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Die Welt · 1912-09-20 · 38 (20.9.1912) · page 23

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Die Welt
Volume
16 (1912)
Issue
38 (20.9.1912)
Date
1912-09-20
Page
– (sequence 23)
Language
German
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Nr. 38 DIE^ELT 1187 in den einzelnen Teilen Deutschlands, lassen sich noch manche dankbaren Themen für Dissertationen finden, welche die Wissenschaft mehr fördern, als es sonst bei Doktorarbeiten der Fall ist. Hamburg. Dr, Bruno Tannenwald. Die Hygiene der Juden. Im Anschluß an die Internationale Hygiene-Ausstellung herausgegeben von Dr, Max Grunwal-d. Verlag der historischen Abteilung der Internationalem Hygiene-Ausstellung. Dresden 1911, Die Kenntnis der Hygiene der Juden allgemein zu verbreiten, den großen Eindruck, den die jüdische Abteilung der Ausstellung erweakt, dauernd zu gestalten, ist der Zweck des vorliegenden Buches, mit dem der Herausgeber Dr. Orunw a I d seine erfolgreichen Bemühungen um die würdige Vertretung der Juden auf der Internationalen Hygiene-Ausstellung würdig abschließt. Das Buch ist ein Sammelwerk, daß, wie Herr Dr. Neu stätter in der Einleitung sagt, den Anfang des speziellen Studiums, keineswegs seinen Abschluß bedeutet und zu weiteren Forschungen anregen soll. Es enthält eine Reihe trefflicher wissenschaftlicher Monographien hervorragender Fachgelehrten über Spezialgebiete des schier unerschöpflichen Themas. An der Spitze steht eine bibliographische Uebersicht über die einschlägige Literatur, an der neben dem Herausgeber Bibliographen von Ruf wie F r e i rn a n n, Seligmann und Z e i 11 i n mitgearbeitet haben. Daran schließt sich eine sehr interessante Studie Dr. Weißenbergs über Hygiene in jüdischen Sitten Lind Bräuchen. Dem Umfange wie dem Inhalt nach gleich hervorragend ist die ausgezeichnete Abhandlung Bau et Iis über „Das jüdische Rituaigesetz in hygienischer Beziehung", deren einzelne Abschnitte über Schächten, Speisegesetze, Sexualhygiene, Fleisch- und Milchnahrung usw. überraschende Zusammenhänge und Uebereinstimmungen zwischen mosaisch-talmudischer Gesetzgebung und modern-wissenschaftlicher Forschung ergeben. In engem Zusammenhange mit dieser Arbeit stehen die aufschlußreichen Abhandlungen Bambergers über Hygiene der Beschneidung, Jeremias' über die Regelung des Geschlechtsverkehrs bei den Juden, Kallners über jüdische Fleisch hygiene. Einen gewissen Uebergang von der jüdischen Hygiene der Gegenwart zur Geschichte der Hygiene stellen die Aufsätze Orunw a I d s „Hygiene der Bibel", Funk „Hygiene des Talmud", Bamberg er „Hygiene des Schulchan Aruch" dar, deren erste zwei neben den vielen unverändert in Gesetzeskraft stehenden Bestimmungen auch vieles bringen, was nicht gerade Gesetz war, sondern aus biblischen und talmudischen Berichten als Brauch und Sitte bestimmter Zeiten, bestimmter Orte erschlossen wird. Rein historisch sind die Abhandlungen über Taubstummenfürsorge in jüdischer Vorzeit von Direktor Friedenberger (zugleich ein vorbildliches Beispiel dafür, wie unter gewissenhafter Benützung der Quellen ein Thema ohne Aufwand vieler Worte erschöpfend behandelt werden kann), die trefflichen Arbeiten von Kroner- Grunwald über Maimonides als H y g i e n i k e r , Dienemann über Hygiene der Juden im 17. und 18. Jahrhundert, Wiesner über Hygiene des Kindes alt e#rs im Talmud, Fleischer über d i e Wasserversorgung im alten Jerusalem und die bis in die letzten Tage fortgeführte Sammlung Nordheimers von Werturteilen über Hygiene der Juden. Mitten in die Gegenwart und zum Teile in die aktuellsten Gegenwartsfragen führen uns die Abhandlungen Theilh a b e r s über die Sterblichkeit der Juden, Dr. Z i rk e r s über die jüdische T u r n b e w e g u n g, die einleitend N o r d a u und M a n d e 1 s t a m m als Väter der jüdischen Turnidee bezeichnet, und H a a s e s freilich, soweit sie die Gegenwart betrifft, etwas lückenhafte Darstellung der Wohlfahrtspflege bei den Juden. Den Schluß des Buches bilden Personen- und Sachregister und ein Verzeichnis der aus Bibel, Talmud und den rabbinischen Schriften zitierten Stellen. Auf die einzelnen Monographien näher einzugehen, verbietet der beschränkte Raum, doch sei noch bemerkt, daß alle Arbeiten durchaus populär gehalten sind, und daß es gerade darum sehr zu bedauern ist, daß das Buch, das berufen ist, die Ueberlegenheit der Juden und des Judentums auf einem so wichtigen Gebiete zu verkünden, wegen des überaus hohen Preises (15 M.) schwerlich die wünschenswerte Verbreitung finden wird. Prag. S. H. Lieben. Schluß des redaktionellen Teiles Eingegangen bei der Administration der „Welt": Für das Hebräische Gymnasium in Jaffa: S. Hurwitz, Berlin, Mitgliedsbeitrag (Restbetrag) Frcs. 100.— =■= jl(. 81. — Für den Verlag I'Am, Jaffa: S. Hurwitz, Berlin, Mitgliedsbeitrag Frcs. 50— M. 40.50 Für den Bezalel: A. Dreisin, Tomaszow, Zwi Hirsch Mikuzinski Rbl. 3.— JL 6.48 Bei dem Jewish Colonial Trust, London sind eingegangen: Für den Bezalel: per Jewish Chronicle, von Mrs. Abrahamsohn . .C 0.8.0 Bei dem Unterzeichneten gingen ein, durch Herrn B. Fett in Debica: Moritz Bross Kr. 5.—. Bei der Kunstgewerbeschule „Bezalel" in Jerusalem gingen ein: Mitgliedsbeiträge: Mrs. P. Salomen, Brooklyn, Arje Goldenfang, Czajna je Frcs. 25.—, Aidam, Jerusalem, Weinermann, Strutinsk, Sch. Gordon, Safed, B. Fabrikant, Jerusalem, M. Fitzer, Nowonikolajewsk, M. L. Worodnikow, Tulern, G. A. Malau, Czajna je Frcs. 5.—. Subventionen: Ödessaer Palästina-Komitee in Odessa Frcs. 600.—, Rev. Dr. Martin Meyer in San Francisco Frcs. 255.71. Spenden: Aus Ungarn: Postmandat Frcs. 3.11, J. Schub, Jerusalem Frcs. 5.—, Landau, Wandergrift Frcs. 2.61, Dr. Dolschansky, Ekatrinoslaw Frcs. 20.—, Jtin pr. Hab, Tulman, Wladiskawkaw Frcs. 5.24, Sandobra Bronner, Wladiskawkaw Frcs. 20.80, Rab. Horawitz, Frankfurt a. M. Frcs. 40.62, „Scheerit Jakob", New York Frcs. 51.—, Filips, New York Frcs. 68.— Bertrand Hamburg, Schatzmeister des Vereins „Bezalel'4. Sin hervorragendes propagandamiiiel ist die Nationalfondsmarke, für deren Verbreitung jeder Zionist Sorge tragen muss. KONFITÜREN S-i PACKUNG für Praline8, Katzenzungen, Mokkabohnen Ueberau zu haben SCHOKOLADEN M— N—V Milch Nu83 Vanille Olt Orel Neuen Edelsohokoladen BERLIN Dresden 1911: Kgl. Sächs. Staatsprel»

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