Die Welt
- Journal
- Die Welt
- Volume
- 18 (1914)
- Issue
- 8 (20.2.1914)
- Article
- Das Ergebnis des Jahres 1913
- Date
- 1914-02-20
- Page
- 201 (sequence 2)
- Language
- German
- Belongs to
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Nr. 8 201 die3§Kelt =■■--= Tabelle 11. Tabelle III. (Vergleichende Tabelle der Jahreseinnahmen 1911, 1912 u. 1913) Eingänge im Jahre 1913 pro Kopf der jüdischen Bevölkerung Land 1913 j 1912; 1911 Land Seelenzahl der jüdischen Eingänge für den N.-F. Eingänge fürd.N.-F. pro Kopf in Mark 1. Russland . . . Bevölkerung in Pfg. 144 13 <.27! 117 438.20 103 036.34 1. Ostasien 2 000 2 800 140.0 2. Oesterreich . . 3. Nordamerika . . 143 740.50 i 101 059.46 96 375.68 2. Belgien. 15 000 9 000 00 0 4. Deutschland . . 107 905.17 j 77 224 1-s Ul 603.19 3. Canada. 74 000 37 600 50 8 5. Canada .... 37 569.50 i 31 571.- 17 820.95 4. Südafrika. 50 000 20 800 416 6. Südafrika . . . 20 766.96 1 32 171.66 18 860.28 5. Südslavische Länder . 32 000 9 000 28.1 7. England . . . 18 852.14 | 8 008.01 10 014.92 6. Schweiz. 19 000 4 600 24.2 8. Holland . . . 14 193 13 1 12 144.23 7 109.80 7. Dänemark. Schweden u 9. Rumänien . . . 13 319.',2! 17 592.12 20 338.28 Norwegen .... 5 500 1 --00 21.8 10 Ungarn .... 12 279.72 i 8 196.25 9 774.46 8. Brasilien. 3 000 600 20 0 11. Argentinien . . 9 319.37 j 5 429.32 6 011.50 9. Argentinien .... 49 000 9 300 19.0 12. Südslavische Länder 9 002.56 1 7 166-12 6 651.39 10. Australien. 19 000 3 200 16.7 13. Belgien .... S 998.47 i 10 010.06 9 002.40 11. Deutschland .... 615 000 108 000 17.6 14. Türkei .... 7 735.36! 3 869.31 2 676 82 12. Holland . 106 000 14 500 13.7 15. Frankreich. . . 5 471.89! 2 880 09 2 605.48 13. Oesterreich .... 1313 000 144 100 j 11.0 16. Schweiz . . . 4 583.39 i 2 641.18 3 307.63 14. England. 244 000 18 900 7.7 17. Australien . . . 3 17 L 58! 925 59 674.72 15. Nordamerika .... 2 044 OuO 143 700 7.0 18 Griechenland. . 301371 382.34 134.53 Id. Rumänien. 215 900 13 300 6.1 19. Ostasien . . . 2 846.04 2 916.85 947.40 17. Frankreich. 100 0=00 5 500 55 20. Bulgarien . . . 2 090.20 3 332.12 3 533 84 18. Italien. 45 000 1 900 4.2 21. Italien .... 1 886.72 2 365.69 1152.29 19. Rußland. 6 060 000 237 300 3.9 22. Schweden . . . 750.10 968.26 171.18 20. Griechenland .... 88 000 j 3 000 3 4 23. Aegypten . . . 720 02 703.71 607.02 21 Bulgarien. 67 750! 2 100 3.1 24. Brasilien . . . 590.90! 553.- 347.— 22. Türkei und Palästina . 341 000 7 700 22 25. Dänemark . . . 428.35! 370.33 301.12 23. Aegypten. 50 000 700 1.4 26. Serbien .... 150.- 783.90 186.55 24. Ungarn. 911000 1 12 300 1.3 27. Portugal . . . 88.—! — 1 — 25. Serbien. 15 700 | 150 0.1 lächerlich geringe Beteiligung darstellt, und daß es nur einer etwas energischen Ausnützung unserer Bammelmittel, namentlich der Büchsen, bedarf, damit wir in Rußland allein eine Million jährlich erzielen. Oesterreich, das in den letzten drei Vierteljahresstatistiken Amerika gegenüber von der lange behaupteten zweiten Stelle weichen mußte, hat am Jahresschluß seinen alten Rekord mit einem allerdings knappen Mehrbetrag aufrecht erhalten können. Immerhin hat gerade das Krisenjahr 1913 gezeigt, welch tiefe Wurzeln die Liebe zu unserem Volksschatz in den breiten Volksmassen geschlagen hat. Westösterreich allein hat den Betrag von 122 000 Kronen erzielt. Zu diesem Ergebnis hat in erster Linie die Arbeiterheimstättenaktion beigetragen, die dort mit besonderer Umsicht betrieben wurde, sodaß trotz aller politischen Gegensätze Kultusgemeinden, Logen usw., besonders in Böhmen, zum erstenmal mit sehr namhaften Summen vertreten sind. Dem Erfolg in der Provinz schließt sich würdig jener in Wien an, wo es gelungen ist, den Jüdischen Kolonisationsverein zu einer Stiftung von 10 Arbeiterhäusern auf den Namen des verstorbenen Baurates Stiassny zu bestimmen. Die Verbesserung Westösterreichs im zweiten Halbjahr ist wesentlich auf die energische und unermüdliche Tätigkeit unseres Freundes, Herrn Dr. Emil Stein, zurückzuführen, der nach jahrelanger stiller Arbeit an der Seite des Herrn Dr. Zweig nunmehr selbst die Leitung der Nationalfonds- Arbeit übernommen und ihr neuen Schwung verliehen hat. -Galizien, das allein eine Bevölkerung von ca. 900 000 Juden zählt, schloß im vergangenen Jahre weniger günstig ab. Es wurde dort nur der Betrag von ca. 36 000 Kronen erzielt. Allerdings wurden außerdem ca. 50 000 Kronen unter der energischen Propaganda des Herrn Dr. Zipper für den Baufond des Hebräischen Gymnasiums in Jerusalem gesammelt, was zu einem großen Teil auf Kosten der Nationalfondssammlungen geschah. An und für sich sind die Möglichkeiten für den Nationalfonds in Galizien noch lange nicht ausgenutzt, wenn man bedenkt, daß die Sympathien für Palästina kaum in einem anderen Lande so tiefgehend sind wie bei den Massen Galiziens. Das beweist schon allein die Tatsache, daß trotz der furchtbaren wirtschaftlichen Notlage 250 bis 300 000 Kronen jährlich der Chalukkah an Büchsenspenden zufließen. Um diese Sympathien in Taten für unsere Sache umzusetzen, hat die Nationalfonds-Verwaltung, dem Verlangen der galizischen Zionisten Rechnung tragend, eine Landessammelstelle für Galizien zu Beginn dieses Jahres in Lemberg eingerichtet, so daß dieses Land von nun an besonders in unserer Statistik figurieren wird. Da die Mitglieder der Nationalfonds-Kommission mit Herrn Dr. Zipper an der Spitze zu unseren Besten in Galizien gehören und unter Benutzung der ihnen zur Verfügung stehenden Institutionen bereits eine großzügige Propagandaarbeit in Angriff genommen haben, darf ein voller Erfolg in diesem Jahre erwartet werden. Der Zuwachs in Nordamerika ist als ein befriedigender zu bezeichnen, selbst wenn man die namhafte Vermehrung auf Rechnung der Arbeiterheimstätten stellt. Denn auch die anderen Sammelmittel, in erster Reihe die Büchsen, weisen eine bemerkenswerte Steigerung auf. Wäre das letzte Sammelmittel in den amerikanischen Großstädten entsprechend organisiert, müßte freilich New York allein ein Mehrfaches der Gesamtspenden erlangen. Dies haben unsere dortigen Gesinnungsgenossen auch eingesehen und gehen nunmehr daran, die schwierige, aber äußerst lohnende Arbeit der Büchsenverteilung und -Leerung zunächst in New York und dann in anderen Großstädten auf neuer Basis zu organisieren. Es werden zu diesem Zweck Trupps von „Nationalfonds-Freiwilligen“ gebildet und die Stadt selbst in kleine Bezirke eingeteilt, ähnlich wie es bereits mit sichtbarem Erfolge in Berlin durchgeführt worden ist. Es wäre zu wünschen, daß der Gedanke der Freiwilligen- Trupps für den Nationalfonds zunächst in allen Großstädten, dann aber allgemein Anklang und Anwendung Deutschland hat unsere Erwartung, im Jahre 1913 die Summe aufzubringen, die es bereits im Jahre 1911 dank der großen Zuwendung eines Anonymus erreicht hat, nahezu erfüllt. An der Spitze steht die Sammlung für Arbeiterheimstätten mit ca. 44 000 Mark. Bei den anderen jSpendenzweigen, in erster Linie den Büchsen, hat die Sammelstelle gleich wie in Oesterreich organisatorische Maßnahmen getroffen, deren erfreuliche Wir-