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Die Welt · 1908-08-21 · 33 (21.8.1908) · page 4

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Die Welt
Volume
12 (1908)
Issue
33 (21.8.1908)
Date
1908-08-21
Page
– (sequence 4)
Language
German
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■ No; 33; auÄÄ cteH«n vrv«, M,t;^l«r j ~,.s, de Wlf de einzelnen Sammel- 2?SacKezmü£r£ -<wanrt habensind "ach Prüfung wenSefalf ei£eJfpgelangt, daß die Safhmelstellen mit denn wirkönnen 'ötra2e von 10 "/o nicht auskommen können; Kraft dem Na? nicht verlangen,, daß die Personen, die ihre ganze mäßige Gel'' -onalfonds zur Verfügung stellen, auch noch überleisten v* J°Pfer z"1" Deckung der Kosten der Sammelstellen satz w'r müssen also ein für alle Mal mit diesem Durchschnitts- jn 10 °,o rechnen. > Ich wünsche, daß Sie sich über die einzelnen Punkte genau orientieren, damit auch Sie sich überzeugen, weshalb es unmöglich erscheint, eine erhebliche Reduktion der Kosten vorläufig eintreten zu lassen. Immerhin hoffe ich, daß die Kosten mit dem Wachstum des Nationalfonds sich prozentual verringern. Ich bitte Sie jetzt, alle Fragen stellen zu wollen, die zur Aufklärung dieses Punktes' dienen können. Ich möchte noch hinzufügen, daß ich es im Einverständnis mit den entsprechenden Beschlüssen der Jahreskonferenz für wünschenswert halte, wenn auch diejenigen Teilnehmer der Jahreskonferenz, die nicht Mitglieder des Nationalfonds sind, an der Beratung über diese Fragen teilnehmen. Mir scheint dies um so mehr geboten, als sich bei der Jahreskonferenz später keine Gelegenheit mehr bieten dürfte, Angelegenheiten des Nationalfonds zu besprechen. Ich lade deshalb alle diese Herren ein, als Gäste mit beratender Stimme an der Generalversammlung teilzunehmen. Mittagpause Nachmittagssitzung. Dr. Bodenheimer eröffnete die Versammlung um 2 V* Uhr. Jos. Cowen (Gast): Ich möchte wissen, wer den Wert der Nationalfonds-Ländereien geschätzt hat und wieviel abgeschrieben wurde. Ferner finde ich, daß die Verwaltungskosten zu hoch sind. Überdies scheine der Gesamtbetrag der Zinsen unverhältnismäßig gering zu sein, er bittet daher um Aufklärung. Dr. Bodenheimer: Wir haben Gutachten von verschiedenen Seiten über den wirklichen Landwert eingeholt und .bei Aufstellung der Bilanz haben wir ein bestimmtes Interesse gehabt, den Landbesitz nicht zu hoch einzuschätzen. Das entspricht auch dem Grundsatze, bei der Eröffnung den niedrigsten Schätzwert anzugeben. Bemerken will ich, daß die Ländereien zum größten Teile von uns nicht erworben, sondern von der früheren Verwaltung übernommen wurden. Der Besitz an Effekten besteht zum großen Teil in 2Vs°/o englischen Konsols, 3V2 ° 0 niederländischen Staatspapieren und in Depots beim J. C.T1 und der A. P. C. Durch das Entgegenkommen dieser Institutionen bekommen wir 4°,o vergütet unter der Bedingung, daß wir die Depots bei halbjähriger. Kündigungsfrist überlassen. - Direktor Hirsch: Die englischen Konsuls sind nur mit halbjährigen Zinsen in die Bilanz eingestellt, daher erklären sich die niedrigen Ziffern. Wolffsohn: In der vorigen Bilanz des Nationalfonds waren die Grundstücke nach einer niedrigen Schätzung des Herrn Beermann eingestellt, wodurch speziell für Beth Arif falsche Schlußfolgerungen entstehen konnten. Herr Beermann hat aber inzwischen diese Sache aufgeklärt. Moser wünscht das Verhältnis der jetzigen Verwaltungskosten gegenüber denen, der früheren Verwaltung festzustellen. Dr. Bodenheimer: Unter den Kosten, die in dieser Bilanz zum Ausdruck kommen, befindet sich ein großer Teil, der auf Rechnung der früheren Verwaltung zu setzen ist. Wir haben Materialien der früheren Verwaltung, z. B. Büchsen, von Köln aus begleichen müssen. Aus diesem Grunde kann kein genaues Bild über die bisherige Gestaltung der Verhältnisse aus der Bilanz hervorgehen, Wir müssen erst ein volles Jahr hinter uns haben, bevor wir uns ein Urteil über die Höhe der Spesen bilden können. B. Goldberg (als Gast): Wirhäben nur für die Häuserbau-Gesellschaft in ' Jaffa 300 000 Frcs. zum Zwecke der Schaffung eines jüdischen Viertels gegeben, nicht aber für andere Städte. Warum wurde für Haifa Kredit bewilligt? Bodenheimer: Wir haben auf Grund der Anträge, die uns von dem Direktor der A. P. C. gemacht wurden uns entschlössen, der damaligen Generalversammlung die Bewilligung des Kredites vorzuschlagen. Da ein Palästinaamt noch nicht existierte, konnten „ wir die Angaben des Direktoriums der A. P. C. nicht nachprüfen. Nachdem nun von der Generalversammlung im Prinzip beschlossen worden war, den Kredit zu bewilligen, erklärte die A. P. C, daß wir sie mißverstanden hätten. Da diese Frage für Jaffa noch nicht spruchreif sei und inzwischen in Haifa sich die Möglichkeit biete, Kredite zu gewähren, wünsche sie einen Kredit für Häuser in Haifa, worüber die Entscheidung des Direktoriums sofort'erfolgen müsse, da die Frage für Haifa eine brennende sei. Die Generalversammlung konnte zu diesem Zehpunkte nicht einberufen werden und das Direktorium mußte diesem Verlangen in dem Sinne des- Beschlusses Rechnung tragen.. Ich mache darauf aufmerksam, daß der Kredit vom Nationalfonds nicht der Häuserbau-Genossenschaft1 sondern der A. P. C. gewährt wurde, so daß die Frage, wofür der;. Kredit verwendet werden sollte, eine solche zweiter Ordnung war. Die A. P. C. hat uns überdies zugesichert, die Gelder durch'Ausgabe - von Obligationen rasch zurückerstatten zu können. Es liegt,, das gebe ich zu, eine kleine Überschreitung des Auftrages vor. Nachdem wir aber nur selten zusammenkommen können, so war das Direktorium nach den Statuten berechtigt, selbständig vorzugehen. Sollte sich ergeben, daß der Versuch in Haifa mißglückt, so werden wir in der Lage sein, bezüglich der Verwendung des übrigen Kapitalkredites entsprechend vorzugehen. ■ ■ Podlischewsky (als Gast): Die Überschreitung des Auftrages ist keine kleine, sondern ein direkter Bruch des Auftrages. Ich beantrage, der N. F. mögediesen^ertrag mit der A. P. C. annulieren, denn es ist eine prinzipielle Überschreitung: Ich bitte zu protokollieren, daß eine Überschreitung der Befugnisse des Direktoriums stattgefunden hat Dr. Hantke: Ich muß mit Nachdruck darauf hinweisen, daß der Bericht des Hauptbureaus in keinem Punkte einen Bericht des" Direktoriums darstellt daß das Direktorium nicht früher als Sie diesen Bericht gesehen hat, und dafür in keiner Hinsicht verantwortlich ist Das Direktorium ist aber mit dem Berichte durchaus nicht" einverstanden. Der Bericht ist nichts anders als die Privatmeinung des Vorsitzenden des Direktoriums, die in Druck gelegt worden ist Anderseits möchte ich betonen, daß es nicht angeht, die Kosten dieses Jahres mit denen des Vorjahres zu vergleichen. . Dasverflossene Jahr umfaßte nur acht Monate, außerdem sind in den Ausgaben, dieses Jahres eine Menge Ausgäben für Agitatations- und Sammelmaterial, Büchsen usw. enthalten, die keine Ausgaben, sondern werbendes Kapital darstellen. Was die_ Angelegenheit der Häuserbaugesellschaft betrifft, so sind solche Überschreitungen in Zukunft ja unmöglich, da wir jetzt durch das Palästinaamt immer genau informiert. werden. Das Direktorium hat den Begriff Achuzath Barth eben generell für Häuserbaugesellschäften aufgefaßt Ein Zurücktreten von dem mit der-A. P. C -geschlossenen Vertrage ist unmöglich. Solche Fehler lassen sich nicht vermeiden, wenn man nicht die ganze Verwaltung nach Palästina verlegen will. Dr. Bodenheimer: Ich möchte doch betonen, daß es meines. Erachtens nicht mehr nötig war, so schroff hervorzukehren, daß das Direktorium für den Bericht des Hauptbureaus keine Verantwortung übernimmt Nachdem, ich hervorgehoben habe, daß ich selbst die Verantwortung für die prinzipiellen Ausführungen des Berichtes übernehme, kann es keinen guten Eindruck machen, wenn jetzt von einem der Direktoren immer wieder scharf betont wird, daß. das Direktorium die Verantwortung dafür ablehnt. Wolffsohn: Nach der lebten Erklärung des Herrn Vorsitzenden des Direktoriums sehe ich mich doch veranlaßt, zu bemerken, »daß meiner Meinung nach gar nicht scharf genüg hervorgehoben werden kann, daß der Bericht des Häuptbureaus nicht als Bericht des Direktoriums zu betrachten ist. Das ist deshalb nötig, - weil ohne dieses niemand einen Unterschied zwischen diesen beiden Begriffen machen würde. Wenn <das Bureau des Direktoriums einen Bericht vorlegt sö muß jeder annehmen; daß es sich um. einen Bericht des Direktoriums handelt, und Dr. Bodenheimer selbst' war wohl bis heute auch dieser Ansicht Und wenn dieser Bericht prinzipielle Ausführungen ' von großer Tragweite enthält, so wird jedermann das Direktorium für diese Ausführungen verantwortlich machen. Niemand kann ohne weiteres annehmen, daß "es sich lediglich um die Privatmeinung des Herrn Vorsitzenden des Direktoriums handelt Es ist um so notwendiger, klar- und deutlich zu betonen, daß das Direktorium mit dem Bericht nichts zu tun hat,- als im. Bericht Meinungsäußerungetr enthalten sind, für die das Direktorium nicht nur die Verantwortung ablehnt, sondern die der Meinung der überwiegenden Mehrheit des Direktoriums gerade entgegengesetzt sind, und gegen die: vom- Standpunkte der Leitung der zionistischen Gesämtbewegung Verwahrung eingelegt werden muß. Aus dem -ganzen Bericht des Hauptbureaus resp. des Herrn Vorsitzenden geht nämlich die unzweideutige Tendenz hervor, den Jüdischen Nationalfonds von der, Gesamtbewegung loszulösen, ihn zu einer vom Zionismus ganz, unabhängigen Organisation zu gestalten. .Ich verweise auf folgende Stellen aus dem Bericht: „Es ist nämlich angeregt worden, die Kompetenz der Genossenschaft-des Jüdischen Natiohalfohdsbzw. ihresDiTektoriürns durch eine Bestimmung^ einzuschränken, wonach ihr nur über gewisse geringfügige Summen das Verfügungsrecht zustehen und im übrfeen jede Beschlußfassung, welche die Verwendung von höheren Beträgen betrifft, dem Kongreß vorbehalten ' bleiben soll. Schon auf der letzten Sitzung des großen A. C. ist

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