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Die Welt · 1912-09-25 · 39 (25.9.1912) · page 16

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Journal
Die Welt
Volume
16 (1912)
Issue
39 (25.9.1912)
Date
1912-09-25
Page
– (sequence 16)
Language
German
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1216 DIEl^ELT Nr. 39 AUS DER BEWEGUNG Der VI. Parteitag der jüdischen sozialistischen Arbeiter-Partei Poalei-Zion Oesterreichs findet in Lemberg am 3., 4. und 5. Oktober d. J. mit folgender Tagesordnung statt: 1. Eröffnung, Wahl des Bureaus und Begrüßungen. 2. Bericht der Parteiexekutive und der Palästina-Kommission. 3. Der Kampf um die nationale Autonomie der Juden in Oesterreich (Ref. Dr. Max Rosenfeld, Drohobycz). 4. Organisation (Ref. A. Drimmer, Lemberg). 5. Der X. Zionistenkongreß, die III. Poale-Zion-Weltkonferenz und unsere Palästinaarbeit (Ref. Ing. Salomon Kaplansky, Wien). 6. Die Parteipresse (Ref. Salomon Herz, Lemberg). 7. Unsere kulturelle und Bildungsarbeit (Ref. Dr. Ignaz Schipper, Tarnow). S. Das Verhältnis zu anderen politischen Parteien (Ref. Red. B. Locker, Lemberg). 9. Der Kampf um die Wahlreform zum Oalizischen Landtag (Ref. M. Meiseis, Drohobycz). 10. Wahl des Exekutivkomitees und der Parteileitung. AUSWEIS Schekel Holland. (Spezifikation fehlt)........fl. 240, - J/.412.— Südafrika. (Spezifikation fehlt) .......C 25.1S.3 .//. 529.60 Vereinigte Staaten von Nordamerika. S c h e k e 1 Kollektion: Boston, Massachusetts, Shochrc Zion s 2. , Chatanooga, Tenn. Ahawath Zion 17.50, Cleveland, Ohio. Zionist Council 7.23, Davton, Ohio. Ohavev Zion 2.75, New York. N. Rehar 0.25 Schekel Tax. Boston, Mass., Shochre Zion $ 5.—, St. Paul, Minn. Lady Zionists 7.75, zus. $ 42.50 .#.178.50 G a 1 i z i e n. Lemberg (Spezifikation folgt) . Kr. 500.— .#.423.75 Rußland. (Spezifikation fehlt).......Rbl. 22.50 JL 44.30 .€1588.15 Vereinigte Staaten von Nordamerika. Nachträgl. für 5671 eingegangen: New York § 0.25 JL 1.05 Zionistischer Zentralfonds Holland. Amersfort bfl. 10.—, Deventer 5.50, Friesland 5.—, Arnhem 10.—, Amsterdam 53.10, Leiden 5.—, Misrachi 25.— ........zus. fl. 113.60 #.200.- Vereinigte Staaten von Nordamerika. (Spezifikation fehlt)........8 27.45 ,#.115.30 England, London: B. Hermann Deutschland. Leipzig: Hud. Schick ..... e 1. JL 20.40 JL 20.— M. 355.70 Eingang vom 17.-23. September: Schekel: JL 1588.15, Zentralfonds JL 355.70. Gesamteingang: Schekel: ,#.56 896.71, Zionistischer Zentralfonds (seit 1. Juli 1911): .iL 47244.42. * Berichtigung. In Nr. 30 der „Welt" sind als Beitrag der Ortsgruppe Konstanz für den Zentralfonds JL 00.-- ausgewiesen. Dieser Betrag war für die Zionistische Vereinigung für Deutschland bestimmt. Die Korrektur ist in der Gesamtsumme in dieser Nummer der „Welt" berücksichtigt worden. LITERARISCHE RUNDSCHAU Jüngste Stimmen zum Probleme des Judentums In entschiedener Weise mehren sich in der letzten Zeit ja seil Jahresfrist Veröffentlichungen, in denen nicht bloß das jiidenproblem, sondern das Judentumsproblem in seinem eigentlichen Sinne aufgerollt wird. Freilich kann, wo es sich um das nur in der Entwicklung sich darstellende Wesen eines Volkstums handelt, etwas Abschließendes überhaupt woh! nicht erreicht werden. Und alles wäre bereits erreicht, wenn es gelänge, den Ciegenwartspunkt ganz zu erlassen, denn dieser schließt alles ein, was noch irgendwie lebendig aus der Vergangenheit in ihn hineinragt und was an Keimen der Zukunft schon vorhanden ist. Freilich wächst hier der Begriff der Gegenwart schon über sich selbst hinaus. Streng au die bloße Beobachtung der Gegenwart hält sich das vor einem Jahre in völlig neuer Auflage erschienene und hier bereits ausführlich besprochene Buch Arthur Huppins: ,Die Juden der Gegenwart*).'4 Die Titel der beiden Teile: *) Arthur Kupp in: „Die Juden der Ck Verlag. Assimilation und Nationalismus, bezeichnen die das Buch beherrschende Polarität. Die Gefahr der Assimilation wird überw undon, w e n n ihr Ziel: die ,,m oderne Weltbildung44, im Nationalismus selbst erstrebt wird, d. h. aus nationaljüdischen Kulturtendenzen heraus. Dem speziell jüdischen Kulturleben fehlt noch die Brücke von seinem Ideenzum europäischen Erfahrungsgehalt. Sie mul;- auihören, zu den „isolierten Kulturen44 zu gehören, um in voller Eigenart in den Entwicklungsstrom der allgemeinen Kultur einzutreten. Dieser Formel in ihrer Weite und Unbestimmtheit werden zwar die meisten mehr oder weniger beistimmen, denen die Erhaltung und Entwicklung des Judentums am Herzen liegt. Nur über das Wie gehen die Meinungen auseinander, vor allem darum, weil der Kern der Frage doch noch nicht berührt worden ist. Nur wer enge mit den tieferen Geistesströmungen der Zeit und zugleich mit dem lebendigen Erbe des Judentums verbunden ist, kann mit Martin Buber**) die Frage stellen: „Warum nennen wir uns Juden? Deshalb nur, weil es unsere Väter getan haben: aus Erbgewohnheit? Oder nennen wir uns 'genwart". Jüd. **) Martin Buber: „Drei Keden über das Judentum". Frankfurt a. M., Verlag Kuetten fr Locning.

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