Die Welt
- Journal
- Die Welt
- Volume
- 17 (1913)
- Issue
- 52 (25.12.1913)
- Date
- 1913-12-25
- Page
- – (sequence 8)
- Language
- German
- Belongs to
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1754 DIEXggELTsi Schulfonds eingeleitet, die bereits ein stattliches Resultat ergab - nd noch fortgesetzt wird. Lodz: Wir sind erbittert wegen der Beleidigung, die unserer nationalen Sprache zugefügt worden ist. Der beinahe 300 Mitglieder umfassende Verein „Chowewe Sfas Ewer“ schickt den mutigen Verteidigern der hebräischen Sprache Dank und Gruß. Als erste Rate übersendet er hiermit 800 M. Wir setzen unsere Arbeit fort. Warschau: Freunde und Anhänger unserer nationalen Sprache protestieren mit aller Energie gegen die Gewalttat, die der hebräischen Sprache im Lande unserer Väter angetan wird. Die hiesige „Chowewe Sfas Ewer" gründen einen speziellen Schulfonds, den sie zur Verfügung des jüdischen Kulturfonds „Kedem" als Hilfe für unsere kämpfenden Lehrer in Palästina spenden. Der Kulturfonds „Kedem" hat Ihnen als erste Rate bereits 3000 Frcs. überwiesen. B j a I y s t o k: Der hiesige Verein „Chowewe Sfas Ewer" hat mit Freuden vernommen, daß unsere Brüder in Palästina mutig auf ihrem Posten ausharren. Wir senden Ihnen als erste Rate 100 Rbl. und setzen unsere Arbeit fort. D o b r o w (Gouv. Grodno): Wir, die Vertreter der jüdischen Bevölkerung unserer Stadt, versammelten uns in der Synagoge, um einen feierlichen Protest gegen das Kuratorium für technische Erziehung in Palästina einzuleiten, das so wenig unsere nationalen Gefühle beachtet. Wir schließen dieser Tage die Sammlung ab und werden dann den Betrag nach Palästina senden. D u n a j e w c i (Bessarabien): Die Verdrängung der hebräischen Sprache von unseren Schulen in Palästina hat uns schmerzlich berührt. Wir sammeln hier nach Kräften, um unseren tapferen 'Brüdern in Palästina zu Hilfe zu eilen. W 1 o c 1 a w e k: Wir vereinigen unsere Stimmen zum Protest mit aller Energie gegen die Verdrängung unserer Sprache. Unsere kleine Gemeinde sendet für den Zweck als erste Rate 25 Rbl. Glincani (Galizien): Eine große Anzahl Juden der hiesigen Bevölkerung sind auf das Bitterste erregt gegen die Beschlüsse des Kuratoriums. Ungeachtet dessen, daß viele von uns Hunger und Not leiden, geben wir mit Freude ein paar Kronen hin als Hilfe für unsere mutigen Streiter und Verfechter unseres einzigen Nationalguts. Tsch igirin (Gouv. Kiew): Empfangen Sie unsere kleine Gabe von 15 Rbl. Möge dies unseren Protest gegen die brutalen Beschlüsse des Kuratoriums und unseren Dank unseren mutigen Brüdern in Palästina ausdrücken. B a 11 a: Wir sind mit Euch im Kampfe für unsere Sprache in Palästina. Wir übersenden vorläufig einen geringen Betrag von 40 Rbl. und werden uns weiter bemühen, unseren Brüdern zum Siege zu verhelfen. Ausweis Der erste Ausweis über die Spende für den Zentralfonds erfolgt in der ersten Januamummer der „Welt". Der Mindestbeitrag für den Zentralfonds beträgt bekanntlich 20 M. jährlich. Einzelspenden, die unter dieser Höhe bleiben, werden gemeinsam ausgewiesen. Alle Sammlungen geschehen für den Zentralfonds, bei dem eine Unterabteilung für die Sammlungen für das hebräische Schulwerk in Palästina eingerichtet ist. Sammelmittel Das Zionistische Zentralbureau stellt Sammellisten und Zeichnungskarten zu Beiträgen für das hebräische Schulwerk in beliebiger Anzahl zur Verfügung. Heber die Aktion für das hebräische Schulwerk in Palästina wird uns noch berichtet: Für Sonntag nachmittag hatte die Berliner Zionistische Vereinigung eine Zusammenkunft von etwa 30 Gesinnungsgenossen einberufen, in der die energische Aufnahme der Aktion für das hebräische Schulwerk in Palästina beschlossen wurde. Die Erschienenen konstituierten sich als Komitee, das die Leitung der Arbeit für Groß-Berlin in die Hand nimmt. Der geschäftsführende Ausschuß setzt sich wie folgt zusammen: Dr. A. Goldberg (Vorsitzender), Dr. Loewenherz (Schriftführer), Dr. B i r a m , Dr. Benensohn, Dr. R o - Nr. 52 Erneuern Sie sofort Ihr Abonnement, da Sie sonst keine Garantie für die pünktliche Zustellung der Nummern im nächsten Quartal haben. Die Ueberweisung der Abonnementsbeträge aus Deutschland und Oesterreich-Ungarn erfolgt kostenlos mittels Postschecks, die wir sämtlichen Beziehern, deren Abonnement abläuft, direkt zugesandt haben. Aus dem Auslande überweist man Beträge an uns am einfachsten per Postanweisung, wo dies nicht möglich ist, per Scheck auf europäische Banken oder in Briefmarken. Reklamationen bei unpünktlicher Zustellung der Blätter in Deutschland richte man nicht an uns, sondern immer an das Postamt des Bestellbezirkes. Bestellungen auf Einbanddecken für den Jahrgang 1913 der „Welt“ wolle man unverzüglich aufgeben. Preis einer Einbanddecke inkl. Porto und Verpackung Mark 2.50. Exemplare der „Welt“ auf holzfreiem Papier werden nur an ganzjährige Abonnenten geliefert. Abonnements für Deutschland und Oesterreich - Ungarn M. 18.— pro Jahr, für alle Obrigen Länder M. 84.— pro Jahr. Der gebundene Jahrgang 1913 kann ab Januar zum Preise von Mark 25.— bezogen werden. Verlag „Die Welt“ BERLIN W 15, Sächsische Str. 8. senkranz, Dr. Moses, Dr. Rosenberg, Dr. Wolf und Direktor Loewenthal. Bereits in den nächsten Tagen finden verschiedene interne Zusammenkünfte besonders eingeladener Freunde des hebräischen Palästinas statt, in denen Aufklärung über das Vorgehen des Hilfsvereins in Palästina gegeben und zu intensiver Teilnahme an der Aktion für das hebräische Schulwerk aufgefordert werden wird. Für die nächste Zeit sind mehrere große Volksversammlungen geplant. Die Adresse des Komitees ist die des Zionistischen Zentralbureaus. Das Zionistische Actions-Comite hat eine eingehende Darstellung über den bisherigen Verlauf der Affäre an ca. 1500 Vereine und Vertrauensmänner in Europa herausgehen lassen. Exemplare dieser Darstellung stehen auf Wunsch zur Verfügung. Eine englische Ausgabe gelangt in diesen Tagen zum Versand.