Die Welt
- Journal
- Die Welt
- Volume
- 17 (1913)
- Issue
- 4 (24.1.1913)
- Date
- 1913-01-24
- Page
- – (sequence 14)
- Language
- German
- Belongs to
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118 Nr. 4 DIE^ELT Von den Zentralfondseingängen 1912 ist noch der von Herrn Leo Dinesmann, Königsberg, bereits früher eingezahlte Beitrag für 1913 in Höhe von Jk 100.— (s. o.) in Abzug zu bringen. Der Gesamteingang für 1912 betrug also am 31. Dezember 1912: Jk 52 386.37. Eingang vom 8. bis 22. Januar: Schekel 5673: Jk 220.—, Zentralfonds 1913: Jk 432.50; S c h e k e 1 5672^.611.57, Zentralfonds 1912: Jk 1281.51. Gesamteingang: Schekel 5673: Jk 241.70, Zentralfonds 1913: Jk 1640.28. — Schekel 5672: Jk 82 564.35, Zentralfonds 1912: Jk 53 667.88. Eine Rede N. Sokolows (Von unserem Berichterstatter.) London. Sonntag fand in der großen Shoreditch To\vn Hall eine der glänzendsten zionistischen Versammlungen statt, die seit Jahren in London gesehen worden sind. Der Hauptredner des Abends war Herr S o k o 1 o \v , der seit einiger Zeit hier weilt. Unter den Anwesenden befand sich auch A c h a d H a a m. Nach einigen einleitenden Worten des Herrn Dr. S. A. Hirsch, des Präsidenten des Joint Zionist Council, begrüßte Herr Sokolow die Versammlung im Namen des E. A. C. Er erinnerte daran, daß es in London war, wo Herzl zum erstenmal seine Idee in öffentlicher Versammlung entfaltete, und daß es die breite Masse war, die seinen Worten Gehör schenkte. Die Juden von Whitechapel werden daher einst in der Geschichte des Zionismus einen ruhmvollen Platz einrieh men. Bezüglich des jetzigen Zustandes der Türkei legte Herr Sokolow die Sympathien dar, die die Juden für dieses Land hegen. Auch die Juden könnten aus den Ereignissen eine Lehre ziehen. Die Juden müssen bereit sein, wenn sie ihr Ziel erreichen wollen. Wir müssen die Massen für uns haben, so daß, wenn wir gefragt werden, wer die Zionisten sind, wir antworten können: „Das jüdische Volk." Wir stehen jetzt vor großen Ereignissen, und wir müssen daher energisch an die Arbeit gehen. Die Rede hinterließ einen mächtigen Eindruck. Mr. Joseph C o w e n, der seine Rede mit einem Hinweise auf eine zionistische Versammlung einleitete, der er vorige Woche in Tunis beigewohnt hatte, erklärte, daß er nicht wisse, was Herzl unter den jetzigen Umständen getan hätte, aber sicher könne man behaupten, daß er diesen Zeitpunkt nicht unbenutzt hätte Vorbeigehen lassen. Es sei möglich, daß auch jetzt an das jüdische Volk die Frage gestellt werden würde, ob es bereit sei. Dr. W e i z m a n n , Dr. D a i c h e s , W. G. K. G o 1 d b 1 o o m und Dr. S a 1 k i n d hielten weitere Ansprachen. Dann wurde die begeisternde Versammlung mit einer kurzen hebräischen Rede von Herrn Sokolow geschlossen. Vom Jüdischen Verlag Der Jüdische Verlag setzt durch Herausgabe neuer Schriften seine erfolgreichen Sammlungen „Vom alten Stamm" und „Die Jüdische Gemeinschaft" fort. Im kommenden Monat wird das wertvolle Memoiren werk der Glückei von Hameln folgen. Eine nicht minder wertvolle und auf dem deutschen Büchermarkt aufsehenerregende Erscheinung wird die Neuauflage des von Professor J. Friedlaender übersetzten ersten Bandes von Achad Ha-Am’s gesammelten Aufsätzen „Am Scheidewege" sein. Das A. C. hat seit sechs Jahren eine hebräische Wandkarte Palästinas vorbereitet, die nun in wenigen Tagen im Vertrieb des Jüdischen Verlags erscheinen wird. Wir verweisen diesbezüglich auf das Inserat in dieser Nummer. Palästina-Reise-Gesellschaft (e. V.) in Hamburg Der geschäftsführende Ausschuß dieses Vereins versendet folgenden Aufruf: Hamburg, 20. Januar 1913. Der sehnlichste Wunsch eines jeden Juden war von jeher, die Stätten unserer glorreichen Vergangenheit in Erez-Israel selbst zu besuchen. Seitdem unser Volk in die Regenerationsbewegung eingetreten ist, ist der Besuch Palästinas eine direkte Notwendigkeit für jeden geworden, der in Erez-Israel das Land unserer Zukunft sieht. An der rastlosen Arbeit unserer Pioniere, an dem sichtbaren Fortschritt der Entwicklung unseres Volkes und unserer Sprache dort, abe~ auch an der Menge noch nicht getaner Arbeit lernen wir aueigener Anschauung, wie und was noch zu tun ist, um unser Ziel zu erreichen. Die Berührung mit unserer mütterlichen Erde wird uns neue Kräfte für unseren schweren Kampf im Dienste unseres Volkes und unseres Landes geben. Um auch den Minderbemittelten unter unseren Genossen die Reise nach Erez-Israel zu erleichtern, verlosen wir am Chol-ha-Moed Pessach die Mitgliedsbeiträge (10 M. p. a.) in Anteilen von je 500 M. unter unseren Mitgliedern. Der Gewinnende hat innerhalb zweier Jahre Palästina zu besuchen und schriftlich oder mündlich über das Gesehene Bericht zu erstatten. Wenn auch nach den Zahlenverhältnissen nur einer von 50 der Glückliche sein kann, das Land unserer Sehnsucht zuerst zu schauen, so haben doch die übrigen die Genugtuung, mit dazu beigetragen zu haben, daß ein Gesinnungsgenosse in Erez-Israel gewesen ist und der Bewegung einen neuen Mitkämpfer gegeben zu haben, der auf Grund eigener Anschauung und Erfahrung im Kampfe besser ausgerüstet sein wird als Ende Januar reist Dr. med. Hermann S t a h I - Tamowitz (0.-5.), der Gewinner unserer ersten Verlosung, nach Palästina, ln der kommenden zweiten Verlosung wollen wir eine ganze Schar Kundschafter ins Land schicken, die unseren dortigen Brüdern unsere Grüße überbringen und nach ihrer Rüdekehr uns sagen werden, was dort nottut. Wir laden Sie daher, sehr geehrter Herr Gesinnungsgenosse, ein, unserer Gesellschaft beizutreten, und bitten um Ihre umgehenden Mitteilungen. Unseren Mitgliedern, die auf eigene Kosten reisen wollen, bieten wir unsere Dienste kostenlos an, sie zu Minjam zu vereinigen, wodurch eine erhebliche Ermäßigung des Fahrpreises uns zugesichert ist. Mit hochachtungsvollem Zionsgruß Palästina-Reise-Gesellschaft e. V. in Hamburg Der geschäftsführende Ausschuß: Rechtsanwalt Dr. Bruno Tannenwald Leopold Landau Dr. A. Ch wo II es. Zuschriften sind erbeten an: Dt. A. Chwolles, Hambuig- Bahrenfeld, Mozartstr. 34. Mitteilungen des Palästina-Informationsbureau Wien 11, Karmeliterplatz 1 Reiseplan nach Jaffa und Chaifa mit dem Dampfer des Oesterr. Lloyd über Triest Syrien linie: Abfahrt von Triest Sonntag, 1 Uhr nachmittags; Ankunft in Jaffa Donnerstag, 7 Uhr früh, in Chaifa Donnerstag, U/s Uhr nachts. Preise: nach Jaffa: III. KI. 38 K., II. Kl. 210.60 Frcs. inkl. Verpflegung, I. Kl. 303.60 Francs inkl. Verpfl.; nach Chaifa: III. Kl. 39 K. — Ei Hin ie: Abfahrt von Triest Freitag, 1 Uhr nachm., Ankunft in Jaffa Donnerstag, 7 Uhr früh, in Chaifa Donnerstag, I1/2 Uhr nadhm. Preis: IV. Kl. 45.50 K., III. Kl. (mit Bett) ab Alexandr. III. Kl. Syr. (ohne Bett) 82 K., III. Kl. ab Alexandr. II. Kl. Svr. (ganze Fahrt mit Bett) 100.30 K., Verpfl. 25.70 K., II. Kl. 295.60 Frcs. inkl. Verpfl., I. Kl. 426.60 Frcs. inkl. Verpfl; nach Chaifa: IV. Kl. 47 K., III. Kl. 84 K„ III. Kl. ab Alexandr. II. Kl. Syr. 107 K., Verpf. 43 K„ Freigepäck: I. Kl. 100 kg, II. Kl. 60 kg, III. und IV. Kl. 30 kg. Die Landung in Jaffa kostet 3 K. pro Person. Landungskarten im Palästina-Informations-Bureau Wien erhältlich. Der geringste Betrag, der nun für die Reise von Wien bis Jaffa außer Verpfl. mit Syriendampfer (11 Tage auf Schiff) erforderlich ist, beträgt für einen armen Auswanderer 62.75 K., mit dem Eildampfer (7 Tage) 70.25 K. (Inbegriffen Strafe Frcs. 10, die in Jaffa entrichtet wird, wenn der Landende keinen Reisepaß besitzt.) Die Ermäßigungen werden nur den persönlich erscheinenden Auswanderern im Informationsbureau spätestens 2 Tage vor Abgang der Dampfer ausgefolgt. Außer. dem Palästina-Informationsbureau in Wien erteilt auch Auskünfte und Fahrpreisermäßigungen das Zionistische Zentralbureau Berlin W. 15, Sächsische Str. 8, und Auswanderer-Bureau, Triest, via del Monte 1. Amtsstunden: via Tone Bianca 15, II, Donnerstag und! Samstag von 7—71/2 Uhr abends; in dringenden Fällen werden die Ermäßigungsbriefe auch Sonntag früh von 8—9 Uhr, aber statt via Tone Bianca, via del Monte 1 ausgefolgt