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Österreichisch-ungarische Cantoren-Zeitung · 1882-01-31 · Heft 5 (31.1.1882) · p. Seite 5

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Journal
Österreichisch-ungarische Cantoren-Zeitung
Volume
2 (1882)
Issue
Heft 5 (31.1.1882)
Date
1882-01-31
Page
Seite 5 (sequence 5)
Language
German
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erlauben uns, Ihnen das Resultat derselben in Nachfolgendem mitzutheilen. - 1. Wir Alle erklären uns gerne bereit, die ״Cantoren- Zeitung" zu unterstützen, wenn sie sich in erster Reihe damit befaßt, einen Cantorenverein in's Leben zu rufen und als Organ eines solchen ist sie.für uns von großer Wichtigkeit und Bedeutung; wir begrüßen deshalb auch ihr Erscheinen mit aufrichtiger Freude!!! 2. Die Gründung des Cantorenvereines ist für jetzt das Wichtigste, welches anzustreben die Aufgabe Ihres geehrten Blattes ist. — Der Cantorenverein soll: a) Die Pensionirung für Hinterlasfene bei Sterbefällen von Cantoren; 13) die Unterstützung ohne Verschulden postenlos gewordener Cantoren; 0) die Unterstützung dienstunfähig gewordener Cantoren sich zur Pflicht zu machen. 3. Mit der Gründung einer Cantorenschule aus Vereinsnütteln erklären wir uns nicht einverstanden. Im Interesse der ״Cantoren-Zeitung" erlauben wir uns, Sie aufmerksam zu machen, bei dem zum Drucke vorbereiteten Artikeln die größte Vorsicht walten zu lassen, damit nichts gegen Rabbinen (wie in Nr. 2 Brief Lewandowsky *) oder Verletzendes gegen Cantoren (wie in Nr. 3 das Sprichwort: ״Jeder Chasan sei ein Narr**) an das Tageslicht gefördert werden. Derartige Aeußerungen machen aus den Leser durchaus keinen guten Eindruck und sind nur fähig, Feindseligkeiten heraufzubeschwören. . Wir bitten um Entschuldigung für unsere offene Meinungsäußerung und zeichnen mit ganz vorzüglicher Hochachtung und Ergebenheit: Moriz W-a l l e r st er ir ״ Obercantor der Meiselsynagoge. David Rubin, Musikdirector am neuen Tempel. Jonas Stränsky, Obercantor der Klaussynagoge. I. Körner in Smichow. Adolf Brod, Obercantor der Neusynagoge. Salomon Moor, Obercantor im neuen Tempel. Hermann S trau sky in Lieben. A. E. Kohu. PH. Bachrach, große Hofsynagoge. Z. Weinb erger, Cantor der Pinkassynagoge. M. Ottenfeld, Cantor und Religionslehrer, Karolinenthal. Grrcrtul'crtionen unserer: Go liegen und Z-ueunde: Jsak Hey mann, Amsterdam. David Friedwald, Miskolez. S. H. Helfgott, Bonihad. Jonas Schönfeld, Tyrnau. A. Singer, Neubidschof. Moriz S ch o r r, Szegedin. L. Deutsch, Warasdin. A. Krämer, Freudenthal. Moriz Moor, Kecskemet. Adolf Lazarus, Mähr.-Ostrau. David Rubin, Musikdirector, Prag. Armin Frei sing er, Pilsen. Julius Luri a, Gran. Hermann Will heim, Groß-Kastelan. Moriz Sonntag, Totes. Simon Weinstein, Bur Szt.- Miklos. S. Gütig, Beneschau. M. Rosenfeld, Pisek. (NB.) Leopold Spiegel, Korneuburg. Rubin Schwalb, Stampfen. *) Wir theilen Ihre Ansicht und wollen, insolange man uns von dieser Seite in Ruhe läßt, durchaus keine Fehde heraufbeschwören. Nichtsdestoweniger aber können wir es uns nicht versagen, zu behaupten — und der größte Theil unserer College» wird uns gewiß hierin beipflichten — daß Herr Lewa udow sky in Berlin durchaus im Rechte ist, wenn er diese unsere wundeste Stelle bloßgelegt hat. Wer in den Wald geht, dem darf vor dem Rauschen der Bäume nicht bange sein! **) Wir werden Ihren Wünschen nach Möglichkeit Rechnung tragen. Die Red. S. Weiß, Warten (vielleicht Waitzen?). Adolf Lazarus, Mähr.-Ostrau (0). I. Blum, Troppau. .Rafael Moor, Fünfkirchen. Eduard Weiß, Temesvar (Fabrik). Isidor Goldstein, Regenschori, Fünfkirchen. Schlesinger, Hernals. S. Raußnitz, Karad. A. Grünberger, Wieselburg. Jacob Löw, Mako. M. Rosenfeld, Pisek. Herm. Lewy, Groß - Becskerek. M. Ziegler, Loschitz. L. Winterberg, Aussig. I. Erler, Saaz, I. Steiner, Altofen. B. Singer, Holicz. I. Hofmann, Marczali. S. Koruitzer, Pohrlitz. S. Dittrich, Welwarn Berman, Böhm. Leipa. Löw, Floridsdorf. Schlesinger, Essegg. Weiß, Eperies. Heller, Tarnow. Steiner, Sexard. Geehrte Collegen und Freunde! Indem wir Ihnen hiemit aus tiefstem Grunde des Herzens für das unserem Unternehmen gewordene rege Interesse danken, drücken wir gleichzeitig das innige Bedauern aus, daß es uns leider an Raum gebricht, um all' die Herzlichen Glückwünsche zum Abdruck bringen zu können und bitten deshalb vielmals um Entschuldigung. Nehmen Sie die feste Versicherung hin, daß die Redaction der ״Oesterr.-ungar. Canto ren-Zeitung" im Vereine mit dem Counts jederzeit nur die Interessen des Cantorenstandes nach besten Kräften zu vertreten bestrebt sein wird. Wir ersuchen noch unsere geehrten Herren Correspondenteu, uns von allen in ihren Gemeinden wichtigen Vorkommnissen stets unverzüglich in Kenntniß setzen, sowie Artikel auf fachlichem Gebiete einsenden zu wollen, die wir dann nach Thunlichkeit in unserem Blatte zu veröffentlichen gerne bereit sind. Wünschenswerth wäre es, daß die Manuscripte immer nur auf einer Seite beschrieben werden. Die Redact io n. sso! Wir bitten im Interesse des Unternehmens noch im Lause der Woche das rückständige Abonnement einzusenden und legen wir zu diesem Behuse an alle Collegen, welchen solche noch nicht zugekommen, eine Postanweisung bei. Gleichzeitig stellen wir das dringende Ersuchen an unsere geehrten Herren Collegen, selbe mögen in ihren Gemeinden dahin wirken, daß sowohl die Gemeinden etwaige Vakanzen zur Veröffentlichung an unser Blatt einscnden, als auch selbes abonniren. Desgleichen wollen Sie dafür sorgen, daß die ״Oesterreichisch-ungarische Cantoren-Zeitung" auch von Gemeindemitgliedern gehalten werde. Nachtrag In nächster Nummer erscheint unser Leitartikel mit de.׳ Aufschrift: Ansichten -es Herrn Professor Friednrann über den Cantorenverein, el ec tri sch beleuchtet. Gowefponöenz. Herr A. Grünzweig, Regenschori, Arad: ״Unseren besten Dank." Herr David Rubin, Musikdirector, Prag: Wir legen auf Ihre Mitwirkung besonderen Werth und sehen mit Vergnügen Ihren Einsendungen entgegen. College R. Moor. Fünskirchen: Danken für Ihre freundlichc Zusage und erwarten bald das Versprochene. College Bauer, Gyönk: Ersuchen um Uebersindung von 75 kc. S. Rausnitz, KarLd: Wir werden Ihren Wünschen Rechnung tragen. Herr Neubauer, Regenschori, Temesvar: Im heutigen Leitartikel. Professor Groag, Wien: Danken bestens, werden benützen. College Heller, Tarnow: Wollten uns freundlichst eine Liste einsenden, welche Ihrem werthen Wunsche beitreten und sind wir dann gerne bereit. College Rotter, Turnau: Besten Dank für Einsendung. Rechnen bestimmt auf Erfüllung des uns gemachten freundlichen Anerbietens betreffs ״Feuilletons".

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