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Die Welt · 1913-02-07 · 6 (7.2.1913) · page 14

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Die Welt
Volume
17 (1913)
Issue
6 (7.2.1913)
Date
1913-02-07
Page
– (sequence 14)
Language
German
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Nr. 6 162 . . --- - ------ . ■*-= DIE33&ELT m entspreis des „Zsidö Szemle“ mit inbegriffen ist. Es wurde von vielen der. Befürchtung Ausdruck gegeben, daß diese Erhöhung die Verringerung der Mitgliederzahl nach sich ziehen wird, doch kann mit Freude festgestellt werden' daß die Zahl der neueingetretenen Mitglieder diejenigen der schlechten Zahler und Weggebliebenen bei weitem übertrifft. So konnten die Berichte des Sekretärs und des Schatzmeisters eine in jeder Beziehung gedeihliche Entwicklung feststellen. Die Einnahmen betrugen ca. 2500 Kronen, die Ausgaben fast dieselbe Summe. Da in den letzten Monaten viele neue Mitglieder dem Vereine beitraten, sind für 1913 größere Einnahmen zu erwarten. Es wurden außerdem über 100 Schekolim gesammelt. Um die Konsolidierung bemühten sich in hervorragender Weise die Gg. Dr. Kah an und Samuel Reich. Der neugewählte Vorstand besteht aus folgenden Herren: Dr. Leopold O s z t e r n (Präsident), Dr. Ludwig Dömeny und David Kohn (Vizepräsidenten), Samuel Reich (Sekretär), Dr. Nison Kahan (Schatzmeister), Dr. Bela Oesterreicher und Alexander Schlesinger (Kontrolleur), Dr. Eugen Weinberger (Quästor), Desider Schwarz (Bibliothekar), Max Kämpfner und Samuel Kohn (Schriftführer) und aus einem Ausschuß. Jugendarbeit. Die Vereinigung zionistischer Hochschüler „Makkabäa“ eröffnete am 25. v. M. nach den Universitätsferien mit erneuten Kräften ihre Tätigkeit. Die rührige Vereinigung tritt hiermit in das XX. Semester, was im Laufe des Semesters durch groß angelegte Jubiläumsfeierlichkeiten würdig gefeiert wird. Eine Reihe von Vorträgen (darunter solche von namhaften Gelehrten) ist für die zionistische und jüdische Ausbildung der Mitglieder vorgesehen. Unter der Aegide der „Makkabäa“ veranstaltet die neugegründete jüdische Vereinigung „Hasmonäa“ allwöchentlich Vorträge über jüdische Fragen. England London. Im Hause von Professor Dr. Gollancz fand am 26. Januar eine Versammlung des Palestine Committee statt. Dr. Epstein sprach über die augenblickliche wirtschaftliche Lage des Heiligen Landes, und Mr. Leon Simon über die Eindrücke, welche er bei einer kürzlichen Reise in den palästinensischen Kolonien gewonnen hatte. Zum Schluß ergriff auch Professor Gollancz das Wort. — Rabbiner W. J. Greenstein unternimmt eine Reise in den Provinzstädten, um die nötigen Mittel zur Errichtung einer zionistischen Synagoge in East London zu sammeln. Am 25. Januar fand die erste Versammlung der V oung ZionistLeague statt. Es wurden 20 Mitglieder eingetragen. Mr. L. Y a f f e e hielt einen Vortrag über Jehuda Halevi. Am 12. Januar besprach Rev. J. K. Goldbloom in der Association of East London Zionists den Artikel von Dr. Ehrenpreis über „Zionismus während der letzten fünfzehn Jahre“. — Am gleichen Tage hielt Rabbiner H. M. Lazarus in der London University Zionist Society einen Vortrag über „Althebräische Dichtkunst“. Die Jahresversammlung der North London Zionist Society fand am 12. v. M. unter dem Vorsitz von Mr. B. Grad statt. Nach Beendigung des geschäftlichen Teiles sprachen Rabbiner Dr. S. D a i c h e s, Rev. Harris Cohen, Mr. S. Landman und der Vorsitzende über aktuelle Fragen der zionistischen Bewegung. Manchester. Am 26. Januar vereinigte die Eröffnungsfeier des neuerbauten Maccabaean-Clubs eine ansehnliche Anzahl Teilnehmer unter dem Vorsitze von Mr. S. Harris. Am 27. Januar hielt Dr. We itzm an vor Mitgliedern der Egyptian and Orie nla ("Äss o c i a t i o n einen Vortrag über: „Die zionistische Bewegung.“ Liverpool. Der Zionist Central Council veranstaltete am 26. Januar eine große Propaganda-Versammlung, bei welcher Rev. I. Raffalovich den Vorsitz führte und das Mitglied des E. A. C. Herr N. So ko low eine längere Rede hielt. Rabbiner Rabinowitz sprach ebenfalls in dieser Versammlung. Auf das Dankesvotum der Versammlung an Herrn Sokoknv erwiderte dieser in englischer und hebräischer Sprache. Da der Saal nicht sämtliche Besucher fassen konnte, wurde gleichzeitig noch eine Versammlung in der Lesehalle unter dem Vorsitz von Dr. J. S. Fox arrangiert, in welcher ebenfalls Herr Sokolow und außerdem Mr. B. B. Benas und Mr. H. G. Auerbach sprachen. — Am 9. Februar wird Rev. J. S. Harris in der Junior Zionist Association einen Vortrag über „Das messianische Ideal im Judentum“ halten. Anfang März wird das jährliche Konzert der Association stattfinden. Glasgow. Am 9. Februar wird Herr Sokolow in einer zionistischen Propagandaversammlung einen Vortrag halten. In der Versammlung wird auch Herr Dr. Fox aus Liverpool sprechen. Kanada Montreal. Eine der wichtigsten und erfolgreichsten Versammlungen des Council der Cä'nadian ZionistSociety fand kürzlich in dem Hause des Präsidenten Mr. Clarence I. de Sola statt. Der Kassenbericht ergab, daß seit der letzten Versammlung vor sechs Wochen die namhafte Summe von 20 400 M. für die verschiedenen Fonds der Bewegung gesammelt wurde, wovon der größere Teil für den Landfonds der kanadischen Zionisten bestimmt ist. Für diesen Fonds sind schon längst die ersten 40 000 M. gesammelt worden, und die weiteren Sammlungen berechtigen zu der Hoffnung, daß die zweiten 40 000 M. noch vor der nächsten Convention aufgebracht sein werden. Seit dieser Versammlung bei Mr. de Sola sind weitere 2000 M. bei einer zionistischen Barmizwahfeier in Montreal gesammelt worden. Winnipeg. Hier wurde ein Misrachi-Zweigverein begründet, welcher fast 200 Mitglieder zählt. Ein Aufruf für den Zentralfonds des Actions-Gomites wurde erlassen. SPRECHSAAL Unser Gesinnungsgenosse Herr Joachim Neiger in T a r n o w (Galizien) sendet uns eine längere Zuschrift, in der er darauf hinweist, daß die jüngsten judenfeindlichen Ausschreitungen in Saloniki unseren Freunden von neuem Anlaß geben sollten, eine energische Aktion gegen die Verwendung griechischer Ethrogim und für ihre Ersetzung durch palästinensische Früchte einzuleiten. Herr Neiger schreibt u. a.: „. . . Die Griechen haben für ihren neuesten Pogrom einen ganz besonderen Rechtstitel. Sind doch die Juden seit Jahrzehnten anmaßend genug, den Korfuer Gartenbesitzern für schnödes Geld die schönen Früchte ihrer Zedembäume abzukaufen. Saloniki war somit nur die wohlverdiente Strafe für das seltsame Begehren dieser anmaßenden Juden, dem stolzen Hellas als Abnehmer für seine Bodenproduckte dienen zu wollen. Was tut es, daß eine ganze Gartenkultur, von der zahllose griechische Familien leben, ganz wertlos wäre, wenn diese Frucht nicht von Juden zu religiösen Zwecken begehrt und mit horrenden Preisen bezahlt würde. Durch solche sentimentale Erwägungen wird sich doch das edle Griechenvolk nicht abhalten lassen, wieder einmal das Schauspiel einer ordentlichen Judenhatz zu genießen. Nun wäre es aber doch hoch an der Zeit, den Griechen mindestens diesen Ppgrom-Rechtstitel zu nehmen. Vielleicht wird doch einmal die Entweihung unseres schönen Sukkoth- Festes — die alljährlich durch Bevorzugung dieser Pogrom- Frucht vor dem biblischen Ethrog des heiligen Landes begangen wird — ein Ende nehmen. Nicht um das kaufende Publikum aufzuklären, handelt es sich jetzt; damit kann man bis zur eigentlichen Saison warten. Aber die Agitation muß zuerst bei den Großhändlern beginnen, die sich frühzeitig durch größere Ethrogim-Käufe zu decken pflegen; diese müssen rechtzeitig gewarnt werden, damit sie die beabsichtigten Käufe unterlassen. Eine verspätete Agitation könnte nur zur Folge haben, daß den jüdischen Händlern die unverkauften und somit wertlosen Vorräte Zurückbleiben, während die judenfeindlichen griechischen Gartenbesitzer das Geld für ihre Ware längst empfangen haben. Ln jedem Orte, wo Juden in größerer Anzahl wohnen, sollten unverzüglich Komitees gebildet werden, die es sich in erster Reihe zur Aufgabe machen sollen, die Ethrogim- Händler des betreffenden Platzes aufzuklären, sie vom Kaufe griechischer Ethrogim abzuhalten und zur Deckung ihres Bedarfs durch Palästina-Ethrogim zu bewegen. In den meisten Fällen wird eine solche Aufforderung — vorausgesetzt, daß sie mit dem erforderlichen Nachdruck erfolgt — das Ziel nicht verfehlen. Mit Rücksicht auf die eminente Wichtigkeit der Sache müßte man sich an die Ethrogim-Händler so früh als möglich, und zwar nicht etwa durch allgemein gehaltene Flugblätter o. dgl., sondern in direkter Weise, durch örtliche Komitees wenden.“ Zur Beachtung BMF* Die Telegramm-Adresse des Zionistischen Zentralbureaus» der Redaktion und Administration der „Welt“, sowie des Jüdischen Verlages lautet: Orghip, Berlin. Die Telegramm-Adresse des Hauptbureaus des Jüdischen Nationalfonds in Köln ist: Keren» Köln.

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