHidMg' "Muh^jedoch äüf einer unrichsigen Äniwendüng des Gesetzes, da Abraham Stein, — wie festgestellt würde — als Rabbiner der isräel. Cultüsgememde'׳'nnt dem' Amtssitze in Sobesläu bleibend verwendet wird, mithin in Gemäßheit des ß 10 des Gesetzes vom '3. Decemder 1863 Nr. 105 R.' G.. 'Bl. ^M'MeiWH^r.^slv'orüdker ׳ Mangels ׳ Zeines ^eWcmkmden ^ZusaM, "Änd Ääch wer sprachgebräuchlichen Bedeütütig'siiesis Wortes^׳ MlAes Äi^WigewPersMübezeichM, Wie 'zum öfferitlichen ^Wttesdie'nste"MstiMmt sind, "sowie 'im AeliMüsöiener'.'d'er WnfessMsiHÄ ^stekste^en ׳ ^nib, Wvil-E dW^ÄnMtte-'NlMMtL'Ää^MlnMreH-ln'Hr üVUvUiUvv UvUui|^ uuu uu ..vcmijviuup viuiuyuui uuuj MNe ^WähkreM W ilM lö^M^ÄeEeiWWDlÄöliilH/ bhne ^Mü'ckstckit^ÄÄMuf, öd ed'RWdiWe'MÄler^n^iMet^öötzrÄichtMÄ^deMl: 8Mhl-

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