Österreichisch-ungarische Cantoren-Zeitung
- Journal
- Österreichisch-ungarische Cantoren-Zeitung
- Volume
- 3 (1883)
- Issue
- Heft 18 (27.5.1883)
- Date
- 1883-05-27
- Page
- Seite 5 (sequence 5)
- Language
- German
- Belongs to
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jährigen Beitrag 1 »סט flan den Vereinscassier schickt. Selbstverständlich kann nur ein'Vereinsmitglied, Mitglied dieser Caffe 1 Werden. ' -■•-■׳ - H olz e r, - Obcrcantor un) Bürgerschullehrer. Eingesendet. Schon seit einer Reihe von Jahren werden in Fachzeitungen,! Konferenzen und in Privatdiscusstonen Klagen über die'Schwierig-! Leiten, welche die Cantoren in den mittleren und kleinen Gemeinden ■' durch die Chorverhältnisse zu erleiden haben, erhoben. Es kann nicht; geleugnet werden, daß sehr viele der geführten Klagen auf Wahrheit beruhen. In den Gemeinden, 1י0ט ein Chor besteht,׳ treten י in den. seltensten Fällen alle stimmbegabten Schüler in den Chor ein, weil; deren Eltern oft selten genug den Gottesdienst besuchen und dadurch ' -auch dem Schüler das Interesse für Verherrlichung unserer Andachten . w erkoren geht. Untersucht man weiter, woran die Schuld liegt, daß es sich mit dem Hauptsactor des geregelten Gottesdienstes so verhält, wie angegeben wird, so sindet man, daß.gegen denselben viel und auf mancherlei Weise gefrcvelt worden ist, wasin diesen Zeilen nicht erörtert werden kann. Der Umstand, daß sich immer noch nicht der Cantor einer recht warmen Unterstützung von Seiten der Gemeinde¬ Vorsteher zu erfreuen hat, trägt wesentlich zu all den Calamktäten bei. Oalamitas nulla 80! a. ״Ein Unglück kommt nie allein." In vielen Gemeinden bemüht man sich auch nicht, dem Cantor eine seinem heiligen Amte entsprechende Stellung zu gönnen, ja Alles dasjenige von ihm fern zu halten, was seiner Autorität schaden könnte, und sein Wirken und Schaffen hemmt. Wie kann eine lithnrgische Reform durchgesührt werden, wenn der Cantor nicht einmal zu Nathe gezogen wird und von allen Seiten seinem Schicksale überlassen bleibt und nur immer den Devoten spielen muß.'. .Diese Klagen hörte ich von College» und bin schon oft genug als vermittelnde Person für dieselben eingetreten. Unter solchen Verhältnissen ist es nicht leicht, Chorschüler dauernd zu halten, wenn Eltern und Vorsteher nicht helfend eintreten. Wir haben zwar neue Bahnen in unserem Cultus eingeschlagen. Männer von freudiger Thatkrast haben dem Jndenthurne zu Ehren verhelfen, indem sie manches Minhag-Spinngewebe mit ihren durchgreifenden Harmonien aus den Tempeln fegten. Sie haben uns wieder das Heiligthum gereinigt von all' dem Moder mittelalterlicher Anschauungen. Ihnen sei Dank und Anerkennung gebracht. — Darum Collegen ״Per aspera ad astra“. Aus rauhen Wegen gelangt man zu den Sternen. Es wird für uns besser, wenn erst unsere Fachblätter mehr von den Familien gelesen werden. Strebe jeder für Verbreitung derselben! — Dann werden nicht mehr Klagerufe wie in Nr. 17 wernommen werden, als ob Sulzer, Deutsch, Levandorskp, Naumburg und in letzter Zeit der brave Löwen stamm nie ihr Augenmerk auf die Chorverhältnisse der Provinzial-Gemeinden gelenkt hätten.* **)) Jeder musikalisch gebildete Cantor wird wohl im Stande sein, aus all den Werken den nöthigen Stoff für seine Gemeinde zu gewinnen. .Recitalive und Chasonoth bieten uns die Werke Deutsch's, oder ist es nöthig, auf einzelne Nummern seiner Chöre hinzuweisen? ״Das hieße einem schönen Vogel einige seiner strahlendsten Federn ausrupfen, um zu zeigen, wie schön er sei." (Ferd. Hiller.) Doch hat Herr Holzer nicht ganz unrecht, wenn sein Wunsch dahin geht, leichte gefällige Reck, zwei und dreistimmige Chöre das Licht der Welt erblicken zu lassen.^') Ich hatte die Ehre solche Compositionen zu *) Wir glauben an dieser Stelle auch auf die"Compositionen Baer's in Gothenburg Rubin's in Prag und Grünzweig's in Arad Hinweisen zu müssen. **) Diesem vielfach geäußerten Wunsche entgegenkommend, hat sich Herr Professor F. I. Löwenstamm bereit erklärt, der Redaction der^ Cantorenzeitung, aus dem Nachlasie seines seligen Vaters leichtere Compositionen für die mit nächster Nummer erscheinende Musikbeilage zur Verfügung zu -stellen. Wir glauben, daß diese Musikbeilage auch von den Cantoren in kleineren Gemeinden freudig begrüßt werden wird. Die Redaction. sehen und aus dem Munde des Componisten zu hören. Es ist College Meister Deutsch, der in seinem Pulte solche Kleinodien birgt. Vielleicht führt dieser Verrath zur Herausgabe der ״Ldrosdrartina^. Wie wäre es, weiin wir zur Abnahme eines solchen Werkes uns verpflichteten, um allen Cantoren aus Verlegenh eiten zu Helsen: :האדמה nx ה אלכם זרע הרעתם ״Hier habt ihr Aussaat, besäet damit das Land." M. T i n t n e r, Cantor und Lehrer, Bunzlaü, Preußen. Bffener Meinungsaustausch. Fiume, am 22. Mai 1883. Geehrte Red actio«! Zur Richtigstellung des.vom Herrn Cantor H. Weiß in .Nr. 17 erschienenen Artikels, wo mein Artikel von Nr. 15 über בדיקת הוץ einer schauderbasten Polemik unterzogen wurde und zur "Rechtfertigung desselben mochte ich um die Ausnahme nachstehender Zeilen freundlichst bitten. Wenn Herr College Weiß im י״ר סימן ל״ט םמיא keinen Anhaltspunkt findet, so beweist der von ihm cilirte Satz tu ל‘ט gar nichts, weder das eine בדיקת הדן nothwendig ist, noch aber daß nur eine בדיקת פגים genügt. Das Schutzwcrk, welches Herr College Weiß aurbaute, wird boffen-lich bald Zusammenstürzen, weil dasselbe aus sehr leichtem Material hergestellt ist, und ich werde beweisen, daß richtig ׳eine בדיקת הדן unbedingt nothwendig ist. Das Aufblafen der Lunge ist nur^ dann notbwendig, wenn eine ריעותא vorhanden ist, währenddem bei בדיקת רוץ ein Aufblasen der Lunge, wenn sich aus derselben keine ריעותא befindet, nicht nothwendig ist. ׳ Auf den Schluß des במ״א זצ׳ל steht in demselben Abschnitte bei .נאבדו הריאה אהד בדיקת פנים אעפ״י שלא נודע בה איזהו שום ריעותא פסק האהבר בש״ע י" ד סימן ל* ט סעיף ב'להתיר. Aber der רמ״א ist dort מחמיר. — Es heißt: ."משום דבריאה שביה תמוד איזהו דיעותא ופדבא. Die letztere גדולי הפוסקים aber als der תבואת שור, לבושי ן .» שרד׳ פרי אגדים, בית יצהק׳ זבהו שלמים. w. betonen ausdrücklich das eine בדיקת מבהוץ nothwendig sei, weiter heißt es, "וכשבדקה בפגים ואינו מרגיש בה שום ריעותא אין צריך "נפיחה d. b. man braucht nicht aufzublasen, aber überzeugen wird man sich doch müssen, ob die Lunge etwa nicht einen derartigen Fehler bat, welche man בפגים הבהמה nicht מרגיש׳ sein kann. Jeder praktische und ausübende שוהט wird dem beipstichten, und zur Bekräftigung desselben will ich einige Auszüge aus שחיטות בפרים wiedergeben. Es h-ißt: לקיטת יצחק: כתיב בשמ״ה ויש גדולים שגזרו הרם על הבודקים שבמקומם ע״ז שלא יסמוך על בדיקת פגים. - ה מהבר: ומ״מ מזהירים להוציא הריאה אהר הבדיקת פנים בדי לבדקה -במכאית עין" בי שמע יש בה מראה פסולה או איזה נקב׳ או סרבא תלוי׳ שיוצא מן ריעותא אחרת, או יצא דם מן הסרכא או שער ריעותא־״מה שאין יכולה להתיש בפנים הבהמה".- בית יצחק המחבר: ואפילו במקומות "דלא נהוג לנפוח" מ״מ יש להוציא הריאה א הר הבדיקה פנים בדי לבדקה במראית העין. — Ich könnte zwar noch viel andere Auszüge in dieser Sache von גדולי פוסקים wiedergeben, die obigen werden aber genügen, die ,famose Behauptung* des Herrn Collegen Weiß in Hintergrund zu stellen; und jeder wahrheitsliebende jüdische Beamte, der gleichzeitig שו"ב ist, wird mir vollkommen zustimmen. Daß sich Herr College Weiß wundert, einen neuen מחמיר im Gefertigten gefunden zu haben, so habe ich das Gegen theil bei Herrn Weiß begegnet. Ich glaube, daß sich die Herren שוחטים der .Jetztzeitnur auf's Strengste und Gewissenhafteste nach