Die Welt
- Journal
- Die Welt
- Volume
- 12 (1908)
- Issue
- 37 (18.9.1908)
- Date
- 1908-09-18
- Page
- – (sequence 18)
- Language
- German
- Belongs to
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DIE^ELT No, 37 JUeDlSCHCR nATiOnAL-FOllDSl MITTEILUNGEN DES HAUPTBUREAUS DES JUDISCHEN NATIONALFONDS IN KÖLN Gemäß unserer wiederholten Ankündigung eröffnen wir in der nächsten Nummer der „Welt" an dieser Stelle eine Rubrik für Gratulationsablösungen zum Neujahrsfeste. Dieselbe steht allen Gesinnungsgenossen offen, welche zu diesem Zwecke mindestens 1 J(> für den Jüdischen Nationalfonds spenden. Diese Neujahrsrubrik wird in der Weise eingerichtet sein, daß auf einen allgemeinen, von der Redaktion festgesetzten Glückwunschtext bloß Name und . Adresse der Gratulanten folgen. Wir bitten unsere Freunde, sich für die Gratulationsablösung bis spätestens Dienstag den 22. d. M. unter Einsendung der Spende an das Hauptbureau des Jüdischen Nationalfonds (Adresse: z. H. des Herrn Rechtsanwalts Dr. .M. J. Bodenheimer, Köln, Karolingerring 6) vormerken zu lassen. Das Zentralbureau der Zionistischen Vereinigung für Deutschand versendet folgendes Zirkular: Berlin-Charlottenburg II, Bleibtreustraße 49, den 8. September 1908. Sehr geehrter Herr! Mehrere Ortsgruppen, z. B. Hamburg-Altona und Breslau, haben im vergangenen Jahre mit gutem Erfolge Aufforderungen zur Ablösung von Neujahrsglückwünschen zugunsten des Jüdischen Nationalfonds an die jüdischen Gemeindemitglieder ihrer Stadt versandt. Wir übersenden Ihnen in der Anlage eine Kopie des Zirkulars, das von der Ortsgruppe Hamburg verschickt wurde, und bitten Sie, umgehend ein den Verhältnissen an Ihrem Ort entsprechend abgefaßtes Rundschreiben drucken zu lassen. Die geeigneten Adressen für die Verschickung zu beschaffen, dürfte Ihnen nicht schwer fallen. Jedem Zirkular muß eine mit der Adresse Ihres Kassierers bedruckte Postanweisung beigelegt werden. Es empfiehlt sich ferne auf der Rückseite oder Innenseite des Zirkulars, das Sie am besten als Oktavbriefbogen herstellen lassen, Bekanntmachungen der örtlichen Sammelstellen, Vereinslokale, ferner Aufforderungen zum Abonnement der „Jüdischen Rundschau", zum Sammeln für den Jüdischen Nationalfonds usw. anzubringen. Die Liste der bei Ihnen eingegangenen Spenden wollen Sie alsdann baldmöglichst an Herrn Max Wollsteiner, Charlottenburg, Sybelstraße 50, einsenden. Desgleichen die gesammelten Beträge, von denen Sie Ihre unmittelbaren Unkosten in Abzug bringen dürfen. Wir bitten um postwendende Mitteilung, ob Sie dieser Anregung Folge leisten werden, und ev. um Einsendung von ca. 5 der von Ihnen verschickten Zirkulare. Mit Zionsgnlß! Zionistische Vereinigung für Deutschland, Zentralbureau gez. Hantke. Rundschreiben der Zionistischen Ortsgruppe Hamburg- Altona. Haniburg, September 1908. Gesinnungsgenossen'.. Beim Herannahen des Rosch-Haschonoh-Festes treten wir, wie alljährlich, an unsere Freunde mit der herzlichen Bitte heran, die Neujahrsglückwünsche durch eine Spende für deu Jüdischen Nationalfonds abzulösen. Mehr als je ist der gegenwärtige Augenblick, da die Türkei ein Verfassungsstaat geworden ist, dazu angetan, in allen Kreisen der Judenheit die zionistische Erkenntnis zu fördern, daß Palästina im Beginn einer großen wirtschaftlichen Entwicklung steht Unsere Hauptaufgabe ist es nun, die jüdische Position im Lande mit allen Kräften zu stärken. Vorbedingung dazu ist der Landerwerb, der 1 nunmehr ungehindert erfolgen wird. Diesem wichtigsten aller Zwecke dient der Jüdische Nationalfonds, der bekanntlich dafür bestimmt ist, palästinensischen Boden als Gesamt eigen tum des jüdischen Volkes zu erwerben und auf ewige Zeiten zu erhalten. Wir geben uns der Hoffnung hin, daß diesmal anläßlich dies Rosch-Haschonoh-Festes jeder Jude den Nationalfonds reichlich bedenken wird. Wir bitten um baldigen Eingang der Spenden, damit noch vor den Feiertagen der Ausweis im „Hamb. Israel. Familienblatt" und in der „Jüdischen Rundschau" erfolgen kann. Anbei ein Anhängebogen, den Sie gefl. ausgefüllt anunseren Schatzmeister Herrn Saml. Cohen, Colonnaden 46 (Bankkonto: . Norddeutsche Bank), einsenden wollen. Mit Zionsgruß! Der Vorstand. Bericht des Hauptbureaus des Jüdischen Nationalfonds über seine Tätigkeit in der Zeit vom Mai 1907 bis August 1908 (Schluß)*) 3. Von der Nationalfondsmarke war im Gegensatze zu den andern Sammelmitteln bei der Übernahme ein überreicher Vorrat vorhanden, aber es zeigte sich bald, daß der Verkauf der Marken in erschreckender Weise zurückgegangen war und noch immer mehr zurückging. Die Gründe dieses Rückganges lagen zum großen Teil darin, daß der Reiz der Neuheit verschwunden war. Auch der Umstand, daß ihre Gummierung und Perforierung zu wünschen übrig ließen, wirkte ungünstig auf den Absatz der Marken. Ein weiterer Obelstand war der, daß die Marken in verschiedenen Ländern zu verschiedenen Preisen verkauft wurden und infolgedessen Verschiebungen zum Schaden des Nationalfonds vorgekommen sind. Wir sind daher dem Plane der Schaffung von neuen Naüonalfondsmarken näher getreten und haben uns von verschiedenen Künstlern Entwürfe machen lassen. Die neuen Marken sollen womöglich in einer kleinen Auflage gedruckt werden, so daß sie spätestens in , *) S. Nr. 33 und 34 der >Welt..