Österreichisch-ungarische Cantoren-Zeitung
- Journal
- Österreichisch-ungarische Cantoren-Zeitung
- Volume
- 16 (1896)
- Issue
- Heft 25 (21.10.1896)
- Date
- 1896-10-21
- Page
- Seite 2 (sequence 2)
- Language
- German
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a Seite 2. MttgMsH^'LÄnIoren-Aeitung. ׳Rr^. LM Mecht^^rteEMrhWMs chAMHWgHEMpähMstiE Moritz Eüinger Min ^HVftfHiek? D^wÜstäi^g-, BKulÄusgembeitetjKn Zur 'depgthWA.-M wckW sDffkßlrch ^ngMmM«»' Mir'öÄk alte» MMereie» wurde aufgerämMstMtd eine nach modernen' Prmcipien.auf" VolksfpuöeääiMf ruhende Gesellschaft geschaffen, mit Bestimmungen, elastiA HMMürM.'-Ä weitere Ausbreitung des BuüLch/Lzü׳ ZestaGeU^'NÜtseiuev^E^ecutiv-Behörde au der Spitze. - HWüs "WÄHürpe., als der-^»^ üW) seinM^'Regime. wurde« den! Orden zwei neue Großlogen in Am^M^MME.Wd.drei Großlogen iiu Europal-Bon׳ ׳beiläufig - 80׳Äder 90 Logen istder Orden auf nahezu 500 Logen geEchDstMmsMHMM'Mrankenasyle und Altenheime wurden errichtet. - Handwerkerschulen, Anstalten für die ׳ Erziehung Don ' Pflegerinnen, mW durch Vorträge, BiblioHeken wurde der Geist der Bildung und d.es geistigen Strebens großgezogeu. Durch sein'rästlvseZ und liebevolles Wirken hat Julius Bien sich tief ׳ inWieHerzenseinerÄlitnieiischen ein genistet, -und ׳gerade - sein bescheidenes Wirken fern von aller Oste.nt.atiyn, .hat ihn Allen so.^erth.genhachst Er war 'es z. B.,' welcher'..atz, .eiiler^der Drrectoreu hes Waisenhauses vor Jahren daraus .drang,, eine Industrieschule mit .der Anstflft zu verbinden, was. .auch durchgafiihrt ävuxd^ um fpäter ebenfalls durch seine Anregung mih Anleitung in das jetzige jüdisch-technische Institut umgewandelt zu,werden. Die officielle Feier des Bien'schen 70jährigen Geburtstages -wich etwas. später.stattfinden, da die.Sominerserien nicht gestatteten, die uöthigeu Vorbereitungeii zu niächen Jndeffen sprachen schon Delegationen der Großtoge, des Vereins der Ex-Präsidenten der Großloge, von verschiedenen Logen vor und brachten ihre Glückwünschechar. Die europäischen Mitglieder des Executiv-Comitss, die Herren Eugen Rosenstiel in.Berlin, Herr Adalbert Skall in Prag, Dr. Adolph Stern in Bucarest, sandten dem Herrn Elliuger ihre Bilder in künstlerischer Aussührung und mit herrlicher Widmung, in reichem .Goldrahmen, behufs UeberreichunZ .an den Jubilar nebst poetischer Widmung, was auch geschaht Das Gedicht aus der Feder der begabten Dichterin Hervy lautet: - Durch seime Länder, über weite'Meere Reiht sich der große, schöne Bruderbund, - Werkthätiger, Heiliger Mission zur Ehre, Sein Segen thut sich durch die Welten kund. Ein nie ermüdend opferwillig Streben, Ein Hort vom Strom,der Nächstenlieb' umflossen. Du hütest ihn ein volles, ganzes Leben, Apostel, Du! Ein Vorbild der ׳Genossen. Erhab'ucr Freund, der Du so treu gewaltet, Wir blicken stolz.auf Dich, den Jubilar; Heil Dir, dass Schaffensfreude nie erkaltet, Du Priester an des Menschenthums Altar. Du hast die Edlen Israels vereinet, Du bist der Fahnenträger uns geworden, Als Ideal der Nächstenlicb' erscheinet, " Unzählig Tausenden der theure Orden. ' So halt die Fahne ferner fest in Händen; Wenn nuch vom Osten kommt der Sonne Licht, Seh'n wir den Westen gold'ne Strahlen spenden. Hör' unser Wort: Wir wanken, weichen nicht. Nein — unter unser'«» alten, heil'gen Zeichen MSg' es die leuchtende ״Mcnorah" künden. So wie wir Dir die Bruderhände reichen Soll in zwei Welten.stete Liebe zünden. MWdDMMMD MMkMchAe^^mlErM8MHl DKK HMer in mUWachriM so MebfW^lMGeWUmMkWoiNauM: Jassy 1884 — Wien 1896: ’ ILT.IL'HR bin er Eilfertigkeit, welche einer' besseren Sache würdig wäre, wurde von Johann Bratiano ist'den rüniänischen' gesetzgÄhDtzlHMMn eU,WseUöWchgepeitschtj׳'lMDVb'elst'HaHstr- Handel untersagte und mit harten Straseuchelegtest. Wie. durch ttHMMeMches Erdbeben verloren!. tauseüste ׳:ftld'ische>Fa1nMe1l den festen Boden unter ihren Füßen -,Eine ganze Zunft ehrlich ulch 7fchwtrMb§iWdeP Huden". — schrieb ich^'Mnals"cm.Aictor von Offenheim in Wien — ״ist plötzlich durch das rasch hintereinander von Kammer und Senat vötirE MU 'Mu׳׳der :Negierung in ׳. Kraft gesetzte Gesetz, welches 'die ,Eolpoxtage verbietet, erwerblos geworden; der ältere Theil derselben greift MM ^BMelstäbeT'Mr jünMe zilm^Wanderstäbe^'^ u/ «:'.:Ejg'en.ilich aber griff ich und mehrere. wohlhabende ^.Gest1WEs.g§MfsW..zM^WMMabL.,.Mix,,Mgch.t.e».M.:-der^S.ttzb.t Jassy eine große Collecte, die, zur Ehre der dortigeil Jndenschäft sei es^MvählltEseuie enorme -׳Sümn're tzHtzte/ß. Dzest. Reichsten Leute Daniel, Neuschatz,, Lothringer,.. Weiseilgrüil spendeten je 3000 Frcs., viele andere je 1000 und solche, die über mäßige Mittel versiigten, gaben 500. 300,106 Frcs. In einigen Wochen wären — wenn׳ meine Erinnerung mich mAt ׳täuscht?''— Mhr als 70.060Frcs. beisannnen. ׳ - י י {-■ י fי^׳ ׳^׳׳'׳''׳׳ י י Ueber die Art der Verwendung der " zusaiitiitengebrachM ׳ Summe aber, entstand ׳im Comitä eine Meinun gsverschiede'lihelti Die eingeborenen Millionäre, welche nicht blos weil ״'tcba' b'eii« übi patriä", sondern auch ans Herzensneigung rumänische Patrioten sind und selbst׳ dem ^graüsameU׳VMrläuk»e''^eiÜd׳K seiner Kinder entziehen wollten, beharrten darauf, die Gelder unter die brotlos gewordenen Hausierer zu vertheilen und ׳ es ihlien zu überlassen, sich weiter um ihr Fortkommen zu bekümmern. Die Einsichtsvolleren aber wollten den Herzenswunsch ׳der ihres Erwerbes Beraubten erfüllen und ihnen zur Auswanderung Mach Amerika verhelfen. Da ich als Ausländer trotz meines Philoro- Manismus den nationalen Fanatismus der Romanissimi iiicht theilte, stellte ich mich an die Spitze der Auswanderungspartei, für die ich bereits im Stillen vorgearbeitet hatte. Denn schon hatte ich mich privatim an eine intercottfessiönelle Philanthropengesellschaft in Hamburg gewendet und durch dieselbe den unglaublichen Schiffspreis von 30 Mark für Erwachsene, 25 für Zwölfjährige und 10 für Kinder, für die Ueb erfahrt nach Amerika nebst koscherer Verköstigung, also die Hälfte der gewöhnlichen Preise erzielt. Außerdem hatte mir bereits der edle Victor von Offenheim bei der Lemberg-Ezernowitzer-Bahn einen Tarifnachlaß von 50 Perzent und bei der Carl Ludwig- Bahn 33 Perzent Rabatt erwirkt und mit goldenen Worten mitgetheilt, welche der Vergessenheit entzogen zu werden umsomehr nicht verdienen, als Baron Offenheim ein Christ und zu jener Zeit nicht mehr Eisenbahndirector war. Unter seinen vielen eigenhändigen Schriftstücken in dieser Angelegenheit enthält mein Aetenbündel, welches ich Jedermann zur Einsicht bereit halte, folgende Originaldepesche vom 20. Juni 1884 an Meine Adresse: ,/Soeben 50 Perzent Preisermäßigung bis Lemberg erhalten, sende heute bezüglichen Bescheid Jassy. Go tt s eg ne E u er Unternehmen! Offenheim". - *) Eine zeitgemäße Erinnerung v. M. S.Gol d b a u nr im ״Lemb. Jsr.״