Die Welt
- Journal
- Die Welt
- Volume
- 12 (1908)
- Issue
- 42 (23.10.1908)
- Date
- 1908-10-23
- Page
- – (sequence 9)
- Language
- German
- Belongs to
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'?^e^*^^».^£^^y^^ ^»c^vSv* \ No. 42 ......' DI EHIELT . ~ AUS DER BEWEGUNG Einnahmen RECHNUNG SA BS CHLU S'S *) 'der zionistischen Ortsgruppe Königsberg i. Pr. vom i. Oktober 1907 bis 30. September 1908 Ausgaben An, Kassabestand per 30. Sept 1908 . . . „" Makkabäerfest-Cto.......... „ Zinsen-Cto.............. „■■ Bei*rags-Cto..... . Purimfest-Cto............ „ Nationalfondsmarken-Cto. verkauft . . „ Nätionalfondsspenden - Cto. gesammelt Vom Makkabäerfest....... „ Jüdische Ruridschau-Cto....... „ Welt-Cto.............. „ Broschüren-Cto........... „ Landesorganisations-Cto....... '„ Schekel-Conto........... „ Parteifonds-Cto. gesammelt..... Vom Makkabäerfest......, . „ P. -L. D. C............ , M Bezalel.............. <M | $> 1675 I 205 | Jt i 191 20 304 95 7 77 728 75 282 50 44 30 1880 171 80 70 237 50 445 30 35 70 251 — 1141 70 533 — 10 — Per Annoncen-Cto........ „ Inkasso-Cto......... „ Landesorganisations-Cto. . . . „ Porto-Cto.......... „ Unkosten-Cto. ....... „ Agitations-Cto........ „ Bibliotheks-Cto........ „ Bezalel . .......... „ Nationalfondsmarken gekauft . „ Nationalfondsspenden abgeführt „ Jüdische Rundschau-Cto. . . . „ Obertragung-Brosch.-Cto. . - „ Welt-Cto........... „ Dbertr. Brosch. ....... „ Schekel-Cto........ . „ Parteifonds-Cto......... „ Broschüren-Cto....... „ Purimfest-Cto......... „ P. L. D. C......... „ Kassabestand........ 210 26 . 171 237 254 1117 350 236 636 143 6266 BILANZKONTO An Kassa Bestand per 30. Sept 1908 „ Broschüren-Cto......... „ P. L. D. C........... Per Parteifonds-Cto. . - „ Schekel-Cto...... „ Nationalfondsmarken ■ . Kapitalkonto . . . Am Donnerstag den 15. Oktober 1908 haben die Kasse revidiert und mit den Belegen und Büchern übereinstimmend befunden Königsberger Zionistische Vereinigung Der Vorstand I. A.: M. Sambursky. *) Wenn wir ausnahmsweise diesen Rechnungsabschluß veröffentlichen, so geschieht es, um einmal an einem Beispiel zu beweisen, was bei energischer Arbeit in einer Ortsgruppe erreicht werden kann. Es kann gar keinem Zweifel unterliegen, daß bei geeigneter Organisation und hinreichender Tätigkeit jede Ortsgruppe in der ganzen Welt entsprechende Leistungen aufweisen könnte. (Die Red.) Osterreich Königinhof a. E.: Sonntag den 11. d. M. fand hier eine vom Vorstand der israelitischen Kultusgemeinde im Verein mit dem zionistischen Rayonkomitee für Ostböhmen einberufene Versammlung statt, in der Herr Dr. Emil Marguli es aus Trautenau über das Programm des Zionismus referierte. — Wir haben wohl nicht oft Gelegenheit zu der freudigen Konstatierung, daß in der Führung einer Kultusgemeinde ein so warmes und weitherziges Verständnis für die großen Probleme des Judentums besteht, daß sie selbst die Initiative ergreift, ihre Mitglieder zur Besprechung der das Judentum bewegenden Fragen zu rufen. — Die Versammlung tagte in der Synagoge, in richtiger Würdigung des Wesens derselben als dem eigentlichen Versammlungsort der Juden zur Besprechung jüdischer Fragen und Angelegenheiten. — Den großen Eindruck, den der Vortrag auf die Zuhörer ausübte, zu vertiefen, hatten der Referent, Herr Ing. Mandl, Königinhof, und Herr Dr. Hugo Rappaport,. der Obmann des jungen Trautenauer Vereins, im Laufe der Diskussion wiederholt Gelegenheit. — Letzterer besprach den Zionismus von dem Gesichtspunkt der ethischen und der Gefühlswerte," die er uns Westlern gibt; und was seine in der Gedankenführung energischen und in der Form durch Eleganz ausgezeichneten Ausführungen besonders wirkungsvoll machte, war der Eindruck, der aus ihnen sprach, daß ihm in reifen Jahren der Zionismus zueinem Erlebnis geworden. — Es zeigte sich wieder einmal, wie die treue Anhänglichkeit und innige Liebe zu ihrem Volkstum in unsern Juden unsterblich fortlebt und daß es nur eines Anstoßes bedarf, um sie laut zu äußern, und der Gelegenheit, sie in richtiger Weise zu betätigen. — Dies war der Fall, als spontan aus den Reihen der Zuhörer vom Herrn Direktor Hermann Nettel, am Ende seiner schönen, aus der Tiefe eines echten und warmen jüdischen Gefühls geschöpften Rede der Antrag gestellt wurde, sofort einen zionistischen Verein zu gründen, wobei der Antragsteller sich gleich als Mitglied anmeldete; dies zeigte sich, als Herr Gustav Deutsch, der als Vorsteher der Kultusgemeinde den Vorsitz führte, mit Dank an die Redner erklärte, er wolle seine Kräfte in den Dienst der großen Sache stellen, und unter freudigen Zurufen bat, seinen und den Namen seiner Frau als erste auf die Liste der Mitglieder setzen zu dürfen, und das bewies die Begeisterung und die Freudigkeit, mit der die weitaus meisten Besucher ■ ihren Eintritt in die Organisation erklärten. — So werden wir denn bald einen schönen und arbeitsamen Verein haben, für die Trautenauer Gesinnungsgenossen der schönste Dank. , Prag. Am 17. d. M. fand die Generalversammlung des Vereins jüdischer Hochschüler „Bar-Kochba" in Prag für das . 32. Semester statt. Der Bericht des abtretenden Vorstandes konstatierte einen besonders erfreulichen Aufschwung in der äußern Arbeit; ihr ist es auch zu verdanken, daß die langen Bemühungen, in Prag eine „Lese- und Redehalle jüdischer Hochschüler" zu begründen, Dank der tatkräftigen Mitarbeit der andern jüd.-nat Korporationen und der Nichtkorporierten von Erfolg gekrönt wurden.