Die Welt
- Journal
- Die Welt
- Volume
- 12 (1908)
- Issue
- 33 (21.8.1908)
- Date
- 1908-08-21
- Page
- – (sequence 11)
- Language
- German
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Dem Bezalel wurde durch Vereinbarung eines O rg a n i s a ti on s Statuts mit Herrn Professor Schatz eine feste Organisationsgrundlage gegeben, deren er bisher ermangelte. Die Tätigkeit der Schule wird vom Palästinaamt beaufsichtigt und in regelmäßigen Berichten dem Vorstand des Vereins Bezalel in- Berlin geschildert. Ölbaumspende Für die ölbaumspende überwacht das Palästinaamt die in Lydda angelegte Baumschule und die Öibaumpflanzungen in Chedera. - Verschiedene Arbeiten Das Palästinaamt veranlaßte Versuche mit neuen Pflanzungskulturen und war im allgemeinen durch Erteilung von Rat und Auskunft Einwanderungslustigen behilflich; auch fungierte es mehrere Male als Schiedsgericht Palästina-Ressort JC i> c<£ l Palästinaressort .... ............ 7 281 89 4884 96 7 398 49 8 496 16 Bibliothekkonto................. 779 14 520 12 14 680 38 14680 38 Gewinn- und Verlustkonto Obertrag, Konten................ darunter Expeditionskonto mit . Jt^ 2 009.20 und Ferienkurskonto „ - „ 273.25 Bureau..................... Zeitschrift Altneuland und Palästina........ Bibliothek................... Publikationen ................... darunter» Palästina in Wort und Bild" •in Vorbereitung mit.......402.— JC 2 434 4884 2 383 179 596 Rimessen des Aktionskomitees ä Conto der 25°/o des Schekels.................. Andere Spenden und Sammlungen........ darunter Sammlung des Zentralbureaus in Wilna.....Jt \ 722.— . Spende der Frau Elisabeth Perutz, Teplitz..........„ 425.— Sammlung des Herrn Dr. E. W. Tschlenow, Moskau; . . . „ 300.— Sammlung des Petersburger Zionistenvereins...... „ 324.— Zeitschrift Altneuland und Palästina......... Publikationen.................. Gewinn- und Verlustkonto............ Professor Warburg: Sie sehen meine Herren, die Aufgaben die wir uns gestellt haben, die Forderungen, die der Erfüllung harren, sind groß. So groß, daß wir sie nur dann ausführen können, wenn wir einen Extrafonds für Kulturarbeiten in Palästina schaffen. Dieser Palästinafonds muß ganz' besonders eingerichtet werden. Alle Bureaukosten, die bei unsern Arbeiten entstehen, müssen vom Schekel und anderen Institutionen getragen werden, und die Eingänge für den Palästinakulturfonds sollen nur für Kulturarbeiten verwendet werden.. Wir schlagen vor, daß der Fonds erst dann angegriffen werden darf, wenn er eine bestimmte Höhe hat uud zwar denken wir, an 100 000 Jt. Herr Dr. Lewin hat die ersten 500 Jl gezeichnet, als zweiter habe ich mich mit 2000 JC angeschlossen, dann Herr Dr. Hey mann mit 500 .JC. Es ist unsere Pflicht z. B. dem Gymnasium in Jaffa jährlich einen Beitrag -zu spenden, ebenso der Bibliothek. Wenn wir sehen, was der Hilfsverein mit einer Summe, die schließlich gar nicht so groß ist, geleistet hat, so glaube ich, das könnten wir auch alles erlangen. Man wird sagen, daß der Nationalfonds' unter der Sammlung für den Kulturfonds leiden könnte. Für den Kulturfonds giebt es aber ganz andere Zuflüsse als für den Nationalfonds. Der Antrag, den wir stellen, ist, daß wir heute offiziell einen Palästina-" kulturfonds bilden. Feiwel: Ich werde mich beschränken und nur bei einem Punkte verweilen. Ich freue mich -außerordentlich über die Anregung von Prof. Warburg. Herr Prof. Warburg hat mit Recht bemerkt, daß ein'Palästinakulturfonds auch in den Kreisen der Nichtzionisten jedenfalls einem höheren Interesse begegnen wird, als unsere anderen zionistischen Dinge, und darum wird bei diesem Palästinakulturfonds nicht der Grund gelegt zu einem Versuch, der., in ein Nichts verlaufen wird, sondern ich bin überzeugt, daß die Summe wirklich hereingebracht werden wird. Ich glaube auch, daß sich für die Agitation geeignete Leute finden lassen, die dann Prof. Warburg zur Seite stehen werden. Ich möchte Sie bitten, diesen Saal nicht zu verlassen, -ehe sie nicht, jeder nach seinen Kräften für diesen Palästinakulturfonds beigetragen haben. Scheinkin: Nach dem Referat des Herrn Prof. Warburg über den Kulturfonds bleibt nichts anderes übrig als zu unterschreiben. Ich wünschte wir hätten viele solche Warburgs mit immer neuen fruchtbaren Ideen. Wenn ich auch nicht selbst geben kann, so verspreche ich doch, soviel als möglich zu sammeln. •Dr. Lewin: In Palästina werden die Kulturarbeiten auch eine große politische Bedeutung haben. Es ist wahr, daß wir auf jedem Gebiete mehr arbeiten als alle andern; auf kulturellem Gebiete werden wir jedoch als eine Organisation zweiten Ranges betrachtet Durch die Kulturarbeit werden wir auch Beziehungen zu anderen Organisationen anknüpfen können. Moser: Ich bedauere, daß ich, obgleich ich mit dem Gedanken sympathisiere, mit der überstürzten Schaffung eines neuen Fonds mich nicht einverstanden erklären kann. Ich wundere mich, daß Dr. Lewin die Behauptung aufstellt die Zionisten hätten kein Ansehen wegen ihrer mangelhaften Tätigkeit auf kulturellem Gebiete. Ich glaube, daß wir zunächst doch den Bezalel zu sichern haben, ehe wir an andere kulturelle Aufgaben herantreten. Wenn ich die