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Österreichisch-ungarische Cantoren-Zeitung · 1895-07-15 · Heft 17 (15.7.1895) · p. Seite 4

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Journal
Österreichisch-ungarische Cantoren-Zeitung
Volume
15 (1895)
Issue
Heft 17 (15.7.1895)
Date
1895-07-15
Page
Seite 4 (sequence 4)
Language
German
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(Seite 4. Gesterreichisch-ungarische Kantor en-Zeitung. sJ1r. 17. unglücklichen Hinterbliebenen nach Thunlichkeit zu sorgen, in welch'löblichem Streben sie gewiss die Alliance Jsraelite möglichst unterMtzen wird. Der Gemeinde Sofia aber wünschen , wir einen baldigen und würdigen Ersatz dieses großen Verlustes. Grün. Zur Schechitsfrsge. Herr Herz in Troppau hat meine Aussührungen. die ich in No. 13 dieses Blattes veröffentlichte, einer Kritik unterzogen, die ich für grundlos nnd ungerechtfertigt halte. Ans dem Buche Sikcke Sehelamim No. 60, dessen Worte ich citirte, ist zu ersehen, dass der Verfasser keinen Unterschied kennt zwischen einer Erhöhung, die aus der kuak entstanden und einer, die sich ohne diese gebildet hat. Heißt es ja in dem oben erwähnten Buche, dass eine Erhöhung, die ans der buab entstände, den Namen gabscliuschitk führt, wie wohl sie mit den Farben der übrigen reak nicht differirt und deshalb, wenn aus chr eine sirclia debukah lemakom acher entspringt, unter die Rubrik tarte lereutka gehört, und dennoch heißt es dort in dem ersten Theile dieses Abschnittes, dass, wenn aus dieser Erhöhung eine sircka telujak entspringt, das geschlachtete Vieh koscker ist. Aus diesem folgert der Ckatkam Sopker mit Recht, dass der Verfasser sircka telujak jozea mitock hagabscliusckitli nicht als terefali zu erklären sei. Wenn der Verfasser des Perimegadim diesen Worten eine andere, u. zw. sehr erzwungene Erklärung giebt, so kann dies dem Ckatkam Sopker nicht zur Last gelegt werden, denn gabra agabra ka ramitk? In dem Responsum 36 kommt der Passus vor, dass, als es sich um diese Frage handelte, der große Mann die Preßbnrger Sckoektim um sich versammelt und ihnen diese Frage vorgelegt hat, die ohne jeden Mckhalt, ohne jedes Be- Lingnis, als: Wenn sie im Falle unter der Voraussetzung den Ausspruch thaten, dass sie von einer sircka telujak jozea mitock kagaksekuschith, dass diese als tartc lereutka zu betrachten wäre, nichts wissen. Wer Einsicht in dem Buche Ckatkam Sopker nimmt, so er der Wahrheit und nur der Wahrheit huldigt, muß meine Erklärung als die unumstößlich wahre erkennen. Wer aber da dem Ckatkam Sopker imputiren will, dass er hier nur von einer gabsekusekitk, die von einer buali entstanden, spricht, der gehört zu den Nahardisten, von denen der Talmud sagt, dass sie maale Pila bekupe demackta waren. Was das Erstaunen des Herrn Herz anbelangt, ob der Gfaon olam Ckatkam Sopker das tarte lereutka übersehen konnte, komme ich, chm dieses zu mäßigen, da er der Meinung ist, dass nur. wenn eine bedeutende reutka mit einer unbedeutenden zusammenfällt, dies unter die Classe tarte lereutka gehört, als z. B. Buali mit sircka telujak, aber wenn zwei unbedeutende reutliotk zusammenfallen, als gabsekusekitk mit sircka telujak, nicht mehr unter die Classe tarte lereutka gehören. Hinsichtlich gabsekusekitk gehen die Meinungen des Perimegadim mit denen des Ckatkam Sopker auseinander. Nach dem Dafürhalten des Ersteren ist da eine bedeutende reutka zu erblicken, d. h. als ein dem Leben des Thieres gefahrdrohender Zustand, weil er der Meinung ist, dass da ein Jotkeretk involvirt, aber nach dem Letzteren nur ein leicht unbedeutender Zustand hier obwaltet, da, wenn keine toar Unak zu entdecken ist, von dotkerstk keine Rede sein kann. Die beiden Männer waren sich ebenbürtig, und. keiner von ihnen brauchte auf die Meinung des Anderen Rücksicht zu nehmen. Als. schwachen Beweis, dass gabsekusekitk mit sircka telujak keine tarte lereutka involvirt, kann man aus dem Sckulclian arucli Jore deali 37, 2 ziehen. Daselbst heißt es: Eine sircka telujak, die einer buak entspringt, hat terepliutk zur Folge, worauf Rabbi Moses Jsserls hinzufügt: Dasselbe Bewandtnis hat es auch, wenn eine buak an anderen fehlerhaften Stellen zur Erscheinung dmmt, als eine buak auf einer gabsekusekitk rc., aber gabsekusekitk, die mit einer sircka telujak zusammenfallen, geschieht daselbst keine Erwähnung. Aus dieser Auslassung lässt ich folgern, dass Rabbi Moses Jsserls letztere nicht als tarte lereutka betrachtet. Erst in dem zweiten Theile obgedachten Nesponsums giebt der Ckatam Sopker seine Meinung kund, dass eine Erhöhung in einer buak nicht mehr als gabsekusekitk zu betrachten sei, ungeachtet der Simlah Ckadascliak keine Differenz zwischen beiden Arten gabsekusekitk anuimmt. Damit will der Ckatkam Sopker sagen, dass da ein Jekuda veod likra vorliegt, erstens eine gabsekusekitk im Allgemeinen nnd eine, die aus der buak sich entfaltet hat, demnach hat er anfänglich sircka telujak jozea mitock kagabsekusekitk im Allgemeinen als koscker erklärt, und von dieser seiner Meinung ist er nicht abgegangen, u. zw. deshalb nicht, weil sowohl gabsekusekitk als auch sircka telujak nur als unbedeutende rentkotk sind. Herr Herz möge meine Worte mit Wahrheitsliebe prüfen und ich bin dann überzeugt, dass er gestehen wird, seine Kritik zu voreilig niedergeschrieben zu haben. Herr Herz glaubt auch, meiner Antwort, die ich auf seine Frage in No. 12 gegeben, mit . liadra kusclijo leduckta zu begegnen, ich aber glaube, dass ich seine Frage durch eine richtige, dem Gegenstände angemessene Darlegung beantwortet habe. Aus dem Buche Sikcke Sckelamim fernen wir, dass nur eine sircka sekelo kesidron einen Gegensatz zu sircka telujak bildet, aber mimakom lemakom als sircka telujak zu behandeln sei. Die übrigen Autoren, die über dine Sckecliitak handeln, sind gewiss derselben Meinung, da es heißte lemaat bemacliloketk aditk d. h. Wir sollen immer bei den Gelehrten, wo es nur angeht, Einigkeit erblicken, dann heißt es apkuseka pelugla 10 mapksckiuom d. h. Wir sollen der Idee keinen Raum geben, dass zwischen den Meinungen der Gelehrten eine Spaltung obwaltet, im Falle es sich nicht als ansgemacht heransstellt. Auch hat Herr Herz die Sentenz gehört: Teda mikoacli kusclijali d. h. So wir eine Stelle auf verschiedene Arten erklären können, bei der einen Erklärung stoßen wir auf Schwierigkeiten, bei der anderen aber auf keine, so sollen wir zu der einen uns Hinneigen, wo wir keiner Schwierigkeit begegnen. Nun zugegeben, dass man unter dekukak auch eine localisirte sircka verstehen kann, aber da begegnen wir, dass dies gegen die Bestimmung des Scliulckan arucli 39, 9 verstoßen würde, der daselbst den Aussprnch thut: sircka sekcki mimakom lemakom keumali o keunak aemo dino kedin sircka telujak, darum müssen wir dem Gedanken Raum geben, dass man unter dekukak nur eine sircka sekelo kesidron verstehen soll und verstehen muß, da wir in diesem Sinne jeder Schwierigkeit enthoben sind. Aber Herr Herz glaubt, dass es doch heißen sollte: im telujak 0 mimakom . lemakom. Wer kann es Jedem recht machen, denn in diesem Falle würde Einer, der Fragen zu erheben veranlagt ist, sich zu der Frage veranlasst fühlen, dass 0 mimakom lemakom ist ja eine misekna sckeeno zericka? Ist ja nach dem

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