Österreichisch-ungarische Cantoren-Zeitung
- Journal
- Österreichisch-ungarische Cantoren-Zeitung
- Volume
- 2 (1882)
- Issue
- Heft 3 (15.1.1882)
- Date
- 1882-01-15
- Page
- Seite 6 (sequence 6)
- Language
- German
- Belongs to
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Herren College» bekundet zu sehen. Ich habe nur den einem Wunsch, daß das ausgesteckte Ziel, ״die moralische Stellung der Cantoren'zu heben, ihnen in gewissen Fällen mit Rath und That beizustehen, sie vor ungerechten Versolgungen zu schützen und im Unglücke hilfreiche Hand zu bieten," erreicht werden möge. Was die Gründung des Cantorenvereines anbelangt, so schließe ich mich unbedingt demselben an. Und nun:!-חזק חזק ונתחזקי Mit freundschaftlichem Gruße I a c och S u s ch n y, Cantor und Gesangslehrer an der isr. Landcspräparandie. ׳ Temesvar, 10. Jänner 1882/ Hochgeehrter Herr Redacleur! Indem ich geehrtester Herr, Ihr geschätztes Blatt als das Heilbringendste für die Hebung des Ansehens unseres Standes auf dos herzlichste begrüße, beglückwünsche ich alle unsere Fachgenossen zum Besitze, eines neuen uns so werthvollen Fachblattes, dessen Entstehung wir Männern aus unserer׳ Mitte עצם מעצמי ובשר מבשרי verdanken. Meinen Berufsgenossen aber möchte ich zurufen: — ״Es ist nun an uns, theuere Freunde, durch kräftiges Unterstützen dieses, heute schon uns allen so liebgewordenen Unternehmens, uns den Gründern dankbar zu erwersen. Betrachten wir die Oesterreichisch-ungarische Cantoren-Zeitung als ein Glückskind, als ein Kind, welches uns allen Glück bringen soll, thun wir also unser Bestes für das Gedeihen dieses Kindes, damites uns lange, lange Jahre erhalten bleibt, und daß wir uns nie den Vorwurf machen müssen, dieses Kind, durch irgend welches Vecsäumniß oder durch Vernachläßigung, behüte Gott, verloren zu haben." Mit herzlichem und brüderlichem Gruße bin ich Ihr Sie hochachtender Ed. L ö w e n h e r z. ® ö bin g, 5. Jänner 1882. Geehrtester Herr Redakteur und College-' Ich kann es nicht unterlassen, meiner Freude Ausdruck zu leihen, daß auch wir nun ein Organ, welches unsere Interessen vertreten wird, besitzen, denn wir Cantoren sind die Stiefkinder in der Gemeinde. Man kann uns ungestraft beleidigen, man kann mit uns verfahren wie man will, wir haben keinen Annehmer. Sie selbst Herr Redakteur sind ja der בעל נסיון. Jetzt Gott sei Dank wird es anders werden. Ich erlaube mir Herr Redakteur, Sie auf die Gemeinde- Statuten, die von einigen Cultusvorstehern und einigen Rabbinern für Mähren ausgearbeitet wurden, und welche noch der Genehmigung des Ministeriums harren, aufmerksam zu machen. Da haben die Gemeinden und die Rabbiner sich vertreten. Aber die Cantoren? Wer hat uns vertreten? Welche Rechte hat man uns zuerkaunt? Keine. Dafür hat man uns den רחש und andere Sporteln auf Null reduzirt. Wohl weiß ich, daß die Cantorenzeitung nicht Alles aus einmal besprechen und abhelfen kann, doch nichtsdestoweniger geben wir uns der besten Hoffnung hin — daß es besstr.werden wird'. . Mit aller Hochachtung M. W o d 6 k. A r a d, 10. Jänner 1882״ An die löbl. Redaktion, der ״Oest.-ung. Cantoren-Zeitung" Wien. Durch Vermittlung meines Freundes, des hiesigen Ober-Cantors D. Kohn bekam ichchie erste Nummer Ihres am 30. Dezember v. I.. erschienenen Blattes, zu Händen. — Da ich mich in meiner Eigenschaft als Chor-Direktor deshiesigen Tempelchores stets um Cantoren und Chorwesen interessirte, ss habe ich mit vielem Vergnügen, ja mit großer Freude von dem Cremen Ihres geschätzten Blattes Kenntniß genommen und werde mir erlauben, Ihnen später einmal, da ich auch den Chor für den hier eingeführten Knaben- Gottesdienst leite, Einiges hierüber sowohl, als auch über andere musikalische Vorkommnisse zu berichten. Gestatten Sie mir, Ihnen noch sagen zu dürfen, daß. ich Alles dies aus Liebe für die Sache thue, da mein Beruf eigentlich Großhändler ist, und will ich Ihnen schließlichnoch die Versicherung gehen, daß ich es für eine Pflicht erachten werde, stets für Ihr geschätztes Blatt einzutreten, um Ihnen nach Thunttchkeit Pränumeranten zu werben. Mie vorzüglicher Achtung S a m u e l K l e i n, ' Chor-Direktor. (N i ch tuerbrann t). In unserer letzten erschienenen Nummer brachten wir einen Aufruf an unsere College» über das räthselhaste Berschwinden des Moskauer Ober-Cantors Herrn Chat u f ans Wien, welches gerade mit dem Brande des Ringtheatcrs znsammenfiel, und zur Vermuthung Anlaß gab, daß selber ein Opfer dieser Katastrophe geworden sei. Nun erhalten wir von. einem geschätzten Freunde unseres Blattes die Mittheilung, daß Herr Chaluf am 15. v. M. in Galatz sunktionirtc und die Absicht aussprach, in Rumänien dauernd verbleiben zu wollen. Wir Heilen dieß znr Beruhigung seiner Familie mit, welche nun auch in die Lage versetzt wird, ihren Ernährer zu finden. Gratulationen kamen uns von unseren nachvcrzeichneten College» und Freunden noch zu: College Leon K a r t s ch m a r o f f, Gr.-Kanißa; College Mori; K n l k a, Kolin; College I. L a m m, Pohrtitz; College I. L ö w y, Stockeran; College S. R e g 11 er. Apatin; College Schäs er, Mißsitz; Herr W. ')t c u b ei 11 e r, Regenscho r i, Temesvar : College D. L ö w i, Güns; College S. Träubel, Berboc;; College I. Spitzer, Iung-Bnnzlau; College I. W e i ß, Tobitschau; College I. K t e i n, Bndwcis; College M. Schäsfe r, Csaknthurn; College S. L ö w, Igtau; für die uns gespendeten Glückwünsche sagen wir nnseren besten Dank. - Wegen Raummangel ist ec/ uns unmöglich, all' die frenndlichew Schreiben dicFuns zukanien in dieser Nummer zu veröffentlichen und werden wir daher'die Fortsetzung in unserem nächsterscheincnden Blatte bringen. ßorrespondenz. College I. K lu g e r 'in G r.-S z t.-M i k l o s : ״Sie können nach Belieben viertel-, halb- oder ganzjährig abonniren. Die angezeigtcn 50elo Rabatt gelten für Inserate." An viele n n s e re r L e s e r: Die gleiche Antwort, wie oben. College A. S ch ö n f e l d in R a g e n d o r s: ״Wir werden selbstverständlich Concurse von allen Kronländern Oesterreich-Ungarns und ivo möglich auch vom Auslande veröffentlichen." College I. S n s ch n y in P e st : ״Ist bereits geschehen." College M. K r i e n e r in G a l g o e z : ״Wird dankend bestätigt.^