Die Welt
- Journal
- Die Welt
- Volume
- 12 (1908)
- Issue
- 34 (28.8.1908)
- Date
- 1908-08-28
- Page
- – (sequence 15)
- Language
- German
- Belongs to
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i für Belgien: „Hatikwah", *'. „ Schweiz: „Israelitisches Wochenblatt für die Schweiz" '. „ Ungarn: „Allgemeine Jüdische Rundschau", : „ Ostasien: „Israel's Messenger". f- Größere Sammelbezirke, welche noch kein eigenes Ausweisgan haben, sind Kanada, Südafrika, Frankreich, Italien; Amerika t vorläufig die Monatsschrift „Maccabaean". Eine Monatsschrift jedoch für die Vereinigten Staaten ungenügend, und die Sammelglle ist mit uns einig, daß eine mindestens wöchentlich erscheinende eitung von größerer Auflage zur Aufnahme der offiziellen Nationalindsausweise gewonnen werden müßte. Sie hat jedoch bis jetzt ich keine Gelegenheit gefunden, diesbezüglich einen günstigen ertrag mit einem allgemein verbreiteten Blatt abzuschließen, r Ebenso erscheint uns für England der „Jewish Express" als leiniges Ausweisorgan ungenügend. Wir haben uns mit der Irma Greenberg & Co., London, in Verbindung gesetzt, und ieselbe hat sich bereit erklärt, uns den jeweils nötigen Raum im ewish Chronicle" g'gen eine Vergütung von 6 £ pro Seite w. pro rata, zu überlassen. Ein Vertrag ist jedoch noch nicht [stände gekommen, da .die Mitglieder der englischen Nationalfondsraimission zum Teil der Ansicht sind, daß die Kosten einer solchen »röffentlichung ihrem praktischen Nutzen nicht entsprechen würde. Der Vorteil der neuen Ausweisorganisation liegt auf der Hand. x Ausweis kann ohne Verzögerung bereits eine Woche nach Spendeneinsendung erfolgen. Die Gesinnungsgenossen in lerika und Südafrika brauchen nicht zu warten, bis ihr Geld ih Europa gelangt und von dort das Ausweisorgan in Amerika gekommen ist. Der zweite große Vorteil liegt darin, daß die sweise immer in der Landessprache veröffentlicht werden. Das :htigste ist aber, daß die meisten der Ausweisorgane in weiten sisen gelesen werden und somit der Ausweis der Nationalfondssnden als gute Propaganda wirkt und geeignet ist, auch manche [htzionisren zu Spenden zu veranlassen. jZu gleicher Zeit mit dieser Neugestaltung des Ausweises haben feinen Mißstand beseitigt, der leider bedauerliche Folgen gezeitigt Ettämlich das Sammeln von Spenden durch die Zeitungen selbst Ewir durch dieses Sammeln nicht unerhebliche Summen verloren Ep, die von den Zeitungen für allgemein zionistische Zwecke. Brandt worden sind, haben wir es einfach* den Zeitungen untersagt, Eiden anzunehmen. Wir haben überall bekannt machen lassen, ^j^eitungen nicht befugt sind, über Spenden des Nationalfonds |EVir haben ferner die Sammelstellen veranlaßt, die bei ihnen ^fehenden Spenden allwöchentlich nach London abzuführen, und Hlygrößere Teil der Sammelstellen ist nun in der Lage, dieser Ordnung E°lge zu leisten. Die regelmäßige Abführung der H|er ermöglicht es uns, den Gesamtausweis in der „Welt" schon Bloche nach dem detaillierten Ausweis zu bringen und bietet Huerner die Garantie dafür, daß nie größere Summen, welche Hartum des Jüdischen Nationalfonds sind, sich in fremdem Besitz ^E?m den Sammelstellen die Arbeit zu erleichtern, haben wir ^■pdere Ausweisformulare drucken lassen, auf denen sie uns ^M$Voche melden, welchen Betrag sie aus jeder Spendengattung ^BiF Nationalfonds empfangen haben, in welcher Nummer ihrer ^HhT diese Spenden ausgewiesen sind und an welchem Tage ^Rjsamtsumme an die Bank abgeführt worden ist Diese so ^■Kütten Formulare dienen uns als Grundlage für unsern Ausweis, ^^fe manchen Ländern bestanden innerhalb der zionistischen ^^ßsation Zerwürfnisse, und diese drohten auch dem Nationalfonds ^He?.- zu bringen. Wir haben daher, soweit es uns möglich war, ^Hf|. JLändern veranlaßt, daß in denselben eine besondere ^^Epion erwählt wurde, welche die Angelegenheiten des ^^Etfönds zu besorgen und mit den in den Städten ihres ^^B|/gewählten Nationalfondskommissären zu verkehren hat Der Nationalfonds soll Von allen politischen Streitigkeiten unberührt bleiben, er soll auf einer möglichst breiten Basis stehen und in der Lage sein, auch über die Grenzen der zionistischen Partei hinaus Freunde und Förderer zu gewinnen. Dank unsern Bemühungen ist es gelungen, neue Sammelstellen zu schaffen, so die Sammelstelle für Kroätien-Slavonien-Bosnien, die ungarische Sammelstelle und die beiden ägyptischen Sammelstellen in Alexandrien und Kairo. Auch die endgültige Errichtung einer Sammelstelle in Argentinien steht demnächst _ bevor. In Rußland, wo die obenbezeichneten, aus der Vermengung der Nationalfondsorganisation mit der zionistischen Organisation entstehenden Mängel sich ganz besonders, stark geltend gemacht hatten, wurde eine neue Sammelstelle des Jüdischen Nationalfonds geschaffen, welche 'ihren Sitz nicht mehr in Wilna, sondern in Moskau hat und die Leitung und Einrichtung dieser Sammelstelle wurde im Januar ds. J. Herrn Dr. E. W. Tschlenow übertragen. Diese neue Sammelstelle nahm bald ihre Arbeit auf und sie hat es durch ihre rührige Tätigkeit verstanden, die Organisation des Nationalfonds in Rußland zu stärken und auszubreiten. Das Steigen der russischen Spendeneingänge ist der beste Beweis für ihren Erfolg. Das ganze Gebiet von Rußland ist jedoch für die Arbeitskraft einer einzigen Sammelstelle zu groß und zu ausgedehnt auch bestehen in Rußland Sprachverschiedenheiten, und es wird daher nach unserer Anregung das nächste Bestreben der russischen Sammelstelle sein, in verschiedenen Bezirken Bezirkssammelstellen einzurichten, welche die Propaganda in ihrem Bezirk betreiben und welche das von ihnen gesammelte Geld an die Hauptsammelstelle abzuführen haben. In Österreich hat sich bereits vor langer Zeit dasselbe Bedürfnis geltend gemacht, und es sind daher Distriktssammelstellen in Czernowitz für die Bukowina, in Lemberg, Stanislau, Tamopol, Krakau für die Distrikte Ost-, Süd-, Westgalizien und Podolien eingerichtet worden. Dem Wunsche einiger galizischen Gesinnungsgenossen, eine selbständige Landessammelstelle für Galizien zu schaffen, hielten wir nicht für geraten nachzukommen, da eine zu weitgehende Zersplitterung die Bureaukosten und die sonstigen Spesen für den Nationalfonds unverhältnismäßig erhöhen würde. Um die entstandenen Gegensätze zwischen Wien und Lemberg auszugleichen, begaben sich Herr Dr. Bodenheimer und der Sekretär des Hauptbureaus nach Lemberg. Es wurden bei dieser Gelegenheit die verschiedenen Differenzen geschlichtet neue Mitarbeiter gewonnen, und, um dem Wunsche der galizischen Gesinnungsgenossen entgegenzukommen, mit dem polnischen „Wschod* und dem jüdischen „Lemberger Tagblatt" ein Vertrag abgeschlossen, wonach sich diese beiden Blätter verpflichteten, sämtliche aus Galizien bei der Wiener Landessammelstelle eingehenden Spenden in ihren Spalten zu veröffentlichen. Die Organisation des Nationalfonds in England ist dagegen bedauerlicherweise noch immer ungenügend. Die dort innerhalb der zionistischen Organisation bestehenden Streitigkeiten wirken auf die Arbeit für den Nationalfonds geradezu lähmend, umsomehr, als die Federation, ohne die Kraft zu besitzen, selbst die nötige Organisation- und Propagandaarbeit zu bewältigen, sich dagegen sträfabt, die Erfüllung dieser Aufgabe andern zu überlassen. Gelegentlich der Anwesenheit des Sekretärs des Hauptbureaus in London wurde zwar eine neue Nationalfondskommission für England geschaffen, die zur Hälfte aus Mitgliedern der Federation und zur Hälfte aus Vertretern der Zionisten des East End besteht Aber leider ist die Arbeit dieser Kommission noch immer nicht zufriedenstellend. Einerseits sind Differenzen innerhalb derselben entstanden und anderseits läßt ihr die Federation keinen Spielraum für eigene Initiative. -Mit Rücksicht darauf, daß der englischen Sammelstelle die große Aufgabe zufällt für die Propaganda und Agitation des Nationalfonds in dem weiten Bezirk der englisch sprechenden Länder zu sorgen, wird wohl nichts anders übrig