Die Welt
- Journal
- Die Welt
- Volume
- 17 (1913)
- Issue
- 52 (25.12.1913)
- Date
- 1913-12-25
- Page
- – (sequence 18)
- Language
- German
- Belongs to
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Nr. 52 1764 DIEHqEELT schaftsleben Palästinas und dessen industrielle Entwickfungsmöglichkeiten zu geben. Der überaus anregende Abend hat stark und nachhaltig gewirkt, besonders auch in den Kreisen, die unserer Bewegung sonst ziemlich teilnahmslos gegenüberstanden. geschehen muß. Es wurde auch beschlossen, mit aller Energie die Gründung des Wochenblattes in Angriff zu nehmen und alles daran zu setzen, damit so bald als möglich ein gut redigiertes Wochenblatt in ungarischer Sprache die Ideen des Zionismus propagiere. Oesterreich Wien. Die „Jüdische Zeitung" kann infolge der Lohnbewegung in dieser Woche nicht erscheinen. Auch in den vergangenen zwei Wochen konnte die „Jüdische Zeitung“ im Druck nicht erscheinen; in der vorigen Woche erschien unser Wiener Bruderblatt in einer kleinen in Maschinenschrift vervielfältigten Ausgabe. Mähr.-Ostrau. Die Jüdisch-Akademische Verbindung „lvria" (Wien) und die Jüdisch-Akademische Ferialverbindung „Hessianah" (Mähr.-Ostrau) veranstalten am 27. Dezember 1913 im großen Saale des Deutschen Hauses in Mährisch-Ostrau eine große Makkabäerfeier mit anschließendem Tanze. Die Tendenzrede hält Dr. Felix Winterstein. Radautz. Am 29. November fand die 33. ordentliche Generalversammlung des Vereins „Do rscheZion", Radautz, statt. Die Generalversammlung faßte einstimmig eine Resolution, in der sie gegen die Einführung der deutschen Unterrichtssprache im Technikum in Haifa protestierte und den Herren Dr. Tschlenow, Dr. Levin. und Achad Haam für die Haltung in dieser Frage die vollste Anerkennung aussprach. Ferner beschloß die Versammlung einstimmig, das Vereinsmitglied, Herrn Nathan Harth, Bankier, Radautz in Anbetracht seiner jüdisch-philanthropischen Tätigkeit ins „Goldene Buch" des Jüdischen Nationalfonds einzutragen. Lemberg. Zu dem Bericht über den letzten westgalizischen Distriktstag in Tarnöw („Die Welt“ Nr. 50) ist folgende Resolution nachzutragen, die auf Antrag von Dr. ing. Artur Felix (Andrychöw) angenommen wurde: „Der Distriktstag begrüßt aufs wärmste die vom Gg. Dr. Zipper beauftragte Gründung der ersten galizi sehen Achusah." Es wurden unter den Delegierten acht Anteile zu je 6000 K. gezeichnet, zahlbar innerhalb 10 Jahren in Raten von 50 K. monatlich. Itzkany. Am 30. November referierte Dr. Simon Holdengräber (Suczawa) über den XI. Kongreß. Bukowina Czernowitz. Am 29. November sprach im sozialwissenschaftlichen akademischen Verein cand. iur. Ludwig Chaies über die Kolonisation in Palästina. Czernowitz. Im zionistischen Frauenverein „Deborah“ referierte Frau cand. phil. Singer über „Moses Heß". Gurahumora. Auf Einladung der jüdisch-nationalen akademischen Ferial Verbindung „Libanon i a“ referierte hier am 30. November der Vizeobmann des Bukowinaer zionistischen Landeskomitees Dr. Mayer Ebner, Czernowitz (Delegierter XI. Kongreß), über den letzten Zionistenkongreß. Die Versammlung war sehr zahlreich besucht. Ungarn Sitzung des Landeskomitees Das neugewählte Landeskomitee der Ungarländischen Zionistischen Organisation hielt am 30. November seine erste Sitzung ab, an welcher außer den Mitgliedern des Engeren Landeskomitees sämtliche in Budapest wohnenden Mitglieder und auch einige Herren aus der Provinz teilnahmen. Die Sitzung befaßte sich vornehmlich mit den Anträgen, welche von der Landeskonferenz behufs weiterer Beratung und Durchführung dem Landeskomitee zugewiesen wurden, ln der Frage der Erhöhung der Mitgliedsbeiträge auf 12 K., in welcher Summe der Schekel, Landesparteisteuerbeitrag und der Pflichtabonnementspreis der „Zsido Szemle" enthalten wären, schlug das Engere Landeskomitee vor, daß neue Vereine oder Ortsgruppen nur auf Basis des jährlichen 12 Kronen-Mitgliedsbeitrages gegründet werden sollen, wobei jedoch auch die bloß den Schekel entrichtenden Zionisten womöglich zur Zahlung des erhöhten Beitrages verpflichtet werden sollen. Dem Anträge wurde nach eingehender Diskussion beigestimmt. In der Pressefrage lag der Antrag vor, daß die Halbmonatsschrift „Zsido Szemle" in ein Wochenblatt umgewandelt werden möge. Das Engere Landeskomitee begann bereits mit den Vorarbeiten und entwickelte in der Sitzung die weiteren Pläne. Allgemein wurde auf die große Wichtigkeit der zionistischen Presse hingewiesen und betont, daß die systematische Erziehung zum Zionismus inerster Reihe aufdemWege der Presse Ein Legat für die Zionistische Organisation Ungarns Wir berichteten in der „Welt" vom 29. August d. J. über den Tod unseres Gesinnungsgenossen Dr. Albert Siklösi, der in seinem Testament 3J 0J0 Kr. für jüdische Wohlfahrtszwecke hinterließ, hiervon 10 000 Kr. für den jüdischen Nationalfonds. Da jedoch der Verblichene in einem später aufgefundenen zweiten Testament viele seiner letztwilligen Verfügungen modifizierte, darunter auch diejenige, durch welche dem jüdischen Nationalfonds 10 000 Kr. zukommen sollten, müssen wir diese Nachricht den endgültigen Verfügungen des Erblassers gemäß berichtigen. Demnach fallen diese 10 000 Kronen der ungarländischen zionistischen Organisation zu, mit der Bedingung, daß dieses Kapital als eine „Dr. Albert Siklösi und Frau geh. Malvine Maulwurf - Siftung" verwaltet und die Zinsen für zionistische Zwecke verwendet werden müssen. Der Erblasser verfügte ferner, daß dieser Stiftung, falls einzelne im Testament angeführte Umstände eintreten, noch weitere 10 000 Kr. zufallen, so daß das Stiftungskapital eventuell 20 000 Kr. betragen dürfte. Während der Lebenszeit seiner Witwe und einiger anderer Familienmitglieder fallen aber die Zinsen der Stiftung diesen zu. Schweiz Zürich. Am Mittwoch, 17. Dezember, trat der Akademische Zionistenverein Zürich, der dieses Semester eine besonders große Mitgliederzahl besitzt, mit einem Vortrage von Herrn Dr. Dukas über „Die nationaljüdische Studentenschaft" in die Oeffentlichkeit. Die sehr zahlreich besuchte Versammlung nahm auch zum Sprachenstreit in Palästina Stellung und faßte eine Protestresolution gegen die Schulpolitik des Hilfs- Holland Amsterdam. Die Niederländische Zionistische Studenten- Organisation hielt am 6. Dezember eine interne Versammlung ab, wo Herr R. Pobat einen Vortrag hielt über „Die Kulturgeschichte der südeuropäischen Juden“. Haag. Am 22. November veranstaltete die hiesige Ortsgruppe eine Propagandaversammlung, in der Herr Wilh. L o e b und Dr. jur. J. Cohen Referate erstatteten über „Assimilation und Zionismus“ und „Der elfte Kongreß“. Haag. In einer internen Versammlung in Haag referierte Herr Dr. D. Cohen über „Der Beilis-Ih-ozeß und der Zionismus". Assen. Am Sonntag, 23. November, hielt die Ortsgruppe Assen eine öffentliche Propagandaversammlung ab, wo Herr Wilh. Loeb eine Rede hielt über das Thema „De Juden der Gegenwart". Nymegen. Am 23. November sprachen die Herren Dr. J. H. J. Vos und Dr. jur. J. Cohen über „Der Beilis- Prozeß“. Meppel. Vor der hiesigen Ortsgruppe hielt Herr Zilv e r s m i t einen Vortrag über .„Zionismus und Palästina". Noord-Brabant. Frau G. van der Hevden-Warendorff hielt einen Vortrag in einer öffentlichen Propagandaversammlung über Palästina. Twenthe. Am 23. November wurde auch in Twenthe eine öffentliche Versammlung veranstaltet, wo Herr Dr. Henri E 11 e r s h e i m sprach über die Frage „Was lehrt uns der Beilis-Prozeß". Leiden. In einer öffentlichen Versammlung sprachen Herr M. Wo 1 ff und Herr S. Lissauer über den Zionismus. Deventer. In einer festlichen Versammlung gelegentlich des 10 jährigen Bestehens der Ortsgruppe Deventer hielt der Vorsitzende des N. Z. B. Herr Nehemia de Lieme eine Propagandarede über die Aufgaben des Zionismus. Twenthe. Am 9. Dezember sprach in einer internen Versammlung Dr. S. Joosten über „Das Problem der Erziehung unserer Jugend". England Bradford. Rabbiner Dr. Strauß hielt Vorträge in den Zionistischen Vereinen in L e e d s und Manchester.