Österreichisch-ungarische Cantoren-Zeitung
- Journal
- Österreichisch-ungarische Cantoren-Zeitung
- Volume
- 2 (1882)
- Issue
- Heft 37 (25.10.1882)
- Date
- 1882-10-25
- Page
- Seite 5 (sequence 5)
- Language
- German
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Kleitte Hyronik. I-־; Prag. In der. am 12. September d. I. abgehalteneu Sitzung der Nepräsenttznz tief Landesjudenschaft des König׳ keichfßAHHrpxn-. xeferirt.-der. Obmann folgender Weise::... Der Herr Dr. Moriz Lichten stern weist darauf hin. daß schon wahrend der mit der Prager Cultusgemeinderepräsentanz gepstogcnen Verhandlungen über den sogenannten Reservefond Seitens der Landcsjudenschafts-Repräsentanz statt gemeinde-Repräsentanz wenn auch nicht abgclehnt. so doch hinausgeschoben worden sei. Allein einestheils haben die Landgemeinden bereits dermal das dringende Bedürfniß nach einem geregelten Gottesdienste, anderentheits sei die Stellung der ist. Lehrer für die Zukunft nur dann haltbar, wenn selbe neben dem Schulunterrichte auch die gottesdienstlichen Functionen als Cantoren zu verrichten befähigt sein würden! Nach 8er ihm vom Prager Herrn Oberrabbiner gewordenen Mit- Heilung habe eine Deputation israel. Lehrer dessen Fürsprache bei der Landesjudenschafts-Repräsentanz in der für sie eine Bitalfrage bildenden Angelegenheit erbeten. Der Referent schildert die triste Lage der isr. Lehrer. insbesondere derjenigen, die überhaupt erst eine Stellung anstreben und gelangt zur Conclusion, daß es ihm als Pflicht erscheine, daß die Repräseutanz der Üandesjudenschaft. wenn auch ihre Geldmittel eine große Action nicht znlassen. dennoch die größtmöglichsten Opfer bringen solle, um den isr. Lehramtscandidaten die Heranbildung zu Cantoren zu ermöglichen. Referent habe deshalb mit dem Regenschori des Prager Tempels, Herrn D. Rubin, über den Lehrplan und die Honorarfragc Verhandlungen gepflogen und legt derselbe bereits den von Letzterem entworfenen Lehrplan, inhaltlich dessen der Cursus auf 4 Jahre berechnet, die Anzahl der Unterrichtsstunden auf 3 per Woche präcisirt und das Honorar per 300 fl. pro anno beansprucht wird, mit dem gleichzeitigen Anträge vor: diesen Entwurf zu genehmigen und sohin die erforderliche Dotation im Betrage von 300 fl. in das Budget pro 1883 einzustellen. Nachdem die Herren R.-M. Dr. Kraus, Philipp Kohn. Sigm. Mauthner. David B u l l a t y und Franz Schnabel diesen Antrag wärmstens befürworteten, wurde derselbe einhellig zum Beschlüsse erhoben und der Obmann zum Abschlüsse des Vertrages mit Herrn D. Rubin ermächtigt. 7 ׳ Sechster Ausweis. Zur Unterstützung der Hinterbliebenen Familie des verstvrbenen College» Cantor I. L n r i a in Gran sind weiterS folgende Spenden eingelangt: Dr. A. Jellinek, Wien..fl. 5.— College Rotter A. Turnau.. 2.— ״ Kasmerowitsch Nagj Surany ..... 50;— ״ ״ Weis Simöntorny .50.— ״ Summa fl. 8.— 1. Ausweis . 44.50 L - •■:•־״. -...16.90 3. . ׳- ״..40-40 4. ... 29.50 ״ 5 .- . - . 16 ״.-?4 . . Total-Summa 155 ft. 30 ft. Laut Beschluß der in voriger Woche abgehaltenen Ausschußsitzüng wird in der nächsten Nummer der ״österr.-ungar. Ellntoren-Zeilung" die Sammlung für die Witwe des/[tief* stprbenen College« L u r i a geschlossen. Diejenigen Herrn Co.t? legen, welche sich an derselben noch betheiligen wollen, mögest, die׳ Spenden ich Laufe dieser oder Anfang nächster Woche an den Vereinscafsier Herrn A. Fischer. I., Seitenstettengasse 7^ einsenden. ' ״Der Vorstand des österr.-ungar. Cantorenvereines^. Gründungs- und Jahresbeiträge. Grüir-ungsbeitrage: College M. Salzer, Tulln. Bereirrsbeiträge: M. Wod ak. Göding. (V.öühr. Bei? trag); College Rosenfeld. Pisek (^jühr. Beitrag). Friedländer, Szilas-Bolhas (^jähr. Beitrag). r WotKswirty schafMches. ,,Der *Unter", Gesellschaft für Lebens- und Renten- Versicherungen in Wien. Im Monat September l. I. wurden 453 Versicherungs-Anträge im Betrage von fl. 1.055.072.— eingereicht und 482 Policen für fl. 901.774.— ausgefertigt, daher seit 1. Jänner 1882 4498 Anträge per fl. 9,904.369.— gezeichnet, und 4198 Verträge per fl. 8.225.062.— ausgestellt würden. Die Einnahme betrug im verflossenen Monat an Prämien fl. 128.512.—. an Einlagen fl. 109.799.—; in der neunmonatlichen Periode seit 1. Jänner 1882 an Prämien und Einlagen zusammen fl. 2,249.827. - Für Sterbefälle wurden bisher im laufenden Jahre fl. 637.752.—, seit dem Bestehen der Gesellschaft fl.!1,295.280.— ausgezahlt. Ende Mai fand die Repartition der am 1. Jänner 1882 fällig gewordenen wechselseitigen Ueberlebens-Association, sowie einer Versicherungsgruppe auf den Üebensfall mit bestimmtem Capital? und Antheil am Gewinne statt. Das Ergebniß der ersteren ergab gegenüber der gewöhnlichen Versicherung auf den Lebensfall mit fixem Capitale ein Mehrerträgniß von durchschnittlich 25 Percent; bei der letzteren betrug der Gewinnantheil 411/s Percent des versicherten Capitales,.. so daß für je fl. 1000 Versicherungssumme fl. 1415 bezahlt würden. — Laut letztem Rechenschaftsberichte betrug am 31. December 1881 der Versicherungsstand 78.234 Verträge mit fl. 125,502.95044 versichertem oder gezeichnetem Capitale und fl. 44.504 96 Jahresrente und die Gewährleistung fl. 30,748.22536׳. Ungarisch-französische Versicherungs- Aktien- Gesellschaft. (Franco-Hongroise.) Im Monate Septem- ׳ ber 1882 wurden bei der Lebensversicherungs-Abtheilung der ״Franco-Hoiigrois«‘•• 327 Anträge auf 602.300 ft. Versicherungscapital eingereicht und 277 Policen über 547.700 fl. ausge- , fertigt. Seit Beginn der Operationen in der Lebensbranche, das ist seit 1. Februar 1880 wurden 10.827 Anträge auf 25,634.882 ft. Capital eingereicht und 9248 Policen über 21,681.382 fl. ausgefertigt. (Assicurazioni Generali.) Im September 1882 wurden bei der Lebensversichernngs-Abtheilung dieser Gesellschüft eingereicht über eine Versicherungssumme von 893.461 fl. 70 kr. und 277 Policen über eine Versicherungssumme von 700.967 fl. 68 kr. ansgefertigt. Seit 1. Jänner 1882 sind ■ 3448 Anträge über eine Versicherungssumme von 9,619.921 fl.; 76 kr. eingereicht und 2972 Policen über eine Versicherungssumme von 8,516.720 fl. 75 kr. ausgefertigt worden. Die seit 1. Jänner angemeldeten Schäden belaufen sich auf 895.663 fG 77 kr. Der ausgewiesene Versicherungsstand der Lebensverficiyes Rabbinerseminärs die Errichtung einer Schule zur. Heran- Mbnng vbn׳ isräel? Relitztbnslehreru und Cantoren intendirt wurde, daß jedoch dieser Antrag von der Prager Cnltus-