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Österreichisch-ungarische Cantoren-Zeitung · 1882-01-15 · Heft 3 (15.1.1882) · p. Seite 5

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Journal
Österreichisch-ungarische Cantoren-Zeitung
Volume
2 (1882)
Issue
Heft 3 (15.1.1882)
Date
1882-01-15
Page
Seite 5 (sequence 5)
Language
German
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lohnen. Mir gingen dringen wie die verirrten Schaff. Wol sechshundert Personen. 27. Mitten im Garten auf der Erden. Sind gesessen in einem Ringen. Zehen-Kindbettern nach chren Geburten. Mein Hertz mir darüber hat wollen zu springen. Ihr Schleyer umgewunden. Als die Oveliw (Leidtragende) bis in Lie Augen. Ihre kleine Kinder im Schos gelegen gebunden. Ein Thränern die andere thun jagen. (Fortsetzung folgt.) Kffener Sprechsaal für Asse! Wohllöbliche Redaktion der ״Deft.-ung. Cantoren-Zeitung^! 'לבי לחוקרך ישראל המתנדבים בעם ברכו ד Theuere College» von Nah und Fern! Euch ist mein Herz geweihet! — Auch Euch Ihr muthigen Kämpfer in Israel, die . Ihr freiwillig und kühn in den heiligen Kampf ziehet, um mit den scharfen Waffen des Geistes, alle die finstern Mächte der Unduldsamkeit und der Willkür, der Intoleranz und der Unverträglichkeit, welche auch in jüdischen Gemeinden gegen ihre Beamten leider vorherrschen, zu bekämpfen, Euch allen, allen gehört ungetheilt mein Herz! Ich gehöre Euch mit meinem ganzen Thun und Trachten, mit meinem Regen und Fühlen, nur Euch, Euch allein an. Ein jeder Gedanke der in mir erwacht und durch den beredten Mund der Feder Gestalt und Form erhält, gilt nur Euch allein. Segnen und lobpreisen wir den Ewigen! Der es uns an kampfesmuthigen Männern, die für das Wohl ihrer Brüder und Amisgenossen stets ein warmes Herz haben, nie fehlen ließ und uns nie fehlen lassen wird,, die stets uuf der Wacht stehen werden, um die heiligen, unantasts baren Menschenrechte ihrer Amtsbrüder gegen jeden Angriff zu schützen- und zu wahren. Theuere Collegen des öst.-ung. Reiches! Keiner von uns ist wohl so eifersüchtig gegen jeden Eingriff in die I wohlerworbenen Rechte unseres ältesten ,Lehrers und Führers, des ״Jüd. Cantors" wie ich. Als vor ungefähr einem Jahre, 2 nahmhafte jüd. Zeitungen sich anheischig machten, dem ״Jüd. Cantor" durch beigegebene Beilagen für Cantoren, ConcurreNz zu bieten, war ich der Erste, der ich dagegen meine Stimme erhob und gegen ein solches Gebahren vun השגת כבול protestirte. Ich habe die Collegen vor Zersplitterung gewarnt und gottlob meine schwachen Worte haben die schönsten Früchte getragen; die Eine hat gleich ihr Vorhaben, wegen mangelnder Aussicht auf Erfolg, aufgegeben oder aufgeben müssen, und die Andere — bringt in ihren zwanglosen Beilagen alles Mögliche, nur nichts von dem was Cantoren interessiren könnte. — Demnach fühle ich mich nun veranlaßt, Ihr segensreiches und segenbringendes Unternehmen mit voller Freude und aus ganzem Herzen.zu begrüßen und Ihnen innigst hierzu zu gratuliren; weil ich überzeugt bin, daß Sie die volle Berechtigung haben, in ihrem geliebten, schönen Vaterlande eine eigene Fach- Zeitung zu besitzen. Sie haben es nicht nöthig, sich von fremden Brosamen zu ernähren, Sie Haben Lhatkräftiae und auf allen Gebieten des ausgedehnten cantoralen Wissens begabte und strebsame Männer genug — mehr vielleicht als je ein Land',— die ihre literarische und fachmännische Nahrung aus sich selbst schöpfen und von ihrem reichlichen Mahle noch Andere bis zur vollen Sättigung mitgenießen lassen können. — Umsomehr haben Sie Veranlassung sich selbstständig zu machen und ein eigenes Blatt zu gründen, indem Sie durch unsere Landesgesetze von den Segnungen, unseres ״Deutschen Cantoren-Verbandes" leider ausgeschlossen sind, und Sie deshalb mit der lobenswerthen Absicht umgehen, einen ähnlichen Verein ins Leben zu rufen und ihren Landsleuten dieselben Vortheile zu bieten, die ein solcher Verein seinen Mitgliedern zu leisten vermag. Sie sehen also, theuere Brüder und Genossen, daß wir Ihnen volle und ungeschmälerte Gerechtigkeit wiederfahren zu lassen wissen und Ihnen ihr heilvolles Unternehmen nicht als Concurrenzsucht anrechnen. Nur möchte ich von ganzem Herzen und inniger Seele wünschen, daß beide unsere hochgeschätzten und innigstgeliebten Fachblätter, ein jedes für sich und miteinander zu Oelbaum-Blättern des Friedens sich gestalten mögen. Daß zwischen ihnen kein anderer Neid und keine andere Eifersucht obwalte, als nur diejenige von denen unsere Weisen ז״ל sprechen: קנאת סופרים תרבה חכמה. Nur darin ihre» Wetteifer zeigen und sich überbieten suchen, ihre Leser am zweckmäßigsten und inhaltreichsten zu belehren und sie zur Pflichttreue und zum weitern Streben anzueifern und zu ermuntern. Dann werden auch wir mit Freuden uufere Krüge von beiden reinen und klaren Duellen gemeinschaftlich füllen, und unsere geistige Nahrung, sowohl daraus schöpfen, wie ihnen auch eine solche von den Erstlingen unseres Könnens und Wissens reichen. Bielleicht wird es uns, durch vereintes Wirken dann gelingen, die beiden vorläufig getheilten Vereine zusammen zu verbinden und ineinander stießen zu lassen, damit ׳ uns nur ein starkes und unzertrennbares Band umschließt und wir nur einen Bund von Brüdern in der ganzen Diaspora bilden. Dann erst wird sich bewahrheiten das Motto, welches Sie hochzuvsrehrender Herr Redakteur, an die Spitze Ihres geschätzten Blattes gestellt haben: .גורלך הפיל בתוכנו הבורה אהת (וכיס אהה) לכלנו Empfangen Sie gütigft, sehr geehrter Herr Redakteur, meine innigste Gratulation und besten Glückwünsche zu Ihrem segensreichen Unternehmen und die Versicherung meiner Hochschätzung und tiefsten Ergebenheit, womit ich die Ehre habe zu zeichnen I. L a ch m a n n. Hürben, (Bayern), den 5. Jänner 1882׳. Prag, 9. Jänner 1882. Geehrter Herr Redakteur! Freudig überrascht durch die Einsendung Ihres geschätzten und längst erwünschten Blattes, so auch durch Ihre werthe Zuschrift, beeile ich mich Ihnen sofort mitzutheilen, daß ich gerne bereit bin, sowohl in meinem, als auch im Interesse aller meiner Collegen, zur wechselseitigen Verständigung mein Scherflein beizutragen. Ich halte mir den Kcaftwahlspruch ״Mit vereinten Kräften" vor Augen und rufe ihn allen meinen sinnesgleichen Collegen zu. Hochachtungsvoll Salomon Moor, Ober-Cantor, Neu-Tempel. Budapest, 10. Jänner 1882. Sehr geehrter Herr Redakteur! Ich bin in den Besitz der beiden Nummern der Cantorenzeitung gelangt und freue mich herzlich ft aus den vslen Correspondenzen Lie rege Theilnahme von Seiten unserer

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