Österreichisch-ungarische Cantoren-Zeitung
- Journal
- Österreichisch-ungarische Cantoren-Zeitung
- Volume
- 16 (1896)
- Issue
- Heft 22 (13.9.1896)
- Date
- 1896-09-13
- Page
- Seite 6 (sequence 6)
- Language
- German
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Seite H. Gesterreichjfch-ungärisHe uLMWen-HE-ung. -Nr. 22 dem׳ Manntz-der euch zu mir gesandt ha?' u. s. w. (Könr 22. 15. Tr. Me'grl. 14.)' Solche erhabene FrnNenerscheinNng'en lassen zugleich׳ aus einen gründlichen Unterricht der Mädchen schließein Laut'Bericht des Talmud (Tr. Sanhedrin 94.) hatte schon der fromme König Ehiskahü einen Mndkchen Jugendunterricht' streich durchgeführt sodass im gäsizen Lande sogar 12Ljährige Mädchen Bescheid in der Mischen Traditiönskehre Mussten.'Wahrlich,׳ ein Volk, in welchem die Frauen solch hohe Stellungen einnehmen, Ws Muß selbst auf einer hohen MiüschtzN - und-MöbaliWn Stufe stehen. ׳ Wir lassen hier noch aus einer hochinteressanten Schrift ״Juden und' Christen"; die Me strenggläüöige, griechisch- Acholische, höch adelige Dame, W rühmlichst bekmute Fürstin Mtaliä Gortschakoff, M Verfasserin hat, einige emschlägige Stellen folgen: ,;Die Stellung des Weibes bei den Juden, MNg M erste Tochter, Gätttst öder Mütter sein, ist eine würdevolle. Bei Meinem jüngsten AüfenthÄte ist Heidelberg war ich Z'euKn von der Verehrung, welche W Mischen Mmilien auf ihre alten, schwachen Eltern häufen. Von meinem Balkon herab, welcher auf daß Besitzth'um einer isräel. Familie eine Aussicht Lot, konnte ich eine neunzigjährige Greisin beobachten, wie sie der Gegenstand besondererÄstfmerksamkeit war n. si w. Wie viele christliche Familien hätten sich daran ein Beispiel nehmen Nnnen! Ich habe solche- und zwar sehr hochgestellte, gekannt, hier aber hatte man für die greise Mütter nur ein Mitleid voll Verachtung und nur eine Nachsicht voll Ungeduld. Die Erziehung, welche die jüdische Jugend genießt, baut sich auf festen Gründsäßen auf, ihr Fundament ist die Kenntnis Gottes, sein Wille ist Gesetze Die erste Tugend, welcheman der- Kindheit lehrt, ist der Gehorsam Die Sorgfalt, welche mail auf die Erziehung der jüdischen JüZend verwendet, ist das Widerspiel der Sorglosigkeit, welche bei der sittlichen Erziehung des christlichen Müdes obwalte? Acht wenn die Juden nur den vierten Theil unserer Läster hättest, selbst M NÄU wäre längst von der Erde weggewischt. Üebrigens zweifle ich sehr, dass mein Frei- -much .— das einzige Verdienst dieser Seiten— den geringsten Erfolg haben wird; denn; es wird immer leichter sein, tausende W Jüden zu verfolgen. Äs einen einzigen Christen zu beffernf" Wir bedauern sehr, dass diese sehr intetesstM Schrift nur 34 Seiten umfasst,, und ebenso, aus Mangel an Raum aus demselben nicht mehr citiren zukönnenr Hoffentlich werden die wenigen marKgeHZBlen ' tzeinitzen,,׳ hm׳ diegeehrten Leser und MMsten H Eegeü, sich diese Schrift (rrsMenen in , Mainz Joh. AöicHMe ÄerlagÄüchdruckerei, Hreis i Mark)' mit Lech Mldniße und biographischen Skizzen der edlen Verfasserin, die Me begeisterte Verehrerin der hebräischen Sprache und der. alt- ^WuüIWaÄs^en-ÜÄlWöen׳ ist/. Unzüfchdffßn- ' Äer ttM dtr rvürbevöllen Stellung des Weibes in dÄ Hrbet und im Talmud wird '8üH m "keinem.. Derselben dem GrauenmAus gchuMgt; weil dws zur Entsittlichung und Ent- WM wie dies dcA Nittörthum in Spanien Mndebeü? so U MetzHHWrd hesWW. Was im Mittelalter die Hrtter- EDtH Hr Mi .Älösttrn ode? "auf den Bürgen 'der stdM'gM Deschfechterlernten, das Mih7M^-Mehrssölliey nach de!! Lehren de? MbebüM des- TaMüd Me Mischen Töchter lexüen, MÄliH i -SpMtzch Webttr, Mhbn^ Sticken- KleiderMüchen! AM ML. WW/M^KtillM/RabMM Esten-Hoefer, §Ö: R.' m DMsWffchichte ist Erziehststst 113. SO Die Frauen-Volksherrschaft nennt der Prophet ein Unglück. (Maß 3. 131) Die traurigen. Folgen von der- Herrschaft der götzendienerischen- Jsebkl im Reiche Israel, Und ihrer Töchter Ataljah im Reiche Jndah haben dies bestätig? (I. Kön. 21. 2. K. 9. 33—38. 11. 20.) Auch die Herrschaft der Salome Alexandra aus der Makkabäerfamilie brachte dem Volke Unheil. Wir .,schließen.. diesen Abschnitt Mit einer, einschlägigen Aeußerünst einest währhafken ÜM offenherzigen rom,-katholischen Priesters, M. Fleweh, weiland Pröfessor in Paris I6ä2, im Vorworte zu seinem Büches: «H68 M06rrr3 368I8ra61it8 6t 061163 ä6 0tt16ti6u8": ״Die Sitten der Israeliten und jene der Christen", Augsburg- 17.74. -,Wir sehen bei den Israeliten nicht die Adelstitel,-'nicht die verschiedenen Stände, auch nicht, die Menge Dienerchaften, welche sich bei! unsfinden. Es sind nur Arbeiter und Schäfer. Alle arbeiten Mit ihren Händenalle sind verehelicht und halten׳ viele Kinder für. eingroßes Glück. Ein großer ׳ Theil der Differenzen zwischen ihnen und ujrs kommt nicht nicht daher, weil wir durch das Christenthum mehr aufgeklärt sindsondern daher,: weil wir weniger vernünftig sind. Denn es! ist mcht das Christenihum, welches diese Ungleichheit der Stände ׳eingeführt hat,׳.diese. Verachtung der Arbeit, .diese Liebe zum Spielediese. Autorität der Frauen und. der jungen Leute, diese Abneigung gegen -die einfache und frugale Lebensweise-, die uns so sehr von diesen Alten unterscheidet." So manche Eltern , dürften aus diesen Worten eines offenherzigen rönr.-kath. Priesters, deren, cs viele geben möge, für ihre Hänssührnng und. Kinderziehung vernünftige Lehren ziehen. Je' mehr die jetzigen Mütter auch ferner streben werden, .sich der in der Bibel und-im Talmud ihnen angewiesenen erhabenen Stellung durch. Erfüllung ihrer heiligen Pflichten würdig zu beweisen, desto mehr werden auf.sie anwendbar sein die vom Köüig. Salomo Spr. .31. E. auf. die biedere Gattin gebrauchten Lobesworte.: ״Sie besitzt das-Volle Vertrauen ihres Mannes, und Vermögen mangelt nicht. Sie erweiset ihm Gutes, aber nichts. Böses, alle ihre Lebenstage. Ihre Kinder beglücken siej und ihr MMN lob? sie. Gebet ihr von der Frucht ihrer Hände und lobet in den Thoren — öffentlich — ihre Thäteü ohne Ende." Kleine Chroms . Wien. Das Fremdenblatt berichtet:. ״Wie wir vernehmen, hat her Kaiser, dein, Freiherrn Mathäniel von Rothfchil-d das GroßkreH des Franz Jösef-Ordens verliehen. Han dürfte Mt fkhlgMen,,.'wenn Liese, allerhöchste Auszeichnung. ans die WiMrhokten'Mhmüngen,'des Barons zü hümanftaren MeGn her׳ Heeresberw.Müng׳ ünd insbesöiidere auf hie Schenkung des Uchlösseß in Reichenau zu. Gunsten der 'Ärrnee^Angehoriaen zurückgeM wiM st . 7 / . 7 .5. WMr.Die Herren Mstrnrorftestn und H.Ku'hüör, än'stder Eäntören-Bilchingsmischlt 'des Hbercmüor I. Baster in,.Wien,, Mrdeü Elfterer in Devecser, Letzterer in Austerlitz als Eanthren astgestellt. . _ 7; ) ־ WWl^,, . MMnäßige Hfterricht an. der ^CänlyleM Blldüngs-AnstÄ?" des Ober-Kantor Muer, in Wien 'heguM änt OktoM ItMeldWgenHD Är'-die Leitung her ״Cant'oren- Büdu1lgZ-Anftaft7. Msiaragaffe 27 ,zn-fiHeü.^^ : NMrWÜD. .Nach nommÄM7Mrtrage Hurße Mrr. H'K'r'zW W,^DchüM׳deß ’ dereanföH I. 'Di'nß e r M Wien,. -Äs'Hmtt^Mnd. E^WlgioHtDre? accejitirt.^^^''7-' 7 7 .'7׳ .',7. allftittg: mnschäunienhech 'anWemW sMmMchmK-MWulßMH ..NDötz^M)MWr׳.HHxen> güMfiü Hchl MüngM,' rn?MMffriehlsche^MamjCingang7M WH?.,Her' Wehr FreuW-^'Mdj. LeidMfdM^sieht ^ünür Mr oie'HrisWche"und "jüdische 'Bevölkerung' Hand in Haiid"gehest,