Die Welt
- Journal
- Die Welt
- Volume
- 16 (1912)
- Issue
- 43 (25.10.1912)
- Date
- 1912-10-25
- Page
- – (sequence 14)
- Language
- German
- Belongs to
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1334 DIE3SKELT: Nr. 43 The Jewish Colonial Trust (Jüdische Colonialbank) Ltd., London, E. C Bilanz per 30. September 1912 100-, 1999900.—. PASSIVA: Autorisiertes Kapital: 100 Gründeraktien ä £ 1.— 1999900 Stammaktien ä £ 1.—_ £ 2U0UUUJ.-.— Gezeichnetes Kapital: 100 Gründeraktien ä £ 1.— 100.—.— 259 032 Stammaktien ä £ 1.- 259 032.—.— Reservefonds............. Trattenkonto............. Rediskontkonto............ Akzepikonto............. Kreditoren.............. Pensionsfonds............ Dividendenkonto 1902/4/6/7/8/9 (unbehobene Dividende)............. Dividendenkonto 1910 (unbehobene Dividende) Dividendenkonto 1911 (unbehobene Dividende) Gewinn- und Verlustkonto 1911...... Einnahmen............ AKTIVA: Kasse: Bar und bei Banken....... Wechsel- und Devisenkonto....... Debitoren gegen Akzepte (wie oben) . . . . The Anglo-Palestine Co , Ltd., Jaffa und Filialen The Anglo-Levantine Banking Co. Ltd., Konstantinopel ............ Debitoren: a) Nostri b) Lori und Diverse c) Gegen Unterpfand Effektenkonto: £ 93 H65 Aktien Anglo-Palestine Co. Ltd. £ 27 550 21/2 % Konsols ä 77 . . . . £ 15 000 Aktien Anglo-Levantine Banking Co. Ltd. ..... M 10000 Akt.-Palästina-Industrie-Syndikat Diverse £ 2 21411. 7....... Mobiliar.............. Ausgaben ............ 42 067 13. 8 98 856. 5. 6 22 542 5- 7 £ sh d 259132 2 2«0 4 5 3 147 7 6 7 318 11 3 2 4 121 905 1 11 911 14 — 14 336 16 4 4 908 12 6 7 455 8 2 924 15 7 13 279 1 9j 9 451 338 i 3 t 9 10 6R9 15 56 250 15 708 39 366 26 720 163 466! 4 1325851 547 15 6O04 6 451338 3| 9 Gesellschafterversammlung der „Erez Israel"- Siedlungsgesellschaft m. b. H. Nach der letzten Jahreskonferenz in Berlin fand am 5. September 1912 im Logenhaus eine Gesellschafterversammlung der Siedlungsgesellschaft statt. Der Versammlung ging eine Aufsichtsratssitzung voraus, an der folgende Herren teilnahmen : Dr. M. I. Boden heimer - Köln, A. Simons- Haag. Prof. Dr. O. Warburg, Berlin, Ing. S. Kaplansky- Jaffa, ferner die Geschäftsführer S. Hoof ien und N. Groß- Köln. Nach Genehmigung der unten folgenden Bilanz erstattete Herr Ing. K a p I a n s k y, der gerade aus Palästina gekommen war, einen Bericht über seine wiederholten Besuche in Merchavvja und über seine dortselbst empfangenen günstigen Eindrücke. Mit Bezug auf die Rückgabe von Dagania seitens der P. L. D. C. an den Jüdischen Nationalfonds und dessen Verpachtung 4an die Siedlungsgesellschaft wurde in Aussicht genommen, zwecks Beschaffung der für diese zweite Genossenschaft erforderlichen Mittel, die seinerzeit unterbrochene Agitation für den Genossenschaftsfonds wieder mit aller Energie aufzunehmen. In Betracht kommen zunächst die überseeischen Länder die bei der ersten Agitation für den Genossenschaftsfonds nur wenig beitrugen, weil sowohl die mündliche wie schriftliche Agitation sich damals fast nur auf wenige kontinentale Länder beschränkt hatte. In der hierauf folgenden Gesellschafterversammlung wurde der Rechnungsabschluß pro 31. Dezember 1911 angenommen und den Geschäftsführern Entlastung erteilt. Aus dem der Versammlung erstatteten Bericht sei folgendes wiedergegeben: Im Dezember 1909 regte Herr Dr. Franz Oppenheimer auf dem IX. Zionistenkongreß in Hamburg die Gründung einer Siedlungsgenossenschaft in Palästina an. Sein Referat wurde mit großem Beifall aufgenommen, und der Kongreß faßte folgenden Beschluß: „Der IX. Zionistenkongreß hält an den Beschlüssen der früheren Kongresse fest, die genossenschaftliche Siedlungsmethode in den Tätigkeitsbereich der zionistischen Organisation aufzunehmen. Um die Durchführung dieses Beschlusses zu ermöglichen, überläßt der Nationalfonds pachtweise der zu errichtenden genossenschaftlichen Kolonie den erforderlichen Boden. Um das Betriebskapital aufzubringen, wird durch eigene Sammlung ein Genossenschaftsfonds gebildet, der an den Jüdischen Nationalfonds angegliedert wird. Er wird verwaltet von einem Komitee, bestehend aus Vertretern des Direktoriums des Nationalfonds und der Arbeiterschaft/' Sofort nach dem Kongreß nahm das Hauptbureali des Jüdischen Nationalfonds, das mit der Durchführung der Aktion betraut worden war, die Aktion für die Aufbringung der nötigen Mittel in die Hand. Während Herr Dr. Oppenheimer ursprünglich nur einen Fonds von 100 000 Frcs. verlangt hatte, gelang es im Laufe des Jahres 1910, schon mehr als 100 000 Mark aufzubringen. Nachdem der eingesetzte Arbeitsausschuß, bestehend aus den Herren Dr. M. I. Bodenheim er, Dr. Franz Oppen- Ii e i m e r und Prof. O. Warburg über die geeignete juristische Form der Gesellschaft beraten hatte, wurde am 17. Oktober 1910 die „Erez Israel"-Siedlungsgesellschaft m. b. H. mit dem Sitze in Köln gegründet. In einer am 20. Juni 1911 abgehaltenen Gesellschafterversammlung wurde ein Aufsichtsrat eingesetzt, bestehend aus den Herren Dr. M. I. B o d e n h e i m e r - Köln, B. Goldb e r g - Wilna, Dr. Franz Oppenheimer - Berlin, A. S i - m o n s - Haag, Prof. Ö. W a r b u r g - Berlin, Ing. S. Kaplans ky- Wien und Ing. Joh. K r e m e n e z k y - Wien. Herr Dr. Bodenheimer trat als Geschäftsführer zurück und es wurden die Herren N. Groß, S. Hoofien - Köln und Dr. A. R u p p i n - Jaffa zu Geschäftsführern bestellt. Herr S. Hoofien hat pro 1. Oktober 1912 seine Demission als Geschäftsführer eingereicht, da er nach Palästina übersiedelt. Da nach dem deutschen Gesetze Anteile einer G. m. b. H. nur in einer Minimalhöhe von 500 M. zulässig sind, konnten nur die Herren, die diesen Betrag oder mehr zum Genossenschaftsfonds beigesteuert hatten, als Gesellschafter aufgenommen werden. Für die übrigen Spender, die Beträge zwischen 80 und 500 M. gespendet haben, tritt der Jüdische Nationalfonds (dessen juristische Form die einer englischen Genossenschaft ist) als Treuhänder auf, indem er bei der Gesellschaft „Erez Israel" als Mitglied beteiligt ist und dafür üenußscheine in runden Summen von 80 M. ausgegeben hat, die dem Inhaber den Genuß der Dividende sowie der eventuellen Liquidationsquote sichern. Ferner ist der Jüdische Nationalfonds aber auch noch direkt als Gesellschafter beteiligt, indem er alle kleinen Spenden, die ihm für den Genossenschaftsfonds zugeflossen sind, unter Abzug der Sammel- und Vorbereitungskosten in die Gesellschaft investiert hat. Die Beträge, die nach vorläufiger Beendigung der ersten Sammlung dem N. F. für den Genossenschaftsfonds zuflössen, wurden gleichfalls in die Gesellschaft investiert. Insofern nun aber durch das statutarisch fixierte Kapital von 100 000 M. der Beteiligung des Jüdischen Nationalfonds Grenzen gestellt sind, blieb nur übrig, ihn für die Mehrbeteiligung einstweilen als Kreditor aufzuführen. Es ist anzunehmen, daß wir früher oder später zu einer Erhöhung des Kapitals werden schreiten müssen., und der Jüdische Nationalfonds wird sich dann selbstverständlich mit der erwähnten Einlage an der Kapitalserhöhung beteiligen. Nach der Bilanz pro 31. Dezember 1911 besteht das Kapital der Gesellschaft aus