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Österreichisch-ungarische Cantoren-Zeitung · 1896-10-21 · Heft 25 (21.10.1896) · p. Seite 7

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Journal
Österreichisch-ungarische Cantoren-Zeitung
Volume
16 (1896)
Issue
Heft 25 (21.10.1896)
Date
1896-10-21
Page
Seite 7 (sequence 7)
Language
German
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m: 25f: MefteMiDM-üngürifthe׳EaNoreri-MLüng! .,Seite?: ihre Hand gegeben istr^ ' @0 hoffen׳'Sir 'beim das Beste für dieMükünW-u;ld^ wirlsreUeu^ Unsctn:vbtefetri.Tagender für intfeu Frankreichs!-Größe chie Weihe! gegebenchät";'Der GraßrWÄner war mit unter^wew hohen Staatswürdenträgerch welche; am Tage der Ailkuuft des Czarenpaares demselben iw Palais MMe!vorgestellt!w;lrd,en. ..^.;.>;7 . $>..•; v/ .7u,:c-••^ .SL^ -PMeÄhurger.7״Wedouwsti" . brjWe1l,-elsig, intMßarüHN^ötiz Wer.;:die '5 meue. transkaukasische Sec'te^ In eniigen Dörferl? haben dief^-,'Secsirex.beWossm, Indische Reljgion und,jüdisches Leben sa piel.,als nchglich nachwahre Hlaube und. - so i^seA^deE^ ÄftEbenAWeu.. zu? werden, in jeder' Khichüng, in Religion? Meldung,' Sitten. Den Kinder;: .Md. Hebräiscklesen und schreiben gelehrt. Sie tragen Kappen und effer? Wische Speisen. Das Interessante gu dieser.Geschichte ist, dass die.Juden diese eifrigen Sectiret nicht als ihre'Glaubensgenossen betrachten Einercherselben wollte eine Jüdin heirathell, die -Jnden-diese --Secle-.ans dem - Grundenicht ׳ anerkennen wollen/:-weil sieben: Generationen existiren müssten, bevor' das gMchPl. dnrfe. Dochliegt ,der -Grund wohl tiefer-. Wahrscheinlich - fiirchten׳.die JudenVerfolgung wegen ״Bekehrung vom Christen?r-ßnm?׳JM-nMm." - - . . : - - -S"-..?י??; V:•‘;?:•.., >!;;-...; י׳ -י •* •■■■* - .׳ , ,•׳•'•.יי■ ^-:Uus .meinem. Al bum. .Skizze von E. H. Spielmau-n, Pilgram. - ׳ -/ /׳ Jeder..Schlag-des, Herzens schlägt -uns . eine Wunde .־׳;:■ך"‘ nu-d -das Leben wäre ein langsames Verbluten,, wenn ■;*£/»’ ' die Dichtkunst nicht wäre.^ (Börne).- lachen kann; jedes von diesem gezwungenen, ansgelaf^r! vor׳ noch; amsrenU Nachdruck verboten. M 11. £־,£;; H^iMHchvn ist Prag bei Nacht! Die Menschen schlafen wohl, ^iMnKMc^Wtein belebt sich und selbst die steinernen Stätllen auf der ׳' Karlsbrücke׳ scheinen voll Leben. Der ehr? würdige Eindruck׳,;des. Hradschin wird durch die; gleichförmig düstere Färbllng der Atmosphäre noch nachhaltiger, seine scharf ab gegrenzten ״Thürm e, Thürmchen;und Giebel erheben 'sich' noch einmal so ׳ hoch in den -leeren Horizont, und die schlanken Spitzen scheinen bis zu den blinkenden Sternen zu reichen. Ja, selbst die schweigsame Moldau ist belebter, als bei Tage. Still vergnügt summen die rauschenden Wellen ihre plätschernde Hymne, welcher der ruhig dahin wandelnde Mond sein Ohr leiht; ja es wird ihm schwer, sich von diesem bezaubernden Bilde zu trennen und .er schaut und schaut — bis ihn die Sonne vertreibt. Der gute Mond, er kommt überall hin, sieht deshalb auch viel und — verschweigt auch viel. Ja, wenn er alles erzählen würde! O du liebe Einfalt! Aber hie und da lässt er sich doch zu einem Plausch herbei, und wenn es auch nicht immer etwas großartiges ist — so eine kleine, unschuldige Unterhaltung, einmal in der Zeit, noch dazu so spät'. . . na also! ״Im Jardin Mabille", fieng er an, ״war Ball. Zwischen den dichten, grünenden Bäumen war so viel Glanz und Licht, und so viel Leuchtendes zwischen den Gräsern und Beeten, dass ich nirgends hinkonnte, wo es so lebhaft war. Aber in einem versteckten Winkel, in der Nähe des Orchesters, war das Licht düsterer, damit der Cancan reizvoller erscheine. Da sah ich hinein und — suchte Menschen. Der Tanzenden waren gerade nicht viel, ein Paar Lorettchen mit ihren engagirten Tänzern schienen dem leidenschaftlichen und gegen alle Moral sprechenden Ta;;ze in vollem Maße sich hinzugeben. Speciell zu einem Paare drängten sich die Zuschauer besonders zahlreich heran, und gerade als ich hinsah. entfernte sich plötzlich ein stattlicher junger Mann mit mißliebiger Geberde von diesem der Menge so reizvoll scheinendem Schauspiele. Dieser Mann interessirte mich und ich fasste den Entschluss, ihn zu begleiten. Er war verdrießlich. Das berüchtigte ״Mabille" schien eben nicht geeignet, einen Menschen auszuheitern, der es zum erstenmale besuchte. Er legte die Hände auf den Rücken und spgar!" Von den Lippen tropft. Wut, Herzblut — und der; Pettler lacht, lacht grell" aus.' Wir sind zwar Schuld äM Dieser schrecklichen N^th, mim fühlen ׳es; er Wll aber leb^p unW deshalb; ׳kachK'teri mH fmf .eckel^mich?aNMsWMeüd —u ipte traurig, wenn einen das Unglück aneckelt! Bedauernswerthe.- Geschöpfe! Ans den Augerl lröthigeu sie Funkelt ׳^J lind es lügt -heraus das Grab; das Gesicht; kachelt vyll Wonne um den Lippenspielt, der Schmerz,׳ sich selbst verwünschend^ im Herbem ist eine brennende WüsteuM starre -Leeren. Leib' schwmK sich in lustigen .Sprüngest? der müde-FM WM brs über den Kopf, je höher, desto besser, je lieblicher dM Lachen, desto größer der Erfolg; denn, der Mensch gibt dem weinendeu Elend Kupfer; dem Lachenden jedoch — Gold." ‘ Plötzlich entreißt sich der Mann diesem Selbstgespräch undverdrießlich wirft er den Kops zurück. . ״Was geht dieP Alles/ eigentlich mich an?" ruft er. •' /».warum. - soll ,.-iich7'-''tranM Wer dieses Elend sein, bin ich doch das erstemal in einem freien, fröhlichen Landes wo der kleine Geist nicht herrschtwo eben all' die angeführten Mängel. ----- Ursachen eilte#״ großen Geistes sind? Hier Ist GläubG Liebe, Wiege und TM » frei und'.ohne Unterschied? hier; kemck man'nicht.die Differenzen,!die den Bölkeru so tiefe Wunden-schlägeü, mM umsonst stpH hier das Blut der׳ Freiheit, das Blut ullserer Väter färbte nicht' ' vergebens diesen Boden. llilgezwnngen?genial erhebt sich hier jegliche Farltasie, ohne Unterschied Aes Standes, des Glaubens." Er endigte nicht. Zwei ganz jüüge mich .schöne Lorettchenbemerkten den Fremden, sie solgten ihm ruld die Jüngere versetzte ihm. mit der flachen Hand einen sanften Schlagans die Schulten ,'Von? ödes, monsieM» un Dränger?“ ,.Eh bien! ' " --- ״Un Espagnol? ׳ . ,.Kon!•1 -;״ ’־Un Italien?“ ״Non!“ - ״Mais, comme je crois, tin Turque?“ ' ״Non!“ ״Sapristi, est ce que vons etes donc? *' ״Je snis un Jnif!'־־ ״ Comment!? — senlement im Jnif?“ fröhlich und lachend, aber dies ״senlement un eine eigenthümliche Wirkung aus meineu Mann. Als hätte ihn eine Tarantel gestochen, wandte er sich plötzlich von den Mädchen und stürzte die dunkle.Allee hinab mit raschem, eilenden Schritt, wie um der Schmach zn entrinnen, dass die lcichtfertigen Loretten ihn ״senlement un Jnif׳ nannten, hinab nach dem place de l'Elysee, an dessen Ende der spitze hochragende Obelisk stand, zum Andenken, dass aus diesem Platze das furchtbarste Spielzeug der Menschheit stand — die Guillotine" -- Eine dunkle Wolke erhob sich im Westen des Horizontes, die nleinem Freunde Mond das weitere Erzählen unmöglich machte, und bald verschwand er gänzlich hinter diesem undllrchdringlichen. Borhang. Auch ich beschleunigte meine Schritte und bald nahm mich Morpheus in feine gefälligen Arme. rufen Juif ‘ beide hatte Koschere gemästete Gänse und reine Gansfette liefert zu den billigsten Preisen das älteste Gänse- und Gansfetten-Exparf-Geseitäft der Firma A. Reiner in Turnen, Böhmen.

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