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Die Welt · 1913-01-03 · 1 (3.1.1913) · page 13

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Die Welt
Volume
17 (1913)
Issue
1 (3.1.1913)
Date
1913-01-03
Page
– (sequence 13)
Language
German
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Nr. 1 17 DIE^ELT schaftsräumen und Einrichtungen aussieht, wie das Leben und Treiben, das in der Arbeit wurzelt, sich gestaltet, wie Juden, Männer und Frauen, in der Arbeit leben. Mit gleicher oder noch größerer Treue ist das Leben im hebräischen Gymnasium wiedergegeben, indem wir bis in die Unterrichtsstunden hineinblicken und die Jugend, die da heran wächst, bei Arbeit und Spiel vor Augen haben. Aehnlich lebendig und detailliert ist die Wiedergabe des „Be za lei“ und einiger anderer Institute. Besonders fesseln uns auch die schmucken Häuschen, die der „Bezalel“ in Ben-Schemen für seine jemenitischen Filigranarbeiter errichtet hat. Einem etwaigen Wunsche, die Judenheit Palästinas in ihrer ganzen Buntheit der Typen zu sehen, ist nicht in gleichem Maße entsprochen. Bis auf jene ärmsten, fleißigen Juden aus dem „glücklichen“ Arabien, das für sie nur eine Stätte der bittersten Not war. Eine große Zahl von Bildern zeigt uns die Jemeniten, seltsam fremdartige und doch zu uns gehörige Gestalten, die dank ihrer massenweisen Einwanderung und ihrer Anspruchslosigkeit schon jetzt ein wichtiges Element des neuen Jischub bilden. Eine Talmudschule in Meron und der achtzigjährige Kolonist aus Sichren am Pfluge ergänzen das Typische des Lebens der palästinensischen Juden in charakteristischem Gegensatz. Aus der Zusammenfügung der einzelnen Bilder erwacht wieder eine Gesamterinnerung oder eine lebendigere Gesamtvorstellung. Und je öfter wir die einzelnen betrachten, desto bekannter werden sie, desto mehr scheinen sie zu sagen, und wo Bilder doch zu wenig sagen, wenigstens in sich zu verbergen. E. M. Bergstraße in Judäa A PALÄSTINA-RUNDSCHAU (Von unserem Berichterstatter.) Die Chanukah>Woche Von Jahr zu Jahr gewinnt das Chanukah-Fest, wie wir Jüngern es feiern, immer mehr an Bedeutung in Palästina. Es dringt in immer weitere Kreise und findet überall freundliche Leute, die sich alle Mühe geben, um es zu verschönern und zu einer Freudenfeier der geistigen Erhebung zu gestalten. Besonders in den Städten Jerusalem und Jaffa hat sich das Chanukah-Fest tief eingebürgert. Wollte man jetzt all die Schulen und die Vereine aufzählen, die dieses nationale Fest würdig begehen, so gäbe dies eine stattliche Reihe. Das Chanukah-Fest des Jerusalemer Lehrer verband es war insofern besonders bemerkenswert, als es wieder einmal das ansehnliche Häuflein der Jerusalemer nationalen Lehrer, einerlei, ob sie am dortigen Gymnasium oder in den Schulen des Hilfsvereins oder gar im „Chadar Thorah“ wirken, in Eintracht und ungetrübter Freude vereinigte. Der Geist der Einigkeit, der im Kreise dieser Lehrerschaft herrscht, beweist zur Genüge, daß diese Bildner unserer Jugend, trotz allem Heueinfuhr Trennenden in der Weltanschauung, in nationaler Beziehung nur ein gemeinsames Ziel verfolgen: Die Wiedergeburt unseres Volkes, seines Heimatslandes und seiner nationalen Sprache. Erfreulich ist es, daß diese Einmütigkeit gerade in Jeruschalajim, das früher durch kleinliche Parteiungen zerklüftet war, immer mehr die öffentliche Wirksamkeit beherrscht. Zu wünschen wäre noch, daß auch die Lehrer der Alliance, die jetzt etwas unmutig und verdrossen abseits stehen, recht bald Anschluß an die große nationale Lehrerfamilie finden könnten. In Jaffa bildet das Chanukah-Fest des Hebräischen Gymnasiums seit einigen Jahren die größte Anziehung für die Bevölkerung. Im letzten Jahre ist die Zahl der Schüler derart gestiegen, daß auch der große Saal des Gymnasiums unmöglich ausgereicht haben würde, hätte man alle, die dazu gehören: Schüler, Eltern, Lehrer und Gäste an einem Abend versammeln wollen. Die Leitung des Gymnasiums sah sich daher gezwungen, zwei Abende zu veranstalten, einen für die Schüler der Vorbereitungs- und der ersten drei Gymnasialklassen, den anderen für alle übrigen Klassen. Beide Abende waren vorzüglich arrangiert. — Auch die Tachkemoni- Schule veranstaltete ein Chanukah-Fest für Schüler und Eltern, das einen sehr befriedigenden Verlauf nahm. Insbesondere gelang die bildliche Darstellung des Frischmannschen Gedichtes „Für den Messias*4. Neu waren ferner die Veranstaltungen des Turnverbandes „M akkabi“ in den Städten und Kolonien. Daß auch Ausflüge von Schulen und Vereinen nicht fehlten, versteht sich von selbst. Von vielen Schulen wurde auch ein Ausflug nach M od i m, dem Geburtsorte der Makkabäer, geplant; dieses Vorhaben mußte jedoch, teilweise infolge des anhaltenden Regens, aufgegeben werden. Es wäre jedenfalls an der Zeit, auf dieser geweihten Stätte eine gemeinnützige jüdische Anstalt ins Leben zu rufen. Für uns gibt es nicht viele gleichwertige Stätten im Lande. Die Cholera in Tiberias Glücklicherweise scheint die Cholera in Tiberias erloschen zu sein. Das geht aus einem Telegramm hervor, welches de-

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