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Die Welt · 1913-09-19 · 38 (19.9.1913) · page 4

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Die Welt
Volume
17 (1913)
Issue
38 (19.9.1913)
Date
1913-09-19
Page
– (sequence 4)
Language
German
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1290 r— . . — — DIES^gELT-- Nr. 38 seminars in Amerika, steht. Er ist ein Erzieher, der Erzieher des daß es uns gelungen ist, gerade in dieser Stunde den Betrag jüdischen Volkes. Geehrter Kongreß! Bei Mr. Strauß wird, von 100.000 Frs. für das Gymnasium in Jerusalem glaube ich, auch Genosse Chasanowitsch den Vorwurf nicht erzustande zu bringen. (Beifall.) Meine Damen und Herren! heben können, er leiste nichts für unser palästinensisches Werk. Ich danke Ihnen für den Beifall, mit dem Sie mich empfangen, Denn er steht im direkten Zusammenhänge mit der palästinaarbeit. aber dieser Beifall gebührt in diesem Momente nicht mir, sondern Er ist durch Palästina zum Zionismus bekehrt worden und nicht einem Manne, der es sich zur Pflicht gemacht hat, in diesem krisendurch Propaganda anderer Art. Ich glaube, wir treiben reichen schweren Jahre in Galizien von den ärmsten der armen keinen Personenkultus. Aber im Sinne der gerechten Maxime Juden 100.000 Frs. für diesen Zweck zusammenzubringen. Dieser „suum cuique“ glaube ich, der Hoffnung Ausdruck geben zu Mann sitzt unter uns, jedes Kind in Galizien kennt seinen Namen, dürfen, daß Mr. Strauß mehr und mehr für unsere Palästinaarbeit es ist Dr. Zipper. (Stürmischer Beifall. Dr. Zipper wird vielleisten und uns die Mittel verschaffen wird, alle die großen seifig beglückwünscht.) und schönen Projekte zur Ausfihrung zu bringen. Und somit Wir galizische Zionisten sind seit Jahren in der Bewegung sind wir in der Palästinadebatte. Wenn ich über Mr. Brandeis und haben uns in der Bewegung auch hervorgetan. Aber mit Neid spreche, sein Schreiben bezieht sich einzig und allein auf die sehen wir auf die russischen und rumänischen Zionisten, die große Frage, mit der wir uns jetzt beschäftigen, aut die Palästinafrage. Arbeit in Palästina geleistet haben, mit Neid, weil wir bisher nichts Mr. Brandeis gehört zur Kategorie derjenigen Juden, die, ohne dort geleistet haben. In den XI. Kongreß ziehen aber auch wir es gewußt zu haben, im Sinne jüdischer Ideen tätig waren, er ist der ein mit dem stolzen Bewußtsein, daß wir bereits auf einen großen amerikanische Demokrat, der sich großer Beliebtheit und Popularität palästinensischen Erfolg hinweisen können, auf das Gymnasium in Amerika erfreut. Er ist in Amerika eine klassische Persönlichkeit. in Jerusalem. Mr. Brandeis schreibt uns, daß er es bedauert, nicht zum Kongresse Der Redner macht sodann die Mitteilung, daß ein vom gekommen zu sein, er ist der zionistischen Organisation in Boston Maler Wilhelm Wachtel im Aufträge der galizischen Landsmannbeigetreten und ist jetzt als Zionist in Amerika tätig. Ich will schaff gemaltes Porträt des Direktors des Gymnasiums Salomon Ihnen nicht den Passus verlesen, der manche Komplimente enthält, Schiller im 20. Saale des Kongreßgebäudes aufgestellt sei und aber ich halte es doch für notwendig, eine andere Stelle vorzuschließt: tragen und dieses tue ich im Einverständnisse mit der ameri- Ich will an diese Mitteilungen im Namen der galizischen Iranischen Delegation, die darauf bestanden hat. Er schlägt vor: Landsmannschaft das bindende Versprechen schließen, daß es 1. daß wir unsere Bemühungen auf einige große Unterunsere erste Arbeit und nicht unsere letzte sein wird. Wir werden nehmungen konzentrieren, nun fortschreiten, um für Erez Israel das zu leisten, was die Lands- 2. sollen mit Rücksicht darauf, daß die Unterdrückung der mannschaft eines Landes mit 900.000 Juden leisten kann. Die jüdischen Massen im Wachsen begriffen ist, auch jetzt unsere galizischen Zionisten haben ihren Posten in Palästina be- Bemühungen hauptsächlich darauf gerichtet sein, die Massen nach zogen, sie werden auf diesem Posten ausharren und zum Ausbau Palästina zu bringen. des Landes mithelfen. (Lebhafter Beifall.) 3. In Erwägung dessen, daß die Hauptsache im Zionismus Ussischkin: Wir stehen nunmehr am wichtigsten Punkte der Besitzstand im Lande ist, ein Besitz, der auch in Konzessionen unserer Beratungen, indem wir bei der Palästinaarbeit angelangt von der türkischen Regierung garantiert werden muß, soll man sind. Wir haben das vorzügliche Referat des Herrn Dr. Ru pp in sich hauptsächlich bemühen, diesen Länderbesitz in Palästina aus- und auch die Erwiderungen des Herrn Jakobus Kann augehört zudehnen, und ich erkläre: Ich habe nicht die Absicht, mich in eine theore- 4. daß wir der türkischen Regierung durch alle möglichen tische Diskussion über die Notwendigkeit einer Palästina- Organe und Mittel nahelegen, daß der Einzug eines industriellen arbeit einzulassen oder gar schwungvolle Reden darüber zu halten, und intelligenten Arbeiterelementes in Palästina nur von Segen Die Zeit der Reden ist nun einmal vorbei und ich glaube, daß sein kann für die Entwicklung der Türkei, 99 Prozent unserer Gesinnungsgenossen bereits dahin gelangt sind, 5. sollen wir uns darum bemühen, daß wir uns nicht auf zu verstehen, daß die Palästinaarbeit das Alpha und Omega, der kleine Gruppen beschränken, sondern daß wir größere Gruppen Anfang und das Ende des ganzen Zionismus ist und nur einzig bilden, die sich in Palästina kolonisieren sollen. Wir sollen uns und allein sein kann. Ist der Weg, der zu dieser Arbeit führt, bemühen, daß diese Gruppen die Freiheit haben, im Rahmen der leicht, so ist’s gut; wenn er aber schwer und voller Störungen ist, türkischen Gesetze sich so einzurichten, daß sie sich als Juden so wissen wir bloß ein Mittel: die Energie und Ausdauer dementvollständig ausleben können. sprechend zu verdreifachen und zu vervierfachen. Einen anderen Wenn diese Punkte in Erwägung gezogen werden, so ist Weg gibt es nicht! Mr. Brandeis sicher, daß er Mittel und Wege finden werde, alle Unsere Aufgabe soll es jetzt also bloß sein, zu untersuchen diese Projekte tatkräftig zu fördern. Mr. Brandeis schließt mit was wir mit unseren bescheidenen Kräften als Maximum erreichen herzlichem Glückwunsch an den Zionistenkongreß. Und nun, meine können und auf welchem Wege wir neue Mittel und Kräfte für Damen und Herren, möchte ich meine Paranthese mit einigen unsere Sache in Bewegung setzen können. Worten schließen. Selbstverständlich sind es nicht die Persönlich- Und ich will es offen vor aller Welt gestehen: Auch Schattenkeiten, die wir im Zionismus suchen, selbstverständlich ist — das seiten habe ich an der Tätigkeit unserer Organe wahrgenommen. Es ist schon ausgesprochen worden — das Volk die Großmacht. wäre unnatürlich, wenn sie nicht dagewesen wären. Und sie sollen uns Hoher Kongreß! Sie sehen jetzt hier eine VertretungausdenVereinigten keineswegs zum Verzagen Veranlassung geben. Eine lebendige Staaten und aus Kanada, wie sie noch kein Kongreß hatte. (Beifall Sache kann Fehlschritten nicht aus dem Wege gehen; sie müssen und Händeklatschen.) Ich bin nicht der Ansicht, daß man auf hie und da Vorkommen. Und unsere Sache ist es, durch gutgemeinte Amerika nur als Land der Dollars schauen kann. Wenn wir in Kritik die Zahl der negativen Seiten zu vermindern. Amerika Mittel gewinnen wollen, müssen wir doch die Menschen Auch mit Herrn Kann gedenke ich nicht, mich in eine gewinnen, Menschen, die großen Menschen, die große Masse, Diskussion einzulassen. Abgesehen davon, daß hier Herr Dr. Ruppin das große Volk und die führenden Menschen und wir haben in diese Angriffe abzuwenden wissen wird, halte ich es überhaupt beiden Richtungen manches erreicht und das wollte ich von dieser nicht für angebracht, solche spezielle Angelegenheiten in einer Tribüne aus feststellen und von nun an werden wir mit dopso großen Versammlung zu erörtern. Als ich von Palästina zupelter Energie dort arbeiten müssen, damit wir die Mittel gewinnen, rückkehrte, erstattete ich dem A. C. einen Bericht, in dem ich die alle unsere guten Projekte in Palästina zur Ausführung zu bringen. Schattenseiten in keiner Weise verhehlt habe, denn dort war der Platz, (Stürmischer Beifall.) diese Fragen eingehend zu besprechen. Aber eines muß ich Ihnen Vizepräsident Dr. Ehrlich erteilt Herrn Stand zu einer doch sagen: Wenn sogar alles so sein sollte, wie Herr Kann Mitteilung das Wort. sich bemüht hat es darzustellen (ich sage es natürlich nicht), auch A. Stand: Hoher Kongreß! Im Namen des galizischen Zendann möchte ich sagen: Das ganze ausgegebene Geld steht immer tralkomitees habe ich Ihnen die erfreuliche Mitteilung zu machen, noch in keinem Verhältnis zu dem, was erzielt wurde. Ich sage

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