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Die Welt · 1912-11-29 · 48 (29.11.1912) · page 17

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Journal
Die Welt
Volume
16 (1912)
Issue
48 (29.11.1912)
Date
1912-11-29
Page
– (sequence 17)
Language
German
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Nr. 48 1495 DIE^ELT W estösterreich. Distriktskomitee Böhmen (Spezifikation fehlt) Kr. 604.60 Jk 513.90 Distriktskomitee Mähren und Schlesien Kr. 186.— Jk 158.10 Zionistischer Zentralfonds Vereinigte Staaten von Nord-Amerika. Los Angelos Cal. B. Schiresons . . . $ 1.80 Jk 7.60 Rußland. F. J. Feinberg.. Rbl. 30.75 Jk 66.42 Deutschia ad. Hamburg (,Jiid. Rundschau" Nr. 47).Jk 6. - Westösterreich. Böhmen (Spezifikation fehlt) - - Kr. 116.30 Jk 98.85 Mahren und Schlesien (Spezifikat. fehlt) Kr. 50.— -- Jk 42.50 * Eingang vom 13. bis 26. November 1912: Schekel: JL 2085.40, Zentral fo nds: JL 221.37. Gesamteingang: Schekel: JL 67 236.18, Zionistischer Zentralfonds (seit 1. Juli 1911): JL 50 012.52, * Spezifikation der Schekeleingänge aus den Distrikten L e mberg und T arnopol: Brody 132.—, Busk 26.—, Beiz 100.—, Böbrka 35—, Brzezany 92.—, Borszczöw 70.—, Budzanovv 20—, Chodoröw 15.—, Chorostkövv 20.—, Dobromil 37.—, Gliniany 111.—, Grödek jag. 38.—, Grzymalöw 31.—, Jaroslavv 48.—, Jezierna 36.—, Jagieinica 3.—, Jaryczow 7.—, Jaworöw 33—, janöw b. Lemberg 10.—, Kamionka str. 14.—, Kozlow 12.—, Kozowa 56.—, Komarno 132.—, Kopyczynce 70.—, Kuliköw 35.—, Lemberg 618.—, Lopatyn 24.—, Jezierzany 4.—, Krysty nopol 32.—, Lubaczöw 12.—, Magieröw 2.—, Nastasow 10.— , Oleszyce 12.—, Podkamien 2.—, PrzemysI 250.—, Przemyslany 63.—, Podwoloczyska 56.—, Probuzna 6.—, Radziechöw 30.—, Rohatyn 100.—, Ravva ruska 18.—, Rudki 21.—, Radym.no 5—, Sanok 83.—, Sieniawa 50.— (!), Sokal 45.—, Sassövv 8.—, Szczerzec 18.—, Skalat 33.—, Skala a. Zbr. 34.—, Strussöw 1.—, Terpilöwka 1.—, Huste 12.—, Turka a. Stryj. 63.—, Tuchla 20.—, Ulaszkowce 4.—, Ulanövv 10.—, Uscie zielone 8.—, Wojnilöw 3.—, Wielkie Oczy 4.—, Witköw 20.—, Zbaraz 60.—, Zloczöw 204.— (!), Zydaczöw 21.—, Zalozce 22.—, Zölkievv 45.—, Zboröw 45.—, Zaleszczyki 0!, Zurawno 36.—. Hierzu schreibt das Zentralkomitee der g a I i - zi sehen Zionisten in Lemberg: Zu diesem Ausweise möchten wir noch folgendes hinzufügen: Unsere Vertrauensmänner von Grodzisko, Sambor, Stary Sambor und Turka a. St. haben es bis nun nicht für nötig gehalten, trotz unserer vielfachen Mahnungen, die Schekelblocks abzurechnen und mit uns zu verrechnen. Wir müssen sie nun im Wege der Presse an ihre Pflichten erinnern und hoffen, daß sie es nicht dazu bringen wollen, daß wir auch noch ihren Namen veröffentlichen. Was alle anderen Städte anbelangt so müssen wir bemerken, daß die Zahl der Schekelzanler fast überall gestiegen ist. Besonders erfreulich ist es, daß wir in den Landen des Beizer Zaddik ganz neue Anhänger bekommen haben, und in Beiz hat sich die Zahl unserer organisierten Gesinnungsgenossen stark vermehrt. Ein Beweis ihrer Kraft sind auch schließlich die jüngst dort durchgeführten Gemeinderatswahlen. Wir müssen bei dieser Gelegenheit besonders die Tätigkeit einiger unserer Vertrauensmänner hervorheben. Außer dem Gg. Krochmal in Beiz ist es vor allem Dr. F e l i k s in Komarno, der in diesem kleinen Städtchen 132 Schkolim gesammelt hat und unsere Organisation in Komarno auf die Füße gestellt hat. Aehnliches kann man auch über die Städte: Borszczöw, Gliniany, Sanok, Zloczöw, Sieniawa, Kozowa und Kopyczynce sagen, wo die Gg. Karmin, Gerstel, Schiff, Dr. Landesberg, Wassermann, Kurzrock und Rosmarin, Roller und S w a 111 e r eifrig an der Arbeit waren und eine beträchtliche Anzahl der Schekel gesammelt wurde. Leider müssen wir auch einige unerfreuliche Tatsachen hervorheben, nämlich die Schekelsammlung in Böbrka, Jezierzany, Rawa ruska, Wojnilöw, Ulaszkowce und Usic zielone, wo unsere Vertrauensmänner sich nicht die nötige Mühe gaben (denn die Juden geben den Schekel sehr gern, man muß ihn nur verlangen) und infolgedessen die Leistungen) sehr schwach waren. In zwei Städten jedoch, nämlich Podkamien und Zaleszczyki, ist das Pflichtbewußtsein unserer Vertrauensmänner beinahe beim Gefrierpunkt angelangt. Es ist das geradezu eine sträfliche Vernachlässigung der primitivsten Pflichten eines Gesinnungsgenossen und Vertrauensmannes, die organisatorische Arbeit derart in solch bevölkerten Ortschaften erstarren zu lassen, daß in der einen Stadt (Podkamien) zwei Schekel gesammelt wurden, in der anderen jedoch nicht einmal soviel abgesetzt wurden. Damit muß gründlich aufgeräumt werden. Deutschland Frankfurt a. M. Am Dienstag, den 19. November, sprach Herr Parteisekretär Rosen bäum in der Zionistischen Ortsgruppe über „Die Lage im Zionismus". Bezüglich der äußeren Lage warnte er vor übertriebenen Hoffnungen oder Befürchtungen angesichts des Umschwunges in der Türkei. Im Innern habe sich ein organisierter Kampf gegen uns erhoben, der uns aber stärken werde. Der Erfolg unserer Bewegung hängt in erster Linie von uns selbst, unserer Vertiefung und unserer Arbeit ab. Dem beifällig aufgenommenen Worten folgte eine Diskussion. Oesterreich Vortragsabend der „Poale Zion“ (Von unserem Berichterstatter.) Wien. Vor zahlreichem Auditorium sprach Samstag, den 23. November, an einem von den Wiener „Poale Zion" veranstalteten Abend Schriftsteller B. Borochow über den Balkankrieg und seine Komplikationen vom sozialistischen und zionistischen Standpunkte. Der Referent gab einen interessanten Ueberblick über die Geschichte der europäischen Türkei und verbreitete sich ins besondere über die Ursachen und den Charakter der jungtürkischen Militärrevolution, die Motive des Balkankrieges und über die Gründe, die seines Erachtens den Weltkrieg ausschließen. Selbst der Verlust aller europäischer Provinzen würde für die Türkei nicht jene Folgen haben, die manche an ihre gegenwärtigen Niederlagen knüpfen. Es sei vielmehr zu erwarten, daß die asiatische Türkei, die zehnmal so groß ist wie die europäische, nach dem Untergänge der europäischen türkischen Provinzen eine Regeneration und wirtschaftliche Modernisierung erfahren werde, die auch den zionistischen Bestrebungen zustatten kommen müsse. Agitationstournee des Herrn Dr. Korngrün in der Bukowina (Von unserem Berichterstatter.) Czernowitz. Der Sekretär des E. A. C., Dr. Philipp Korngrün, traf am 6. November hier ein. Am 7. November nahm Dr. Korngrün an einer Sitzung des Zionistischen Landeskomitees teil, in welcher über das Arbeitsprogramm für die nächste Zeit beraten wurde. Es wurde beschlossen, daß dem bisherigen ehrenamtlichen Sekretär des L.-K. eine bezahlte Bureaukraft an die Seite gestellt werden soll. In der zu eröffnenden Toynbeehalle wird für das Sekretariat ein Bureau eingerichtet werden. — Am 9. d. Mts. sprach Dr. Korngrün in Wirnitz über „Unsere Palästinaarbeit". Zur Genugtuung kann konstatiert werden, daß sich in dieser Stadt unter der Leitung des Dr. Buchsbaum, Driinmer und Frl. Mathilde Weidenfeld die Verhältnisse der zionistischen Organisation merklich bessern. Ferner besuchte Dr. Korn grün die hebräischen Schulen in Wirnitz und Sadagöra, wo er am 10. d. M. ebenfalls über „Unsere Palästinaarbeit" einen Vortrag hielt. — Am 12. d. M. war Dr. Korngrün inNorosielitza, wo unter der Leitung des Oberpostmeisters Katz eine musterhafte Ortsgruppe aufgeblüht ist. Das Arbeitskomitee hat sehr eifrig für die Schekelsammlung und den Nationalfonds gesammelt. Ferner ist die Gründung eines Share-Klubs in Aussicht genommen. Dr. Korngrün hielt einen Vortrag über „U nsere Kulturarbeit", und es wurden bei dieser Gelegenheit 60 Kr. für den Zentralfonds gesammelt. Das Arbeitskomitee veranstaltet ferner im Laufe des Winters einen Vortrags-Zyklus, in welchem u. a. Prof. Kellner und Dr.

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