Österreichisch-ungarische Cantoren-Zeitung
- Journal
- Österreichisch-ungarische Cantoren-Zeitung
- Volume
- 16 (1896)
- Issue
- Heft 21 (1.9.1896)
- Date
- 1896-09-01
- Page
- Seite 5 (sequence 5)
- Language
- German
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Nr . 21. Seite S, DWMkHMHLHuWHmer^mcht M ''öerf^mßhMstud/..^erM׳ eintz.MhW^gehildete -jüdische Dgmewnnte b'ei^MzegelWtzrtiWk Mbnngspiethpde.sehr ün BWgenMt׳ Ämmen;/ wemkE Mein öffetttliHeA-Eoüeette ״etwa- A« Mölo׳ /Kolnidre^gespielt. wird MdrÄntr 'vM Stamme Jünßiftaels׳ dieses 'Thema Km 'Unter- Haltungsstoffe wählt und sieht, wie er im Meere ihrer Bildung auf der gewissen Sandbank ihres..Judenthums aufgefahren ist. Die Mädchen habest ihre Lesekränzch'eii, ' da ivird^viel in. Bildung, EisEHstELl.8ewMi.^ünst ׳und Ulk ־ gemacht," wäre )sicht Auch fitr etwas jüdische'Bildung unh Foribildimg, für jüdisches Bewusstsein sireier-Entree. ׳ ode^ wenigstens- - ein - Freibillet, .zu: erwIMg? Jungfrauenbünde sollest überäll.gegründet>werden. welche sich' zW Aüfgäb^stellen; ^jüdischen Geist zuL pflegen/chüs^ jüdisthe' Bewusstsein!zu- WxkM׳und/׳zü/'hWig׳K"An^,h;s7/MMKU der MischW^äu..in d^HefMchaMwrzub^reiten^An Jmigisrael Aildew^zu? helfen^'5׳ n: ipü?: /:...ly; 3ד /?Verbände vonJünglingen; von JunZfrauön,.'Lefecirkek sollen üVMll ׳errichtet werdend d'amitsiWscher/Mist/- AAMexMnn^ jMMes /Bewusstsein/ jüdisches Mffey,' ühMrsteüM^ WM? uüd/SamMwuikt/sinhe/ünd/JüngisräÄMühe urch gedeihe. V, -?::/Jungistael will Verinnerlichung des Judenthums, Herzenscultus. E rst muß Gott, Religion, Bewusstsein, Liebe zum Judenthüm, zur Vergangenheit, zu den geistigen und moralischen Hütern M. Herzen vorhanden sein, darin wird die'Wirkung nach. Außen nicht -fehlen. Das Selbstbewusstsein, diese edle Selbstliebe, rst die/Seele der -Selbsterhaltung..Darum legt Jüngisrael, zunächst den Werth auf sein: Selbst/- Selbstschätzung, Selbstvervollkonnnnung'Mrd'SelLstveredlung.istseine.Äufgabe.Ausgefchloffen ist darum die Selbstv'ernichtüng, die SelbstverlerrgUnng, die'um jeden Preis nur den andern und nicht-sich selbst darstellen-will: Jungisrael׳ will sich niemand aufdrängen, läuft niemand nach, wird sich bei niemand einschmeicheln, bei niemand einschleichen, wird sich die sociale Gleichstellung, die kein Gesetz und keine Verfassung gebieten kann, erobern, indem es durch sich selbst der Gesellschaft, wie die Kadimah den Burschenschaften, Respect einflößen wird. ' .; Zu dem Ende tritt Jungisrael aus der Formenlehre und Formenleere in. die Geistesbildung und Herzensfülle und pflegt Geist, Herz und Gemüth. Beileibe soll es sich Theologen Und Theologie ferne halten, und diese müssen ihm ferne gehalten werden.. Es war ein Unglück für das Judenthum, dass seine Bekenner zu Theologen erzogen, dass der Religionsunterricht die reinste Theologie, und das jüdische Denken nichts als Theologie war. Darum hielt und glaubte und glaubt noch heute Jeder sich berufen, der Religion, dem Gottesdienste und dem Religionsunterrichte etwas am Zeuge flicken zu können und dürfen, und während die einen sich bemühten, das Kleid so buntscheckig als denkbar zu machen, gestalteten die andern es zu einer Antiqüitätenkämmer und den Geist suchte man vergebens dahinter. Jungisrael, mit Gott und Religion im Herzen, wird beten, aus Herzensdrang, aus Ueberzeugung. und das Herz kennt - keine Sprachenfrage. Jungisrael wird auch fromm, religiös. sein ׳pud fragt ihr, ob es die Frömmigkeit in 110 Abschnitten oder in 613 .Sätze formuliren wird,. so antwortet es/DerHerzenscodex geht uuparagraphirt ins Endlose, .das Herz/ikann. wohl zu viel des Güten, nie aber genug thun. Düs JsMl - der-Gegenwärt! b aut ׳ Gotteshäuser Inallen- Htilärten, sin aln‘ Größen und - Formen, sie sind " cK A.Wr 'Äf^BeteÄsi Jungisrael baut noch mehr' Tempels MÄe" HerM JlmMMK-eknnfireugh,Scheidung. der Theologen von denLaiM ReligM?D -eiM:innere Angelegenheit/ und sowMdiefö-in der MMenwelt zur^ MWW^Lebrhcht^'-'wtzrdeir. muß,׳, hat es. ftine WMsier des Innern/ seine flkabbiner/ .diese - Md' Gott lässt es sw diesem Punsie wÄieM Pinh,doch Katholiken: und Protestantensuch Griechen Md,Myhgmedaner nicht:Menigeurftomm M di e Juden,weil - dort nar der/Priestev nntt kM änderet bestimmt, was-Gottesdienst, rsh ׳'wie ei zu halten/,^ was und wieviel gebetet.' und. gesungen ׳' werde./ Jungrsrhek überlasst die ganze Synagoge. mid ihre: mnern Vorgänge^ ihre.. Eimichtungen und Myrdnungen den Th.eMgen/von Fach mürderen ftei gewähltem Oberhaupte/ and bchältsich nur sein Herz.׳ Jedoch das Aeußere yertrstt.Jüngisrael?selbst/ :als. sein Minister des Aeußern. sein eigener Kanzler, unddü ist fein -leitender Grundsatz: KiddüsH hä-schem. .:dir Heiligung Gottes "die allgemeine Iknerkenmrng der ReMioü Israels/ die. Ächtung Wer Bekenner, den ünqrsMHrllcheuGlaübeu an' die Zukunft Israels, unbedingtes Festhalte^ AM: Judenthum uyh Propagirungseiner - Welt- ' und. menfchenerlösenden:Ideen.' ׳־ /--- ' ״: . Gott angehört, der׳ schließe sich miran!״;fo fäf§t Zsingistael seinen Werberxuf an die" Jügmch^'cm.. Züügkmg.e»yd׳ Jungfrauen 'ergehen./ Hoffentlich überhören /sie -ihn nicht,, und die Alten,-..wenn sie? schon nicht mehr mitthun, geleiten -sie wenigstens die Jungen in die Schule Jungifraels, wie ja das Schulführen ein alter Brauch in Israel, den sie so Lange ünd so oft geübt, und auch diesen Gang verzeichne unterdie Verdienste der Alten die Geschichte Jungisraels in später Zeit. / Litterstur. Liturgik, Ritual- und CereMoniakgesetze u. s. w. von I. Gut M a n n, Religionslehrer in Teschen. — Das Büchlein ist sehr hübsch - ausgestattet und würde sich als ausgezeichneter Leitfaden für die-Schule empfehlen, sowie jeder jüdischen Familie als bequemes Nächschlagebuch willkommen sein. Um aber seinem Zwecke gerecht zu werden und in der Schule ohne Schaden Verwendung zu finden, müsste es erst von den zahlreichen Fehlern befreit werden, welche auf die wissenschaftliche Durchbildung des "Verfassers ein sehr zweifelhaftes Licht werfen. Muß man es einem Lehrer erst sagen, dass nach einem Scbewa mobile kein Dagesch stehen darf? Ja noch mehr! Im jüdischen Jargon heißt der zwölfte Monat ״Oder“ anstatt ״Adar“, und der eingeschaltete Monat folgerichtig ״Meoder". Bei Herrn Gutmann heißt das letztere weador, was im Hebräischen ein Monstrum ist. Es muß heißen waador. Solche Fehler wiederholen sich. Ferner heißt es immer birchaet statt birkat, eM statt eiul. Aber auch das Deutsche ist oft mangelhaft: so uns dem Schofar blasen, Durchzug über das röche Meer, Reinigungszeicheu statt Reinheitszeichen. Am schwersten fallen in's Gewicht die falschen Angaben des Verfassers. Ich will sie möglichst alle aufzählen, um eine eventuelle Benutzung des sonst guten Büchleins zu ermöglichen. Die drei letzten Benediktionen des Achtzehngebetes sind Dänkgebete—- das ist nur das mittlere! ובא לציון! ift aus Bibelversen zusammengesetzt, — von ברון אלהינו an ist es ein nachbiblifches Stücke In'ל בן£ ist nicht Israels Hoffnung und Znkunf t, sondern die Hoffnung auf Verallgemeinerung der wahren Gotteserkenntnis enthalten. In אין בלאר,י1ו ist keine Spur von der Einheit Gottes zu sinden! Bei der Destnition des - KaMsch hat der^Verfaffer gewiss geträumt; wie könüke^r sonst -schreiben r Es Preist in schwungvollen "Worten die erhlchensuMgeuschasten GoHK 2y-r7,Mr/de.n Zizis schreibt.Berfaffer, es liege uns ob, W Kleids mit vier.EckM , eigensmrzuschaffqy-,.-.M^;lMpZtzis- MW "gerecht/ zu.', werben/ '/NM,.-; HM-' ..nM stommör-Wn wollen aks der SchukMü''Ärüch'! 'ZW" ist' mM