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Die Welt · 1913-01-03 · 1 (3.1.1913) · page 17

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Die Welt
Volume
17 (1913)
Issue
1 (3.1.1913)
Date
1913-01-03
Page
– (sequence 17)
Language
German
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Nr. 1 - -DIElfoELT— _ _ - 21 Goldene Buch eintragen lasse. Gr. Franzie Berenstein dankte für diese Ehrung, und versprach, auch weiter nach besten Kräften für die Bewegung zu arbeiten. Sodann wurde die allgemeine Lage der Bewegung sprechen. Zu diesem Punkte ergriff zuerst Herr Dr.Hantke das Wort und erörterte ausführlich die politische Tätigkeit des E. A. C. und die Arbeit in Palästina durch die verschiedenen Institutionen der Bewegung. Diese Arbeit müsse getragen werden von einer kräftigen Organisation, welche nur durch Zentralisation geschaffen werden könne. Das E. A. C. arbeite in dieser Richtung mit Hilfe der Parteisekretäre und des Parteiorgans. Nachdem der Vorsitzende Herrn Gr. H a n t k e den Dank der Versammlung ausgesprochen hatte, wurden einige interne Angelegenheiten besprochen und das Budget für 1913/14 genehmig. Unter Absingung der H a t i k w a h wurde die Versammlung geschlossen. Am Abend fand eine große Festversammlung statt, aut der Herr Dt. Hantke und Frau Ornstein-Hoofien die Festreden hielten. Deutschland Hamburg. Die Misrachi-Gruppe der Zionistischen Ortsgruppe Hamburg-Altona veranstaltete am 24. Dezember 1912 im großen Saale des Logenheims eine Massenversammlung, in der Herr L. Lebowitsch aus Budapest über das Thema „Die Zukunft des Judentums und der Misrachi-Zionismus “referierte. An den Vortrag schloß sich eine lebhafte Diskussion, die bewies, daß die Idee des Misrachi innerhalb der Thoratreuen Hamburgs, wenn auch schrittweise, so doch unaufhaltsam an Boden gewinnt. Eine große Anzahl neuer Mitglieder wurde gewonnen. Straß bürg. Der Vorsitzende unserer Ortsgruppe, Her- Professor Drey fuß, ist nunmehr auch Mitglied des Gemeindevorstands" geworden. — Samstag Abend, 21. v. M., sprachen in einer Propagandaversammlung in B i s c h w e i 1 e r Herr Professor Drey fuß über „Das Erwachen des Nationaljudentums“ und stud. med. Abraham L ö w über „Die Entwicklung des Zionismus seit Herzl“. Der Erfolg des Abends waren 16 Beitrittserklärungen zur Schekelzahler-Gruppe, der Absatz von N.-F.-Büchsen und Broschüren. Weitere Versammlungen in der Provinz werden folgen. Memel. Am Sonnabend, den 14. v. M„ feierte die hiesige Zionistische Vereinigung ihr Makkabäer-Fest, das von ca. 400 Personen besucht war. Nürnberg. Am Montag, den 16. Dezember, sprach Herr Julius Simon aus Mannheim im Hotel „Goldener Adler“ in einer öffentlichen Versammlung, die von mehr als 300 Personen besucht war, über das Thema: „Zionismus und liberales Judentum“. Oesterreich Wiener Makkabäerfeiern (Von unserem Berichterstatter.) Wien. Anläßlich der Makkabäer-Feier fanden in diesem Jahre in Wien zwei große Veranstaltungen statt. Der zionistische Mädchenverein „M oriah“ gab am 15. Dezember einen Makkabäer-Abend, der einen würdigen und angeregten Verlauf nahm. Der Festredner, Herr Moses Waldmann, und die mitwirkenden Künstlerinnen und Künstler, Fräulein Baron, Frau Betti Ul ler ich vom deutschen Volkstheater, sowie die Herren Alwin Neuß von der „Neuen Wiener Bühne“, der jugendliche Violinvirtuose Mischa Stielmann und Opernsänger Henrik Baum an n ernteten reichen Beifall. Ein wunderschönes, stimmungsvolles lebendes Bild, vom Maler K r e s t i n und vom Zeichner Osias Herschdörfer gestellt, beschloß den Festabend. Sehr eindrucksvoll war auch die Makkabäer-Feier, welche die Wiener zionistische Vereinigung Sasmtag, den 21. Dezember, in den Festsälen des Hotels Continental veranstaltete und die sich eines außerordentlich starken Besuches erfreute. Insbesondere die zionistische Jungmannschaft war stark vertreten. Der Abend wurde durch Vortrag einer der wirksamsten Stellen aus dem Buche der Makkabäer (Vortragender Herr med. Isidor K1 a b e r) stimmungsvoll eingeleitet. Die Festrede hielt Herr Dr. Otto Abel es, die Tendenzrede Herr Otto Schick. Die musikalischen und deklamatorischen Darbietungen des Fräuleins Elsa Schwarz (Klavier) und der Herren Schauspieler Josef Torczyner und Dr. Benno Wünsch (Rezitationen), Rudolf Lampel (Violine), Wilhelm R o s n e r (Gesang) standen durchaus auf der Höhe und wurden lebhaft akklamiert. Stürmischer Applaus lohnte eine Zöglingsriege des Ersten Wiener jüdischen Turnvereines, die unter Leitung des Herrn Theodor Süßmann prächtige turnerische Geräteübungen vorführte. Die Wiener zionistische Vereinigung, die sich ausschließlich der zionistischen Erziehung und Ausbildung unserer Jugend widmet, ist auf dem besten Wege und wird durch schöne Erfolge belohnt. Sie hat bereits sieben historische Kurse für jüdische Jünglinge etabliert und auch ihre hebräischen Lehrkurse gedeihen vortrefflich. . Die Makkabäer-Feier hat gezeigt, in wie weite Kreise der Jungmannschaft dieser rührige akademische Verein den Geist der jüdischen Moderne bereits verpflanzt hat. Zionistischer Verband ehemaliger Hochschüler Dieser Verband veranstaltet allwöchentlich Mittwoch, 8 Uhr abends, im Klublokale des Cafe Marienbrücke freie Zusammenkünfte seiner Mitglieder und Freunde, anläßlich welcher eine freie Aussprache über alle zionistischen und nationalen Probleme gepflogen wird. Gegenwärtig steht das aktuelle Thema „Zionismus und israelitische Kultusgemeinde“ zur Diskussion. Der Verbandspräsident, Herr Oberingenieur Fried, hielt einen einleitenden Vortrag. Alle Gesinnungsgenossen, die ein' Bedürfnis nach Meinungsaustausch über jüdische Streitfragen haben, mögen nicht unterlassen, an diesen Abenden teilzunehmen. Der nächste Diskussionsabend wird die Fortsetzung der Debatte über das vom Oberingenieur Fried angeschnittene Thema betreffen und Mittwoch, den 3. Januar im oben bezeiclineten Lokale stattfinden. Werbearbeit für das hebräische Gymnasium in Jerusalem Im Aufträge des Zionistischen Zentralkomitees für Westösterreich und im Einverständnisse mit dem innerösterreichischen D. K. hat die Neue Zionistische Vereinigung die Werbearbeit für das Jerusalemer hebräische Gymnasium übernommen und eine energische Sammeltätigkeit organisiert. Es wurden Sammelblocks — nach einem schönen Herschdörfer sehen Entwürfe ausgeführt — aufgelegt. Von dem richtigen Prinzipe geleitet, daß in bezug auf die Propagandatätigkeit für das Palästinawerk planmäßige Arbeitsteilung obwalten müsse, hat das D. K. veranlaßt, daß diese Sammlung vornehmlich von unserer heran wachsenden Jugend in ihren Kreisen vorzunehmen sei. Unsere Jungmannschaft leistet dem an sie ergangenen ehrenden Rufe mit Feuereifer Folge und wird hoffentlich einen schönen Erfolg erzielen. Distriktstag der mäh risch-schlesischen Zionisten Der diesjährige Distriktstag der mährisch-schlesischen Zionisten findet Montag, den 6. Januar 1913 in Brünn (Festsaal der Schwechater Bierhalle, Jakobsplatz), statt. Tagesordnung: 1. Eröffnung durch den Distriktsobmann und Wahl a) des Bureaus, b) der Revisoren, c) des Legitimationsausschusses. 2. Rechenschaftsbericht über die Gesamttätigkeit des D. K. 3. Generaldebatte. 4. Budgetberatung für das Jahr 1913. 5. Wahl des D. K. 6. Referat des Generalsekretärs der Zionistischen Organisation Kurt Blumenfeld über „Zionistische Politik“. 7. Freie Anträge. Außerdem wird ein Mitglied des Z. K. über die Organisation in Westösterreich und über die Vorbereitungen zum XI. Kongreß berichten. Aussig (Böhmen). Am 28. Dezember veranstaltete der hiesige Volksverein „Theodor Herzl“ eine Makkabäer-Feier, die dem jüdischen Volksliede gewidmet war. Eröffnet wurde der Festabend durch einen von Herrn J. U. C. Felix Se i dein an n schwungvoll gesprochenen Prolog. Hierauf hielt der bekannte Dichter Herr Dr. Max Brod (Prag) eine Conference über das jüdische Volkslied. Den übrigen Teil des Programms bestritt Leo G o 11 a n i n , der bekannte Volksliederinterpret. Ida Go 11 an in begleitete die Liedervorträge angemessen am Flügel. Dem Konzert schloß sich ein animiertes Kränzchen an. Pilsen. Am 20. November sprach hier in öffentlicher Versammlung Herr Kurt Blumenfeld über „Die Lösung der Judenfrage“. Budweis. Am 19. November fand hier eine große öffentliche Versammlung statt, in der Herr Kurt Blumen ield über „Die Lösung der Judenfrage“ sprach.

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