Österreichisch-ungarische Cantoren-Zeitung
- Journal
- Österreichisch-ungarische Cantoren-Zeitung
- Volume
- 16 (1896)
- Issue
- Heft 25 (21.10.1896)
- Date
- 1896-10-21
- Page
- Seite 6 (sequence 6)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
- OCR quality
- 80% known words query
- IRI
…/1304829-3453365-3453390--4656-3459141- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
Mentioned entities
OCR text
Seite 6. Fabrikant, Max.Spitzer, Kaufmann, Leopold . Walter, FMmkant; MgmMd Wiäslle'Z- KäusuräiüUMd^ PMFräW f1lLter,-.Hmitzter4 4 •:?;-::44:די;;..י^:4?:4ל5 .;??•••44 ׳. ׳V; WlLG 16. Oetobex; (Dü^K'aLtb ea׳e chch-igu ng. d es R a bb in? x § ) Vox dem Verwaltüugsgerichtshofe kam heute eine Mrgelegenheii? zur? ^üWejdung,.//uber?welche'?bereits In diesen׳ Müttern bÄichlet ׳vmchL׳"Der ׳ bÄr'MmeiüdrwMeu in SM b; r Kl ait WM der doitige Rabbiner S t e i-u erst gär nicht; Mtex.. .üüf^ seine^Reclamalion -als # ^Lehrer" . in. den dritten WMkörper/eingereiht,worden, wogegen er Mroteftirte, da ex aMWeWch.ex' sich berechtigtMhlte, im erstem Wahlkörper zu MWn??WLHlÄld4mn die BeziiDbgüptmännschäst die Beschwerde süx?H^echtigt erklärte; weigerte sich bie Gememde, den Rabbiüner! alZHm^SvbiOlau -heimatsberechügt änzuerkenüe!!, und die HAHmijM- StaHaltereientschied, .׳nachdem der Rabbiner -keinen HeimaWein nMp1eisen:Hmche,.-Mi^MMvom27. Juli 1895; dass Meir Stein We'rhaustt,,. nicht in Sobieslau wahlberechtigt W. 47DW!?? erhob mm.4cn! "'Mr'' VeMsaÜuügs'geri'chtHo'f'?bie BeschwUd^ übtr ivelche heute unter dem Vorsitze des Grafen SHö «H 0M Äie Merhändlüng stattsäud. Für den Beschwerdeführer war' Dr. Ludwig B endieuer aus Prag erschienen-. Derselbe sührte. .ans,;.. Der Rabbiner.sei als definitivangestellter OrtsMlsyHer /gleich?wie. die Seelsorger - anderer Eönfessionen imMxstrnE^^öcher''wahlberechtigt/ Das Verlangen nach einem H'ÄwatschMe Meinerseits überMsstch weil der Rabbiner schon duxch,Mß GSMOonx-H. December1863 ״, ß 10. hennats- und wahlberDtiMH^de, selniidererseits aber auch schwer, zu erfüllen, wenn Äe^GehAnde ^Die im vorliegenden Falle — die Gleichber^Mung üichHKierkemit und'.die'.Äusstellung des Documentes vsAMeMMkMuMauLng״%h Siätthallerei, dass die WahlcomnnstonkAicht chWfmHei/ den Streit ׳zuentscheiden; sei irrig: Denn Wvajze^ H ׳HÄMMe VerpflichtnKg, alle Umstände, die für das Wahlrecht^ MschME.stiid, zu Prüfen und. - unter Vorbehalt des. ZustanzenzugesHuMtscheiden. Mit demselben Rechte könnte demMenchDp^E^E^ober. jedem andern Beamten das ihm zweifellds'MstcheüddeWahirecht bvrenthalten werden, welche!! Personen, ebenso wie dein Ortsseelsorger, Nach § 2-der Gemeinde- Wahlordnung,.-auch Kenn sie keine Steuer zahlen,, das Wahlrecht zustehe. DexRegiernngsvertre.ter, Hofsecretär Ho udeth entgegnete, dass der VerwÄtnngsgerichtshof im Jahre. 1886 in einem ganz gleichen Falle den Grunds atz' aus gespro chen h ab e, dass der sein Wahlrecht'Neclamirende dasselbe nachzüweisen habe. Im gegebenen Fälle hätte also RaWner- SLein den Heimatschein erbringen müssen, da ihm.nur '.für: den Fall seiner Gemeinde-Angehörigkeit das Wahlrecht zustehe. "Der Reclamant hätte sich den Beleg rechtzeitig verschaffen sollen. Dr. Bend in er erwiderte, dass dies nicht nothwendig sei, weil das Bestellungsdecret des Rabbiners die rechtserzeugende DhMäche: Äweisej? fbwÄhl für das Heimatsals auch für das Wahlrecht. Der Verwaltungs-Gerichtshof gab der Beschwerde.statt, und ,hob die angesochtene Entscheidung aus, ind'emHr das HeimaMechbünd das Wahlrecht des Rabbiners im Ästen Wahlkörher M'jMs'dem Gesehe fließend׳ anerkannte, welcher Umstand die Beibringung ein es Heimatfcheines nicht noHwendig crscheüren lafftz?? Vrrn (Fund jiidrsHex'Grabsieine,) Ein Archäologe schreibt uns:' GelegeiEch chMDMMrung^ d es H aus es' Spiegelgaffe Nr. 6 Muew׳ im'-'MMħKngemauW׳ Bausteine mit Resten von vier alten, hebräischen Grabinschriften zum Vorscheine, die sich derzeit noch in?WMakhütte Ws" Neubaues befinden. Es smd im Ganz«! sechs Fragmente, von denen drei zusammengchören. Allerdings fehlt? M allen vier Inschriften eine Zeitangabx, doch läDt schon dMBuchstabenform auf Zn sehr hohes MtÄ schließen. Me FraWlWe sind stienig umfangreich 1' das eine weist ׳nur ׳»die ^rechte, schön profilirte Ecke?eines GrabstHies UÄ üür drei in zwÄ Zellen erhaltenen Buchstaben aus, zwei andere erinnern au W4in hebräischen Grabinschriften gMdffige FoMelt?״Woge ■|ji11e; (ihre) Seele vereint sein un Bmche der ^(ewig) MbendLnM — in Änem?Meint der Mme Jchüd erkemchar zu smr. M^Frägmente׳ des vierten Grab-- Mnes,?der?M״durch/besMdäMWaxfe/üud tiefe MchrfftaM MHiÄ, chiüDen . das Epitaph Mwr Fräu, Mcigdalenä׳ — auf dM - SWie^Magdabena, '׳TochM-Ett Frau.. eines? Joseph R r. 2 0. .o'ü .m geweseir sein. Trotz des spärlichen , und historisch unwes.entlich.en Inhaltes" eutbehten?diese.׳jüdischen? HwbinMfften'uMt^WU b<rsöndÄeu?^JnWeffch1- Mann» ״zum? ׳ erstemnäle sich JndenW Wien? angesiebelt häbetu lässt Ich nicht ׳.mit Sicherheit ftWellevZ Cum.effuu a nimntt--ml;,ubwohlMMvckeW BeleMbMxhraM werden ronn'en, dass.schon-zur Zeitcher^^ WIerherrschast.'Jndeir hier ihre Wohnsitze aüsgeschlägen Habens Urkundlich^ 'beWübigt ist üach W o l'f 'der älteste׳ jüdische Frledhvf vör denrMrittne tho.re, (1385 verkaufen Ulrich -׳B a d׳ e r- -imd - seine - Erben uhr^ BadstMe, gelegen vor dem Kärntnerchore zunächst.. Lein.. Judensresthose): -Diese ^Grabstätte ׳ dürste,-Mis .zum: Jahre )1.424 beständen.haben) '/von dort stammen wohl.che.^1en gefundenen. Fraglnente, 'und dieselben gchtzren/MffHätestM'dem Anfmitje des si'iüfzehnten-/ wahrscheinlich ׳׳ jedoch Mem)'srühÄeU -ZäW Hunderte "an. > Die Auffindung des'unteressänten Fundes wird der Achtsamkeit des Herrn No w a lsli. d e Lilia. verdankt; der mit rühnlenswerthem Eifer gelegentlich -der? jetzigen, .großen Baubewegung. in der inneren Stadt den Spuren aller,Reste nachgeht und schon manche .schöne. Entdeckung gemacht hat. 4 PuuWÄll. Unser Cäutor. und Rlligiöntzlehrer/Herr Adolf L e d e r e r, der sich ivährend׳ seiner noch kurzen ׳ -AmM thätigkeit - in ׳ unserer׳ Gemeinde allseitige Sympathien drwörbÄr hat, feiert am.18.- October .mit. seiner Gattin,, geb. H a h 11, .uir engsten Familienkreise .die silberne?Hochzeit. (Dem. wackerer! Collegen bringen ailch wir die herzlichsteil ,Glückwünsche, em/ gegen. Die Redäction.) ' '? '? . ^:.׳׳ - --- Iunubun;lÄU. (Eine?kleine Reminiszenz äü-A d ent Le b e 11 de s fei. Ca n t v r Ep sie in.) Es mochte ungefahr, vor 23 Jahren .gewesen. sein, .als ich beim unlängst verstorbenen Gesangslehrer und : nachmaligen Baron,-Victor N 0 k i t a n s k y einen Cours - der; Gesangs-Vvrbereitungsschule freguentirte, den ich aber,. angewidert vö 11 seinen!' durchaus nicht׳ judensteundlichen ׳ Benehmen? nicht weiterfoitsetzte^ sondern nach Prag gieng, wo ich bei dem weitbekannten Pros- V o g e l liebevolles Entgegenkommen und. ausgezeichneten-Nutzen der angewandten Lehren fand. .Aber in der kurzen Zeit meines Aufenthaltes in. Wien, leriite. ich den damals -schon ergrauten Cantor Epstein kennen,' . welcher' ׳oft" von Prößnitz nach Wien kain; um seine. Tochter, ich ־ glaube es war Sie Violonistin, die ebenfalls das Conservatoriüm freguentirte. zu besuchenunb sich von ihren Fortschritten?zuüberzeugen. Noch schwebt mir die zarte, blonde Dame, mit dem -noch zarteren Teint, graziös:den. Bogen führend,, vor Äugen. Aber ich'weiß nicht, wie es kam, es war bei jedem Vortragsabend', dass ׳ eine Anzahl junger Künstler den׳ Vater des Fräuleins umstand und dessen Urtheile über Gesang und Musik rm Allgemeinen-mit sichtlichem Interesse verfolgte und über manches gelungene Wort herzlich lachte. Einmal fasste er Herrn-Staub i g l, den Sohn des einstens berühmten Bassisten, der Wiener Hosoper *j und Schüler von Hans N o k i t 6 n s k y, beim Hemdkragen und meinte: ״Herr Staudigl! Sie tragen v!el zu enge Kragen. Der Kragen mitß weiter sein, dam!t d er Hals b eim Singen v öllig e Freiheit h at. Sie werden sehen, dass dies nur zum Vortheil ihrer schönen Baritonstimme sein wird." Seit dieser Zeit trug Staudigl sehr weite Krügen, und er fand, dass seine Stimme kräftiger Und schöner denn je war. B. S. Prag. Oberrabbiner-Stellvertreter Dr. Moriz Tauber,?; Prediger der Neu-Synagoge und :Religionslehrer des Neustädter / Gymnasiums, ist nach , kurzen Leiden im Alter von 56 Jahre!!?A vorige Woche Dienstag Abends verschieden. /M Paris. Zn Ehren des Czarenbesüches fand ein GottedA^ dienst im Tempel in der Rue de la Victoire statt. Das große'?..< Gebäude war zum Erdrücken voll und das Centralconsistoriuu!/' war. vollständig erschienen. Im Verlause seiner Predigt sagte?"'' der Grandrabbin Zadoc Kahn Folgendes: Sei. gesegnet, o-Czgr?"" dessen erster Schritt in Frankreich dem Besuche Deiner MrchÄ!- galt! DÜ hast damit ein herrliches Beispiel allen?Denell -. gegeben, ׳ welche die Gnade Gottes so hoch gestellt hat, dass/ das-Glück von Millionen, die Wohlfahrt ganzer Nationen m? *) Jetzt größherzoglich bädensischer 'Hofopernsänger. '