Österreichisch-ungarische Cantoren-Zeitung
- Journal
- Österreichisch-ungarische Cantoren-Zeitung
- Volume
- 3 (1883)
- Issue
- Heft 38 (11.11.1883)
- Date
- 1883-11-11
- Page
- Seite 4 (sequence 4)
- Language
- German
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— -L — jene Ruhmeshalle für dss aharon mit. ber Doppelbestimmunc; errichten: dem Tempel nur Fachbeamtc, die sich der Wahrheit von עבודת הלב übcrzeugungsvott bewußt sind, zu erwerben קרב 2 ׳אתה אל המזבח ועשה. dem Winkelcantor. der dloellmo und ^jiroll in diesem Institute nicht genossen, Tbür und Thor vor jedem Concurse abzuschiießcn למען אשר לא יקרב איש זה אשה לא מזרעך הוא. Wenn die Ueberschriftj הכוץ לקראת אלוהיך an der Front der Fachschule prangen wird, daun wird raehmim wesaehnunim jede תפילת קבע total verdrängen, maehneh khunoh ausersteben, mateh aharon erblühen, dann wird b68 jisrosl vereint mir l)68 alraron ansrufen ה אלי ואמהו,, und erst dann ist an eine allgemeine Hebung unseres Standes zu denken und eine neue glücklichere Aera wird beginnen. אז אשריך ושוב לך Somit ist jüdische Andacht nur vereint mir Facpbitdung denkbar, deßhalb stimme ich hiesür mit meinem kräsrigsten Za! ^chli'-ßlich erlaube ich mir im Namen der Provinzcollegen auch die Meinungsäußerung der Standesväler in der Metropole zu crbinen. — W. G. Allenberg, I. Cantor in Straßnitz. Wort — am Brt*) Nach längerer Unterbrechung will ich wieder Manches, was mir am Herzen liegr, öffentlich aussprechcn. Zuvörderst möchte ich. daß wir uns klar machen, was eigentlich der Hauptzweck unseres NereinsorganeS und des Vereines selbst sei. Unser Vereinsorgan hat nickt den Zweck, blos Artikel in die Welt zu setzen, welche den Leserkreis und die Vereinsmitglieder geistig beschäftigen sollen. Es fehlt uns wahrlich nickt an Tages- und Wochenblättern politischen und belletristischen Inhaltes, . die zu Ende zu lesen, es uns an Zeit gebricht. Die ״Cantoren- Zeitung" ha! zum Zweck: Die Hebung und Förderung des Cantorenstandes, besonders aber die Hebung und Förderung des Cantvrcnver eines.') Fragen wir nun: Ist zur Hebung unseres Standes schon etwas Wesentliches geschehen? Ist die Lage der Eantoren in materieller Beziehung heute besser als vor zwei Jahren? Haben die Gemeinden trotz aller Anregungen dazu beigetragen, die Stellung der Cautorcu günstiger und sicherer zu gestalten? Wir müssen leider mit Nein antworten. Unser Wirken kann in dieser Richtung allerdings nur ein moralisches, also ein mehr negatives' sein. Wie viele geharnischte, wohlbegründetc Artikel sind nicht ichon in unserem Organe von Stapel gelassen worden über den Punkt ״Neisespesen?״ Was haben sie erreicht? Der Pferdefuß: .Neisespesen werden nur dem Acceptirteu vergütet", bleibt nach wie vor in den Concursen stereotyp^). Ich komme nun zur FrageIst unser Verein seit seinem Bestände materiell erstarkt? Wenn wir die großmüthigen Spenden der Wiener Matadore. ansnebmcn, müssen wir abermals mit Nein antworten.^) Hierüber können wir wesentlich eingreifen, und warum wird die Sache so verschleppt? אם לא עכשיו אימת׳: Warum soll die Gemeinde Planian noch immer wie die Oase in der Gemeittden-Wüste dasteben? קרא בגרון אל תהשוך Ich rufe es wieder und immer wieder hinaus: Warum werden die Gemeinden nicht zu reger, effectiver Betbeilignng an unseren Verein herangezogen V) Warum noch das ewige Verschleppungs- System, welches nur Stagnation bedeutet? Unser Verein bat nur dann Werth und Existenzberechtigung, wenn er stark und gefestigt dastebl. Das Stadium, in welchem wir uns heute befinden, ist nickt geeignet, unsere Zukunft rosig zu gestalten. Denn gesieben wir es uns nur, der Beitrag von vier Gulden genügt ebensowenig für die betagten, invaliden Eantoren, als der jewei- Gulden der Witwe und den Waisen der Heimgegangenen Eantoren genügen kann. Unser bochverehrrer Vorstand, der sich bereits so schöne Verdienste um den Verein erworben, wird ehestens einen Appell an die Gemeinden behufs Berbeiligung derselben an den Verein richten. Ich Hoffe, daß mein bescheidenes Mahnworl kein קול במדבר bleiben werde. Ebenso boffe ich. daß die geehrten Gemeiuden gerne Opfer für Diejenigen bringen, die an den heiligen Tagen für ganz Israel zu beten auserkoren sind, und wir werden sprechen können! מרבים העם להביא. Pijek, im November 1883. M. Rosenfelk Obercantor. Semiroth t'el chnj. Der dritte Band ״Semiroth l’el chaj‘:, enthaltend Gesänge und Necitative für das Neujahr und den Versöhnnngstag, ein Vermächtnis des trefflichen und berühmten.Löwenstamm", liegt mir vor (d. b. nicht als Necensionsexemplar). Diese Zeilen haben nichts mir den liebenswürdigen Necensionsvetiern gemein, welche, ohne zu prüfen, Alles gut heißen; denn unser Antor reiht sich würdig den .Größen" unserer 'וי£nfiflireranir an, und auch die Geschichte wird ehrend seinen Namen mit goldenen Lettern verzeichnen. Ich bervnnderc den Fleiß, den anerkennensiverlhen Act kindlicher Pietät seines würdigen Sohnes, des Gesangsmeisters F. I. Löwenslamm, Herausgeber des Werkes. Eollegeu! Hier liegt uns ein offenes Testament, ei:r Psalter kr Wort und Lied, das Ergebnis langer Arber! eines braven Kämpen, eines NiltcrS der heiligen Tempelmnsrk vor — ein Gesangbuch für unsere Liturgie, welches das gegenwärtige Säculnm srcndig begrüßen kann. *) Dem Ansuchen um Veröffentlichung nachfolgenden Artikels, welcher mehr den Charakter eines privaten Lchrcideus au'die Rcdaction, beziehungsweise an den Vereinsvorstand trägt, ha den wir nur darum siattgegeben, um tücbt den Vorwurf der Parteilosigkeit. einem Vereinsmitgliede gegenüber, auf uns zu laden. Wir konnren es jedoch nicht unterlcissen, zur Richtigstellung der Thatsachcn^eiuige Bemerkungen hinzuzufügen. Die Rcdaction.?) Wir erlauben uns die Frage anszuwersen, auf welch' andere Weise eine Zeiriing diesen Zweck erreichen könnte, als indem sie — um mit dem geehrten Auror zu sprechen — »Artikel in die Welt ictzt." Wenn jedoch der geehrte College Rosenfeld auf andere Tages- und Wochenblätter anspielt, dann fragen _ wir, ob diese sich eS auch so sehr um den Cantorenstand angelegen sein ließen und ob wir jemals eine Gelegenheit versäumten, wo es galt, für unseren Stand energisch einzutrelen? Hat cs je an solchen Artikeln in unserem Blatte gemangelt, in welchem die wichtigsten Fragen des Cantorenstandes eingehend erörtert wurden, und sind diese auch in allen anderen Journalen zu finden? Wir bedauern, daß Herr College Rosenfeld die Cantorenzeitung bisher mit jo wenig Aufmerksamkeit gelesen hat. 2) Diese Frage kann wohl nicht durch die Cantorerizeitung allein erledigt werden. Dieselbe ist ihrer Pflicht schon damit nachgekommen, daß sie die verschiedenen Vorschläge zur Beseitigung des Uebels in die Oeffentlichkeit brachte. Die endziltige Lösung jedoch kann nur durch eiuiuüthiges Vorgehen aller Caiuoren herbeigeführl werden, und die Anregung hiezu wird gewiß in irgend einer Form, welche von der Mehrzahl acceptirt werden wird, auf dem nächsten Cantorentage geschehen, da ein von dem Vorstände allein, oder gar von der Redaclüm der Cantorenzeitung ausgehender diesbezüglicher Beschluß doch nicht sur alle Cautorcu resp. Vereinsmitglicder bindend sein kann. 3.) Za, tragen denn diese hochherzigen Spenden gar nichts zur Stär- und des VercinscapitalS hei? Wenn wir diese und ähnliche 'Lpenden, welche gewiß noch für den Verein — ja sogar schon in nächster Zeit — zu erwarten sind, immer in Abrechnung bringen werden, dann wird, freilich nicht viel übrig bleiben. Aber warum sollen diese großen Errungenschaften nicht berücksichtigt werden? Wollen wir aber von den Erfolgen unseres Vereines den richtigen Begriff haben, dann scheu wir ans andere ähnliche Vereine, die ebenso lange, ja sogar noch viel länger bestehen. Haben diese auch solche materielle Erfolge, wie.wir, auszuweisen? ^.) Diesbezüglich können wir dem geehrten Herrn Autor die beruhigende Erklärung geben, daß die Ausführung dieses Punktes bereits in der vor- , wöchentlichen Vorstandssitzung beschloffen wurde und kann sich davon Herr College Rosenseld durch Einsicht in das Sitzungsprotokoll überzeugen.