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Die Welt · 1913-12-25 · 52 (25.12.1913) · page 7

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Die Welt
Volume
17 (1913)
Issue
52 (25.12.1913)
Date
1913-12-25
Page
– (sequence 7)
Language
German
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Nr. 52 DIEl^ELT 1753 AUFRUF In ernster Stunde ruft das neue, wiedererweckte Palästina die zerstreuten Volksbrüder auf zur Verteidigung. Was die schöpferische Begeisterung unermüdlicher, aufopferungsvoller Arbeit im Lande unserer Väter an nationaler Kultur geschaffen hat, ist bedroht. Die erste Frucht der in den Heimatsboden zurückverpflanzten Volkskraft, die kostbaren Keime einer Renaissance, die das heimatlose, sprachlose Volk vom Fluch der Verbannung erlöst, sind in Gefahr, durch den Angriff auf die hebräische Sprache in Palästina zerstört zu werden. Lehrer und Kinder in Palästina haben wiedergegeben, was uns Jahrtausende geraubt haben. Jetzt will man unsere Kinder zwingen, dem hebräischen Geist zu entsagen. Unsere Lehrer will man hindern, unserer Jugend die Kultur der Menschheit in hebräischer Sprache zu bringen. Die Jugend Palästinas und ihre besten Lehrer haben die Schulen verlassen, in denen die hebräische Sprache keine Heimat mehr findet Uns — Euch rufen sie an, ihnen sichere Stätten hebräischer Erziehung zu schaffen. Palästina selbst hat die Initiative ergriffen und die ersten Bausteine zum Werk gebracht. Für die dringendsten Notwendigkeiten des ersten Augenblicks haben wir Mittel bewilligt. An Euch ist es nun, den Bau unseres hebräischen Schulwerks zu sichern. Macht die Bahn frei für die geistige und nationale Befreiung unseres Volkes! Im Auftrag Palästinas rufen wir Euch an um Eure Unterstützung. Lasset die vertrauensvollen Hoffnungen unserer Brüder nicht zu Schanden werden. Seid dessen eingedenk, dass Palästina, dass unsere Jugend Eure willige und starke Hilfe braucht. Wir fordern das Nationalopfer für die hebräische Schule in Palästina! Das Zionistische Zentralbureau, der Jewish Colonial Trust und seine Zahlstellen, die Anglo - Palestine Company und ihre Filialen, sämtliche Sammelstellen des Jüdischen Nationalfonds und die Bureaus der Landes- und Sonderverbände sind berechtigt, Beiträge in Empfang zu nehmen. Das Actions-Comite der Zionistischen Organisation Tschlenow Warburg Hantke Jacobson Levin Sokolow FÜR UNSER SCHULWERK Der Aufruf des Actions-Comites hat in den weitesten zionistischen Kreisen eine begeisterte Stimmung ausgelöst. Obwohl erst wenige Tage seit seinem Erscheinen verflossen sind, liegen bereits aus einer großen Reihe von Orten Nachrichten über die Aufnahme der Sammlung vor. Jede Post bringt Zustimmungskundgebungen, Briefe und Telegramme in reicher Zahl, und schon jetzt kann es als sicher gelten, daß die zionistische Organisation überall dem Rufe Palästinas und den Forderungen des Actions-Comites Folge leisten wird. Aus der Fülle der eingegangenen Nachrichten seien nachstehend einige besonders bemerkenswerte veröffentlicht: Elberfeld: Wir erkennen die Bedeutung des Augenblicks und sind glücklich. Ihnen zeigen zu dürfen, daß die Sache Palästinas unsere Sache ist. Bis jetzt liegen folgende Zeichnungen für den Zentralfonds vor: Zionistische Ortsgruppe . . . 100 M. Dr. H.100 „ D. W. 200 „ W. M. 200 „ Dr. G. 300 „ Einzelspenden . 200 „ (Inzwischen sind noch weitere ca. 900 M. gespendet worden.) S t a n i s 1 a u (Telegramm): Die nationalgesinnte Judenschaft Stanislaus ist über den brutalen Eingriff des Kuratoriums sowie Hilfsvereins empört und drückt Schülern, Lehrern Sympathie aus. Bewilligen 100 Kronen monatlich für Schulwerk. London: Ich habe Ihnen gestern 7 Pfund überwiesen, 5 Pfund für Zentralfondsbeitrag 1914 als erste Teilzahlung, 2 Pfund für Kedem. Da Sie durch die Umstände in Palästina Soße Ausgaben haben werden, erhöhe ich meinen Beitrag r den Zentralfonds 1914 auf 10 Pfund, und werde Ihnen die restlichen 5 Pfund baldigst überweisen. Nachdem ich heute die „Welt" erhielt und den Aufruf las, sende ich Ihnen anbei 5 Pfund für das hebräische Schulwerk. ... Ich war Mitglied des Hilfsvereins der Deutschen Juden und bin vorige Woche ausgetreten. Sogar Nichtzionisten sind sehr empört über das Vorgehen gegen die hebräische Sprache, und schnelle Agitation wira Erfolg haben. Teplitz-Schönau (Telegramm): Erste Rate 1100 Kr. für Zentralfonds überwiesen. Moskau (Telegramm): Generalversammlung der Chowewe Sfas Ewer stiftete 2000 Frcs. als erste Rate für das palästinensische Schuhverk dem Zentralfonds. Moskau (Telegramm): Die Sammlung für den Zentralfonds erbrachte bisher außer dem von den Chowewe Sfas Ewer gezeichneten Betrag über 5000 Rubel. Die Sammlung wird fortgesetzt. Charkow (Aus einem Briefe): .... Die Sammlung erbrachte bisher hier rund 2000 Rubel. Sie wird mit großer Begeisterung fortgesetzt. Prag (Aus einem Briefe): Im Bezirke des Distriktskomitees Böhmen dürften 8000—10 000 Kr. gesammelt werden. Die Opferwilligkeit ist allgemein . . . Berlin (Aus einem Briefe): . . . Ich habe dem Palästinaamt in Jaffa 1000 Frcs. für das hebräische Schuhverk zur Verfügung des Actions-Comites überwiesen . . . Nadworna (Galizien): Die hiesigen Zionisten haben sich verpflichtet, monatlich 60 Kr. für das Schuhverk zu leisten. Wir haben zu diesem Zwecke ein spezielles Komitee gebildet. Köln a. Rh.: Am Schluß einer Versammlung über den „Kampf um das Technikum" wurde eine Sammlung für den

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