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Die Welt · 1913-06-27 · 26 (27.6.1913) · page 13

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Journal
Die Welt
Volume
17 (1913)
Issue
26 (27.6.1913)
Date
1913-06-27
Page
– (sequence 13)
Language
German
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Nr. 26 833 die2§kelt Als letzten Termin für die Einsendung der Tätigkeitsberichte der Landes- und Sonderverbände haben wir den 7. Juli festgesetzt. Landes- und Sonderverbände, deren Bericht bis zu diesem Tage nicht in unseren Händen ist, können auf Berücksichtigung ihrer Berichte im Kongreßbericht des A. C. nicht rechnen. Das Engere Actions-ComitS. Der XI. Kongreß Wir fordern alle Organisationen auf, die Sammlung der Schekel mit aller Energie zu betreiben und wenigstens zum vorläufigen Abschluß zu bringen. Die Landes¬ und Sonderverbände müssen die Wahlkreiseinteilung in den nächsten Wochen vornehmen. Denn die Wahlen zum XI. Kongreß müssen spätestens in der ersten Hälfte August durchgeführt sein. Spätestens am Montag, den 18. August, müssen die Wahlprotokolle dem Engeren Actions-Comite vorliegen. Jede Ortsgruppe resp. jeder Verein, der in den beiden letzten Jahren zusammen 400 Schekel abgeliefert hat, hat das Recht, einen Delegierten zum Kongreß zu wählen. Kleinere Ortsgruppen und Vereine werden zu einem Wahlbezirk zusammengelegt, der selbstverständlich für die Jahre 5672 —1911/12 und 5673 — 1912/13 zusammen 400 Schekel abgeliefert haben muß. Es ist natürlich gestattet, daß Gesinnungsgenossen, die für das Jahr 5672 — 1911/12 den Schekel zu entrichten versäumt haben, ihn jetzt noch nachträglich für das vorige Jahr entrichten. Das Engere Actions-Comitö. Hebräische Vorstellungen während der Kongreßtage In Wien Den Besuchern des XI. Zionistenkongresses in Wien werden auf Veranlassung des Kongreßbureaus neben anderen öffentlichen Veranstaltungen auch Theatervorstellungen in hebräischer Sprache geboten werden. Der Verein der Freunde der hebräischen Bühne in Lodz wird seine Truppe nach Wien senden, um während des Kongresses zwei hebräische Theaterstücke aufzuführen. An der Spitze dieser Truppe wird der bekannte jüdische Schauspieler Herr Julius Adler stehen. Zur Aufführung sollen gelangen Gutzkows „Uriel Acosta" und „Das neue Ghetto" von Herzl. Diese beiden Stücke, die Herrn Adler und seiner Frau, die die Hauptrollen haben, unter den Freunden der hebräischen Sprache in Rußland einen außerordentlichen Ruf erworben haben, sind bereits vom Ensemble des genannten Vereins in mehreren Städten mit großem Erfolg gespielt worden. Einzelheiten hierüber werden wir noch bringen. Delegiertenmandate II. Liste*). Dr. Viktor Kellner, Jaffa. M. Sch ein k in, Jaffa. Ref. Felix Rosenblüth, Berlin. Dr. Raphael Strauß, München. Dr. Arthur N i s s e 1, Königsberg i. Pr. Dr. H. Graf, Paskau. Baruch Hammermann, Krakau. Abraham K 1 u s c h, Stanislau. Mary v. Hessen, Groningen. A. Schoenfeld, Glasgow. Frau A. Schoenfeld, Glasgow. Frl. Schoenfeld, Glasgow. *) Vgl. die vollständige erste Liste in der vorigen Nummer der „Welt“. Edwin Schoenfeld, Glasgow. Walter Schoenfeld, Glasgow. Nathan T annenzapf, Berlin. Moriz Reisfeld, Mahr.-Ostrau. L. P i 1 i c h o w s k i, Paris. Hans Kürschner, Beuthen. Isaak Kornfeld, Neu-Sandez. Nathan Tartakovver, Lemberg. Levi Dichter, Drohobycz. Ferdinand Lederer, Wien. Dr. Ernst Koref, Prag. Salomon H o r o w i t z, Berlin. Max P i n c z o w e r, Ratibor. Nahum Sokolow in Amerika Jahresconvention des Order Sons of Zion in Hartford Am Sonntag, den 8. Juni, wurde in Hartford die jährliche Convention des Order Sons of Zion eröffnet, an welcher 109 Delegierte und viele Gäste teilnahmen. Mayor (Bürgermeister) Cheney hieß die Delegierten im Namen der Stadt willkommen und Rabbiner 1. S. Hurewitz sprach das Gebet. Mr. Joseph Beatm an hielt eine hebräische Begrüßungsrede. Den Vorsitz führte Mr. Saul B e r m a n. Es wurden die eingegangenen Begrüßungsschreiben und -Telegramme, u. a. von Professor Otto Warburg, M. Ussischkin und Dr. Harry Friede n w a 1 d - Baltimore, verlesen. Es wurde beschlossen, die per capita-Taxe von 5 auf 10 Cents für zionistische Fonds zu erhöhen, wovon die Hälfte als Subvention für das Organ der zionistischen Föderation „Dos Yiddishe Folk" benutzt werden soll. Zwi Cohen aus Jaffa appellierte an die Convention, in jedem Staate Amerikas eine Gesellschaft zu gründen, deren Aufgabe es sei, Land in Palästina anzukaufen. In der Abendversammlung in Parson's Theater, die den Gipfelpunkt der Convention bildete, sprach Mr. Leon Zolotkoff kurz über die Bewegung. Rabbiner Harry W. Ettelson sprach ebenfalls ein paar Worte, und eine Anzahl jüdischer Knaben und Mädchen sang zionistische Lieder. Das Erscheinen des Herrn Soko- 1 o w auf der Rednertribüne bot Anlaß zu stürmischen, nicht endenwollenden Beifallskundgebungen. Er sprach im Jargon und richtete an die Versammlung einen machtvollen Appell, die zionistische Bewegung mit allen Kräften zu fördern. Der Redner sagte u. a.: „Ich danke Ihnen von ganzem Herzen für den schönen Empfang, den Sie mir bereitet haben, aber ich möchte wissen, ob Sie nur kamen, um mich als einen europäischen Besucher zu sehen und zu hören, oder ob Sie hier sind als Juden, die ein wahrhaftes Interesse an der geistigen und materiellen Gesundung der jüdischen Rasse haben?" Hierauf entwarf Herr Sokolow eine ebenso fesselnde wie ergreifende Schilderung der Leiden der Juden in allen Ländern seit ihrer Vertreibung aus ihrer palästinensischen Urheimat. Wenn die Juden, meinte der Redner, als Nation nur den Wunsch nach materiellem Wohlergehen gehabt hätten, so gäbe es heutzutage kein jüdisches Problem mehr. Die einzige Lösung der Judenfrage sei die Sicherung unserer nationalen Zukunft in unserem eigenen Land. Es muß ein Glaube an die Lebenskraft der jüdischen Nation in uns lebendig sein, sonst gibt es für uns keine Zukunft. Als unsere Nation die auf geistigem Gebiete einflußreichste der damaligen zivilisierten Welt war, waren andere Nationen klein und unbedeutend. Aber sie hatten die Fähigkeit, sich zu regenerieren, und diese Fähigkeit hat die jüdische Nation auch. Vor allen Dingen brauchen die Juden einen nationalen Mittelpunkt, ohne den sie nichts erreichen können, gerade wie ein Baum nicht ohne geeigneten Wurzelboden gedeihen kann. Das Judentum

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