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Die Welt · 1912-11-01 · 44 (1.11.1912) · page 11

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Journal
Die Welt
Volume
16 (1912)
Issue
44 (1.11.1912)
Date
1912-11-01
Page
– (sequence 11)
Language
German
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Nr. 44 DIE^ELT Jakob, wo man eben im Begriffe ist, Turnvereine zu begründen. Der „Haschomer“ war ebenfalls vertreten. Die Konferenz wurde vom Turnlehrer G o 1 d s c h m i d t - Jerusalem eröffnet, und es wurde sodann zum Vorsitzenden der Turnlehrer Orloff gewühlt. Aus dem Rechenschaftsbericht ist zu entnehmen, daß es jetzt ca. 500 organisierte Turner in Palästina gibt und zwar vorläufig ausschließlich in Judäa. Der größte Verein, der allein ca. 300 Mitglieder zählt, besteht in Jerusalem. Es ist dem Turngedanken geglückt, bis unter die Jeschibahjünger vorzudringen, von denen sich 27 zu einer besonderen Abteilung zusammengetan haben. Es gibt auch bereits in Jerusalem eine weibliche Abteilung mit 35 Mitgliedern. Der Jerusalemer Verein, der, gleich dem 1363 Dr. Metmann, Orloff u. a. über die Bedeutung des Turnens sprachen. Dem Vernehmen nach wird zu Pessach eine ganze Abordnung jüdischer Turner aus Europa und Konstantinopel in Palästina ein treffen. Der Verband trifft bereits Vorbereitungen zu einem vom turnerischen Standpunkte würdigen Empfang. Gründung einer landwirtschaftlichen Mittelschule in Palästina Auf Initiative des hebräischen Schriftstellers Jakob R a b änowitz haben sich mehrere Einwohner von Pethach-Tikwah entschlossen, die Gründung einer landwirtschaftlichen Mittelschule zu unternehmen. Zu der ersten größeren Besprechung X Frau Selma Ruppin (X) im Kreise der Lehrer und Schüler der jüdischen Musikschule in Jaffa; ** w % '■ ■ Jaffaer, im Vereinsregister bei der Lokalregierung eingetragen ist, beteiligte sich auch am Gemeindeleben sowie an den Veranstaltungen für den Roten Halbmond und veranstaltet oft Vortragsabende, Ausflüge usw. Der Jaffaer Verein zählt ca. 50- 60 Mitglieder und geht auch daran, eine weibliche Abteilung zu begründen. Aus sämtlichen Kolonien wurden Klagen über den Mangel an Turnlehrern laut. Die Konferenz beschloß die Schaffung eines Verbandes mit dem Namen „Makkabi“, dem alle palästinensischen Vereine angehören sollen. Der Zweck des Verbandes ist die Verbreitung des Turnens in Palästina auf nationaler Grundlage. Zu den nächsten Aufgaben des Verbandes gehört: Befestigung der bestehenden und Gründung von neuen Vereinen, Heranziehung und Ausbildung von Turnlehrern, Herausgabe einer Turnzeitschrift usw. Die Konferenz beschloß, daß der Verband sich wegen Subvention an Nichtmitglieder nicht wenden darf. Die Einkünfte des Verbandes werden bestehen aus Mitgliedsbeiträgen sowie aus den Veranstaltungen der Vereine. Der Vorstand des Verbandes besteht aus Jerusalemer Mitgliedern : Jellin, Nafcha und C h a s s i n. Am Abend fand eine große Volksversammlung statt, in der haben sich ca. 50 Kolonisten, darunter die hiesigen Agronomen A p f e 1 b a u m , P a s c a 1 und C o h n , eingefunden, die sich sämtlich mit dem Projekt einverstanden erklärt und auch Betrage zur Sicherstellung des ersten Jahresbudgets gezeichnet haben. Da die Kinder in Pethach-Tikwah die Schule in der Regel jm 14. Lebensjahr verlassen, also in einem Alter, in welchem sie zu den Arbeiten des Pflanzungsbaues, der in Pethach- Tikwah vorherrscht, nicht herangezogen werden können, so ergab sich für die hier in ziemlich großer Zahl vorhandenen wohlhabenden Eltern die Notwendigkeit, ihre Kinder noch einige Jahre auswärts eine Schule besuchen zu lassen. Dies aber hat zur Folge, daß die Kinder dem Dorfleben und der Landwirtschaft entfremdet werden. Um dem abzuhelfen, haben sich die Eltern entschlossen, zu dieser neuen Gründung zu schreiten, und sie zweifeln nicht daran, daß diese Schule auch von anderen Kolonien und nicht zum wenigsten vom Auslande Schüler erhalten wird. Gibt es doch viele jüdische Eltern in der Diaspora, die ihre Kinder gern in Palästina in der Landwirtschaft ausbilden lassen möchten. Mit der Organisierung und Leitung der Schule wurde Agronom Dr. Pick holz, der bereits zwei Jahre im Lande

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