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Österreichisch-ungarische Cantoren-Zeitung · 1885-08-05 · Heft 27 (5.8.1885) · p. Seite 5

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Journal
Österreichisch-ungarische Cantoren-Zeitung
Volume
5 (1885)
Issue
Heft 27 (5.8.1885)
Date
1885-08-05
Page
Seite 5 (sequence 5)
Language
German
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31mיי Lll Ul! wissn. - j . unscr eifrigstes Streben , eii’i 'e, 01 mo .'ft'üCtT ui in t o ö 0'!kern deranzubrlden 111jD raל fi!. C*• 1 f :efbesU .ini' ־ ' ,tnul! nur daß Vor-,;iuilmii re״ ab!l. La,nm!1i e d 'L br׳ uniergebracdteu Ku-e 1 tii-eiu i,' fiax d 1 bell :: 1 teno׳ i! irrer Lebrherreu "und nuiafii bi• "tיי ״en F! uttim•. — 'J!״׳ den vor 3 Jahren in di׳ L׳br!׳ g-gt-! >:en rtiiiiui'• 1ג .ffnuvr.i wu1d!:n ^vier int N!ai d. I. z.i Ge׳e1le!1 fr-׳ elo:o.v n. nn? 1.׳!,׳- : ej« Schneider, zwei n tuen 1i1u׳ ui Posamrn UN. J!i Ivei'igen Jahren werden alldus! Zö.uu g . weine fruft ui B>ttlerii heiän gewachsen war ui aus euvn'i׳ Fuß n ftebrn iii'iD sich als wackere Handw 1k! 1! e irdliche Eristenz v\ruiibeii können. Wie groß also ׳ ana 1mm r ct E! oattuugskosten vieler Kinder lein mögen, 'sie sind verichwu-.dend klein gegenüber den durch dieselben erzutl.n E:tvig-! l^1eß.1rl1g-׳r wird sich aber die Wirksamkeit unserer'Allianz 1n.HUi.u1 enin ickln können, wenn die!'einer Tendenz noch sehr nachliedende Zahl seiner Mitglieder eine en sprechende Ver- NaiEnng en-auen und von berufenen Seilen ein kräftiges Eingreif-, n zur Förderung seiner Zwecke staltsinden wird. Wir bitten Alle diejenigen, denen dieser Bericht zu Gesichte kommt, hiezu, Zeder in!einem Kreise, beitragen zu-wollen. Kleine Chrmiik. Zöien, Das Löweiistamm'sche Synagogengesangswerk erfreut sick allenthalben einer äußerst günstigen Aufnahme und weitgehendster Veibieiinng. Erst im Laufender ׳vergangenen Woche erhielt der Herausgeber des Welkes, Herr Gesangsprofessor F. I. Löwenstamm, ein schmeichtthafies Schreiben von Herrn Dr. H. Zirndorf, Professor am Hebrew Union College in Cincinnati, welcher das Werk Lemirotli 16 61 chaj zur Einführung in den jüdischen Gottes- Häusern Amerikas verlangt. Diese dem Werke gewordene Auszeichnung veranlasst uns, bei den herannahenden Feiertagen dasselbe den Herren Collegen und jüdischen Gemeinden in Erinnerung zu bringen und verweisen wir, alles andere betreffend, auf das in der heutigen Nnmwer dieses Blattes befindliche Inserat. obachtung aller Vorschriften im wahrhaftesten Sinne des Wortes sittlich werden muss. — Entsagung! O, wie viele haben dieses Wortes Bitterkeit gekostet und Trost gesucht und gefunden im Aufblick zu dem Welteuschöpfer, der in seiner Weisheit die Geschicke der Menschen leiten und die auf ihn Vertrauenden nicht straucheln läßt." Erst jetzt erhob Zudit die 'Augen und schaute in das Gesicht Georgs, auf dem die tiefste Traurigkeit ausgeprägt war — sein wehmutsvoller Blick drang ihr in's Herz hinein und ein Schauer durchrieselte ihre zarte Gestalt. Sie senkte den Blick und schwieg. Da tönte es leise von den Lippen Georgs: ״So würde auch meine Mutter gesprochen haben, und doch-". Hier wurde er unterbrochen, denn Sara näherte sich ihnen und forderte sie auf, den anderen Gästen in das anstoßende Zimmer zu folgen, wo bereits der Thee servirt wurde. ^Sie reichte Judit den Arm und Georg folgte ihnen schweigend. Die Unterhaltung am Theetische war sehr animirt, das Leben und Treiben in der Residenz gab genügenden Stoff zu verschiedenen interessanten Gesprächen. Zum Schlüsse der Abend- Unterhaltung verlangten noch einige Freunde des Hauses ein Lied von den musikalischen Töchtern des Banquier Tobias. Sara setzte sich zum Flügel und begann nach einigen einleitenden Accorden mit ihrer melodischen, weichen Sopranstimme das schöne Lied: ״Behüt' dich-Gott, es wär' so schön gewesen, Wudapest. Die Reformpartei bat eben vom Ministerium ihr OeffkNilickkeilsreckt erhalten, d. h. es ist derselben nun gestattet, eine eigene Gemeinde hier zu bilden, das Schul- und CultuSwesen nach eigenenen Norm«« zu verwalten. Herr A. Stern, ihr Seelsorger, will init allen jüdischen Ceremonien und Gebräuchen tabula rasa machen 'und selbst die heiligsten Feiertage nur auf — wenige Stunden redüstren. Auch der Sabbäth und die Beschneidung und andere mo׳ sail'che Gesetze sollen a>s veraltete Gebräuche außer Giltigkeit gesetzt werden, und Alles soll derart eingerichtet werden, wie es. ein ungarischer Prediger — für gut und für zweckmäßig nur erachtet. — Dass der hiesige Vorstand, zumal die Landeskanzlei, dagegen keine Schritte machte, liegt in der Natur und in der Auffassung dieser Leute; so es sich um" das Religionswesen bandelt, da bleiben selbe stets kalt und indolent, und man kann mit Recht von ihnen sagen: אשרי העם הזח מת7ךם♦ Neberall, wo es was zur wahren Hebung des Glaubens zu thnn gibt, da zieht sich jeder Einzelne schön zurück und läßt eS einem Anderen über. Nur wenn von Außen oder besser von einer bebördlichen Seite was kommt, da rafft sich Alles zusammen und man berathet, lauft davon und scheuet selbst die größten Geldopfer nicht, damit etwas geschehe oder füglich wegbleibe, wenn die Sache noch so bedeutungslos sein sollte- Die Reform hat wohl vor der Hand keinen Boden, und ihre Anhänger sind von einer sehr geringen Anzahl; doch dürfte eS «ich geduldet werden, dass sich bei den ohnehin so vielen Schatlirungen, welche sich heutzutage bei den ung. Juden zeigen, noch eine neue Partei bilden soll, und zwar eine solche, welche vollkommen außerhalb der Grenzen des Judenthums steht und gleichsam eine Drücke zum leichten Uebergang von einer Confession zur andern macht. Der Leiter oder sog: Stifter dieser Reform, so wenig auch dieser Mann ein Mgnn der Autorität ist, arbeitet dennoch recht fleißig an der Bildung des Vereines, und die Erfahrung lehrt doch, dass selbst der unbedeutendste Mensch in solchen Dingen ganze Welten an sich zu ziehen vermag. G. Z. Sranzensöad. Unter den Collonaden saß unlängst Abends eine größere Gesellschaft an mehreren Tischen beisammen und vergnügte sich in heiterster Weise. Es waren in der Gesellschaft mehrere Großindustrielle und geachtete Kaufleute aus 'Wien mit ihren Damen behüt' dich Gott, es hat nicht sollen lein". Den beiden Liebenden war's, als ob eine geheime Macht sie gerade dieses Lied wählen ließ, ihre Blicke begegneten einander, um sich bald wieder abzuwenden, denn durch ihre Brust zog ein unsägliches Weh, das nur der Augenblick gebären und ein Zeitraum von Jahren zu heilen vermag. IV. Der Märzschnee schmolz unter den warmen Sonnenstrahlen - und Felder und Fluren erfreuten bald daS Auge mit jungem saftigem Grün. Das Erwachen der Natur wird nach einem rauben Winter doppelt fühlbar, und man möchte hinausjauchzen in die milde, reine Luft und dem Schöpfer einstimmig mit den Vögelein ein Loblied anstimmen. Jung und Alt strebt hinaus in's Freie, um die lang entbehrte, würzige Luft in vollen Zügen zu aihmen. In den Häusern wird gelüftet und gesäubert, denn das Osterfest naht heran. Mit welch' freudigen Gefühlen gehen wir diesem Feste entgegen, führt es uns doch dem Frübling zu. Und welche hohe geschichtliche Bedeutung hat dieses Fest für den Israeliten, werden wir doch schon durch die mannigfachen Vorbereitungen an die Wichtigkeit desselben erinnert. Im Hause Myrjams geht es rührig zu, selbst die alte Köchin Taube muß Hand anlegen und die Magd unterstützen oder unterweisen, dass auch kein Fleck und kein Stäubchen

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