Österreichisch-ungarische Cantoren-Zeitung
- Journal
- Österreichisch-ungarische Cantoren-Zeitung
- Volume
- 16 (1896)
- Issue
- Heft 21 (1.9.1896)
- Date
- 1896-09-01
- Page
- Seite 2 (sequence 2)
- Language
- German
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Seite 2. GesterttichHchMWWchö EMDWn-Ieitung. 9h.2%:״::. H^KudowM ift-Jekier ^luo Oachx^du^^AWieltlich er Compomst׳ vM HÄt sW.als solcher ind'er MusikerMt einen bÄeuÜÄM DiMck KMkHO ZM ZWßch-M^ch^lHMI ersich Mach VB hebräischen^ Textes! zu 7 bemächtihen und MlDM^uiMch'UsikäÜsch Schüler SulzerM'Hat er denselben dennoch gut ftubirt und ihn nach- Muhmen gesucht. Wir finden diese lybenswerthe Nachbildung-im Geiste Sulzer's insbesondere bei dem Loriied attro von Ückus83,pi1 1'86Ä3,i)bo8, welche aber nicht ganz-zum Vortheil Lewandowski/s ausgefallen ist, da dieser die Accordenfolge zu viel Mitwirken lässt, Ah:eine Begleitung a tout prix schafft, während Sulzer Len Chasan mchrallem sprechen lässt und nur mit wenigen Accorden sich begnügt, aber an den Hauplstellen angewendet, die Bedeutung des einen oder anderen Wortes dadurch charakterisirt und hervorhebt. Hier tritt der Musiker Lewandowski vor dem Chasan Sulzer weit zurück. Nur da, wo- Lewandowski unabhängig vom Chasonus, nur mit eigener Inspiration auftritt, istWmiÜmschWnMrMrr undMWMlicheUSMägWWEomponistM bedttltend voraus. Die reichste Ausbeute findet Liese in dm nmwügfalügeu GefäugM^ .des- Aus-... mrd^Eiuhebens und der, Gedächtnisfeier. Da sind alle Mittel chorischen Raffinements angebracht und in emer wunderbaren SchMrüng-, wie sie nür m einer den Berliner SynagögeNchöden׳ entsprechenden Wiedergabe unter Bes Meisters eigener Leitung gedacht sind: Nur׳ was M müMüsche Bearbeitung des Chäsonus äribelangt, erscheint uns letzteres hie Und da befremdend: ׳ So M MMatwn des DWrlleÄ hsü pavbä^vlio. BekanMich gibt eV hiesür 2 CäntistlsioneN, aber HMe nt AoU, ' während Lewandowski eine solche in Dur vorschreibt. Vom Harinönisiren Mer Melodien, wie sie NÄH' HMMüieÄ ■W ׳einzelnen Gemeinden gMngM werden, war er ckein FteunV. W schrieb mir, als ich chm einmal eine solche Bearbeitung' riüsimdte: ״Jch möchH anstatt diese Gattungneu zu beleben, merklich Neues schaffen/ L-enu ds fehlt noch vieles, und wd Man chinbli-cktj eu-id'Et Mam LüEen auf Lücken". DW Lucken üuszufüllen blWt drt jüngeren GenerÄion oMbehalten. Hierin hat nun einer der modernsten Synagogen- EMpomsten riüeä ׳ Schntt-׳ ׳ Vach' VÄMSM׳״gWm: ׳ M ist dies SMH Mibmder Verfasser der 8״tMrd WAM", der neben felbstänAM Chören (hebräisch und deutsch) seinen Schwerpunll / auf die sogenannte Arivsostrm legt, eine Form, welche sür den WülvsänM, also für den Cäntor, eure sehr dankbare ist/ und ch'elche Haüpffächüch darin besteht, dass in 8er Melodie eine freie rhythmische Bewegung herrscht, ohne taktlichen Zwang, und in LeiHürmvme sanft verflochtene Arcvrde durch ganze Stücke den Wen Vortrag unterstützet. . Ein besonderer Vorzug in seinem Werke ist der, dass rMWr Ae Lime des Edlen beibehalten wM und dort, wo die Vttsuchrmg naheläge, nach alter Chäsöniwart einen tänzelnden Zchtzchmüs anzubrmgen, welchen Nüch Lewandowski/ um der VvÄständigMt Ar Mkeratur genüge zu leistetim L0^-t'doL03 Ms-Äür heim 2ÄÄ6M kätömör gWElich anwendet, Änd den Naumburg sogar durch Mcherbeer nt bekannten IMÄrMHMen lässt, hat DavidRubin diese Mittel v erfchmäht, M Mtweder Wie Quellen tiefer zü grüben oder eben Wnz MtzMll ÄuWMWn/ wüs ihm auch in vielen Fällen gelungen MM« incht Äür Müngen/ sondern maüMin fvtzar MhckWen/׳ WfS׳׳MHlkM^Ee'Wnlch«uüg^'im^MeÄMdWM«eWchN oder׳ eMmMWAß an Men HMchW MMpMstM 'M ^en ist? Dies verlWfemÄ! WWke-etwas״ UnWMsMmWs/MbsMbes״ undstÄgert. :stch^ be?. manchen seiner''Compositionen .bis zur SchümäÄ der׳ Tempelmnsik.me1mM?hervielleicht-ÄoA niM^ÄNgHMg׳ewM§^K^? HM nnt D. Mvin «Wen und schäMn lernen. " '?Schlüsr folgt).׳ Unsere traditionellen MelMelt. Von E. H. Spielmann,'Pilgram. י י? י ׳ .!Den seWgeehrte?üNd öerdienstvölle Qbercantor' I/ Singer in Wien erließ in der vorletzten Nummer, den Eantoren-Zeitung? MDie; Cantoren, Chordirigenten und -- äM -Md; die- ׳ deni Synagogengesang Interesse entgegenbringen, einen Aufruf zur SammlutgiMr. traditionellen Gesänge und Welödien, um dieselbelben einerseits der Vergessenheit, welcher sie allmühlig anheimfallen, zu entreißen, und anderseits, um auf. Grund dieser Sammlung einen einheitlichen, wahrhaft traditionellen Gottesdienst zu schaffen. In einer kurzen Abhandlung, welche Wunker^ Mm "Titel?Semirottz"" in Nr?st des heurigen Mhrgantzes veröffentlichte, wurde diese Idee von mir bereits indirect . taggirt, ohne dass jedoch bis heute-sich irgend welcher ^Erfolg gezeigt hat. Umsomehr wäre es zu wünschen, dass der Aufruf des Herrn ObereantörSivgeöiN den bietreffenden Kreisen Widerhall findet und die angeregte Sammlung zum Besten zu Stande käme, was ich auch keineswegs bezweifle. Für heute , will ich Doch auf dieses Thema nicht weiter eingehen, sondern mir nur erlauben, unsere derzeit als traditionell geltenden einer kleiden Bektachtung zu unterziehen. Wir können mit Recht Unsere gottesdienstlichen und! häuslichen- Gesänge' inzwei Äbtheilungen theilen, ü. zw. in.die ,)s'christlich" vorhandenen, und jene/ welche bis nun blös mündlich überliefert würden, zu welchen noch eine Uüzahl von ^02sr0Ü1, ׳ kwLo'rmü, WMorüu, rc. gehören/welche bis ttun der Drücker-! schwärze fern geblieben sind. Äusere syMgogalen Melodien; wurden von Koryphäen der Musik und Litteratür ohne Unter-! schied des Glaübensbekennwißes, lobender, anerkeilttender Be-! sstrechüng und eingehenden StUdiunis gewürdigt Und speciell in i Cantorenkreisen würden dieselben wiederholt einer sögenalinten! ^ResWürwüng"-unierzöMn/^ümÄeselben dem öffeütlicheN WHsdienst, oder besser gesagt, der Geschmacksrichtung unseres Zeit-; alters anzupassen. Üud so zeigt die heutigd jüdisch-musikalische Litteratür eine recht erkleckliche Anzahl von gottesdienstlichen Cowponisten, welche in der Mehrzahl ihre Melodien auf sogenannter ״tradiüoneller" Grundlage au^'aüten. Aber das ״Wie?!" ist oft ein höchst eigenthümliches/ Greifen wir von diesen Vielen nur drei heraus, ich möchte sagen, die am meisten Verbreiteten: Sulzer, Lewandowski üud' Ba^r, Md schlagen wir bei denselben nur den Freikag-Äbend- Gottesdienst auf, welche Differenzen in der Äuffassüüg, welch' ein UNterschMin den Melodien? Und doch hüben sich alle drei gewiss nach den ihnen überlieferten traditionellen Melodien gehalten und auch aus richtigen, ihnen unfehlbar scheinendeil Quellen geschöpft. Aber woher nehmen die neueren Meister Und i Eömpomsten ihre ״traditionellen" Melodien, bei denen VÄU all' dem, was Sulzer, Lewandowski und Anderen überliefert wurde, keine Spur ist!? : ׳ ־ ";■־ ׳׳ : r; Ans einer kleinen Ferrenreisk vor cä. 4 Mhren hätte ich : Gelegenheit, diese tradiüonellen M-elödrenMö 'GefänA tW - zu Horen, und ein Besuch der Synagohen von Berlin, Wiett'!uW'dlg HÄ Wch gnMMb Dir: hen^hotMbest ׳ UMerschied Be? WiedÄgabe׳^^^ tladrtioneÜeÄ Melodieu/fpecieÜ