Die Welt
- Journal
- Die Welt
- Volume
- 17 (1913)
- Issue
- 17 (25.4.1913)
- Date
- 1913-04-25
- Page
- – (sequence 11)
- Language
- German
- Belongs to
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Nr. 17 nebelt 535 .vtffiSfÜL ■ »\^4 Aus der Kunstgewerbeschule Bezalel Pessachservice mit Eliahubecher, aus Filigran und gehämmertem Silber mit Elfenbeinschmuck. Entworfen und ausgeführt von persoff und Horodetzky werden aufgenommen, falls sie die entsprechenden allgemeinen und hebräischen Kenntnisse besitzen. Das Schulgeld beträgt nur 50 Frcs. jährlich. Die hiesige jüdisch - medizinische Gesellschaft macht gute Fortschritte. Außer den Aufgaben, die sie mit der Jaffaer Gesellschaft gemein hat, bezweckt sie noch die Weiterbildung der hebräischen Sprache auf dem Gebiete der medizinischen Wissenschaft. Demgemäß ist die offizielle Sprache der hiesigen Gesellschaft für Referate und Diskussionen die hebräische. In der letzten Sitzung wurde der Gedanke angeregt, daß sie sich mit der Jaffaer Schwestergesellschaft vereinige, damit man mit vereinten Kräften an die sanitären Aufgaben herantreten könne. Die hiesigen kulturellen Vereine trugen James (Jakob) Rothschild, den Sohn des bekannten Palästinafreundes Baron Edmund Rothschild, anläßlich seiner Heirat ins Goldene Buch ein. Jaffa, 13. April. Dieser Tage sind hier statistische Daten über den Besuch der hiesigen jüdischen Schulen veröffentlicht worden. Danach besuchen jetzt die drei Kindergärten insgesamt 33S Kinder im Alter von 3—7 Jahren, von denen 119 Knaben und 219 Mädchen sind. Die Talmud-Thorah der Aschkenasim hat 7 Klassen, die von ca. 150 Knaben im Alter von 3—16 Jahren besucht werden. Es werden fast ausschließlich religiöse Fächer von 8 Lehrern unterrichtet, ln den oberen 3 Klassen wird auch hebräisch und Rechnen unterrichtet. — Die Tachkemonischule hat 3 Vorbereitungs- und 5 Hauptklassen, die von ca. 250 Knaben im Alter von 4%—15 Jahren besucht werden. Die Schule hat insgesamt 12 Lehrkräfte. Das Schulgeld beträgt 3—10 Frcs. monatlich. Die hohe Zahl der Schüler beweist, daß diese Schule für weite Kreise der Jaffaer jüdischen Bevölkerung eine Notwendigkeit ist. — Die Knabenschule des Hilfsvereins wird von 140 Knaben besucht. Die Schule verfügt über 6 ständige Lehrkräfte und 5 Hilfslehrer. Das Schulgeld beträgt 1—6 Frcs. monatlich und macht jährlich ca. 2000 Frcs. aus. — Die Schule der Alliance hatte im vorigen Jahre 172 Schüler, im laufenden Jahre nur 160 Schüler. Die Schule verfügt über 6 Lehrer und 6 Klassen. — Die Mädchenschule der Chowewe Zion hatte im vorigen Jahre 373 Schülerinnen, im laufenden Jahre hat sie 444, somit hat sie einen Zuwachs von 71 Schülerinnen zu verzeichnen. — Das Lehrerinnenseminar Lewinsky wird im laufenden ersten Jahre von 24 Schülerinnen besucht. — Das Hebräische Gymnasium wurde im vorigen Jahre von 343, im laufenden Jahre von 479 Kindern besucht. Es ist also ein Zuwachs von 136 Schülern zu verzeichnen. 331 sind Knaben und 148 Mädchen. Die Schule verfügt jetzt über 27 Lehrkräfte sowie über einen eigenen Schularzt. 211 Kinder sind aus Palästina selbst, 169 Kinder haben ihre Eltern im Auslande, während 99 Kinder mit ihren Müttern in Palästina wohnen. In der Tat bildet das Gymnasium sozusagen die „Hauptindustrie“ von Tel-Awiw, durch die