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Österreichisch-ungarische Cantoren-Zeitung · 1887-02-09 · Heft 5 (9.2.1887) · p. Seite 6

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Journal
Österreichisch-ungarische Cantoren-Zeitung
Volume
7 (1887)
Issue
Heft 5 (9.2.1887)
Date
1887-02-09
Page
Seite 6 (sequence 6)
Language
German
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Herr S. Bloch. . . ... .... fl. —.20 1 Frauenverein.... ... —.50 Herr D. Bloch. . - . . . .... n —.50 ״ Josef Bloch. . . . . .... ,, -.50 ״ H. Trent. . . . . .... , 10.- ״ ״ Z- Jeiteles . . ... «3— ״ ״ L. Jeiteles . . ... -.30 ״ Eduard Jeiteles 20.- ״ ״ Anton Klauber —.20 3 ״. Fleischmann . . . -.20 ,, Markus Bloch, Bistriz —.20 Frau Neste Benisch . ... 15.- ״ Herr S. Bloch . . . . . 20— ״ ,, D. Eisner . . . 20.- ״ ״ S. Diamant . ... —.20 ״ L. Klauber . . 20— ״ ״ Dr. Fedrer . . . . . Summa. 50.— ״ fl. 12.95 Den geehrten Spendern wird hiemit im Namen des Vereines der innigste Dank abgestattet. Für das berufsunfähig gewordene Vereinsmitglied, Cantor L. Weiß in Simontornya, sind nachstehende Beiträge eingelaufen: Herr M. Stängel, Heiligeneich .... fl- —.50 ״ I. Körner, Smichow ..... 1.— 19 M. Schlesinger, Ottakring.... It —.50 A. Notier, Wien........ n —.50 M. Blatt, Wien. ft 1.— ״ Z. Bauer, Wien .. 1.— ft I. Singer, Wien. tt 1.— C. Grünfeld, Gandenzdorf .... . tf —.60 ,, G. Löwenthal, Wollersdorf . . . rf —.50 S. Baß, Münchengrätz. tt 1.— ״ 3. Blum, Troppau. ״ —.50 n 3. Klein, Budweis. . . . . , 1.- n A. Freistuger, Pilsen. ״ 1.— ״ E. Freistuger, Stuhlweißenburg . . » tt 1.— v S. Beinkeles, Miskowitz ...... « n -.50 It S. Schischa, Kirchberz . . . . . . . . tt —.50 ff 3. Stransky, Trautenau .... ..... It 1.— ״! D. Kohn, Nakonitz . . . . . . . ..... ,, —.50 A..Schrecker, Piesling ...... 1.— Summa. . st. 14.60 Hiezu ausgewiesen in Nummer 4 ........ 17 ״.— Summa. . st. 31.60 Die P. T. Vereinsmitglieder werden dringendst ersucht, gemäß §. 9 unserer Statuten ihren Pflichtbeitrag umgehend rinzusenden. Der Worstand des österr.-ungar. Cantoren-Vereines. Grün-ungs- und Vereiilsbeiträge. A. Krämer, Freudenthal (Schlesien), halbjährigen Beitrag. Z. Friedmann, Wilhelmsbnrg, vierteljährigen Beitrag. S. Löw, Jglau, ganzjährigen Beitrag. Rud. Kohn, Kobersdorf, dreivierteljährigen Beitrag. M. Stangl, Heiligeneich, halbjährigen Beitrag. M. Blatt, Wien, ganzjährigen Beitrag. A. Rotter, Wien, halbjährigen Beitrag. Z. Blum, Troppan, vierteljährigen Beitrag. E. Freistuger, Stuhlweißenburg, halbjährigen Beitrag. A. Freisinger, Pilsen, halbjährigen Beitrag. H. Löwy, Neunkirchen, halbjährigen Beitrags A. Fischer, Cassier. Kleine Lhrmiilr Wien. Anlässlich des Ablebens des Chordirigenten am. Leopoldstädter Tempel, Herrn Salomo'n Singer, wurde in einigen Blättern die irrthümliche Nachricht von dem plötzlichen Hinschciden unseres verehrten Vereinspräses, Herrn Obercantor Josef Singer,, colportirt. Auf die mehrfachen diesbezüglichen Anfragen, die aus Collegenkrrisen an uns gerichtet wurden, constatiren wir freudigst,. dass sich Herr Obercantor Singer des besten Wohlseins erfreut, und hoffentlich noch viele Jahre seinen ,Todestag', wie ein launiger Gratulant bemerkte, in voller Rüstigkeit begehen wird. Wien. (Eine Neuerung im musikalischen Th eile des Gottesdienstes in der Cu l tu 8 gemein de Fünfhaus b e«i Wien). Die Anwendung der Schulgesetze wird immer strenger, und es ist daher den schulpflichtigen Kindern nur an wenigen Tagen im Jahre gegönnt, beim Gottesdienste am Sabbath Vormittag, sowie an den einzelnen Feiertagen anwesend zu sein; ihre Mitwirkung beim. Chorgesange ist somit auch größtentheils problematisch geworden. Auf eine Anfrage der betreffenden Schulbehörde bei der Vorstehung der israelitischen Cnltusgemeinde in Wien, an welchen Tagen im Jahre den Kindern der Besuch des GottesdiensteS nicht vonenthalten werden könne, antwortete die letztere, dass im Ganzen nur fünf Tage im Jahre diese religiöse Bc^ deutnng für sich in Anspruch nehmen können. Es ist also bereits die Frage der Regelung des Chorgesanges an die einzelnen Gemeinden hcrangetreten und haben der Bethausverein im sechsten Wiener Bezirke, sowie die Cultusgemeinde in Fünshaus demgemäß eine vollständige diesbezügliche Aenderung eintreten lassen. In der Mariahilfer Synagoge ist ein gemischter Chor mit Orgelbegleitnng schon seit Jahren eingeführt, wobei die weiblichen Stimmen von erwachsenen Damen execntirt werden, während in Fünfhaus der vierstimmige Männergesang ohne Instrumentalbegleitung eingeführt wurde. Die letztere Gemeinde hat diesen Gottesdienst erst feit neuester Zeit und darum wollen wir demselben einige Zeilen widmen: Sämmtliche Compositionen von Obercantor Hermann Goldstein sind neu, stark harmonisirt, daher volltönend,, streng stylgemäß und dem Texte genau angepasst. Es ist dem Componistengelungen, die Monotonie, welche ans dem letztgenannten Umstande,, dem strengen Anschlüsse an den Text, leicht entsteht, zu vermeiden, ohne in den Fehler zu verfallen, wie das bei manchen anderem- Werke zu beobachten ist, nämlich trivial oder gehaltlos zu werden. Auch ist eine wohlthätige Abwechslung in den Stylarten zuconstatiren, und wir erwähnen nur beispielsweise, dass von denbeim letzten Freitag-Abendsgottesdienste ansgeführten Piecen der׳ L’eho dodi C-dur mehr im italalinischen, der low lebodos C־dur im deutschen Style, der Weschomru G-dur echt Orientalisch, der Adon 010m H-dur wieder im deutschen Style ge-- halten sind. (Für die bunte Abwechslung im Style der jüdischem Synagogengesänge können wir uns keineswegs begeistern. Die Nedaction.) Die Gesänge des Sabbath-Gottesdienftes sind ebenso׳ passend und nicht minder effektvoll. Zwischen diesen Chören׳ wirkt der bekannte Gesang des- Herrn Hermann Goldstein gemüthstimmend, daher der ganze musikalische Gottesdienst ein entschieden weihevoller genannt zu werden verdient. Das Männerquartett ist in den Eckstimmen, erster Tenor und zweiter. Baß,, doppelt besetzt, so dass dasselbe von sechs Herren, von denen jeder treffsicher und mit schöner Stimme begabt ist, in nuancenreicher und correctcr Weise zu Gehör gebracht wird. --h—

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