Die Welt
- Journal
- Die Welt
- Volume
- 17 (1913)
- Issue
- 29 (18.7.1913)
- Date
- 1913-07-18
- Page
- – (sequence 26)
- Language
- German
- Belongs to
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942 DLE^ELT Nr. 29 und somit dem für allgemeine kolonisatorischen Bedürfnisse (Bodenkauf usw.) bestimmten Fonds entzogen wurden. Wir möchten daher unsere Mahnung wiederholen, die Propaganda für Häuserspenden künftig hauptsächlich auf einmalige ganze Hausspenden per 1000 Frs. zu konzentrieren. Es bedarf wohl keiner besonderen Darlegung, daß die Agitation für die Arbeiterheimstätten mit ungeschwächter Kraft fortgesetzt werden muß. Abgesehen davon, daß die Arbeiterheimstätten mit dem dazu gehörigen Boden für Gartenzwecke sich als ein dauerndes Kolonisationsbedürfnis für alle Arbeiter in Palästina erweisen, harren nach wie vor Tausende jüdischer Familien im Jemen der Errettung aus Not- und Todesgefahr. Das, wenn auch noch immer ungenügende Mehrerträgnis der Büchsen läßt uns schließen, daß unsere Vertrauensmänner immer mehr erkennen, welch große Bedeutung der planmäßigen Organisation der Verteilung und Leerung der Büchsen zukommt. Bei keinem anderen Sammelmittel ist der Ausbau der Organisation wirksamer und dauernder als bei den Büchsen. Auch die Propaganda für die Baumspende scheint infolge der Jemenitenaktion-nachgelassen zu haben. Es wäre sehr bedauerlich, wenn nicht bald die Baumspende wieder eine aufsteigende Richtung nähme. Die Bepflanzung weiter Strecken Palästinas bildet eine der wichtigsten Aufgaben des Nationalfonds und dient in gleicher Weise der Ameliorierung des Landes und der Beschäftigung jüdischer Arbeitskräfte. Die Baumspende ließe sich aber auch sehr rasch in allen Kreisen der jüdischen Bevölkerung heimisch machen, wenn unsere Vertrauensmänner bei Gelegenheiten pietätvollen Gedenkens, wie Jahrzeiten, Todesfällen usw., den Betreffenden in entsprechender Weise vor Augen führten, daß sie mit der Pflanzung von Bäumen in Palästina ihren Lieben die denkbar sinnigste Stiftung widmen. Unerfreulich wirken die relativ geringen Einnahmen aus Marken und noch mehr der äußerst mäßige Ertrag aus Telegrammformularen. Wir haben kürzlich den Landessammelstellen bestimmte Vorschläge zur Hebung des Telegramm-Absatzes unterbreitet, erwarten aber, daß auch jeder einzelne Gesinnungsgenosse bei den sich so zahlreich bietenden Anlässen für den Verkauf der Telegrammformulare mehr als bisher Sorge trägt. Dieser Tage ging durch die jüdische Presse eine Notiz, wonach eine hochherzige jüdische Frau in San- Franzisco ihr Vermögen von ca. 17 Millionen Kronen fast vollständig jüdischen Wohltätigkeitszwecken zugeführt hat. Eine solche Nachricht (Notizen über ähnliche Zuwendungen sind durchaus nicht so selten) sollte allen Freunden und Vertrauensmännern des Nationalfonds in aller Welt die Frage nahelegen, ob sie denn wirklich bereits alles getan haben, um in ähnlichen Fällen unserem Volksschatze die so dringend nötigen größeren Kapitalien zu sichern. So sehr es uns mit Stolz und Genugtuung erfüllt, daß das Vermögen des Nationalfonds von zirka 3V-’ Mill. M. sich zum allergrößten Teile aus kleinen und kleinsten Spenden zusammensetzt, daß viele Tausende von Sammlern viel Zeit, Mühe und auch Geld opferten, um dies Vermögen zustande zu bringen, so ist es doch an der Zeit, ernstlich daran zu denken, wie die Begüterten unseres Volkes zu entsprechenden testamentarischen und sonstigen Zuwendungen zu Gunsten des Nationalfonds veranlaßt werden sollen. von Häusern nach Herrn Baurat Wilhelm Stiassny s. A. zu kennen. In dieser Zuwendung darf nicht nur ein Zeichen der Sympathie mit der Hilfsaktion des N.-F. für die in Palästina einwandemden Jemeniten, sondern auch eine Anerkennung der Tätigkeit des N.-F. überhaupt und ein Zeichen des Vertrauens zu der Verwaltung dieses Fonds erblickt werden. Wenn man beobachtet, daß in letzter Zeit verschiedene größere Stiftungen den Zwecken des N.-F. von Nichtzionisten zugewendet worden sind, so ist wohl die Hoffnung berechtigt, daß in absehbarer Zeit alle diejenigen, denen die soziale und wirtschaftliche Stärkung des jüdischen Volkselements in Palästina am Herzen liegt, den N.-F. auf das tatkräftigste fördern werden. SPB NDEN-AUSWEIS Sammelstelle für Deutschland: (Adresse: Max Wollsteiner, Berlin-Charlottenb. 4, Roscherstr. 5.) — Publikationsorgan: „Jüdische Rundschau", Berlin.) Vom 27. Juni bis 4. Juli d. J. eingegangen und in Nr. 27 der Jüdischen Rundschau" detailliert ausgewiesen: Allgemeine Spenden .... Sammelbogen. Sammelbüchsen. Goldenes Buch (Teilzahlungen) Baumspende. Arbeiterheimstätten. Mk. 137.50 „ 2.35 , 711.55 .. 78.90 „ 408.— „ 1405.55 Summe JL 2743.85 Sammelstelle für Oesterreich: Adresse: Wien II, Karmeliterplatz 1. — Publikationsorgan: „Jüdische Zeitung", Wien.) Vom 16. bis 23. Juni d. J. eingegangen und in Nr. 26 der Jüdischen Zeitung" detailliert ausgewiesen: Allgemeine Spenden.Kr. 583.86 Selbstbesteuerung. 114.80 Sammelbogen.„ 169.81 Sammelbüchsen.1144-75 Baumspende.„ 115-50 Landspenden.„ 50.— Arbeiterheimstätten .„ 2673.11 N.-F.-Marken.. 760.— Summe Kr. 5611.83 JL 4742.— Vom 23. bis 30. Juni d. Js. eingegangen und in Nr. 27 der „Jüdischen Zeitung“ detailliert ausgewiesen: Allgemeine Spenden.Kr. 537.59 Selbstbesteuerung.. 51.62 Sammelbogen.„ 157.43 Sammelbüchsen.. 68037 Baumspende.„ 172.— Arbeiterheimstätten.^ „ 688.11 Summe Kr. 2287.12 --- JL 1932.61 Sammelstelle für die Schweiz: (Eingegangen durch: Dr. Camille Levy, Biel, Bahnhofstr. — Publikationsorgan: „Israelitisches Wochenblatt für die Schweiz“ Zürich.) In der 154.—160. Spendenliste (ausschließlich der 157. Liste) des „Isr. Wochenblattes für die Schweiz“ detailliert ausgewiesen: Allgemeine Spenden.Frc. 137.24 Sammelbüchsen.„ 329.44 Baumspende.„ 129.— Arbeiterheimstätten.. 326.— Summe Frc. 921,68 M. 737,34 Stiftung des Wiener Kolonisationsvereins Der Jüdische Kolonisationsverein in Wien hat vor wenigen Tagen dem Hauptbureau des Jüdischen Nationalfonds die Summe von 10 000 Frcs. überwiesen mit der Maßgabe, für diesen Betrag 10- Jemenitenhäuser in einer der palästinensischen Kolonien erbauen zu lassen und diese Gruppe Sammelstelle für Kanada: (Adresse: Bureau Committee of the Federation of Zionist Societies of Canada, Montreal, P. O. Box 912. — Publikationsorgan: „The Jewish Times“, Montreal.) Goldenes Buch (Vollzahlungen).DolL 0.45 Baumspende.. 15.— Landspenden. „ 25.— Summe DolL 40.45 JL 168.68