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Die Welt · 1913-05-16 · 20 (16.5.1913) · page 11

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Journal
Die Welt
Volume
17 (1913)
Issue
20 (16.5.1913)
Date
1913-05-16
Page
– (sequence 11)
Language
German
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627 DIE^ELT Nr. 20 Arbeiten der Firma „Treidel und Krause“ übertragen. Nun hieß es, daß es für die jüdischen Steinmetzen keine Arbeit mehr gebe. Begreiflicherweise entstand dadurch eine große Erregung unter ihnen, zumal es kurz vor Pessach war und es ihnen infolgedessen schwer fiel, noch für die kurze Zwischenzeit andere Arbeitsgelegenheit zu finden. Die Verwaltung sah dies auch bald ein und suchte sie weiter zu beschäftigen. Beirut, 4. Mai. Die hiesige jüdische Studentenverbindung, die in letzter Zeit reorganisiert wurde, macht gute Fortschritte. Sie bemüht sich jetzt, die hiesige Bibliothek auszugestalten und hat zum Zwecke der Anschaffung von Büchern einen größeren Abend veranstaltet. Es werden auch öffentliche Vorträge über verschiedene Fragen abgehalten. An einem größeren Ausflug beteiligten sich zirka 100 Personen. Kleine Nachrichten Dieser Tage fand in Jaffa eine Zusammenkunft der Direktoren sämtlicher Filialen der Anglo-Palestine Company statt, um über interne Angelegenheiten der Bank zu beraten. Die neue Filiale in T i b e r i a s soll demnächst eröffnet werden. Die nötigen Formulare sind bereits gedruckt. Wie es heißt, wird Herr Oordon, der bisherige Direktor der Filiale in S a f e d, vorläufig auch der oberste Beamte der Filiale von Tiberias sein. Ein russischer Zionist, Herr Sokolowsky aus Hulta (Gouv. Cherson), der in Rußland eine Aktiengesellschaft „Misrach“ mit Anteilscheinen ä 1000 Rubel zum Zwecke der Herstellung kinematographischer Aufnahmen aus dem palästinischjüdischen Leben gegründet hat, ist in letzter Zeit hier eingetroffen und hat die nötigen Arbeiten in Angriff genommen. Die erste Vorstellung soll in Wien anläßlich des XI. Kongresses stattfinden. Nach einer Meldung des „Orient“ bemüht sich die HedschasbahnVerwaltung, Einfluß auf die Bahn Jaffa—Jerusalem zu gewinnen, damit Konkurrenzbestrebungen gegen die im Entstehen begriffene Linie Haifa—Jerusalem ausgeschaltet bleiben. Nach einer anderen Mitteilung sollen Verbesserungen auf der Linie Jaffa—Jerusalem vorgenommen werden, so daß die Fahrt nur 2V> Stunden dauern und auch abends ein Zug von Jaffa nach Jerusalem und umgekehrt verkehren wird. Ein deutscher Maler ist vor kurzem in Jerusalem eingetroffen, wo er studienhalber einige Zeit bleiben will. Er schreibt: „Ich bin begeistert von dem Reichtum und der Pracht der Motive .... Herr Prof. Schatz zeigte mir alles in der sehr interessanten Kunstgewerbeschule, wo man viel Fleiß und Talent findet.“ Die Eintragung der Gesellschaft m. b. H. für die Werkstätten des Bezalel ins Handelsregister des Deutschen Konsulats in Jerusalem ist bereits in Nr. 18 der „Jerusalemer Warte“ offiziell bekannt gemacht. o o o o o o o o o o o o o o AUS DER BEWEGUNG I o o o o o o o IS o o o o o o o Der XI. Kongress Eröffnung Der XI. Kongreß findet vom 2. bis 9. September 1913 (30. Ab bis 6. EluI 5673) in Wien, in den Räumen der Gesellschaft der Musikfreunde statt. Er beginnt mit einer feierlichen Eröffnungssitzung am Abend des 2. September, die Arbeitssitzungen nehmen Mittwoch, den 3. September, vormittags ihren Anfang. Kongreßbureau Das Kongreßbureau, unter Leitung des Herrn Dr. Bileski, Berlin, wird am Montag, den 2. Juni d. J. eröffnet werden. Seine Adresse wird lauten: Bureau des XI. Zionistenkongresses, Wien II., Karmeliterplatz 1. Preßbureau Der journalistischen Ausgestaltung und Ausnutzung des Kongresses soll ganz besondere Aufmerksamkeit gewidmet werden. Ein spezielles Preßbureau wird seine Tätigkeit schon in den nächsten Tagen beginnen. Wir bitten unsere Freunde, alle Notizen, die sie irgendwo über den Kongreß finden, uns einzusenden oder uns darauf aufmerksam zu machen. Kongreßausgabe der „Welt“ Auch für diesen Kongreß wird „Die Welt“ eine besondere Kongreßausgabe, aber in größerem Maßstabe als früher, veranstalten. Es sind Vorbereitungen journalistischer und technischer Natur getroffen, die garantieren, daß die Kongreßberichterstattung der „Welt“ auch sehr weitgehenden Ansprüchen an Genauigkeit und Aktualität genügen wird. Während bisher „Die Welt“ zur Zeit des Kongresses höchstens fünfmal erschien, wird sie dieses Mal wirklich täglich, d. h. also in sechs Nummern herauskommen. Wenn die Kongreßausgabe ihren eigentlichen Zweck — die schnelle und genaue Information der jüdischen und allgemeinen Öffentlichkeit über den Kongreß wirklich erreichen soll, ist die weitestgehende Unterstützung bei ihrer Verbreitung erforderlich. Es sollte jedem Zionisten bewußt sein, daß die Propaganda für die Kongreßausgabe der „Welt“ als eine der wichtigsten Arbeiten zu betrachten ist, welche die Zionisten allerorts bis zum Kongreß zu leisten haben. Eine möglichst weite Verbreitung der Kongreßberichterstattung der „Welt“ ist die einzige Möglichkeit, jener ungenauen und oft tendenziösen Berichterstattung zu begegnen, gegen die wir uns so oft zu wenden haben. Die Kongreßausgabe der „Welt“ ist nicht nur das beste und einzig authentische Informationsmittel für unsere Freunde, es stellt auch ein Propagandamittel von ganz besonderer Bedeutung und Wirksamkeit dar. Wir verlangen also von unseren Freunden, insbesondere aber von den zionistischen Vereinen und Vertrauensmännern, daß sie sich die weiteste Verbreitung der Kongreßausgabe der „Welt“ zur Pflicht machen. Der Preis der Kongreßaus gäbe (6 Nummern) beträgt: Mk. 2,40; Kr. 2,80; Rbl. 1,30; sh. 2/10; Hfl. 1,70; Doll. 0,70; Frcs. 3,60. Für Abonnenten der „Welt“ beträgt die Nachzahlung: Mk. 1,20; Kr. 1,40; Rbl. 0,65; sh. 1/5; Hfl. 0,85; Doll. 0,35; Frcs. 1,80. Bestellungen nehmen entgegen: der Verlag und sämtliche Annahmestellen der „Welt“. Delegiertenmandate Gemäß Beschluß des IX. Kongresses, veröffentlichen wir die Namen der Gesinnungsgenossen, die sich zur Uebernahme eines Delegiertenmandates für den XI. Kongreß bisher bereit erklärt haben.

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