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Die Welt · 1913-12-19 · 51 (19.12.1913) · page 13

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Die Welt
Volume
17 (1913)
Issue
51 (19.12.1913)
Date
1913-12-19
Page
– (sequence 13)
Language
German
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Nr. 51 DIE^ELT 1731 Bezugspreise: D E WELT für Deutschland. . Mark , Oesterr.-Ungarn Kronen . England . . . Shilling „ Rolland . . . Rohei „ Amerika . . . Dollars „ Holland ... Hfl. „ alle übr. Lander Francs Pro Halb- VierteliJo- 12.— 14/- 7. — 3.40 8. — 17.— 5.— 230 6.— 3 — 7/- 3/6 3.50 1.75 1,70 0.85 4.— 2.— 830 4.25 Tologr. - Adr.: Orghip. Tel.: Uhland 845,846,868. Bank-Konto: Nationalbank fUr Deutschland, Depositenkasse Berlin W, Kurfarstendamm 211. auf holzfreiem Papier D~ M- Konto Berlin, Nr. 11598, Oesterreich: K. K. Postsparkassenamt Nr.39913a Ungarn: KSnigl. Ungar. Postsparkasse Nr. 15655. alle übrig. Linder Annahmestellen für Abonnements: Abonnements nehmen alle Postämter, Buchhandlungen, Zeitungsverkaufsstellen im In- und Auslande, sowie untenstehende Annahmestellen entgegen. — Abonnementsbetrage aus dem Auslande mit Ausnahme von Deutschland und Oesterreich-Ungarn überweist man am einfachsten und billigsten durch Postanweisung. — Aus Deutschland und Oesterreich-Ungarn erfolgt die Ueberweisung kostenlos :: durch Postscheck-Konto. :: Ägypten: „Ahavath Sion«, Calro, P. O. Box 1011. ArgreDtiniem : Comit6-Central del Partido Sionista en Argentina, Buenos- Aires, Castilla de Correro 1636. Auttrallen: The Sydney Zionist Society, M. B. Michelsohn, Hon. Treas. Sydney, 61 Pitt Street Belgien: S. Kahan, Antwerpen, 98 Longue rue dn Vannean. Brasilien: Maurido F. Kl&bin, Sso Paulo, rue Boa Vista 74. Bulgarien: Moni Joh. Semo, EnstsehalK. Onnadn : Federation of Zionist Societies of Canada, Montreal, P. O. Box 912. China: Shanghai Zionist Association, Shanghai, Yinkee Road 9. Dänemark: Josef Nachemsohn, Kopenhagen, Tordenskjoldsgade 1. England: Jewish Colonial Trost London E. C-, Walbrook, Brook Honse. Frankreich: J. Salzmann, Paris, 41 rae de la Tour d’Auvergne. Griechenland: Syllogue Sioniste „Poale Sion«, D. Fiaggi, Volo. Holland: Boekhandel van den Nederlandschen Zionistenbond, Arnhem, Boulevard 177. Italien: Sally Heilbrunn, Milsno, Via Torino 23. Nordamerika: Jewish National Fund Bureau for America, New Tork, 165 East Broadway. Österreich: H. Goldschmidt, Wien I, Wollzeile 11. — C. Buchstab, Lemberg, Karl Ludwigstrasse. Palästina und Syrien: Anglo Palestine Company, Jaffa, Jerusalem, Haifa, Hebron, Safed, Tiberias and Beirut. Portngai: W. Terlo. Lissabon, Rua de S. Nicolau 59. Rumänien: Marcu Zion Catz, Piatra N. Russland: L. & E. Metzl & Co., Lodz, Piotrkowska 102. Weitere Annahmestellen: Moskau, Mjasnitzkaja, Haus Ssytow, St. Petersburg, Morskaja 11, Warschau, Marschalstr. 130, Wilna, Bolschaja 38, Odessa, Jacob Konsrantinowsky, Ekaterininskaja 51. Schweiz: Dr. Camille Levy. Biel. Bahnhofstrafie 18. Serbien: Dr. D Alcalay, Belgrad. Schweden: J. Abel, Stockholm, Storkyrkobrinken 8. Südafrika: South African Zionist Federation, Mr. B. J. Chaimowitz, Johannesburg, P. O. Box 18 Türkei: M. Gorodichze. Konstantinopel, Fresco-Han, hinter Pera Palace. Ungarn: Nationalfondsbureau, Dr. Lajos Dömeny, Budapest, Istvan utca 38. Buchhandlerische Vertretung: Otto Klemm« Leipzig. Einzelnummer 30 Pfennige. Schuld der Gemeindegewaltigen zuzuschreiben, die von dem alten Usus, an sämtliche Mitglieder eine Mitteilung über die Neuwahlen selbst Mitgliederlisten zu versenden, angeblich aus „Sparsamkeitsrücksichten“ Abstand nahmen. Es war ein klägliches Schauspiel, zu sehen, wie der große Wahlmechanismus aus Mangel an Wählern immer wieder stecken blieb und die Beamten ihre Langweile damit vertrieben, daß sie selber abstimmten. Der Wahlleiter hatte aber guten Humor und sagte bei der Verkündung des Wahlresultats, daß die geringe Beteiligung der Wähler als ein Symptom der Zufriedenheit und Harmonie zwischen Mitgliedern und Vorstand aufzufassen sei ... . Ueber die Gewählten ist nicht viel zu berichten. Es sind unter ihnen viele, die ihre Kinder der Taufe zugeführt haben. Die Wahl solcher Herren zu Gemeinderepräsentanten gehört jedoch bereits zu den Traditionen der Fester Israelitischen Kultusgemeinde — und nicht nur dieser Großgemeinde. 1200 Studenten aus Kiew ausgewiesen In Kiew ist es schon wieder zu bedauerlichen Maßnahmen gegen jüdische Einwohner gekommen. Das Wohnrecht der ca. 1200 an der Hochschule für Zahnheilkunde immatrikulierten jüdischen Studenten war schon mehrfach der Gegenstand von Meinungsverschiedenheiten, wurde aber schließlich von der Regierung in einem den Juden günstigen Sinne entschieden. Nunmehr haben diese 1200 Studenten abermals eine polizeiliche Aufforderung zum Verlassen der Stadt erhalten. Die Sache ist aber nicht ganz so einfach, wie die Behörden zu glauben scheinen. Gerade die zahnärztlichen Institute werden zum großen Teil von Juden besucht, da dies einer der Berufe ist, dessen Ausübung ihnen gestattet wird. Die Ausweisung der jüdischen Studenten würde zur Folge haben, daß das Kiewer Institut und die dazu gehörige Poliklinik, in der jährlich über 50 000 Personen behandelt werden, geschlossen werden müßten. Der polizeiliche Ausweisbefehl hat daher einen Sturm der Entrüstung hervorgerufen, und die unbemittelte christliche Bevölkerung, sowie die Schulvorsteher ersuchen die Behörden um Zurückziehung des Befehls. Der Fall liegt ähnlich, wie bei der Charkower Medizinischen Gesellschaft, die auf die Beschuldigung hin, für Beilis Partei ergriffen zu haben, geschlossen werden sollte, wogegen die Einwohnerschaft erfolgreich protestierte. Außerdem sind Hunderte von jüdischen Fleischermeistern und Gesellen ausgewiesen worden, da man plötzlich erklärt hat, daß das Fleischereigewerbe nicht als Handwerk angesehen werden kann una die darin beschäftigten Juden infolgedessen kein Heimatsrecht haben. Zur Strafe für die ungesetzliche Ausübung des Handwerks wird den bisher in Kiew tätig gewesenen jüdischen Fleischern ihre Ware beschlagnahmt. Eine Wächter-Siedlung in Palästina In Ausführung einer Resolution der Palästina-Kommission des XI. Kongresses hat das Direktorium des Jüdischen Nationalfonds in seiner letzten Sitzung beschlossen, die Bestrebungen der Wächter, sich in einer geschlossenen Kolonie anzusiedeln, durch die Beteiligung des Nationalfonds zu unterstützen. Die geplante Siedlung soll den Wächtern die Gründung von Familien ermöglichen, indem Frau und Kinder durch Haus- und Gartenwirtschaft, Gemüse- und Obstbau ein Nebeneinkommen erlangen, während der Mann seinen schweren Dienst zum Schutze jüdischen Bodens und Besitzes versieht. Die Siedlung soll ferner den Wächtern nach einigen Jahren schwerer Arbeit die Möglichkeit bieten, für eine gewisse Zeit zur Feldarbeit zurückzukehren und in Verbindung mit der Scholle neue Kräfte zu finden. So wird diese Siedlung, auf getrennter Haus- und Gartenwirtschaft und gemeinsamer Feldwirtschaft beruhend, zur Konsolidierung der Schomrim beitragen. Der Nationalfonds hat sich bereit erklärt, den Grund und Boden für diese Kolonie, die für 30 Familien berechnet ist, den Wächtern in Erbpacht zu überlassen. Die sonst noch erforderlichen Mittel für Gebäude, totes und lebendes Inventar sollen andere Kolonisationsgesellschaften zur Verfügung stellen, die bereits diese Sache ihrer Sympathien versichert haben.

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