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Österreichisch-ungarische Cantoren-Zeitung · 1882-05-07 · Heft 17 (7.5.1882) · p. Seite 6

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Journal
Österreichisch-ungarische Cantoren-Zeitung
Volume
2 (1882)
Issue
Heft 17 (7.5.1882)
Date
1882-05-07
Page
Seite 6 (sequence 6)
Language
German
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.;/'■ין ו 1 — 6 — Simon B e er ob seiner^ hervorragenden Fähigkeiten nnd Vorzöge, als Muster eines. Cültusbeamten aufgestellt werden kann. - Einzig und allein seine Bescheidenheit konnte es verhindern, daßsein 25jährigrs.A-mtsjuhiläum im Jahre 1872 nicht ׳ostentativ gefeiert wurde, vielmehr vollzog sich dasselbe im Kreise:seiner Freunde und Angehörigen -in-, stiller, - aber herzerhebender -Weise. . - , ׳ '. .' ׳ ׳ . Auch wir müssen den ehrwürdigen Mann um-Verzeihung bitten, daß wir, voraussichtlich gegen seinen Willen, sein sechsnnddreißigjähriges ersprießliches und von dem reinsten Pflichtgefühl durchdrungenes Wirken ln einer und derselben.Gemeinde zur. Ehre Gottes und zur Freude der Menschen än's Licht ziehen, damit dem Verdienste nicht die Anerkennung fehle. . Wge sich der Lebensabend, unseres, allseitig verehrten Obercantors Herrn Simon B e er freundlich und' hell entfallen und möge es ihm vergönnt sein, zum. dritten Maleחי שניםולולאה einen Zeitraum von.18 Jahren und., darüber hinaus rüstig schaffen und auf sein gottgefälliges und gemeinnütziges Wirken zurückblicken zu können. ' . Josef Fischer. . Verichtigirrrgen. In Nr. 16 unseres Blattes heißt es in dem Artikel: ״Wie soll der Gesang in der Volksschule gepflegt werden?" anstatt: ״Das Leben fragt nicht nach'Noten, sondern nach Gesängen", irrthümlich: ,,Das Leben fragt nicht nach Gesängen"., . Weiters heißt es. iw Nr. 15, Seite 5. ״Kleine Chronik", Zeile 6: ״nicht gekommen" statt: ,-nicht nur gekommen". . -4L.־v.i.s o! Wir ersuchen im Interesse der großen Sache, die wir verfolgen, unsere Herren College« und Freunde mögen baldmöglichst ihr Abonnement erneuern, um unliebsamen Störungen in der Zusendung des Blattes.vorzubeugen und bitten wir, sich der anliegenden Postanweisung zu bedienen.! Die Medactiorr. §cvvefponöens. College I. Spitzler, Jung bu n zlau. Wir haben vom Gesangs- Vereine nichts erkalten. College M. Schulhof in Rähnitz. Was Sie besprochen, muffen wir Ihnen vollkommen beistimmen. und haben wir diese Frage bereits mehrfach ventilirt. Leider erwachsen hiedurch ungeheure Spesen, welche vor- -läufig noch nicht riskirt werden können. Doch glauben wir mit Bestimmtheit, in kürzester Zeit. Ihren nvd. auch unseren Wunsch erfüllen zu können, College Sch wa rz in Äanitz. Leider lassen, sich derartige- Fehler manchesmal nicht vermeiden.. College I? D. i n S z., U n g a r n. Wir haben -die nöthigen Schritte׳ betreffs' Preisermäßigungen von - allen Stationen aus eingeleitet und werden seinerzeit hierüber berichten. ■ . . C olleg e J.^L.,in P o. Selbstverständlich können sich nur Vereins« Mitglieder an Ler-'Debatte^ Letheiligen. Alles Andere werden wir später zur -Erörterung bringen.ד . . College I. St. in Sz..d. Sobald Sie keine gerichtlichen Schritte einletten wollen, läßt sich in dieser Sache eben nichts thun. Eine Aufforderung in unserem Journale würde böses Blut machen. C o l l e g e D. E. i n F. Ihr Vorhaben sehr löblich und danken wir bestens; wenn Alle so dächtenwären wir schon früher an's Ziel gekommen C o l l e g e R. S ch. i n S t. Die eigentlichen Berathungstage sind «st Dienstag, Mittwoch am 30. und 31., während die Hochzeiten gewöhnlich an den beiden Pfingsttagen Sonntag und Montag stattfinden. Der erste Dag, nämlich der 29., ist blos für den Empfang bestimmt. ni£Tet 0*ז Zehuda ben HaLrvr. Historische Erzählung von Ad. v. Zemlinszky. (Nachdruck streng verboten! UebersetzungSrecht vcrbebalten.) 6. Fortsetzung. - ״Was dann?!" . . ״Ihr fragt: . ״was dann"? Wie sonderbar diese Frage klingt,. .von. Euch gestellt. Ihr fragt ״was dann"? Nichts ist boch natürlicher, so selbstverständlich, als die Antwort darauf. Was.dann? Reicht das Wort nicht aus,, so muß das Leben d'r.an!" Ein plötzliches tiefes Schweigen folgte diesen wenigen, doch inhaltsschweren Worten. . . . ״Haben wir uns hier etwa versammelt," begann der Abbö abermals nach einer Pause mit scharfer, schneidender Stimme, ' ״haben .wir uns etwa .hier versammelt, um .eine Comödie aufzuführen oder hat uns ernstes, energisches Händeln hiehergeführt? /Sind wir Männer , .oder unmündige Kinder! Die Zeit bis zur Entscheidung.ist kurz, darum zaudertnich.t und wählet , schnell. Noch ist nichts geschehen, was uns .irgendwie gefährlich werden könnte, wir gehen von hier weg und die heutige Nacht soll in aller Gedächtniß erlöschen." ״Wenn wir geschwiegen haben," entgegnete Falcinello, ״so war es nicht Furcht. Ehe wir hieherkamen, wußten wir ja, daß es keinen anderen, als den von Euch, vorgeschlagenen Weg gebe, als Ihr jedoch diese wenigen, so vielsagenden Worte ut trockenem, hartem Tone aussprachet, da konnte man sich wahrlich eines Schauers nicht erwehren." ״Ihr seid also einverstanden?" ״Wir sind es," antworteten sie Alle, indem sie sich von 'ihren Sitzen erhoben. ״Heimlich, durch eine verborgene Thüre dringen wir in das Schlafgemach des Papstes ein und er wird gezwungen, ein Document zu unterzeichnen, worin er erklärt, auf den päpstlichen Thron zu verzichten und sich nach irgend einem Kloster zu stiller Beschaulichkeit zurückzüziehen. Und weigert er sich .. ." ״.. . . So wird des anderen Tages dem Volke verkündet, daß der Herr den Papst zu sich genommen." ״Amen!" riefen sie einstimmig. , . ״Kein anderes Mittel steht uns zu Gebote, das Ziel zu erreichen; ja, wir sind einverstanden. Gott erleuchte seinen Geist, daß er sich willfährig zeigt." ״ ׳Und jetzt, Ihr Herren, Gott befohlen! Einzeln wollen wir dies Haus verlassen, damit etwaige Späher nicht Verdacht schöpfen. Gute Nacht!" 8. Der rechte Weg?! Längst schon haben die Verschworenen das Haus Jochai Carmo's verlassen, in welchem sie ihren finsteren Plan zur Reife brachten, längst schon lag tiefes Dunkel über dieses Haus ausgebreitet und sämmtliche Bewohner desselben. waren zur Ruhe gegangen. Nur Jochai Carmo schlief nicht, nur Jochai stand noch immer an derselben Stelle, auf der er gestanden, als diese zornige, ihm nur zu bekannte Stimme die Worte gerufen hatte: ״Reicht das Wort nicht , aus, so muß das Leben d'ran". Gleich Messerstichen. war jedes einzelne Wort in seine Brust, gedrungen. ' WUWWMMWUM

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