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Die Welt · 1912-10-25 · 43 (25.10.1912) · page 15

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Journal
Die Welt
Volume
16 (1912)
Issue
43 (25.10.1912)
Date
1912-10-25
Page
– (sequence 15)
Language
German
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Nr. 43 DIEX&ELT Gesellschaftskapital...........M. 100 000.— Mehreinlage des J N. F.......... „ 15 560.77 M. 115 5^)0 77 Hieran waren 19 einzelne Gesellschafter insgesamt beteiligt mit.......... M, 15(J00 M <J(J 660.77 Es waren ferner 755 Genußscheine zu M. 80, - irn Umlauf, wofür der J. N. F. als Treuhänder auftritt............... M. 60 400-— so daß dem J. N. F. eine eigene Beteiligung in Höhe von............ . . M. 39260.77 zustand. Im Laufe des Jahres 1912 haben sich bisher durch einige weitere Beteiligungen über 500 M., sowie durch neue kleinere Spenden und Ansprüche auf Genusscheine die Zahlenverhältnisse einigermaßen aber nicht sehr wesentlich verschoben. Zu der vorliegenden Bilanz sei folgendes bemerkt: Da das erste Wirtschaftsjahr der Genossenschaft in Merchawja noch nicht abgeschlossen ist, haben wir bis jetzt nur Gelder in den Betrieb investiert, ohne daraus Einnahmen zu erzielen. Wir haben deshalb alle Investierungen auf das Konto „Betrieb in Merchawja" gebucht. Zu bemerken ist dabei noch, daß ein Teil dieses Betrages (etwa 6000 bis 7000 M.) für Rechnung der P. L. D. C. lind des J. N. F. verausgabt worden ist. Die Verrechnung erfolgt im Laufe dieses Jahres. Zum Unkostenkonto ist zu bemerken;, daß., wie schon oben gesagt, die Vorbereitungs- und Gründungskosten vom J. N. F. aus den ihm zugeflossenen Genossenschaftsspenden getragen worden sind. Da die Gesellschaft von ihren freien Geldern einen Zinsertrag hatte, mußte sich unter diesen Umständen ein Gewinn ergeben, den wir aber, solange sich die Resultate des eigentlichen Betriebes noch nicht übersehen ließen, reservieren zu müssen glaubten. Siedlungsgenossenschaft Merchawja. Ein genauer Bericht der Leitung der Genossenschaft über das ziffermäßige Ergebnis des ersten Jahres konnte der Versammlung noch nicht unterbreitet werden, da das erste Wirtschaftsjahr noch nicht abgeschlossen hatte. In der Hauptsache wurde folgendes berichtet: Der Betrieb der Genossenschaft hatte anfangs unter nicht geringen Schwierigkeiten begonnen, die mit der ersten Ansiedlung von Juden in Emek Jesreel zusammenhingen. Eine weitere empfindliche Störung erlitt der Betrieb durch einen Unfall des Leiters der Genossenschaft, der ihn nötigte, sich im Auslande einer längeren ärztlichen Behandlung zu unterziehen. Auch der Mangel an Wirtschaftsgebäuden bildete große Schwierigkeiten. Alle diese Hemmnisse konnten nur allmählich dank dem guten Geist, der Arbeiter und Beamte beseelt, überwunden werden. Es ist anzunehmen, daß die Genossenschaft nunmehr einer günstigen Entwicklung entgegengeht und die in das Unternehmen gesetzten Hoffnungen erfüllt werden. Genossenschaft Dagania (Umdjuni). Wie bereits oben erwähnt, ist das in der Bilanz aufgeführte Kapital der Siedlungsgesellschaft für die erste Genossenschaft in Merchawja erforderlich, so daß die Mittel für den Betrieb der zweiten Genossenschaft in Dagania, welche seitens der Siedlungsgesellschaft von der P. L. D. C. übernommen werden soll, durch eine erneute Agitation beschafft werden müßten. Wie für die erste Genossenschaft in Merchawja hat der Nationalfonds zwecks Entlastung der P. L, D. C. Wirtschaftsgebäude im Betrage von 67 000 Frcs. auf Dagania erbaut. Die Mittel für den Betrieb dieser zweiten Genossenschaft werden, wie wir bestimmt hoffen, in jenen Ländern aufgebracht werden, die sich bei der ersten Kampagne nur wenig oder gar nicht beteiligt hatten. Der vorgelegte Rechnungsabschluß wurde genehmigt und den Geschäftsführern Entlastung erteilt. In den Aufsichtsrat der Gesellschaft wurden die früheren Mitglieder wiedergewählt und zugleich beschlossen, Herrn Wolffsohn in den Aufsichtsrat hinzuzuwählen. Der Aufsichtsrat, der sich hierauf konstituierte, besteht aus folgenden Herren: Dr. M. I. Bodenheim er, Vorsitzender, Köln; Boris G o 1 d b e r g - Wilna, Dr. Franz Oppenheim er - Bertin, A. Simons- Haag, Prof. Dr. O. W a r b u r g - Berlin, Ing. S. Kaplan s k y - Jaffa, Ing. Joh. Kremenezky- Wien, D. Wolffsohn- Köln. Als Geschäftsführer fungieren weiter die Herren N. Groß-Köln und Dr. A. R u p p i n - Jaffa. Bilanz der Siedlungsgesellschaft „Erez-Israel" m. b. H. zu Cöln per 31. Dezember 1911 1335 AKTIVA: Ji. 4 Jüdischer Nationalfonds Depotkonto..... 51 593 3015 63 701 02 34 58 118 309 94 PASSIVA: X 4 Jüdischer Nationalfonds Beteiligungskonto . . . 100 000 15 560 2 749 11 17 118 309 94 Gewinn- und Verlust-Konto DEBET: Ji. -4 40 2 749 75 17 2 789 92 KREDIT: Ji. 4 2 789 92 2 789 92 ,Erez Israel", Siedlungsgesellschaft m.b.H. Geschäftsführer: S. Hoof ie n. N. Groß. Der sechste Parteitag der Poale-Zion Oesterreichs (Schluß aus Nr. 41 der „Welt".) Am Abend des ersten Tages referierte Ing. K a p I a n s k y über das Thema: „Der X. Zionistenkongreß, die III. poalezionistische Weltkonferenz und unsere Palästinaarbeit". Redner bespricht die Stellung der poale-zionistischen Fraktion auf dem X. Zionistenkongreß. In der Kulturfrage hat der Kongreß, entsprechend dem poale-zionistischen Standpunkte, die kulturelle Arbeit in der Diaspora für eine Angelegenheit der Landesorganisationen erklärt. Die zionistische Organisation als solche beschäftigt sich mit der Kulturarbeit bloß in Palästina und in der Türkei. Auch \vrir halten das Hebräische im Golus für ein wichtiges Element jüdischer Kultur und Erziehung, doch bekämpfen wir den einseitigen Hebraismus in bezug auf die Diaspora. In der Palästinakommission ist auf unsere Anregung die Araber frage erörtert wrorden. Schon der Umstand, daß dieses wichtige Problem die Palästinakommission beschäftigte, ist von großer Bedeutung. Wir stimmten für die Resolutionen: in bezug auf die P. L. D. C. und hinsichtlich der Kolonisierung von Arbeitern in der Nähe der Städte und Kolonien. In der N.-F.-Debatte handelte es sich um Angriffe des „Misrachi" gegen die Arbeiter in den N.-F.-Betrieben. Wir stellten uns natürlich auf die Seite des Direktoriums. Auf unseren Wunsch wurde die Emigrationsfrage auf die Tagesordnung des Kongresses gestellt. Bekanntlich begrüßt die Resolution des Kongresses den Emigrat ionskongreß und spricht sich für die Lenkung des Emigrationsstromes nach dem Orient aus. Zur III. poale-zionistischen Weltkonferenz übergehend schilderte der Referent ausführlich die Meinungsverschiedenheiten, die zwischen der Mehrheit der Konferenz und den palästinensischen Delegierten herrschten. Die Weltkonferenz lehnte die Resolutionen der palästinensischen Landespartei ab und beschloß lediglich, daß die Bestimmung der Arbeiten des Palästina-Arbeiter-Fonds im Einverständnis mit den Gewerkschaften Palästinas geschehen soll. Die Weltkonferenz beschloß die Schaffung zweier Sekretariate: des Verbandssekretariates in Wien und des Arbeitersekretariates in Palästina. Außerdem wurde beschlossen, aus

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