Die Welt
- Journal
- Die Welt
- Volume
- 17 (1913)
- Issue
- 15 (11.4.1913)
- Date
- 1913-04-11
- Page
- – (sequence 11)
- Language
- German
- Belongs to
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Nr. 15 471 diei^elt glieder dieser Gesellschaft im Lande selbst leben und wirken, so hoffen sie, mit relativ geringen Mitteln Ersprießliches leisten zu können. Friede in der Kolonie Chedera Die Streitigkeiten in dieser Kolonie sind genügend bekannt, auch daß das Mischpat Haschalom (Friedensgericht in Jaffa) sich mehrere Male erfolglos mit der Sache befaßt hat. Jetzt ist endlich Friede geschlossen worden und die A. P. C. kann sich rühmen, den kräftigsten Anstoß dazu gegeben zu haben. Sie hat nämlich den beiden in Chedera existierenden Leihgenossenschaften vor etwa einem halben Jahre die Erneuerung des Kredites nach reiflicher Erwägung und Rüdesprache mit der bei ihr funktionierenden speziellen Kommission für langfristige Kredite verweigert. Sie ging dabei von dem Grundsatz aus, daß, wo kein Waad existiert oder wo seine Autorität nicht anerkannt wird, der Rechtsboden für die Gewährung von Darlehen fehlt. Sie verwies die Kolonisten deshalb nochmals an das Mischpat Haschalom. Allerdings sah sie sich genötigt, um die Kolonisten nicht dem Ruin auszuliefern, den beiden Gruppen, nachdem sie versprochen hatten, sich dem Schiedssprüche des Mischpat Haschalom zu fügen, die Hälfte des vorjährigen Darlehens vorläufig zu gewähren. Als es nun auf die Vollstreckung des Urteils ankam, entstanden wieder Schwierigkeiten, da eine der beiden im Waad vertretenen Parteien sich hartnäckig weigerte, eine vom Mischpat Haschalom angeordnete Uebertragung im Grundbuch, die einen der Hauptstreitpunkte gebildet hatte, durchzuführen. Auch jetzt ging die A. P. C. vom Standpunkte aus, daß die Aufrechterhaltung der Autorität des M. H. für sie von hervorragender Wichtigkeit ist und sie weigerte sich, irgendwelchen Vorschuß in Chedera zu gewähren, solange sie nicht vom Mischpat Haschalom die Bestätigung erhalten würde, daß allen seinen Anordnungen Folge geleistet wäre. Dadurch wurde die widerspenstige Partei zum Nachgeben gezwungen und schon nach einer Woche war das M. H. in der Lage, die gewünschte Bestätigung zu geben. Noch am selben Tage gewährte die A. P. C. den zwei in Chedera arbeitenden Genossenschaften sowie der Genossenschaft der Kolonisten, die das Terrain von Zeta bearbeiten, Darlehen in einer Gesamthöhe von ca. 55 000 Frcs. Außerdem 'gewährte sie dem neuen Waad zur Regelung der verworrenen Verhältnisse, die er übernahm, ein Darlehen von 3000 Frcs. und versprach ihm nach Klarstellung der finanziellen Lage der Kolonie auch weitere finanzielle Förderung. Kleine Nachrichten Die Herausgabe des neuen hebräischen Tageblattes in Jaffa scheint bereits gesichert zu sein. Der publizistische Teil soll von A. M. Borochow, der rein literarische von J. Ch. Brenner redigiert werden. Der neue Gouverneur ist bereits in Jerusalem eingetroffen und wurde mit dem üblichen Zeremoniell empfangen. Ende März ist in Jaffa die von Dr. Z 1 o c i s t i geführte Reisegesellschaft eingetroffen. Am Abend ihrer Ankunft fand im Gymnasium seitens des Waad von Tel-Awiw ein offizieller Empfang statt. Prinz Joachim von Preußen in Tel-Awiw Prinz Joachim, der jüngste Sohn des Deutschen Kaisers, der sich einige Tage in Palästina aufgehalten hat, besuchte am 24. März, bei seiner Rückkehr von Jerusalem, in Begleitung des deutschen Konsuls, auch das neue jüdische Stadtviertel Tel-Awiw. o o o o o o o o o o o o o o AUS DER BEWEGUNG I o o o o o o o looooooo AUSWEIS Schekel 5673 Rußland. Spezifikation fehlt.Rbl- 23.50 JA 50.48 Deutschi and. Memel, Ortsgruppe.4^- Holland. Nederlandsche Zionistenbond.Fl. 200.— „ 339.— Zionistischer Zentralfonds 1913; Deutschland. Berlin: Dr. S. Moses (V. J. St.) 10.-, Erich Steinberg (K. Z. V.) 5.—.' ' ' -lf- ~ Hamburg: Leopold Landau 100.—, Dr. W. Jacobsohn 10.—, Dr. L. Allen 60.-.« ’jJO — Posen: Isidor Rosenthal.. Straßburg: Abraham Löw. j-00 Köln a. Rh.: Max Pinette, Dipl.-Ing.. In Elberfeld: Dagob. Walter.. 20.- Hannover: Karl Schleissner. ~- Breslau: Dr. Walter Steinitz.„ Mannheim: Hans Simon.?- Rawitsch: R. Wittenberg. Beuthen, Ob.-Schl.: Frau Lotte Emmrich d —, L>r med. Block 10.—, Simon Guttmann 15.—, Leopold _ _ Guttmann 15.—, Dr. Lewkowitz 10.— " Düsseldorf: Carl Steinweg - - - ' ' ' ' " 3‘ Halberstadt: David Freund 5.—, Isidor Neuberger ^_ Würzburg: Ortsgruppe 1 J. C. T.-Aktie über £ 1.— „ 20.50 Essen-West: L. Rosenberg." Memel: Rechtsanwalt Jacobsohn. in _ Halle: Ludwig Pinner . -. in_ Schwelm: Willy Meyer.'_L-u——— Zus. M. 448.05 Galizien. Krakau: Leon Lindenbaum Kr. 30.—, Dr. Ch. Hilfstein 10.—, M. Rakower 5 — - - zus. Kr. 45.— JA. 37.80 Drohobycz: Falik Halpem.„ 100.— „ 84.— Tarnow: Eduard Schwager.„ 20.— „ 16.80 Stanislaus: Leon Rosenblatt.„ 25.— „ 21.— Zus. JA. 159.60 Westösterreich. Wien: Joh. Kremenezky JA. 1000.—, A. Böhm Kr. 100.- (JA. 85).JA. 1085.- Proßnitz: Wilhelm Lösegeld.Kr. 10.— „ 8.40 Belgien. Antwerpen: Michel Karlin.JA 10.— Palästina. Jaffa: D. Levontin.£ L—JA. 20.50 Rußland. S. Grundwag..JA. 54.— Eingang vom 3. bis 8. April 1913: Schekel 5673 JA. 437.48, Zentralfonds 1913 JA. 1785.55. Gesamteingang: Schekel 5673 JA. 5081.03, Zionistischer Zentralfonds 1913 JA. 17506.45. Von der Immobiliengesellschaft „Palästina“ Der Verwaltungsrat der Immobiliengesellschaft „Palästina“ m. b. H. in Berlin hat in seiner am 6. April d. J. abgehaltenen Sitzung beschlossen, der demnächst stattfindenden Gesellschafterversammlung vorzuschlagen, für das abgelaufene Geschäftsjahr 1912 eine Dividende von 8 °/o auszuschütten. Für das Geschäftsjahr 1911 wurde bekanntlich eine Dividende von 6 °/o verteilt. Im Laufe des zweiten Halbjahres 1912 sind für weitere 23000 M. Stammanteile der Gesellschaft ä 500 M. verkauft worden.