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Die Welt · 1913-04-25 · 17 (25.4.1913) · page 10

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Journal
Die Welt
Volume
17 (1913)
Issue
17 (25.4.1913)
Date
1913-04-25
Page
– (sequence 10)
Language
German
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534 Nr 17 DIESqKELT Falle auf die gleiche Weise zu überwinden? Weshalb sollte der leitende Gedanke solcher Settlements nicht das Nationaljudentum, weshalb ihr Ziel nicht die Erziehung einzelner Stadtteile zu jüdisch-nationaler Arbeit in Palästina und in Amerika sein? Weshalb sollten sich diese zi curvs tischen Siedlungen nicht zu Hochburgen zionistischer Propaganda in Amerika entwickeln können? Es fragt sich, ob es sich nicht auch für die Gesinnungsgenossen außerhalb Amerikas lohnen würde, dieser Anregung Beachtung zu schenken und eventuell auf ihre Verwirklichung hinzuarbeiten — denn wenn es uns gelänge, auf diesem Wege auch nur ein Fünftel der amerikanischen Juden für den Zionismus zu werben, so würde dies eine Schar von über 100 000 neuen Gesinnungsgenossen bedeuten. PALÄSTINA-RUNDSCHAU L (Von unserem Berichterstatter.) Aus den Städten Jerusalem, 13. April. Nun haben auch wir die jungen Turner und Studenten, die das deutsche Judentum zum Besuche Palästinas gesandt hat, begrüßen können. Uns Palästinensern ist seltsam zumute bei dem Anblick dieser Jugend, die zukunftsfroh und wegsicher sich in unsere Reihen stellt. Denn mögen auch die anderen Nationen, Engländer, Russen, Deutsche und Franzosen, alljährlich ein viel größeres Kontingent von Palästinareisenden als wir Juden stellen — warmblütige Jugend, die dauernde Verbindungen mit dem Lande anknüpfen will, schickt doch nur unser Volk in sein altes Heimatland. Ein trostreicher Gedanke für uns Palästinenser, die wir zuweilen das Gefühl hatten, als wären wir ein von der Hauptarmee verlassener Vorposten! — Etwas von dieser Stimmung zitterte durch die Begrüßungsreden, die hier zu Ehren der lieben Gäste gehalten wurden. Im Bet-Am begrüßten Schiller, Schatz und Dr. Masie die jungen Gäste. Der hiesige Turnverein „Makkabi“ ließ es sich nicht nehmen, auch seinerseits einen Empfangsabend zu veranstalten. Es wurde von Gastgebern und Gästen flott geturnt und am Ende von allen gemeinsam das „Hatikwah“lied — das N. H. I m b e r seinerzeit in Palästina verfaßte — angestimmt. Die hiesigen Kurse zur Ausbildung von Kindergärtnerinnen, die vom „Hilfsverein der deutschen Juden“ unterhalten werden, haben einen achtenswerten Erfolg zu verzeichnen: nicht weniger als 13 Mädchen haben dieser Tage die Kurse mit Erfolg absolviert. Drei dieser Absolventinnen stammen aus den Kolonien, je eine aus Jaffa und Bulgarien, acht aus Jerusalem. Der Unterricht ist auf zwei Jahre festgesetzt und umfaßt ein reichhaltiges Programm. Auch ausländische Mädchen, die das 16. Lebensjahr erreicht haben. Aus der Kunstgewerbeschule Bezalel Weinflasche und Service aus Filigran und gehämmertem Silber mit Elfenbeinschmuck. Entworfen und ausgeführt von Persoff und borodetzky

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